Lesefutter: Dip-Trio

Wenn ich mir dieses Jahr anschaue, ist eines definitiv zu kurz gekommen: LESEN! Ich war schon immer jemand, die ihre Nase in Bücher gesteckt hat. Es gab Zeiten, da sind wir wöchentlich in die Stadtbücherei um neues Lesefutter zu besorgen -wirklich, ich kann euch nur empfehlen, eure lokale Stadtbücherei zu besuchen und mit einer Mitgliedschaft zu unterstützen! Oft kosten die Ausweise nicht mal 20€ im Jahr und das rentiert sich wirklich. Denn seien wir ehrlich: wie oft nehmen wir einen einmal gelesenen Roman tatsächlich nochmal in die Hand und lesen ihn durch? Ja, solche Bücher gibt es und die lohnt es sich wirklich daheim zu haben, aber die meisten Bücher werden vielleicht noch Freunden ausgeliehen bevor sie dann hauptsächlich rumstehen und verstauben.

Falls ihr euch nicht gleich binden wollt: es gibt auch Schnupperausweise und viele Büchereien bieten heute sogar E-Books an. Dazu gibt es oft noch tolle Programme. In Balingen beispielsweise hab ich gesehen, findet ein Vorlesenachmittag mit einem Handballer der Nationalmannschaft statt. Wenn dadurch Kinder und Jugendliche zum Lesen animiert werden, klasse! Ja, ich singe heute ein lautes Loblied auf die Büchereien und hoffe, dass die weiter erhalten werden. Eine meiner besten Entscheidungen nach dem Examen war es, mir einen Ausweis für die Bücherei ausstellen zu lassen. Endlich kann ich meine Lesesucht wieder befriedigen 🙂

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Auch Kochbücher gibt es zum Ausleihen -großes Lob hier an die Karlsruher Bücherei, die wirklich eine tolle Auswahl hat. Ich gebe zu: für mich lohnt es sich durchaus, das ein oder andere Kochbuch zu kaufen so oft wie die zum Einsatz kommen. Für alle reicht natürlich mein Budget nicht und da kann ich ja zumindest mal Probe-Besitzerin sein 😉 Im besten Fall gibt es dann Lesefutter im wahrsten Sinne des Wortes. Momentan hab ich „Deutsche Küche neu entdeckt“ von Matthias Mangold ausgeliehen, ein sehr ansprechendes Buch, aus dem der Ziegenkäse-Aprikosen-Dip ist.

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Die Dip-Platte war ein spontanes Abendessensprodukt: ich wollte nicht wieder Salat, hatte den Kürbiskerndip entdeckt, meine Schwester hatte Lust auf Hummus, ein Ziegenfrischkäse stand noch im Kühlschrank und getrocknete Aprikosen finden sich sowieso immer in Mamas Vorratskammer. Ein bisschen frisches Gemüse gekauft, die teuren Gemüsechips mussten auch mit. Die kleine Schwester zum Schnippeln angestellt, den Mixer immer wieder angeworfen und fertig! Ein Essen, das man nicht formal und chic isst, sondern versucht, sich möglichst viel Dip auf die Karotte zu löffeln. Entspannt und herzhaft, ein tolles Futter nach all dem Lesen 🙂

Habt ihr Lesetipps für mich? Irgendein Buch, das euch gefällt? Bitte nichts Gruseliges oder mit Ritualmorden -dafür bin ich zu empfindlich! Aber ansonsten nur her mit eurem Lesefutter!!!!

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Rezept für den Hummus:
1 Dose Kichererbsen
2 EL Tahini (oder ein anderes Nussmus, ich mag Tahin nicht)
2 EL Öl
Salz, Pfeffer
2 EL Zitronensaft
wer mag: Knoblauch, Cayennepfeffer

Zubereitung:
Die Kichererbsen in einem Sieb abspülen, mit den anderen Zutaten in ein hohes Gefäß geben und glatt pürieren. Kräftig abschmecken.

Rezept für den Kürbiskern-Dip:
160g Kürbiskerne
4-5 EL Olivenöl
1 El Tahini (ich: Cashewmus)
4-5 EL Zitronensaft
125ml Wasser
1 Bund glatte Petersilie
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Die Kürbiskerne in einer Pfanne anrösten, damit sie ihr nussiges Aroma entfalten. Mit Öl, Tahini, Zitronensaft, Wasser, Petersilie, Salz und Pfeffer in einem Blitzhacker oder Mixer geben und 1-2min zu einer dicken Paste verarbeiten. Mit etwas zusätzlichem Öl bestreuen. Quelle: life in balance (Donna Hay)

Rezept für den Ziegenkäse-Aprikose-Dip:
200g Ziegenfrischkäse
4-5 EL Sahne
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
4-5 getrocknete Aprikosen
1/2 Bio-Orange (weg gelassen)
1 EL Honig
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Ziegenfrischkäse in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken, Sahne unterrühren, sodass eine geschmeidige Paste entsteht. Schalotte und Knoblauch schälen und sehr fein würfeln. Die Aprikose sehr fein hacken. Orange waschen, mit einem Zestenreißer die Schale abziehen und fein hacken. Alles mit dem Honig und etwas Salz vermischen. Nach Geschmack noch Kräuter unterrühren.
Quelle: Deutsche Küche neu entdeckt (M.Mangold)

 

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9 Gedanken zu “Lesefutter: Dip-Trio

  1. Wie schön, dein Plädoyer für Bücherreien! Bei mir rennst du damit offene Türen ein. Ich wüsste nicht, wie ich ohne die Hamburger Bücherhallen überleben könnte. Deren Kochbuchabteilung ist auch grandios. Und ein Lesetipp? Mhm, ich lese gerade „Letzter Bus nach Coffeeville“ von J. Paul Henderson und es gefällt mir sehr. Etwas schwerere Kost wäre „Einer von uns“ von Asne Seierstad, aber das ist ganz schön heftig…
    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Liebe Eva!
      Wenn ich sehe, was ihr für tolle Patisseriewerke ausleihen könnt, werde ich schon ein bisschen neidisch 😉 Vielen Dank für deine Lesetipps. Ich guck einfach mal, was ich bei mir in der Bücherei kriege.
      Lg, Miriam

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  2. Mit Bücheri-Büchern konnte ich mich noch nie anfreunden, ich bin wohl ein Snob, was Bücher angeht. Lesetipps zur Zeit: Ehre von Elif Shafak (oder alles andere von ihr, dieses gefällt mir am Besten) ; Über uns der Himmel unter uns das Meer (oder so) von Jojo Moyes; oder die Bücher von Louisa Young, die haben mir auch gut gefallen.

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    1. Ist doch okay, jedem das seine 😉 ich mag den Geruch von neuen Büchern nicht und bin deswegen immer froh, schon was „abgegriffenes“ und „ausgelüftetes“ zu bekommen. Danke für die Tipps. Jojo Moyes kenn ich schon, die anderen noch nicht.

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  3. Leider habe ich da keinen guten Buchtipp für dich. Ich liebe lesen, aber ich habe in letzter Zeit schon sehr viel von Stephen King oder Krimis gelesen. Das fällt dann wohl so gar nicht in dein Leseverhalten.
    Generell lese ich viel und gerne, aber da ich in einer kleinen Stadt wohne ist die Bücherei nicht unbedingt die beste Adresse für mich. Aber hier lesen auch meine Mama, Schwester, Oma und Tante gern, da wird sich dann eben ausgetauscht.

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  4. Ohja, das Problem kenn ich. Ich habe auch schon seit Ewigkeiten nicht mehr gelesen, aber als Kinder haben wir immer im Bücherbus ganz ganz viele Bücher ausgeliehen. Das fehlt mir auch ein bisschen, aber nach dem Umzug habe ich bestimmt wieder mehr Zeit 🙂
    Ganz liebe Grüße
    Elsa

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