Bömbchen: Glutenfreie Erdnussbutter-Torte

Ich schulde euch noch ein Rezept aus dem Kochbuch von Leila Lindholm. Es steht nicht repräsentativ dafür, was sonst in dem Kochbuch angeboten wird. Sonst wird nämlich gerade im Kapitel mit den süßen Dingen darauf geachtet, dass die Kalorienzahl verhältnismäßig gering bleibt, sprich, es finden sich hier (wirklich tolle) Ideen für Eiscreme auf gefrorenem Obst; Gebäck, das mit getrockneten Früchten gesüßt wird und auch einen Limovorschlag gibt es.

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Aber da sticht diese Torte nun mal ordentlich hervor. Die Verwendung von Kokosblütenzucker (der den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lässt, wodurch es zu einer langsameren Energieausschüttung kommt und so Zuckerhochs und -tiefs verhindert werden) kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass für den Kuchen 200g Haselnüsse, 200g Butter und 200g Schokolade verwendet werden, was dann alles unter einer dicken Schicht aus Erdnussbutter und Frischkäse begraben wird, hehehe 😀

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Damit ist diese Torte ein echtes Kalorienbömbchen! Glaubt mir, ein kleines Stücken ist sehr reichhaltig. Für mich zeigt diese Torte, dass solche Labels wie „glutenfrei“ eben nicht automatisch „kalorienarm“ oder „Diätfutter“ bedeuten. Nur weil man eine Trendzutat wie Kokosblütenzucker verwendet, wird dadurch nicht der Nährstoffgehalt eliminiert. Ein bisschen Nachdenken schadet also nicht, besonders dann nicht, wenn es um verkaufsfördernde Labels geht, die momentan das große Heil versprechen…

Warum ich das Rezept trotz fehlendem Gluten gebacken habe? Mir kann so was ja (Gott sei Dank) egal sein; ich finde Erdnüsse und Schokolade einfach toll 😀 Außerdem gefiel mir, dass ich nicht erst ein Spezialmehl kaufen muss, sondern lediglich mit gemahlenen Haselnüssen die Torte backen lässt. Der Kokosblütenzucker lässt sich (wer einen höheren glykämischen Index nicht fürchtet) auch mit braunem Zucker ersetzen, dann aber die Menge etwas reduzieren, weil der süßer ist. Ich habe die Menge auch halbiert und nur einen kleinen Kuchen (in einer 18er Springform) gebacken. Mit der Erdnussbuttercreme ist das immer noch sehr habhaft!
An den Bildern seht ihr, dass die schon vor einer Weile entstanden -jetzt haben frische Beeren eher keine Saison mehr, ich kann mir vorstellen, dass der Kuchen mit einer Deko aus (karamellisierten) Erdnüssen oder etwas Popcorn mindestens genau so toll aussieht.

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Zutaten (für 2 Springformen à 24cm)
200g Haselnusskerne (ich hab schon gemahlene verwendet)
200g dunkle Schokolade (mind.70%Kakaoanteil)
1EL Kakaopulver
200g weiche Butter
65g Kokosblütenzucker
6Eier

Erdnussbuttercreme:
150g Erdnussbutter
160g Kokosblütenzucker
40g Kakaopulver
1TL Vanillepulver
300g Frischkäse
2 EL heißer Kaffee
Kirschen, Himbeeren oder einfach Erdnüsse zum Verzieren

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Zubereitung:
Den Backofen auf 175°C vorheizen. Für die Böden die Haselnüsse in einem Mixer zu feinem Pulver mahlen. Die Schokolade grob hacken und dann zusammen mit den Nüssen im Mixer verarbeiten. Nüsse und Schokolade mit Kakao, Butter und Kokosblütenzucker mischen und zu einer cremigen Masse aufschlagen.
Die Eier trennen: die Eigelbe in den Teig geben und weiterschlagen. In einer trockenen, sauberen Schüssel das Eiweiß zu Schnee schlagen. Anschließend vorsichtig portionsweise unter den Schokoteig heben.
Zwei Springformen fetten. Den Teig gleichmäßig auf die Formen verteilen. Die Böden auf der mittleren Schiene 30-35min backen. Mit einem Holzspieß die Garprobe machen, die Böden dürfen nicht mehr klebrig sein. Vollständig auskühlen lassen.
Für die Creme Erdnussbutter, Kokosblütenzucker, Kakao, Vanillepulver und Frischkäse cremig rühen. Den Kaffee hinzufügen.
Einen der Böden auf eine Tortenplatte setzen. Etwas Creme auf dem unteren Boden verteilen, den anderen Boden auflegen und dann die Torte rundum mit Creme bestreichen und mit Obst oder Nüssen verzieren.

Quelle: Meine Rezepte für die ganze Familie (Leila Lindholm)

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Langsam kocht besser: Belgisches Biergulasch

Ich bin ja mit einem sehr tollen Kerl zusammen, der sich immer bedankt und meistens auch freut, wenn ich etwas koche. Nicht immer ist die Freude so rießig, wenn ich irgendeine zuckerfreie-vegan-rohe Kreation auf den Tisch stelle, aber dankbar ist er auf jeden Fall, dass es was zum Essen gibt. Als Mitesser beschwert er sich also kaum mal über meine Experimente 😀 Andererseits gibt es dann aber auch solche Tage, an denen man als Freundin essenstechnisch alles richtig macht und der Freund sich vor Begeisterung gar nicht stoppen kann.

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So geschehen bei diesem Biergulasch. Gulasch gab es bei mir daheim eher nicht so, meine Mutter gehörte der Fraktion Geschnetzeltes an und lediglich bei Oma gab es mal ein Gulasch. Dann waren der Mitesser und ich in Belgien im Urlaub und fuhren auch diverse Kloster an, um deren Bier zu verkosten. Unter anderem waren im Trappistenkloster Onze Lieve Vrouw van Konigshoeven, wo es einen wunderschönen Biergarten gibt. Dort saßen wir und der Liebste löffelte begeistert ein Gulasch, das mit dem Bier von dort gekocht worden war. Warum es so lange gedauert hat, bis ich selber das Gulasch in Deutschland nachkochte, weiß ich nicht. Aber seitdem gibt es das Gulasch immer wieder -lediglich im Hochsommer weigerte ich mich schon mehrmals zur großen Enttäuschung des Freundes so lange etwas im Ofen zu schmoren.

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Aber wenn es soweit ist und ich das Gulasch mache, ist die auf vier Personen ausgelegte Ration nach dem Mittagessen fast komplett verschwunden. Die ersten Male hatte ich das Gulasch noch zwei Stunden auf dem Herd geköchelt, aaaaber inzwischen lass ich den Ofen die Arbeit machen und da wird das Gulasch nochmal besser! Es kocht gleichmäßiger ein und selber muss man vielleicht einmal danach schauen, ob noch genügend Flüssigkeit drin ist und das wars! Wer einen Bräter hat, kann sich glücklich schätzen (meinen hab ich vom Freund geschenkt gekriegt, hach, er ist halt der Beste <3) Als meine Geschwister vor einigen Monaten in Karlsruhe zu Besuch waren, gab es auch das Gulasch und seitdem liegt mir mein Vater in den Ohren, dass er dieses legendäre Biergulasch auch endlich mal haben will von dem alle schwärmen 😀

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Es ist wirklich ein einfaches Rezept: Zwiebeln und Fleisch im Verhältnis 1:1 anbrat10 Jahre Crockyblog - langsam kocht besseren, mit Bier ablöschen, Brühe dazu, mit Brot abdecken, Deckel auf den Bräter, in den Ofen und dann einfach warten. Da ist nichts kompliziertes dabei und fancy Zutaten braucht es auch nicht. Die Zeit bringt den Geschmack! Langsam kocht besser! So heißt das Blogevent zum 10jährigen Bestehen des Crockyblog -dort finden sich jede Menge Rezepte, die sich optimal vorbereiten lassen. Glaubt mir, jede Warteminute lohnt sich bei diesen Rezepten! Der Duft zieht durchs Haus, ihr könnt entspannt die Beilagen zubereiten oder sogar noch einen Spaziergang machen. Gerade jetzt bei dem trüben Herbstwetter ist mir so ein Gulasch als Sonntagsessen deutlich lieber als rohe Zucchininudeln mit irgendeinem veganen Pesto 😀

Es sind nur wenige Zutaten für das Gulasch nötig, deswegen liebe Leute, es sollte eigentlich selbstverständlich ein, verwendet gute Zutaten: Fleisch von (Bio)Rindern aus artgerechter Haltung, das in Form bleibt und nicht nur aus Wasser und Medikamenten besteht. Gutes Bier, Brühe und Brot – der Geschmack wird es euch danken! Wer Angst hat vor so viel Zwiebeln: die verkochen und sind als solche gar nicht mehr richtig wahrnehmbar. Die geben einfach eine sehr tolle Sauce!

Zutaten (für vier Personen):
1kg Zwiebeln
1kg Rindergulasch
3 EL Butterschmalz
400ml Belgisches Bier (alternativ ein Altbier)
500ml Gemüsebrühe
2-3 EL Zucker
2 Scheiben Roggen-oder Graubrot (ohne Körner)
2 EL Dijonsenf
2-3 EL dunkler Balsamicoessig
Salz, Pfeffer
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Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Zwiebeln in Würfel schneiden (nicht zu grob!). In einem (gusseisernen) Bräter das Butterschmalz erhitzen und das Fleisch portionsweise (!!!) anbraten. Auf gar keinen Fall alles Fleisch auf einmal reinhauen, sonst kochen die Würfel mehr als dass sich Röststoffe bilden. Und die Röststoffe sind wichtig für den Geschmack. Das angebratene Fleisch jeweils auf dem Bräter nehmen und im Bratenfett (evt. noch etwas Butterschmalz hinzufügen) die Zwiebeln glasig anschwitzen.
Das Fleisch wieder hinzufügen und mit Bier und Brühe ablöschen. Alles kurz aufkochen lassen. In der Zwischenzeit das Brot großzügig mit Senf bestreichen und die bestrichene Seite auf das Gulasch legen. Den Deckel auf den Bräter setzen und alles in den Ofen schieben. Mindestens 3h schmoren bis sich das Rindfleisch leicht zerteilen lässt. Wenn der Besuch später kommt oder die Beilagen noch nicht fertig sind, dann schadet dem Gulasch eine halbe Stunde mehr auch nicht 😉 Zwischendurch zwei Mal kontrollieren, ob noch genügend Flüssigkeit im Bräter ist und alles umrühren. Ggf etwas Brühe zugießen.
Das Gulasch mit dem Essig, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.
Dazu schmecken selbstgemachte Spätzle von Mama, Karotten- und Bohnengemüse. Als Getränk empfehle ich das Bier, das auch im Gulasch ist.

Im Bücherregal: Meine Rezepte für die ganze Familie von Leila Lindholm

Die ersten kalten und grauen Tage haben wir schon hinter uns, morgens früh beim Aufstehen ist es noch dunkel und abends verabschiedet sich die Sonne auch schon viel zu früh. Vielleicht haben wir noch Glück mit ein paar goldenen Herbsttagen, aber insgesamt merkt man: der Sommer ist vorbei. Da hat man doch umso lieber ein Kochbuch in der Hand, das an all die schönen warmen Tage im Kreis von Familie und Freunde erinnert. Wie solche Tage in Schweden aussehen können, zeigt Leila Lindholm mit ihren „Rezepten für die ganze Familie“.

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Die Autorin:
Könnte man Leila Lindholm als die schwedische Donna Hay oder weibliche Version von Jamie Oliver bezeichnen? Wie die beiden anderen genannten Köche ist auch Leila Lindholm schon längst nicht mehr auf das Kochen in einem Restaurant beschränkt: neben diversen Buchveröffentlichungen, bloggt sie, moderiert zahlreiche Fernsehshows und Radiopodcasts. Auch auf Auszeichnungen wie „Köchin des Jahres“ kann sie zurückblicken. Mit ihrer Familie lebt sie in der Nähe von Stockholm.

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Der erste Eindruck:
Ich will nach Schweden und zwar sofort! Da scheint immer die Sonne zu scheinen, alle wohnen in wunderschönen Häuschen mit Tieren drumrum und das Essen sieht sooo gut aus! Neben dem Essen sind auch viele Freunde von Leila im Buch zu finden, auch ihre Kinder finden sich auf den Seiten und das Kochbuch vermittelt so den Eindruck, als ob man für die Rezepte am besten in Gemeinschaft genießt.

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Inhalt:
Neben einem Picknickbild von Leila in einer grünen Wiese ist das Inhaltsverzeichnis abgedruckt. Das Buch gliedert sich folgendermaßen:

  • Ein gesunder Start: wie wäre es mit einen Körnerknäckebrot, Bananenpfannkuchen oder einem Mango-Chia-Smoothie zum Frühstück?
  • Kleine Häppchen. Klein, aber fein trifft es sehr gut: die Rote Beete mit Ziegenkäse und Pinienkerne sind ebenso der Hammer wie das Thunfisch-Avocado-Club-Sandwich.
  • Surf ’n‘ Turf: hier merkt man, dass es in Schweden scheinbar überall die tollsten Fisch und Meeresfrüchte gibt, die dann zu Fisch-Tacos oder Melonensalat mit gegrilltem Hummer verarbeitet werden.
  • Für jeden Tag: hier liegt der Fokus auf Rezepten, die sich eher schnell zubereiten lassen, also zum Beispiel Spaghetti mit roher Tomatensauce oder auch Thai Chicken.
  • Gemüse & Salate: in diesem Kapitel warten leckere Salate mit weißem Pfirsich, Minze und Mozzarella oder gegrillte Maiskolben mit Manchego und Chili.
  • Wochenende: es gibt mit Vanille gebeizten Lachs, diverse Saucen und Dips und noch mehr Salatideen.
  • Süsses zum Schluss: süß, aber bitte kein raffinierter Zucker. Stattdessen wird Eis aus gefrorenen Früchten oder mithilfe von Trockenfrüchten Riegel und Energyballs hergestellt.

Im Normalfall erhält jedes Rezept eine Doppelseite mit Bild und Zubereitungsschritten. Auffällig ist insbesonders, dass jeweils Hinweisfähnchen an der äußeren Ecke angeben, was so drin ist… oder eben nicht: glutenfrei, laktosefrei, Rohkost, kein weißer Zucker, ohne Nüsse, Veggie, ohne Ei und vegan besagen die Fähnchen. Mir darf das ja egal sein, aber wer Rücksicht nehmen will, dem erleichtert das bestimmt die Rezeptauswahl. In jedem Kapitel befindet sich außerdem eine Art Infoblock: da wird informiert, was basische und säurebildende Lebensmittel sind, im Surf ’n‘ Turf-Kapitel geht es passend zur Thematik um Fischfang oder Leila listet auf, was sie unter Superfood versteht.
Das Rezeptregister ist ein kleiner Minuspunkt: die Rezepte werden nur alphabethisch aufgelistet, sprich, wenn man sich fragt, wo man die Obstlollies noch mal findet, dann muss man wissen, dass sie als „Gesunde Obstlollies“ unter G zu finden sind. Da fände ich es für den Überblick deutlich besser, wenn das Register in Kategorien unterteilt wäre und man beispielsweise die diversen Lachsrezepte unter dem Punkt „Lachs“ gesammelt finden würde.

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Die Rezepte:
Wie ich schon geschrieben habe, gibt es Rezepte für die unterschiedlichsten Tageszeiten. Die Zutaten gibt es im normalen Supermarkt, inzwischen sind ja sogar auch Chiasamen beim Discounter erhältlich. Vertreten sind sehr viele Rezepte mit Fisch, was für mich persönlich zwar kein Problem ist, weil ich gerne Fisch esse, aber hier im Schwabenländle, wo ich wohne, nicht an so frische Produkte rankomme. Vermutlich werde ich nie frische Taschenkrebse, Hummer oder Lachs in Sushiqualität bekommen. Zumindest fällt mir spontan kein Fischhändler in meiner Nähe ein, der diese nicht regional vertretenen Meeresbewohner importiert. Auffällig ist auch, dass vier Rezepte für Graved-Lachs-Variationen enthalten sind, die in den unterschiedlichen Kapiteln vorgestellt werden. Jede Variante ist anders, sicher, aber da hätte ich mir vielleicht lieber noch so was wie gesunde Zimtschnecken gewünscht, die ich von Schweden her nur zu gut kenne.
Die von mir ausprobierten Rezepte haben einwandfrei geklappt. Es gab schon:

  • glutenfreie Bananenpfannkuchen
  • rote Beete mit Ziegenkäse und Pinienkernen
  • Bruschetta
  • Thunfisch-Avocado-Club-Sandwich
  • Linguine mit Knoblauch, Zucchini und Parmesan
  • Thai Chicken
  • Schokoladeneis mit Biss
  • Glutenfreie Erdnussbutter-Torte
  • Mango-Avocado-Eis

Das Rezept für die Erdnussbutter-Torte stelle ich euch demnächst hier vor – ein richtiges Bömbchen und der Beweis, dass glutenfrei und ohne weißen Zucker nicht kalorienarm bedeuten muss 🙂 Die tollen Salatvariationen stehen auch noch auf meiner Nachmachliste, sie sind Sattmacher, mit Obst und Nüssen getoppt und erinnern mich ein wenig an die üppigen Ottolenghi-Salate. Allerdings hab ich mich bei der Einteilung gefragt, warum es im Kapitel Gemüse&Salate um das Grünzeug geht, aber dann im anschließenden Wochenendkapitel weiter Salate die Hauptrolle spielen?! Vom Aufwand her sind die auch nicht viel aufwändiger. Ganz toll finde ich die vielen Nice-Cream-Rezepte, davon hab ich im Sommer viel zu wenig gemacht, finde aber die Vorschläge, wie man ohne Sahne und Eismaschine sich eine Abkühlung schnell und einfach herstellen kann einfach klasse!

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Kaufempfehlung?
Ich glaube, von all den vielen Kochbüchern, die ich habe, enthält „Meine Rezepte für die ganze Familie“ von Leila Lindholm die meisten Fischrezepte 🙂 Schade, dass viele davon unausprobiert werden bleiben. Für Leute, die in Küstennähe wohnen, könnte sich ein Blick in das Buch deswegen aber durchaus lohnen. Vom Aufbau und den Bildern her gefällt mir das Kochbuch sehr gut, diese perfekt inszenierte Sommeridylle in Schweden ist einfach schön anzugucken. Ein bisschen weniger wäre aber auch nicht schlimm gewesen. Von den verwendeten Zutaten her ist es auch wirklich mehr ein Sommerkochbuch, Früchte und so manches Gemüse ist im Winter nicht regional vertreten. Trotz der vielen Fischrezepte ein gutes Buch, das nicht dogmatisch einen Lebensstil predigt, sondern Anregung für gesunde Rezepte bietet.

Leila Lindholm: Meine Rezepte für die ganze Familie
Edition Fackelträger
240 Seiten mit zahlreichen Abbildungen
Format 19x24cm, Hardcover
ISBN 978-3-7716-4678-3
25€

Das Buch wurde mir freundlicherweise als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Das hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Rezension – diese entspricht zu 100% meiner eigenen Meinung.

 

Jugendsünden: Erdnusscookies mit Hersheys Kisses (Peanut Butter Blossoms)

Was waren das für Zeiten früher, damals, als ich weg gegangen bin zum Studium. In ein Wohnheim in die Nähe von Nürnberg gezogen, lauter Gleichaltrige auf einem Fleck, die zusammen leben, feiern und ja, auch lernen. Unglaublich viele Erinnerungen sind mit diesem Jahr in Franken verbunden, Freundschaften, die bis heute halten und auch einige kulinarische Geschmäcker, die ich damit verbinde. Über die fränkische Mensa dort muss ich mal noch separat schreiben (das Rezept inklusive Bilder warten schon viel zu lange…), aber heute soll es eher um die unrühmlichen Entgleisungen gehen.

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Im Regelfall sind wir monatlich bei der Rettungsaktion dabei: dort geht es darum, dass es möglich ist (und oft erschreckend einfach!) ohne die Fertigprodukte aus dem Supermarkt auszukommen. Sei es jetzt ob es um Pesto, Sirup, Pfannkuchen oder Brot geht: selber machen ist angesagt und so viel besser! Das wusste ich schon immer und wurde mir von Zuhause aus so beigebracht. Die Fertigprodukte aus dem Supermarkt waren mir natürlich trotzdem bekannt. Sei es jetzt ob über Werbeplakate, Aufsteller im Laden selbst oder weil irgendjemand von dem Fix-Päckchen schwärmte, das ja so gut die Bolognese würzen würde. Aber so etwas daheim in der Küche meiner Mutter zubereiten? Natürlich nicht!

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Tja und dann war ich da in Franken und die Neugier packte mich und ich holte dort Fertigprodutkmäßig so einiges nach, was ich davor noch nicht gekannt hatte. Tomatensuppe aus dem Päckchen? Schmeckt suuuuper zum Aufbackbaguette aus dem Kühlregal. Der Milchreis an einem grauen Nachmittag aus dem Plastikbecher. Die unterschiedlichsten Gebäcksstücke? Nun ja, selber backen ist ja besser, aber probieren geht ja über studieren, nicht wahr? 2016-09-30_peanutbutter-blossoms-7

Oh Mann, ich kann nur den Kopf schütteln, was ich damals so gegessen habe 😀 Nun gut! Jugendsünden und eine Art von Rebellion gegen „was ich daheim niiiiiieeeee gekriegt habe!“. Dabei war mir nach dem ersten Biss meistens schon klar, dass das da auf dem Löffel nicht so gut war wie ich es mir vorgestellt hatte, bzw von daheim kannte. Getoppt wurde diese Fix-und-Fertig-Küche nur in den USA: so viele unbekannte Produkte! Vor allem das Süßigkeitenregal hatte es mir angetan und da insbesondere diese Hershey-Kisses: Erdnussbutter in Tröpfchenform mit Schoko überzogen, ein Traum! Hier leider nicht so einfach erhältlich, aber da ist es gut, wenn man Bekannte hat, die Lieferanten spielen 😉 Auf diese Art und Weise schmecken mir Jugendsünden deutlich besser: die krümeligen Erdnusskekse schmecken aber auch ohne zusätzliche Schokolade. Wunderbar mürbe! Und sonst hoffe und versuche ich, möglichst komplett auf vorzubereitete Dinge verzichten zu können. Ausnahmen wie diese bestätigen die Regel 😉

Zutaten (für 48 Cookies):
48 Hersheys Kisses
170g cremige Erdnussbutter
115g Butter
75g weißer Zucker
75g brauner Zucker
1 Ei
2 EL Milch
1 TL Vanilleextrakt
180g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

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Zubereitung:
Den Ofen auf 190°C vorheizen. Butter und Erdnussbutter in einer großen Schüssel cremig verrühren. Die Zucker hinzufügen und für 2-3 weitere Minuten rühren. Ei, Milch und Vanilleextrakt einrühren. Die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver und Salz) vermischen und langsam zugeben. Den Teig in Bällchen rollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. 8 bis 10min backen, aus dem Ofen holen und dann sofort die Hershey Kisses in die Kekse drücken, so dass die Bälle flach gedrückt werden und an den Rändern etwas aufbrechen. Auskühlen lassen und mit krümeln anfangen 😉

Gastbeitrag von Holz&Hefe: Birnen-Quark-Dessert mit Marzipan

Die Kennenlerngeschichte von Marileen und uns konntet ihr ja bei unserem Beitrag auf ihrem Blog nachlesen. Heute ist sie mit einem wunderbaren Dessert zu Gast. Ich lass sie einfach selber erzählen:

Moin aus dem Norden, ich freue mich sehr heute bei Miriam und Friedemann zu Gast sein zu dürfen! Vor drei Wochen haben die beiden mir diesen Zwetschgen-Pie mitgebracht, den ich letzte Woche auch getestet und für sehr lecker befunden habe!

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Ich bin übrigens Marileen, 31 Jahre alt und blogge seit anderthalb Jahren auf Holz&Hefe über meine beiden Leidenschaften: das Werkeln und das Backen. Vor allem jetzt zum Herbst hin kommt meine kreative DIY-Ader wieder mehr zum Vorschein, denn sobald die Temperaturen sinken, krieche ich aus meinem „Sommerschlaf“ und freue mich über das kalte Wetter. Man kann endlich wieder richtig durchatmen, das Laub verfärbt sich und ich kann meine Freunde zu Menü-Abenden in meine Wohnung einladen. Heute zeige ich euch einen schönen Abschluss eines solchen Herbstmenüs: ein Birnen-Quark-Dessert mit Marzipan!

Die Birne ist ja eine typische Spätsommer-/Herbstfrucht und landet bei mir immer auf meinem Obstteller bei der Arbeit. Aber auch in diesem Dessert oder der Wenn-mich-mal-zwischendurch-der-Appetit-übermannt-Süßspeise schmeckt sie hervorragend. Da ich meistens recht harte Birnen kaufe, dünste ich sie zu Beginn in Amaretto. Sollten eure Birnen schon sehr weich sein, könnt ihr sie auch so verwenden.

Birnen-Quark-Dessert mit Marzipan

2 Portionen

  • 2 Birnen

  • 60ml Wasser

  • 3 EL Amaretto

  • 300g Quark (20%)

  • 20g Zucker

  • 50g Marzipan

  • 25g Borkenschokolade oder kleingehackte Zartbitterschokolade

Marzipan in den Kühlschrank legen.

Die beiden Birnen schälen, entkernen und würfeln. Zusammen mit Wasser und Amaretto zehn Minuten dünsten. Abtropfen und abkühlen lassen.

Das gekühlte Marzipan mit einer Reibe kleinraspeln. Den Quark mit dem Zucker und dem Marzipan vermengen.

Nun die Hälfte der Birnen in eine Schale geben, mit der Hälfte des Quarks und der Hälfte der Schokolade bedecken. Den Vorgang noch einmal wiederholen und schon hat man ein herbstliches Dessert :).

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Liebe Miriam, inzwischen weiß ich, dass du kein Marzipan magst. Mit Sicherheit schmeckt es aber auch ohne dieses. Vielleicht ja auch mit einer Prise Zimt, wie wärs?
Schaut gerne mal auf meinem Blog Holz&Hefe vorbei, ich würde mich freuen! Und nun wünsche ich euch noch einen schönen bunten Herbst mit leckerem Essen!
Eure Marileen

Liebe Marileen!
Das bisschen Marzipan ist gar kein Problem, schlimm wäre es nur, wenn Minze drin wäre 😉 Aber das wäre dann nicht mehr so wunderbar herbstlich!
Ich kann euch nur raten, bei Marileen auf dem Blog vorbeizuschauen: ihr Vorratsregal ist ein ganz großer Küchentraum von mir und ihre Konfettitorte hätte ich auch gerne bei nächster Gelegenheit. Und wer noch eine Verwendungsmöglichkeit für Äpfel sucht, die es momentan ja auch zuhauf gibt, der macht einfach den Gâteau invisible mit Salzkaramellsauce -seuftz! Das klingt doch einfach nur gut, oder? Fürs Auge kann ich euch nur ihre vielen verschiedenen Projekte empfehlen; ich bin dafür zu unbegabt, aber allein zum Anschauen ist es schon mal toll!
Vielen Dank für deinen Besuch, schade, dass du so weit weg wohnst, sonst hätte ich einen nicht-virtuellen Besuch vorgezogen.

Zu Gast auf dem 7. Schwäbischen Whisky Tag

Nach einem herrlichen Spätsommer ziehen ausgerechnet am Samstag, 1. Oktober deutlich mehr Wolken am Himmel über Tübingen vorbei. Die Temperaturen verlangen auch nach einer Jacke und für den Nachmittag ist Regen angekündigt. Ohne jemals in Schottland gewesen zu sein, denke ich mir, dass allein das Wetter schon zu meiner Vorstellung von Whisky passt: eine Brennerei irgendwo in einer schroffen Landschaft, Wind und Wetter, das eher Outdoorkleidung als die neuste Sommerkollektion erfordert, dazu kostbare Flüssigkeit, die mit viel Leidenschaft gebrannt wurde.

Diese Vorstellung passt allerdings nicht nur auf Schottland, sondern auch auf die Schwäbische Alb! Im Rahmen des Tübinger Regionalmarktes fand nun schon zum siebten Mal der Schwäbische Whisky Tag statt, auf dem dieses Jahr 16 Whisky-Destillen zu Gast waren. Ein paar davon können wir euch heute vorstellen, alle leider nicht, das wäre kein verantwortliches Trinken mehr gewesen 😉

Die ersten Eindrücke sammeln wir bei der Waldhornbrennerei aus Berglen. Ihren Schwäbischen Single Malt Whisky gibt es noch relativ neu: seit 2013 erweitert er die große Produktpalette. Benannt ist er nach dem Buchenbachtal, wobei „Glen“ aus dem Gälischen kommt und „Tal“ bedeutet. Schon im Geruch merkt man die Lagerung in Sherryfässern, die sich natürlich auch geschmacklich bemerkbar macht. Ein schöner Einstig!

Von dieser kleinen Destillerie geht es zum größten deutschen Whiskyproduzent: die Finch Whisky Destillerie aus Nellingen. Jährlich stellt die Brennerei eine viertelmillionen Liter Alkohol her, circa 1000 Fässer werden zum Reifen abgefüllt. Hans-Gerhard Fink, der Chef der Brennerei, steht persönlich am Stand zum Ausschank und Schwätzen bereit. Lächelnd erzählt er, wie er einmal einem Freund in den Streuobstwiesen beim Beschneiden der Bäume half und ihm das so gar keinen Spaß machte. Er bräuchte immer eine große Maschine für seine Arbeit: auf 400 ha baut er das Getreide für seinen Whisky selbst an. Für den Finch Whisky wird also vom Anbau bis zur Abfüllung alles von einer Hand gemacht, viel Aufwand, aber auch ein sehr stimmiges Ergebnis. Hans-Gerhard Fink plant für die nächsten Jahre den Vertrieb seines Whiskys im asiatischen Raum und eine Whiskyerlebniswelt bei ihm in Nellingen, wo man die komplexe Herstellung des Whiskys kennenlernen kann.

Einen schwäbischen Whisky, den wir schon länger auf dem Schirm hatten, aber noch nie probieren konnten, stammt von der Destillerie Volker Theurer in Unterjesingen -einem Städtle neben Tübingen, durch das wir schon das ein oder andere Mal durchgefahren sind und jedes Mal beim Gasthof Lamm die Fässer liegen sahen. Jetzt beim Whisky Tag war endlich Gelegenheit dazu 🙂 Schon seit 1989 wird hier Whisky gebrannt, wobei sich auch diverse andere Brände und Liköre im Programm befinden (sogar ein Brezelgeist wird gebrannt!) Der erste Whisky war mehr ein Zufallsprodukt, das aus Mangel an Lagerfläche in Fässer gefüllt wurde. Inzwischen erfolgt die Auswahl der Zutaten und die Herstellung wesentlich sorgfältiger: die Rohstoffe wie Roggen und Weizen kommen aus dem Ammertal, also der unmittelbaren Nachbarschaft.

Den wahrscheinlich außergewöhnlichsten Whisky auf dem Markt bekommen wir bei der Kleinbrennerei Fitzke aus Herbolzheim-Broggingen. „Aus Grünkern?“, der Freund schaut entsetzt: „Danach dann noch einen Tofuburger oder was?“ Sehr skeptisch betrachtet er, was ihm da ins Glas gefüllt wird. Nach ausgiebigem Schnüffeln und dem ersten Schluck kommt dann aber die große Überraschung. Das schmeckt! Und zwar wie gut! Lange unterhalten wir uns mit Edith Fitzke, die uns viel über das Brennen erzählt. Die Brennerei kam von ihrer Seite her in die Familie; es sei immer schon die Aufgabe der Frauen gewesen, Obstbrände und Liköre herzustellen, weil dieser Vorgang gleichbleibende Hitze erfordert, was die Männer, die zum Schaffen dann wieder weg mussten, nicht so überwachen hätten können. Traditionell kommen sie vom Obstbrand und haben schon immer sehr sortenrein und aromaschonend gebrannt.
Diese Technik verwenden sie auch für ihre Whiskys: ihre Intention ist es, dass man das Aroma des Getreides noch schmecken soll. Statt aus dem Fass kommen bei ihren Single Grains 70-80% des Geschmacks aus dem Getreide selbst. Im Gespräch mit dem Ehepaar Fitzke merkt man die Leidenschaft und den großen Spaß am Brennen, die es ihnen mehr als authentisch gelingt zu vermitteln. Woran wir das auch im Nachhinein merken? Es sind kaum Fotos entstanden, weil wir alle so zugehört haben…sorry! Ihr müsst es uns einfach glauben, dass dieser Whisky, der eben nicht so typisch schmeckt, meine begleitenden Männer am meisten fasziniert hat. Mein Vater meinte, dass er den Grünkernwhisky sofort wieder trinken würde und ich muss unbedingt mal die Obstbrände von den Fitzkes probieren! Vielen Dank Ihnen beiden nochmal für das Gespräch!

Leidenschaft und Überzeugung vom eigenen Produkt, die im wahrsten Worte unter die Haut geht, trifft man auch bei AltEnderle.Schon seit 1750 befand sich das Brennrecht in der Familie von Joachim Alt, der sich 1987 aber mit einer eigenen Brennerei von den Familientraditionen löste. Der Schritt zur Whiskyproduktion erfolgte zufällig: mit dem Plan Genever herzustellen arbeitete er mit Getreide, füllte das ganze in Fässer ab…und vergaß sie vor lauter Arbeit in der Gastronomie. Immer wieder regte Joachim Alt sich über die unnützen Fässer auf und schaffte es nach drei Jahren schließlich das Zollamt darüber zu informieren, dass er diese Fässer mit Alkohol nun gerne vernichten wolle. Damit wäre ja nichts mehr anzufangen. Von wegen! Der Zollbeamte machte ihn darauf aufmerksam, dass sich nun vermutlich statt Genever Whisky in den Fässern befinden würde und so nahm die Geschichte seinen Lauf.
Ja, heute sei alles ein bisschen anders mit dem Whisky wie damals als er angefangen hätte, meint er. Damals hätte er alte gebrauchte Holzfässer für seinen Whisky geschenkt bekommen und wäre mit ein paar Flaschen Wein bezahlt worden, weil niemand etwas damit anfangen konnte. Heute zahlt man gleich mal 2000€ für ein 30 Jahre altes Sherryfass! Beeindruckend fand ich auch, dass AltEnderle von Joachim Alt und seinem Geschäftspartner lediglich zu zweit hergestellt und vertrieben wird! Gemeinsam verarbeiten sie 300t Rohware pro Jahr. Respekt!

Nach  vielen Gesprächen fällt auf, dass viele der Brenner ursprünglich von den Obstbränden her kommen. Oft war die Verarbeitung der Früchte von den Streuobstwiesen schon lange Familientradition. Zum Whisky kamen die einen aus purem Zufall oder reiner Neugier, wie die Destillation von Getreide denn gelingen würde. Die anderen wagten den Einstieg in die Whiskyproduktion deutlich bewusster und mit mehr Zielen vor Augen. Auch geschmacklich hat sich der Schwäbische Whisky in den Jahren entwickelt. Der Freund war anfangs sehr skeptisch, musste dann aber zugeben, dass es durchaus sehr gute Whiskys aus dem Ländle gibt, die durchaus anders als die aus Schottland sind, aber das muss ja nichts Schlechtes sein 😉

Ihr habt gemerkt, dass die Vielfalt an Schwäbischem Whisky sehr, sehr groß ist! Tatsächlich ist die Anzahl der deutschen Whiskybrenner höher als die der in Schottland! Klar, die Menge an produziertem Alkohol ist kleiner, aber eine große Vielfalt ist gegeben. Ich fand diesen Nachmittag unglaublich spannend und es hat mich wieder mal begeistert, was es an Kreativität in diesem Bereich gibt. Allein die Flaschengestaltung macht einen doch neugierig auf so manchen Inhalt. Auch die verschiedenen Geschichten, wer wie zum Whisky kam, welche Philosophie dahinter steckt und auch wie viel man schaffen (und warten) muss bis es dann mal einen Whisky gibt, haben mich überrascht und sehr neugierig gemacht. Wer sich (wie ich) nicht nur für Whisky interessiert, der findet bei allen Brennern noch eine große Auswahl an Obstschnäpsen, Gins und Likören, die bestimmt auch eine Kostprobe wert sind.

Vielen Dank an Angela Weis, die schwäbische Whiskybotschafterin und der Silberburg am Markt, auf deren Einladung wir den 7. Schwäbischen Whiskytag besuchen und verkosten durften. Vielen Dank auch an Petra Milde, die ihr vom Burns-Supper kennt und die uns ebenso nett umsorgt hat 🙂