Rettungsaktion: KiBa-Marmelade

Momentan biegen sich ja die Marktstände vor lauter herrlich reifem Obst und Gemüse. Ich krieg jedenfalls nicht genug von Beeren, Kirschen, Pfirsichen & Co. Problem ist nur, dass das Obst nicht ewig frisch bleibt und dass spätestens in drei Monaten die ganze Pracht von der Herbstfülle abgelöst wird.

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Um sich ein bisschen was vom Sommer zu behalten, bieten sich Marmelade und Chutneys an. Und genau um die geht es heute in der Rettungsaktion. Jaaaa, man kann die Gläsle auch im Supermarkt kaufen, aber zum einen werden da irgendwelche komischen Konservierungsmittelchen verwendet, die man nicht unbedingt braucht und zum anderen ist das Verhältnis von Zucker und Frucht oft nicht so ausgewogen. Die Marmeladen sind mehr süß als fruchtig.
Beim Selberkochen könnt ihr selber entscheiden, wie für euch das ideale Verhältnis aussehen soll. Außerdem könnt ihr die tollsten Früchte miteinander kombinieren UND -jetzt kommt das Beste – in 149 Tagen ist WEIHNACHTEN und so ein paar Gläsle selbstgekochte Marmelade machen sich doch suuuuper unter dem Baum! Der kluge Foodie plant also jetzt schon vor 😀

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Bei uns im Keller (ich spüre schon die Errötung meiner Mutter während ich das schreibe) lagern direkt neben dem Regal mit Marmeladen die leeren Gläser schon verspeister Marmeladen oder andere Gläser mit Deckel, die als schön genug befunden worden sind um als Behältnis für Selbstgemachtes zu dienen. Mit dem Beginn der Rhabarber-Erdbeersaison beginnt sich das Verhältnis von leeren zu vollen Gläsern konstant zu verschieben. Wenn schließlich als eines der letzten Dinge Apfelgelee eingekocht wird, bleiben kaum noch leere übrig. Ein kleines Paradies, sag ich euch!!
Wer nicht zu faul ist, den Glasmüll zu entsorgen für Weihnachten besonders auftrumpfen möchte, der kann natürlich auch die schönsten und elegantesten Marmeladengläser extra einkaufen 😉 Wie immer ist weniger die Verpackung als vielmehr der Inhalt entscheidend. Meine Schwester jedenfalls hat die Ki-Ba-Marmelade gleich in ihre Favoritenliste gewählt und für die Marmeladensaison 2017 schon mal vorgemerkt.
Falls jemand eine andere Frucht- oder Gemüsevariation bevorzugt, wird hier fündig:

Giftige Blonde: Kirsche-Himbeere-Walderdbeere

Pane-Bistecca: Apfel-Pfirsich-Chutney

Obers trifft Sahne: „Schwarzwälder Kirschtorte“

Genial lecker: Kirsch-Erdbeermarmelade

Barbaras Spielwiese: Apfel-Lavendel-Gelee

Multikulinarisches: Aprikosen-Vogelbeer-Marmelade

Anna Antonia: Omas Apfelgelee

Summsis Hobbyküche: Kirschmarmelade mit Blaubeerhauch

Brittas Kochbuch: Klassisches Mango-Chutney

Auchwas: „Jo-Hi-Ma-Va-Gelee“

Sakriköstlich: Zwiebel-Kirsch-Chutney

Fliederbaum: Marille-Minze und Erdbeer-Rose

Was du nicht kennst…: Bacon Jam

Jankes*Soulfood: Paprika-Aprikosen-Chutney mit Chili

Leberkassemmel und mehr: Zwiebelmarmelade

German Abendbrot: Johannisbeerchutney

Brotwein – Paprikamarmelade

Leichtigkeit – Tomatenmarmelade

Katha kocht: Sommerliche Melonen-Limetten-Marmelade

Bonjour Alsace: Pina-Colada-Marmelade

https://unsermeating.files.wordpress.com/2016/02/e99ff-wirrettenwaszurettenist.jpg?w=320&h=117
Zutaten (für ca. 9 Marmeladengläsle)
1kg Kirschen
1kg reife Bananen
2 Päckchen Gelierzucker 2:1 (bitte auch dabei darauf achten, was drin ist. Gerne im Biosupermarkt kaufen)
etwas Zimt

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Zubereitung:
Ausreichend leere Marmeladengläser (samt Deckel) gründlichst auswaschen. Die sauberen Gläser ins saubere (!) Spülbecken geben und mit sehr heißem Wasser (gerne auch ein Teil aus dem Wasserkocher) auffüllen.
Kirschen waschen und entsteinen, Bananen schälen und in kleiner Stücke brechen. Alles Obst in einen großen Topf geben und pürieren. Gelierzucker und Zimt unterrühren. Die Masse aufkochen lassen und 4min sprudelnd kochen. In der Zeit während die Marmelade kocht mit Spülhandschuhen oder Salatbesteck die Gläser aus dem Becken fischen, die Deckel ebenso und trocknen lassen.
Die fertig gekochte Marmelade sofort in die noch heißen Gläser einfüllen, den Deckel verschließen (Achtung Verbrennungsgefahr!) und die Gläser kopfüber auf den Deckel stellen. Mindestens 10min so stehen lassen, länger schadet auch nicht 😉 Fertig!

 

 

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46 Gedanken zu “Rettungsaktion: KiBa-Marmelade

  1. Eine feine Kombination die mir gut gefällt und die ich auch noch nicht so probiert habe. Es gibt ja gerade noch Kirschen bei uns, jedenfalls gestern sind mir noch welche begegnet und Bananen sind immer da, also los und nachmachen. Wie bei mir die leeren Gläser und die vollen in einem großen Regal im Keller, hach das möchte ich nicht missen. Einen schönen Tag und liebe Grüße
    Ingrid

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  2. Kirsche und Banane? Das klingt so, als ob es ausprobiert werden müsste. Mit den Gläsern habt ihr doch Recht. Der Schwabe in mir findet das Gläser sammeln fürs Marmelade kochen super 🙂
    Liebe Grüße, Tanja

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  3. Mein Keller ist voll mit Gläsern zum Einkochen und Einwecken – und natürlich auch für Marmelade. Bis auf etwa 20 Stück die ich mir in der Anfangszeit selbst gekauft habe, sind all die anderen quasi „Glasmüll“. Ich bekomme von Freunden und Bekannten ganze Pakete voll davon geschickt und bin wirklich froh um jedes Glas. Nicht zuletzt, da ich sehr häufig selbstgemachte Marmeladen und Co. verschenke und ein gewisser Gläserschwund daher unvermeidbar ist 🙂

    Viel Freude beim Löffeln deiner KIBA-Marmelade!

    Jasmin

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  4. Kiba – immer eine gute Kombination! Als Marmelade hätte ich die nie gemacht, da wäre ich nie drauf gekommen. Jetzt hoffe ich natürlich, dass ich zu Weihnachten welche bekomme! 😉 Spässle g’macht! 🙂

    Die Idee, doch mal mehr zu machen und dann an Weihnachten oder sonst wann zu verschenken ist natürlich gut. Ich mache meist nur kleine Mengen, und selbst die schaffe ich selten.

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    1. Hey Barbara!
      Ich alleine tu mich auch schwer mit den großen Marmeladengläsern – vor allem, weil ich mehr Müsli als Brot zum Frühstück esse. Da genieß ich es umso mehr, daheim eine große Auswahl verschiedenster Marmeladen zu bekommen 🙂

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  5. Obwohl man uns östlich der Mauer (vor 1990) Aufgewachsenen große Bananen-Liebe nach. Trifft auf mich nicht zu. Vermultich liegt es daran, dass die meisten hier verkauften Bananen nicht wirklich nach irgendetwas schmecken. So mit Kirschen im Marmeladenglas versenkt könnte ich mich mit der Banane aber wohl doch noch anfreunden. 😉

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  6. Die klingt so dass ich das doch gerne mal testen würde- vielleicht mkt mehr Kirschen als Bananen und einem ordentlichen Schuß Rum dran.
    Und Gläschen- am Liebsten mag ich die in denen die Tübinger Molkerei die Schlagsahne verkauft, die haben die ideale Größe, finde ich und sehen mit dem blauen Deckel auch noch gut aus.

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  7. Du wirst lachen (und es mag an den Schwangerschaftshormonen liegen) aber zwischen „Rezept lesen“ und „Kommentar schreiben“ musste ich mir gerade unbedingt einen KiBa machen 🙂 Deine Marmelade klingt auf jeden Fall ganz köstlich!

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