Beerenstark: Heidelbeer-Curd

Angeblich gibt es ja Blogger, die ihren Beiträge immer ganz genau planen, damit passend zum Tag der Schokolade (7.Juli) ein Schokorezept erscheint oder der Herbstanfang mit einem Kürbisrezept und goldenen Blättern eingeläutet wird. So ist das hier nicht. Bei meinem Vater, der ja für die tollen Bilder hier verantwortlich ist, und mir ist es dafür einfach oft zu schwierig um genau zu planen, wer wann wie Zeit hat, damit dann wieder Beiträge entstehen können.

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Deswegen ist diese Woche auch eine Art Marmeladenwoche, weil es heute schon wieder was für aufs Brot gibt. Bei Ina von Ina Is(s)t findet nämlich noch bis morgen ein beerenstarkes Blogevent rund um die tollsten Beeren der Saison statt. Und so kommt es, dass auch hier auf dem Blog eine beerenstarke Woche mit dem Heidelbeer-Curd zu Ende geht. Als Top-Bloggerin hätte ich natürlich besser geplant und das versetzt gemacht, aber so haben wir halt unsere eigene kleine Themenwoche mit Kiba-Marmelade und Heidelbeer-Curd gehabt 😀

Curd – dieses Jahr scheinbar in aller Munde und in vielen Blogs in den unterschiedlichsten Varianten vertreten. Ein Curd besteht traditionell aus Eiern, Butter, Zucker und Zitrone, ist aber auch in anderen Geschmacksvariationen sehr lecker und gehaltvoll. Als ich das Rezept gesehen habe, war mir das sofort klar, denn ein Essen, dessen Kalorienangaben nicht in 100g oder in Portionsgröße, sondern in Kalorien pro Teelöffel angegeben wird, kann nur sehr, sehr lecker sein 😀

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Curd könnt ihr nicht nur als Aufstrich zu Croissants, Scones oder Toast verwenden, sondern zum Beispiel auch als Füllung für Cupcakes oder eine Pie mit Baiserhaube nutzen. Die Farbe ist einfach klasse – achtet darauf, dass ihr Wildheidelbeeren bekommt. Die meisten Blaubeeren aus dem Supermarkt sind Kulturbeeren, die innen drin weiß sind und damit habt ihr für dieses Curd nicht genügend Aroma und Farbe. Ich habe Tiefkühlbeeren verwendet und damit hat das super geklappt. Große Nachmachempfehlung von mir also 🙂

Zutaten (für ca. 750ml):
300g Wildheidelbeeren
90g Zucker
3 Eier
1 Tl fein abgeriebene Zitronenschale
3 EL Zitronensaft
200g kalte Butter, in kleinen Stücken

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Zubereitung:
Heidelbeeren verlesen, in einem Topf mit 100ml Wasser aufkochen und zugedeckt ca. 10min köcheln lassen. Dann die Beeren mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken und die Masse durch ein Sieb passieren, das Püree dabei auffangen. ICH habe einfach die Masse fein püriert und das hat super geklappt.
Zucker und Eier in einer Schüssel mit dem Quirlen des Handrührers ca. 3-4min schaumig rühren. Fruchtpüree, Zitronenschale und -saft unterrühren. Die Creme über einem heißen, fast kochendem Wasserbad mit einem Teigspatel rühren bis die Masse heiß ist und dicklich wird.
Topf vom Herd nehmen, Butter nach und nach unterrühren. Heidelbeer-Curd durch ein Sieb in die Gläser füllen (hab ich nicht gemacht). Sofort verschließen, abkühlen lassen und danach im Kühlschrank lagern. Das Curd ist ca. 1 Woche haltbar.

Quelle: deli-magazin 4/2016

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Rettungsaktion: KiBa-Marmelade

Momentan biegen sich ja die Marktstände vor lauter herrlich reifem Obst und Gemüse. Ich krieg jedenfalls nicht genug von Beeren, Kirschen, Pfirsichen & Co. Problem ist nur, dass das Obst nicht ewig frisch bleibt und dass spätestens in drei Monaten die ganze Pracht von der Herbstfülle abgelöst wird.

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Um sich ein bisschen was vom Sommer zu behalten, bieten sich Marmelade und Chutneys an. Und genau um die geht es heute in der Rettungsaktion. Jaaaa, man kann die Gläsle auch im Supermarkt kaufen, aber zum einen werden da irgendwelche komischen Konservierungsmittelchen verwendet, die man nicht unbedingt braucht und zum anderen ist das Verhältnis von Zucker und Frucht oft nicht so ausgewogen. Die Marmeladen sind mehr süß als fruchtig.
Beim Selberkochen könnt ihr selber entscheiden, wie für euch das ideale Verhältnis aussehen soll. Außerdem könnt ihr die tollsten Früchte miteinander kombinieren UND -jetzt kommt das Beste – in 149 Tagen ist WEIHNACHTEN und so ein paar Gläsle selbstgekochte Marmelade machen sich doch suuuuper unter dem Baum! Der kluge Foodie plant also jetzt schon vor 😀

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Bei uns im Keller (ich spüre schon die Errötung meiner Mutter während ich das schreibe) lagern direkt neben dem Regal mit Marmeladen die leeren Gläser schon verspeister Marmeladen oder andere Gläser mit Deckel, die als schön genug befunden worden sind um als Behältnis für Selbstgemachtes zu dienen. Mit dem Beginn der Rhabarber-Erdbeersaison beginnt sich das Verhältnis von leeren zu vollen Gläsern konstant zu verschieben. Wenn schließlich als eines der letzten Dinge Apfelgelee eingekocht wird, bleiben kaum noch leere übrig. Ein kleines Paradies, sag ich euch!!
Wer nicht zu faul ist, den Glasmüll zu entsorgen für Weihnachten besonders auftrumpfen möchte, der kann natürlich auch die schönsten und elegantesten Marmeladengläser extra einkaufen 😉 Wie immer ist weniger die Verpackung als vielmehr der Inhalt entscheidend. Meine Schwester jedenfalls hat die Ki-Ba-Marmelade gleich in ihre Favoritenliste gewählt und für die Marmeladensaison 2017 schon mal vorgemerkt.
Falls jemand eine andere Frucht- oder Gemüsevariation bevorzugt, wird hier fündig:

Giftige Blonde: Kirsche-Himbeere-Walderdbeere

Pane-Bistecca: Apfel-Pfirsich-Chutney

Obers trifft Sahne: „Schwarzwälder Kirschtorte“

Genial lecker: Kirsch-Erdbeermarmelade

Barbaras Spielwiese: Apfel-Lavendel-Gelee

Multikulinarisches: Aprikosen-Vogelbeer-Marmelade

Anna Antonia: Omas Apfelgelee

Summsis Hobbyküche: Kirschmarmelade mit Blaubeerhauch

Brittas Kochbuch: Klassisches Mango-Chutney

Auchwas: „Jo-Hi-Ma-Va-Gelee“

Sakriköstlich: Zwiebel-Kirsch-Chutney

Fliederbaum: Marille-Minze und Erdbeer-Rose

Was du nicht kennst…: Bacon Jam

Jankes*Soulfood: Paprika-Aprikosen-Chutney mit Chili

Leberkassemmel und mehr: Zwiebelmarmelade

German Abendbrot: Johannisbeerchutney

Brotwein – Paprikamarmelade

Leichtigkeit – Tomatenmarmelade

Katha kocht: Sommerliche Melonen-Limetten-Marmelade

Bonjour Alsace: Pina-Colada-Marmelade

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Zutaten (für ca. 9 Marmeladengläsle)
1kg Kirschen
1kg reife Bananen
2 Päckchen Gelierzucker 2:1 (bitte auch dabei darauf achten, was drin ist. Gerne im Biosupermarkt kaufen)
etwas Zimt

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Zubereitung:
Ausreichend leere Marmeladengläser (samt Deckel) gründlichst auswaschen. Die sauberen Gläser ins saubere (!) Spülbecken geben und mit sehr heißem Wasser (gerne auch ein Teil aus dem Wasserkocher) auffüllen.
Kirschen waschen und entsteinen, Bananen schälen und in kleiner Stücke brechen. Alles Obst in einen großen Topf geben und pürieren. Gelierzucker und Zimt unterrühren. Die Masse aufkochen lassen und 4min sprudelnd kochen. In der Zeit während die Marmelade kocht mit Spülhandschuhen oder Salatbesteck die Gläser aus dem Becken fischen, die Deckel ebenso und trocknen lassen.
Die fertig gekochte Marmelade sofort in die noch heißen Gläser einfüllen, den Deckel verschließen (Achtung Verbrennungsgefahr!) und die Gläser kopfüber auf den Deckel stellen. Mindestens 10min so stehen lassen, länger schadet auch nicht 😉 Fertig!

 

 

Aus Mamas Küche: Spaghetti mit Lachssauce

Pastarezepte gibt es ja auf dem Blog bisher relativ wenig, einfach aus dem Grund, dass ich einerseits relativ wenig esse (nicht aus irgendwelchen Figurgründen) und andererseits finde ich es extrem schwierig, glitschige lange Spaghetti oder eine Sauce mit Nudeln so anzurichten, dass es appetitlich aussieht.

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Für diesen Beitrag hab ich es aber sehr clever gemacht: ich hab Mama gebeten, ihre Lachssauce zu kochen und das bei der Gelegenheit auch zu fotografen. Hab mich also schön der Herausforderung entzogen, beziehungsweise einfach gut die Aufgaben verteilt 😀
Diese Lachssauce ist eines der All-Time-Favorites im Hause O. Tatsächlich war es so, dass ich eine Liste mit Wunschgerichten für die Kategorie „Mamas Küche“ den Eltern vorgetragen hab und mein Vater bei der Lachssauce sofort gesagt hat: „Jaaa, die Sauce hatten wir schon so lange nicht mehr.“ Meine Mutter runzelt die Stirn: „Von wegen, die gab es erst am Freitag.“ Mein Vater weigerte sich das zu glauben und bestand darauf, dass es die dringend wieder geben müsste.

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Ihr seht also, absolute Nachkochempfehlung! Durch Zitrone und Basilikum ist die Sauce wunderbar frisch und wer mag, serviert noch einen eisgekühlten Rosé dazu. Viel mehr Worte verlier ich jetzt nicht mehr, hier ist das Rezept.

Zutaten (für 3 Portionen):
2 dünne Stangen Lauch
2-3 Zweige frischen Basilikum
2 EL Butter
250ml Gemüsebrühe
300g Tomaten
100ml Sahne
1/2 TL abgeriebene Zitronenschale (wird bei uns weggelassen)
1 EL Zitronensaft300g frisches Lachsfilet (im Original: 150g Räucherlachs)
400g Spaghetti
70g Parmesan
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Den Lauch putzen, waschen und in dünne Stücke schneiden. Die Basilikumblätter abzupfen, waschen und klein schneiden. Die Butter in einem Topf aufschäumen lassen, darin den Lauch 5min andünsten. Dann die Brühe zugießen und etwas einkochen lassen.
Die Tomaten kreuzförmig einritzen, mit heißem Wasser überbrühen und häuten. Dann in kleine Würfel schneiden. Das Lachsfilet in Würfel schneiden. Die Tomaten- und Lachswürfel zur Lauchbrühe geben, die Sahne angießen und alles 2-3min köcheln lassen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen.
Inzwischen reichlich Salzwasser aufkochen und die Spaghetti kochen. Zum Schluss den Basilikum zur Lachssoße geben und alles mit Parmesan bestreut servieren.

Quelle: Pasta! Pasta! Pasta! (GU Lifestyle, mit Cartoons von Peter Gaymann)

Die Gene sind schuld: Süßkartoffel-Marmorkuchen

Eigentlich sollte ich euch zu dieser Jahreszeit ja eiskalte Erfrischungen servieren, sei es jetzt in Form von Limos oder als Sorbets, Eiscreme & Co. Würde ich auch gerne, hatte ich auch vor, aber zum einen ist mein WG-Kühlfach viel zu klein und der Kühlschrank auch viel zu alt um da noch größere Eismassen zu gefrieren. Und zum anderen waren meine Gene schuld, also eigentlich meine Mutter und meine Oma!

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Diese beiden Damen sind in unserer Familie nämlich dafür bekannt, dass sie grundsätzlich die Essensmengen überschätzen, die wir verdrücken können. Da wird dann zu Geburtstagen, Feiertagen oder auch nur zu einem gewöhnlichen Kaffeetrinken so viel aufgetischt, dass immer Reste bleiben.Und jedes Mal heißt es neu, dass sie es halt falsch eingeschätzt hätten, wie viele Spätzle sich aus 2kg Mehl machen lassen oder dass eine 4kg-Pute so groß sei…

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Nun ja, das mit den Mengen einschätzen habe ich auch nicht soooo drauf. Ich hatte vor einer Weile unglaublich Lust auf Marmorkuchen. Diese Variante mit Süßkartoffel im Teig ging 2013 (?) durch einige Blogs und auch ich hatte den damals schon gebacken und war von der Saftigkeit begeistert. Also sollte es genau wieder dieser werden! Ich machte mich also munter an die Teigzubereitung, griff nach meiner Kastenform, weil ich keine Guglhopfform habe und stutze: diese Massen an Teig sollte ich da irgendwie reinfüllen??? Ein Blick ins Rezept brachte Aufklärung: eine 2,5l Form wurde verlangt… oooops! Hätte ich bloß alles komplett durchgelesen. Viel zu viel für mich und den Mitesser. Ein kurzes Nachdenken bei den Mengenangaben hätte mich auch schon darauf aufmerksam machen können, aber nun gut, kann ich halt nicht einschätzen 😀
Also füllte ich jeweils die Hälfte des hellen und des dunklen Teiges in die Form und bewahrte die anderen Teighälften in Tupperdosen im Kühlschrank auf. Zwei Tage später wurde mit der verbleibenden Masse nochmal frisch gebacken und damit Freunde und Familie beglückt. Die Aufbewahrung vom rohen Teig funktioniert also hervorragend!

Dieser Süßkartoffel-Marmokuchen ist echt der Hammer! Wunderbar saftig, hält locker zwei-drei Tage frisch und eignet sich super als Picknickproviant und als Verpflegung für Ausflüge an Seen oder in Freibäder. Und nein, die Kartoffel schmeckt man nicht! Bei so guten Kuchen bin ich ja sehr froh über die Gene, die mich verleiten etwas mehr zu machen 😉 Das Eis gibt es dann wann anders.

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Zutaten (für eine 2,5l Form):
600g Süßkartoffel
5 Eier
550g Zucker (ich: 400g fand ich genug)
1 Messerspitze gemahlene Vanille (weggelassen)
325g Mehl
2 TL Backpulver
300ml Öl
80g Kakao
150g Schmand
5 EL Milch
Salz
Semmelbrösel und Butter für die Form

Zubereitung:
Die Süßkartoffel waschen, schälen, in grobe Würfel schneiden und in einem Topf mit kochendem Wasser in ca. 25min weich kochen. Dann das Wasser abgießen, die Süßkartoffel in einen hohen Rührbecher geben und alles fein pürieren. 330g Püree abwiegen und abkühlen lassen.
Eine Gugelhupfform fetten und mit Semmelbröseln ausstreuen – eine Kastenform geht natürlich auch. Den Ofen auf 150° Umluft vorheizen. Eier, Zucker, Vanille und eine kräftige Prise Salz mit dem Rührgerät cremig rühren. Süßkartoffelpüree unterrühren, Mehl und Backpulver mischen. Mehlmischung zusammen mit dem Öl unter die Süßkartoffelmischung rühren.
Die Teigmasse halbieren (oder halt so teilen, dass es ungefähr halb-halb ist…kann ich auch nur so ungefähr…). Unter eine Hälfte Kakao, Schmand und Milch rühren. Teige abwechselnd in die Form gießen und eine Gabel spiralförmig durchziehen. Im heißen Ofen 60 – 75min backen, gegen Ende hin evt. mit Alufolie abdecken. Dann den Kuchen herausnehmen, etwas abkühlen lassen und aus der Form stürzen. Mit Puderzucker bestreut andere Leute glücklich machen.

Quelle: Lecker

Es war einmal: Flammkuchen mit geröstetem Gemüse

Wenn der Freund den Blog oder Instagram durchschaut, geht es immer: „Hab ich nicht gekriegt, des hast du auch nicht für mich gemacht, kenn ich alles nicht…“. Tja, so ist das halt, wenn man ne Wochenendbeziehung hat. Da muss ich halt auch mal unter der Woche was essen 😀

Bei diesem Flammkuchen allerdings weiß ich ganz genau, dass er ihn auch hatte. Als es den zum ersten Mal gab, sind wir zusammen in der Küche gestanden, haben Gemüse geschnippelt und waren beide noch meeegaaaa nervös, weil wir zu dem Zeitpunkt erst eine Woche zusammen waren. Ich könnte euch also sogar noch das exakte Datum von diesem Samstagabend sagen 😀 Schon damals haben wir uns nur am Wochenende gesehen und meistens waren da noch eine ganze Menge anderer Menschen um uns rum, weil wir den gleichen Freundeskreis haben.

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In einem Freundeskreis, in dem sämtliche Paare schon ungefähr seit ihrer Geburt zusammen sind und es auch sonst keine großen Dramen gibt, ist so etwas Neues ja ein rießen Ding 😀 Kurzerhand beschlossen wir sämtliche Freunde zu ihm nach Hause einzuladen (auf dem Dorf trifft man sich meistens erstmal bei irgendjemand daheim bevor es sonst wohin geht), denen den Flammkuchen hinzustellen und dass der Mitesser und ich ein Paar wären, würden die schon im Laufe des Abends selber herausfinden. Hat alles gut geklappt, wir sind immer noch alle gut befreundet und neben dem Abend insgesamt ist besonders dieser Flammkuchen mit geröstetem Gemüse in Erinnerung geblieben.

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Essen ist bei mir einfach oft mit Erlebnissen und Menschen verbunden und dieses hier halt mit etwas ganz Besonderem. Inzwischen gab es den Flammkuchen schon so oft, dass die die Zusammenstellung des Gemüses immer wieder etwas verändert hat. Den Speck hab ich schon immer weggelassen, die Schmandschicht beim Backen für diese Fotos hier vergessen und auf die Idee, noch ne Zucchini aus dem Garten zu holen und zum Belegen zu nutzen, bin ich auch nicht gekommen. Ein bisschen Grün hätte den Bildern noch gut getan. Hauptsache, Ziegenkäse und Tomätle sind drauf. Der Beleg schmeckt in egal welcher Zusammenstellung soooo gut, das Rösten im Ofen macht den Unterschied!
Gibt es bei euch auch ein bestimmtes Essen (oder Getränk), dass ihr mit eurem /eurer Liebsten in Verbindung bringt?

Zutaten (für einen großes Flammkuchen):
250g Karotten
1 gelbe Paprikaschote
2 rote Zwiebeln
150g Kirschtomaten
200g Champignons
125g geräuchter Speck (weggelassen)
6 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
10g frische Hefe
1 TL Zucker
250g Mehl
2 Zweige Rosmarin
200g Schmand
150g Ziegenfrischkäse

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Zubereitung:
Für den Hefeteig Hefe in eine kleine Schüssel bröckeln. Mit 125ml Wasser und dem TL Zucker verrühren bis sich die Hefe auflöst. Mehl, 1/2 TL Salz und 2EL Olivenöl in eine Schüssel geben, das Hefewasser damit zu einem glatten Teig vermischen. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 45min gehen lassen bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.

Backofen auf 175° vorheizen. Karotten und Zwiebeln schälen. Paprika waschen, Champigons evt säubern. Das Gemüse (bis auf die Tomaten) in kleine Würfel schneiden. Das Gemüse auf ein tiefes Backblech geben, mit 4 EL Öl, Salz und Pfeffer würzen. Im Backofen 25-30min rösten, dabei 1-2 Mal umrühren. Wenn das Gemüse fertig ist, aus dem Ofen nehmen und die Temperatur auf 200° erhöhen. Wer einen Pizzastein hat, kann den Flammkuchen auch darauf zubereiten.
Rosmarin waschen und kleinhacken, mit dem Schmand mischen und beiseite stellen. Die Kirschtomaten halbieren oder vierteln. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Hefeteig durchkneten und dünn auf die Größe des Backbleches ausrollen. Die Schmandmischung darauf streichen. Das geröstete Gemüse darauf verteilen, mit den Kirschtomaten belgen und den Ziegenfrischkäse in kleinen Häufchen darauf setzen. Im heißen Ofen 15-20min backen und dann sofort servieren.

Quelle: Lecker

Fast wie das Original: Vegane Kokospralinen

Das verwendete Kokosmus wurde mir im Rahmen der nu3-Insiderbox kosten-und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

Ihr alle kennt doch die Kokospraline, die in der Werbung weiße Strände und ewigen Urlaub verspricht. Oder die Haselnusspraline, die man guten Freunden gibt. Oder die andere Praline, die irgendwie mit Luxus in Verbindung gebracht wird.
Alle haben eins gemeinsam: unter der leckeren Hülle steckt eine Nuss oder Mandel. Und das mag ich gar nicht! Das stört meiner Meinung nach den Gesamtgeschmack.

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Vor kurzem hat eine Freundin einen Witz erzählt, den ich versuche, so gut wie möglich wiederzugeben -im Witze erzählen und merken bin ich nicht sonderlich gut. Also achtung:
Eine alte Frau fährt Tag für Tag mit dem Bus in die Stadt. Eines Tages fragt sie den Busfahrer, ob er denn Haselnüsse möge. Dieser bejaht und bekommt von der Frau eine Handvoll geschälte, glatte Nüsse gereicht. Von nun an bekommt er immer, wenn die alte Frau den Bus nimmt, eine Handvoll Nüsse gereicht. Nach einer Weile fragt der Busfahrer neugierig nach, woher sie denn immer die Nüsse habe. Darauf die Frau: „Wissen Sie, meine Lieblingsschokolade ist die mit ganzen Nüssen. Aber mit meinen Zähnen kann ich die Nüsse einfach nicht mehr essen.“

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So oder so ähnlich war der Witz. Kapiert? Sie lutscht die Schokolade um die Nüsse weg und dann… nun ja, eeeegal! Comedian werde ich in diesem Leben nicht mehr 😀 Was ich damit sagen will, ist, dass ich es eine Zeitlang genau so gemacht habe bei den oben genannten Pralinen: vorsichtig die Hülle aufgebissen, die Creme rausgeschleckt und die Mandel dann schön zur Seite gelegt. Das ging so lange gut bis ich die bösen Blicke meiner Mutter nicht mehr ertragen konnte 😉
Als ich nun das Kokosmus probierte, stellte ich fest, dass es ziemlich genau an den Geschmack von Raffaelo rankommt und wollte somit endlich eine Praline ganz nach meinem Geschmack herstellen. Bitteschön! Ohne Mandel, einfach nur leckerer Kokosgeschmack!

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Zutaten für ca. 30 kleine Pralinen:
4 EL Kokosmus
2 EL Kokosöl
2 EL Mandelmus (Cashewmus ist vermutlich noch etwas besser)
2 EL Kokosraspeln
1 EL Agavensirup
Zum Wälzen: 2 El Kokosraspeln

Zubereitung:
Alle oben genannten Zutaten in einer Schüssel miteinander vermischen. Das Kokosöl und das Kokosmus sollten dafür relativ weich sein, was bei den sommerlichen Temperaturen ja sowieso kein Problem sein sollte. Die Masse abschmecken und falls es euch nicht süß genug ist, noch etwas Agavensirup hinzufügen.
Die Masse für ca. 15min in den Kühlschrank stellen und fester werden lassen, damit sich die Kugeln besser formen lassen. Dann mit einem einem Teelöffel Masse abstechen und zu kleinen Kugeln rollen. Diese dann noch in den übrigen 2 EL Kokosraspeln wälzen und in den Kühlschrank stellen und aufbewahren. Bei Zimmertemperatur verlieren die Pralinen ihre Form.

Quelle: Leicht adaptiert von hier und hier.

Voll im Trend: Raw Caipirinha

Bei einem der vielen Kommentare zum 3-Minuten-Vielfaltbrot wurde ich gefragt, ob ich denn regelmäßig Kokosblütenzucker verwenden würde. Ehrlicherweise musste ich zugeben, dass ich es damit genauso halte wie mit Chiasamen, Kokoswasser oder Gojibeeren. Ich lese sehr, sehr viel auf diversen Foodblogs. Sei es jetzt, dass es dort Hausmannskost gibt oder aber roh-vegan gelebt wird, es hauptsächlich um Getränke geht und das ganze auf Deutsch, Englisch oder Spanisch geschrieben ist. Mir ziemlich egal, hauptsache, die Rezepte sprechen mich an 😉

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Wenn man so in den Weiten des Internets unterwegs ist, begegnen einem immer wieder neue Lebensmittel und je häufiger die erscheinen und je größer die Heilsversprechungen sind, desto neugieriger werde ich. Eine Trendsetterin werde ich garantiert nie, dafür beäuge ich das alles immer zu lang, aber iiiirgendwann schlag ich zu und bringe ein Päckchen Chiasamen – Gojibeeren – Kokosblütenzucker – was auch immer mit nach Hause. Ich bin ein absolutes Konsumopfer was Essen angeht 😉

Aber okay, positiv ausgelegt, könnte man einfach sagen, dass ich sehr neugierig bin und nichts von vornherein ablehne. Denn genau deswegen probiere ich immer wieder neue Rezepte aus, die mich total begeistern. Bei der lieben Corinna bin ich auf diesen Raw Caipirinha gestoßen. Statt mit Cachaca wird Kokoswasser verwendet, der braune Zucker wird mit Kokosblütenzucker ersetzt und nur die Limetten und die Eiswürfel erinnern an den „klassischen Caipi“. Ich war skeptisch, weil nun ja, der Caipi ist nun mal ein echter Klassiker und wirklich lecker. Meine Schwester machte es auch nicht besser, die das Kokoswasser pur probierte und meinte, das würde genau so eklig schmecken, wie wenn man die Flüssigkeit aus einer Dose Mais trinken würde…

Aber dann, einmal kurz die Limetten zerstoßen, alles im Glas vermischt, probiert und dann WOW! Das schmeckt mega, mega lecker! Absolut überzeugend! Der Drink erfrischt super, ist dank Kokoswasser relativ kalorienarm und Kopfweh kriegt man auch nicht, weil kein Alkohol drin ist. Deswegen ist der Drink auch genau das richtige um sich im Sommer (also jetzt!) zu erfrischen. Schaut mal bei Sonjas Blog Amor&Kartoffelsack vorbei – dort werden gerade die tollsten Durstlöscher gesammelt. Alle sind alkoholfrei und einfach zuzubereiten, einfach perfekt für den Start ins Wochenende 🙂

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Zutaten (für 1 Glas):
150ml Kokoswasser
1-2 TL Kokosblütenzucker
1 Limette (Corinna empfiehl 2)
Eiswürfel

Zubereitung:
Die Limette heiß abwaschen, abtrocknen und vierteln. Die Viertel zusammen mit dem Kokosblütenzucker ins Glas geben und mithilfe eines Stößels (oder einem Kochlöffelstiel) zerquetschen, so dass Limettensaft und Zucker sich verbinden. Die Eiswürfel ins Glas füllen und alles mit dem Kokoswasser aufgießen.

Quelle: Wunschglück