Bleibt alles anders?: Kirsch-Basilikum-Bruschetta

Für die einen kann es nicht genügend Veränderung geben, dem anderen macht jeder Wechsel Angst. Bei mir persönlich stehen dieses Jahr (hoffentlich) noch größere Änderungen an, aber auch wenn ich von mir als Einzelperson wegschaue, sind in den letzten Tagen nur zu sehr Veränderungen auf politischer Ebene diskutiert worden. Was für den Einzelnen nur ein Kreuzchen im einen oder anderen Kästchen war, macht sich nun in der Summe bemerkbar.

Nein, das soll kein politisches Statement werden. Der „Brexit“ war lediglich sehr präsent. Als ich vor kurzem mit einer Freundin über ihre Arbeit sprach und sie nach ihrer alltäglichen Routine fragte, lachte sie nur und sagte, dass es jeden Tag so anders sei und sie sich zwar Aufgaben vornähme, aber oft hauptsächlich damit beschäftigt sei auf ständig neue Anfragen zu reagieren. Neues und Veränderung gehören maßgeblich zu ihrem Alltag.

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Kommt bei all dem, was da auf mich einströmt, Angst auf? Manchmal. Bei all den Statements der letzten Tage stach Norbert Lammert angenehm hervor, der bei einer Sondersitzung gelassen meinte, dass die Sonne trotz Brexit wieder aufgegangen sei. Wenn bei mir da Angst und Sorgen aufkommen, dann halte ich mich daran fest, was ich glaube und an die Menschen, die all diese Jahre schon treu an meiner Seite stehen. Alles bleibt anders? Zumindest kann ich das für veile wertvolle Wegbegleiter beneinen, mit denen ich trotz sich ändernder Umstände immer noch in Kontakt bin.

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Ebenso wie die Sonne jeden Tag neu aufgeht, kommt durch den Wechsel der Jahreszeiten wieder Abwechslung auf den Teller. Diese Art von Veränderung macht doch jedem Foodie Freude, oder? Hat gerade jeder noch für Spargel und das erste zarte Grün geschwärmt, so jubeln jetzt alle über reife Beeren. Und ich zeige euch heute eine Kombination von süßen Früchten, die sich ganz hervorragend als herzhafter Belag auf Bruschetta machen. Auch so eine Verbindung, die sich über Jahre bewährt hat 🙂

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Zutaten (für 6 als Vorspeise)
400g Erdbeeren
250g Kirschen
Basilikum (Menge nach Geschmack, mind. Blätter von 3 Stängeln)
1 rote Zwiebel
4 TL weißer Balsamicoessig
2 TL Olivenöl
Salz, Pfeffer, Prise Zucker
1 frisches Baguette
optional: Balsamicocreme

(ich hoffe, die Angaben stimmen einigermaßen. Aber das genaue Verhältnis von Erdbeeren und Kirschen ist relativ egal und kann nach eigenem Geschmack und Vorrat angepasst werden)

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Kirschen waschen, entsteinen und in kleine Würfel schneiden. Die Erdbeeren waschen und ebenfalls klein schneiden. Den Basilikum hacken. Die Zwiebel in feine Würfel schneiden. Kirschen, Erdbeeren, Zwiebel und Basilikum mit Essig und Öl mischen. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Das Baguette in Scheiben schneiden und auf ein Backblech geben. 5-7min im Ofen knusprig backen.
Die Baguettescheiben auf eine Servierplatte geben und den Kirsch-Basilikum-Belag darauf häufen. Nach Geschmack mit Balsamicocreme beträufeln oder auch noch mit zusätzlichem Basilikum garnieren. So oder so, einfach lecker!

Quelle: The Oh she glows Cookbook (Angela Liddon)

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Rettungsaktion: 3-Minuten-Vielfaltbrot

Im Hintergrund klimpert leise ein Klavier, unwillkürlich hört man diesen harmonischen Klängen zu, eine sanfte Frauenstimme fragt nach, woran man denn gutes Brot erkennen würde. Alles klingt gut und man sieht schon eine knusprige Krume vor sich bis plötzlich diese Idylle von einer Männerstimme unterbrochen wird, die als Erkennungszeichen für gutes Brot den Preis nennt und auf einen Discounter hinweist, bei dem laut Werbung alle Kriterien nur zu gut erfüllt sind.

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Wer dann aber im Laden steht und nicht nur einfach einpackt was geht, sondern einen Blick auf die Zutatenliste wirft, wird schnell merken, dass Brot heute scheinbar nicht mehr nur aus Mehl, Waser, Salz und Hefe besteht, sondern sich neben Körnern auch diverse E-Nummern und Inhaltsstoffe finden, die im normalen Haushalt nicht neben den eben genannten Zutaten im Regal stehen. Höchste Zeit also mal Brot und Brötchen zu retten! Genau darum geht es heute bei „Wir retten, was zu retten ist“. Ich will die Gelegenheit nutzen um mal mit ein paar Vorurteilen aufzuräumen, die es rund ums Brot backen gibt.

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  1. „Ich würde ja gerne Brot backen, aber ich habe ja keine Küchenmaschine“. Hab ich auch nicht! Ich habe zwei Hände, ein sehr billiges Rührgerät und eine Küchenwaage, die beide schon etwas älter sind. In der Schüssel zum Teigmischen wird regelmäßig Salat zubereitet. Merke: man braucht keine Profiausstattung!
  2. „Ich würde ja gerne Brot backen, aber ich hab keine Zeit“. Haben wir doch alle nicht. Für das Rezept hier brauchst du maximal 13min: 10 min um die Nüsse zu hacken, 3min den Teig kneten und während das Brot eine Stunde im Backofen bäckt, kann man selber ein Fußballspiel gucken, fürs Examen lernen oder sonst was tun.
  3. „Ich würde ja gerne Brot backen, aber braucht man dafür nicht Sauerteig oder so?“ Ja, manche Rezepte funktionieren so. Das hier nicht. Vor Sauerteig hab ich mich bisher auch gedrückt, vor allem, weil ich nicht so viel Brot esse. Hier wird lediglich ein Päckchen Trockenhefe benötigt.
  4. „Ich würde ja gerne Brot backen, aber das ist doch sooo altmodisch!“ Ja, so ein Laib Brot mag unspektakulär erscheinen, aber glaub mir, der Duft vom frischen Brot lockt jeden an. Hat man erstmal einen Biss genommen, kriegt man gar nicht genug. An meinem Geburtstag hab ich ein „Schnittchenbuffet“ gemacht, bei dem sich jeder sein Brot so belegen durfte, wie er wollte. Kam super an! Das gute alte Abendbrot ist einfach ein heiß geliebter Klassiker! Allein schon mit Butter und etwas Salz ist das eine Spezialität! Da werden Kindheitserinnerungen ans Abendbrot in Familienrunde wach, was keine stylishe Smoothiebowl der Welt schaffen kann 😉

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Es gibt also eigentlich gar keinen Grund, sein Brot nicht selber zu backen! Oder welche Ausreden fallen euch noch ein? Wer keine Lust auf ein festes Körnerbrot hat, sondern lieber ein luftig-leichtes Gebäckstück will, der wird bestimmt bei den vielen Mitrettern fündig. So eine Vielfalt!!!

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Paprika meets Kardamon: Naan aus der Pfanne

Brittas Kochbuch: Fast no-knead Sauerteigbrot aus dem Topf

Magentratzerl: Pletzl

Giftige Blonde: Bierbrot

Summsis Hobbyküche: Baguette

Was du nicht kennst…: No knead Bread

Dynamite Cakes: Focaccia mit roten Zwiebeln

Brotbackliebeundmehr: Karottenbrot mit Kürbiskernen

Kochen mit Herzchen: Niederrheinische Butterstuten

Anna Antonia: Pain au chocolat

Sakriköstlich: Mittelalterliches Bauernbrot

Cuisine Violette: Vollkorntoast mit Emmermehl

Prostmahlzeit: Hanfbrot

Food for Angels and Devils: (ein)genetztes Brot

LanisLeckerEcke: Kartoffelbreibrot mit Möhrenraspeln aus dem Topf

Feinschmeckerle: Kieler Semmeln

Das Mädel vom Lande: Kammutbrot

Küchenliebelei: Ciabatta (und daraus dann Cheese-Steak-Sandwich)

Auchwas: Croissants mit Urdinkelmehl

Meins! Mit Liebe selbstgemacht: Pide

Obers trifft Sahne: Walnuss-Bier-Brot

German Abendbrot: Toastbrot

Fliederbaum: Dinkel-Erdmandel-Brot

Genial lecker: Dinkelbrötchen mit Buttermilch

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Zutaten (für 1 Brot = 1 Kastenform, 25cm)
50g Kürbiskerne
40g Walnusskerne
40g Haselnusskerne
20g Sesamsamen (weggelassen)
360g Dinkelvollkornmehl
90g Haferflocker
50g Karotte, fein gerieben (optional)
1 Päckchen Trockenhefe (7g)
1 gestr. EL Kokosblütenzucker
1 TL Salz
1 EL Olivenöl + etwas mehr zum Fetten der Form
1-2 EL Haferflocken, Hirse oder Sesam zum Bestreuen

Zubereitung:
Kürbis-, Walnuss- und Haselnusskerne grob hacken und in eine Schüssel geben. Sesamsamen, Mehl, Haferflocken, Trockenhefe, Kokosblütenzucker sowie 1 TL Salz dazugeben und alles gut mischen. Nach Belieben die Möhre dazugeben.
Das Olivenöl und 350ml lauwarmes Wasser dazugießen und den Teig in der Küchenmaschine oder mit den Knethaken des Handrührgeräts auf höchster Stufe 3min kneten.
Die Kastenform leicht einölen, den Teig einfüllen, die Oberfläche der Länge nach 1cm tief einritzen und nach Belieben mit Körnern, Samen oder Flocken bestreuen. Das Brot auf die mittlere Schiene in den kalten Backofen schieben und bei 170°C Umluft 1h backen.
Das fertig gebackene Brot aus dem Ofen nehmen. 10min abkühlen lassen, aus der Form lösen und vor dem ersten Anschneiden auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

Quelle: Gesund kochen ist Liebe (Veronika Pachala)

Wer bloggt denn hier eigentlich?

Jaaa, wer sich diese Frage stellt, der schaut sich unsere „Über“-Seite an ooooooder der hüpft mal rüber zur lieben Ina aka zur Frau Feinschmeckerle. Da seht ihr dann auch, wie sich die Inhalte unserer Kühlschränke ähneln oder wo wir am liebsten freie Zeit verbringen. Hier gehts zum Interview.

Ich hatte schon die große Freude, ihre Küchensklavin beim Foodbloggercamp in Reutlingen zu sein (kiiiiilooooweise Käse musste ich Neuling reiben 😉 ) Spaß beiseite, sie hat mich total spontan auf einen freien Platz aufmerksam gemacht und so konnte ich zwei Tage in der Küche stehen, ganz viel lernen und essen, andere Blogger kennenlernen… Als ich am Samstag dann spät abends mit dem Zug zurück nach Tübingen wollte, musste ich ihr versprechen, auf jeden Fall noch eine Nachricht zu schicken, wenn ich sicher daheim angekommen bin. Jaaa, Mama 😉

Liebste Ina, vielen, vielen Dank für die tolle Zeit mit dir „damals“, deinen tollen Blog und das spaßige Interview mit dir!

Die Eltern reisen: Das Nach-TRANGIA-Zeitalter

Bis Dienstag waren meine Eltern (wie die letzten Jahre auch schon) campenderweise in Südfrankreich unterwegs. Heute betätigt sich deswegen mal mein Vater kulinarisch… aber auch nur, weil so was wie Flammen im Spiel sind 😉

Eine kleine Nachbesserung an dieser Stelle noch: ich habe (nach der Veröffentlichung) eine total nette Email von Marius bekommen, der für Campingaz tätig ist und sofort mangelnde Recherchearbeit meines Vaters aufgedeckt hat. Campingaz ist nämlich nicht wie im Artikel behauptet, aus Italien, sondern wurde 1949 in Frankreich gegründet und ist somit ein französisches Unternehmen. Schande über das Haupt meines Vaters 😉 Aber immerhin konnte der Kocher so zeitweise in sein Herkunfsland zurückkehren und hat dort auch für großen Genuss gesorgt.

Wahrscheinlich muss ich zunächstmal „Trangia“ erklären. Kann mir kaum vorstellen, dass dies ein Werkzeug ist, das auf Kochblogs bekannt und verbreitet ist. Der Trangia-Sturmkocher aus Schweden, seit Jahrzehnten im Outdoor-Bereich bewährt, war auch für mich ein langjähriger Begleiter. Meinen ersten (und der geht noch!) kaufte ich vor über 30 Jahren! Mehr dazu z.B. hier.

Zwei dieser Sturmkocher hatten meine Frau und mich auch die letzten 4 Jahre auf unseren Campingtouren durch Südfrankreich und Spanien begleitet. Soweit alles wunderbar. Bis, ja bis uns ein Gewitterguss im letzten Jahr dazu zwang, Unterschlupf zu suchen. Zufälligerweise war das bei einem der Gebäude eines südfranzösischen Campingplatzes und der Aushang mit den Campingplatzregeln hing auch dort. Wahrscheinlich werden die selten gelesen, aber da wir außer den Regen abwarten ohnehin nichts zu tun hatten, lasen wir eben diese Regeln. Und da tat sich das Problem auf! Flüssige Brennstoffe sind verboten! Und Spiritus ist nun mal flüssig. Angesichts der herrschenden Trockenheit war mir die Sinnhaftigkeit dieser Regel schlagartig klar und der Entschluss stand schnell fest: für nächstes Jahr brauchen wir eine Alternative. Die haben wir inzwischen gefunden, denn so sehr viele Möglichkeiten bei Gaskochern gibt es nicht. Es sollte keine Rucksacktaugliche Miniausführung sein, sondern eher so was wie ein Zweiplattenherd.

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Wir entschieden uns für ein Model des italienischen Herstellers Campingaz, gleich mit Füßen und sogar der Möglichkeit zu grillen. Nun, das Teil hat sich in den 16 Tagen Cote d’Azur bewährt und wurde täglich genutzt. Ob es allerdings auch 30 Jahre halten wird bezweifle ich start. Die skandinavische Qualität hat das Teil definitiv nicht, alles eher ein bisschen leicht, wackelig und nicht so überzeugend verarbeitet – italienisch eben. Oder kennt Ihr italienische Consumerprodukte, die langfristig zuverlässig sind? Angeblich soll man ja selbst bei einem Ferrari am besten die Werkstatt gleich dazu kaufen, hab ich mal gehört …

Nun aber zum Eigentlichen. Dank dieses 2-Flammenkochers stießen wir im Vergleich mit den Trangia-Möglichkeiten definitiv in neue kulinarische Welten vor. Unser Highlight möchte ich vorstellen. Keinerlei aufwändige Kochaktion, aber eben frische, lokale Produkte unter Campingbedingungen zubereitet – mir läuft jetzt noch das Wasser im Mund zusammen.

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Thunfischsteak mit Röstkartoffeln und frischem Sommersalat

Auf dem Markt erstandene Bio-Kartoffeln wurden klein geschnitten gekocht und anschließend mit Olivenöl in der Pfanne goldbraun gebraten. Mehr muss ich dazu sicher nicht sagen – selbsterklärend.
Thunfisch vom örtlichen Fischstand (in diesem Fall in einer Mini-Markthalle von Vence) je nach Personenzahl und Geldbeutel. Für uns zwei genügte 1 Scheibe. Die war gut Daumendick ca. 30 Zentimeter im Durchmesser – sensationell!

Auch der Thunfisch ist denkbar einfach gemacht. Hier bewährte sich die Grillplatte unseres Herdes. Den Thunfisch mit etwas Olivenöl einpinseln, Zitrone, Salz, Pfeffer – ganz klassisch eben – und dann von jeder Seite 3 Minuten gegrillt und ab auf den Teller damit. Ein Hochgenuss!
Zum Salat muss ich nichts Besonderes erklären. Frischer Salat mit einer leckeren Vinaigrette mit Olivenöl und Balsamicoessig geht sowieso fast immer. Das Ganze bei 26 ° Celsius, Sonne und toller Umgebung. Das macht alles nur noch toller und angesichts des Wetters, das uns inzwischen wieder zu Hause empfangen hat einfach ein Traum.

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Wie also schon angedeutet: mit Kochen ist heute eher ganz wenig, ist ja üblicherweise auch Miriams Part. Dafür eben eine kleine Urlaubsstory.

Ohrwurm: Chiapudding mit Erdbeeren und Mango

Zunächst einmal vielen, vielen Dank für all eure lieben Kommentare hier oder auch bei Instagram zum letzten Post. Eure Rückmeldung hat mich sehr überrascht und gleichzeitig enorm gefreut, dass ihr trotz ungestylter Bilder gerne guckt und klickt und Appetit kriegt 🙂 Heute gibt es wieder gestylte Fotos, wobei es bei uns nicht stundenlang dauert bis das Essen in Szene gesetzt ist. Auf Instagram konnte man gestern schon einen kleinen Einblick bekommen. Auf einem Hocker im schönen Morgenlicht auf dem Esstisch kamen diese Chiapuddings optimal zur Geltung.

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Die Kombination von Erdbeeren und Mango in Verbindung mit Kokos ist einfach super! Zu den neutralen Chiasamen ist es ja wichtig, dass man was Leckeres hat. Das Wort „Mango“ ist eines der Wörter, was sofort einen Ohrwurm bei mir auslöst. Auf einer Silvesterfreizeit haben ein paar Jungs ständig (warum auch immer) den Mango-Song angestimmt. Keine große Dichterleistung: immer nur Mango-Mango-Mango und dann auch Mal Kiwi-Kiwi-Kiwi 😀 Wie so oft ist es halt der Rhythmus und die Tonfolge, die dieses Liedchen eeewig im Kopf bleiben lassen. Sucht es mal auf Youtube! Aber seid hiermit vorgewarnt!

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Falls ihr keine gute Mango bekommt, passen bestimmt auch Pfirsiche, Nektarinen oder Aprikosen. In alten Marmeladengläsern lassen sich die Chiapuddings auch super transportieren. Ich hab mich noch am Tag drauf über so ein nettes Gläsle freuen können 🙂

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Zutaten (für 4-5 Portionen):
100g Chiasamen
250ml Kokosmilch
250ml Wasser
6 EL Agavendicksaft
1 reife Mango, geschält
500g reife Erdbeeren, klein geschnitten
Saft und Schale von 1 Limette
2 Zweige Minze, Blättchen fein geschnitten (mag ich immer noch nicht)
4 EL geröstete Kokoschips

Zubereitung:
Chiasamen in eine Schüssel geben, Kokosmilch, Wasser und 2 EL Agavendicksaft zugeben und mit einem Schneebesen kurz verrühren, dann 25-30min quellen lassen.
Mangofruchtfleisch vom Stein schneiden und würfeln. Je die Hälfte der Erdbeeren und der Mango pürieren, mit Limettensaft und -schale abschmecken. Das Püree auf 4 – 5 Gläser verteilen. Restliche Mango mit den übrigen Erdbeerwürfeln, 1 El Agavendicksaft (hab ichweg gelassen) und Limettensaft vermengen. Minze unterrühren.

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Gequollene Chiasamen erneurt durchrühren, ggf noch etwas Wasser oder Kokosmilch zugeben, falls die Masse zu dick geworden ist. Masse über dem Fruchtpüree verteilen, mit marinierten Obstwürfeln bedecken und mit den Kokoschips garniert servieren.

 

PS: Kommentar Papa als er das Einfüllen beobachtet hat: „Sieht aus wie Froschlaich.“ Später beim Essen: „Von der Konsistenz genau so wie ich mir Froschlaich vorstelle“ 😀

 

Quelle: Deli-Magazin 3/2016

Mehr Realität! Spargel-Mimosa-Salat

Ich freue mich immer rießig, wenn zu den Foodfotos lobende Kommentare kommen, wie gut das doch alles aussieht und wie schön es präsentiert wird. Und ja, wir geben uns auch immer große Mühe und sind mit unserem „Learning by doing“ von den Anfängen des Foodblogs doch schon recht weit gekommen.
Ich betrachte dieses „Essen hübsch anrichten und dekorieren“ ja mit der nötigen Skepsis: ja, ich will, dass es lecker aussieht und dafür drapiere ich die gleichmäßig geschnittenen Kartoffelstückchen gerne in den Fokus der Kamera, lege ein paar Blümchen um den Teller oder suche nach einem hübschen Untergrund. Aber mit dem Styling werden keine Stunden verbracht; nein, Essen ist zum Essen da und je nachdem, was vor der Linse steht, sollte es noch warm sein. Je nachdem, wann mein Vater und ich uns treffen, ist es auch eine Zeitfrage: er muss arbeiten, ich kann prinzipiell 24/7 fürs Examen lernen und Gnade uns Gott, wenn wir die hungrigen Geschwister warten lassen, nur weil das Foto noch nicht so schön aussieht 😉

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Meistens kriegen wir in kurzer Zeit gute Ergebnisse. Und dann gibt es heute diesen Spargel-Mimosa-Salat, der einfach nur in meinem Studentenzimmer auf dem Ikea-Tischchen steht und platt abfotografiert wurde. Trotzdem zeig ich euch die Bilder, weil sooo schlecht sind sie ja auch nicht. So sieht nun mal einfach die Realität aus: ich hab keine alten Holzplanken um die Salatschüssel zu präsentieren, auch hübsches Besteck fehlt hier. Aber es schmeckt! Und der Abend war einfach nett und mit diesem Salat erinnere ich mich da gerne dran 🙂 Da waren andere Dinge wichtiger als das perfekte Foodfoto.

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Die Zwiebel-Käse-Schnecken, die es noch dazu gab, fotografieren wir irgendwann nochmal hübsch und dann gibt es auch dazu das Rezept, das ich inzwischen schon fast auswendig kenne so oft hab ich die schon gebacken!
Als Mimosa bezeichnet man übrigens die originelle Eierdeko: die Eier werden hierfür durch ein feines Sieb gedrückt und sollen so an die südfranzösische Mimosenblüten erinnern. So die Theorie, in Realität fragten meine Eltern nach diesem interessanten Käse, den ich da über den Salat gestreut habe 😀

Ich hoffe, ihr kriegt trotz platter Realität Lust auf Spargel mit Erbsen, Radieschen und Ei. Alle schreien schon panisch, dass die Spargelsaison bald endet… ich will da noch nicht drandenken!

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Zutaten (für 4 Personen):
600g grüner Spargel
600g Erbsenschoten (ca. 250g gepalte Erbsen)
10 Radieschen
2 Schalotten
4 Anchovisfilets in Öl (weg gelassen)
100ml Olivenöl
3-4 EL Weißweinessig
Salz, Pfeffer
1 Prise Zucker
2 hart gekochte Eier

Zubereitung:
Spargel waschen, holzige Enden abschneiden. Erbsen aus den Schalen palen. In einem weiten Topf Wasser zum Kochen bringen, kräftig salzen. Die Spargelstangen je nach Dicke in 4-6min bissfest garen. Nach 2min auch die Erbsen zugeben. In ein Sieb abgießen, eiskalt abschrecken. Den Spargel schräg in dünne Scheiben schneiden, dabei die Köpfe ganz lassen und längs halbieren. Radieschen waschen, putzen und in dünne Scheiben schneiden.
Schalotten schälen und fein würfeln. Anchovis fein hacken. Mit Öl und Essig verrühren, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Vinaigrette mit Spargel, Erbsen und Radieschen mischen. Den Salat auf Schalen verteilen.
Die Eier schälen und nacheinander durch ein feines Metallsieb drücken (z.B. mit dem Rücken eines Esslöffels). Am besten hält man das Sieb dazu direkt über die angerichteten Salatschalen, so bleibt das Ei besonders flockig. Noch etwas Pfeffer darüber streuen und servieren.

Quelle: Reisehunger (Nicole Stich)

Sommerlich: Cajun-Salat mit Hühnchen, Mais und Süßkartoffeln

Heute kommt also das versprochene Rezept aus „Salate zum Sattessen„.Wir hatten den Salat an einem eher verregneten kühleren Abend wie es sie grad gefühlt viel zu oft gibt. Aber immerhin auf dem Teller kann man sich den Sommer holen. Und das finde ich gelingt mit diesem Salat soooo super! Ich vemute, das liegt an den Limetten – keine Ahnung warum, aber dadurch kommt die richtige Säure und Frische rein. Wenn ich die Wahl habe zwischen Zitronen und Limetten würde ich deswegen immer zu den grünen Kugeln greifen, geschmacklich sind die einfach mehr mein Fall 😉 Wie geht es euch? Seid ihr mehr Zitronen- oder Limettenfans?

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Süßkartoffeln könnt ich einfach in jeder Zubereitungsart essen! Hier werden sie in Würfel geschnitten und dann mit Gewürzen im Ofen gebacken. Und überall liest man ja, wie gesund die sind! Umso besser 🙂 Deswegen ohne viele Worte das Rezept für euch! Reste eignen sich auch zum Mitnehmen auf ein Picknick oder zum Befüllen der Lunchbox.

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Zutaten (für 6 Personen):
4-5 Bio-Limetten (mir haben 3 gereicht)
750g Hähnchenbrustfilets
6EL Olivenöl
1kg Süßkartoffeln
2 Dosen Mais
2 Bund Koriandergrün (hab ich weg gelassen)
1 Bund Frühlingszwiebeln
Salz, Pfeffer

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Für das Cajun-Gewürz:
1 EL Delikatess-Paprikapulver
2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL Cayenne
1 TL Chiliflakes
1 TL Ingwerpulver
1 TL getrockneter Thymian
schwarzer Pfeffer

Zubereitung:
Eine große ofenfeste Form in den backofen stellen, den Ofen auf 120° vorheizen. 2 Limetten heiß waschen und trocken reiben, die Schale abreiben. Aus allen Limetten 100ml Saft auspressen.
Die Hähnchenbrustfilets abbrausen und trocken tupfen, Fett und Sehnen entfernen. Das Fleisch salzen. 2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, die Hähnchenbrustfilets darin in ca. 5min rundum goldbraun anbraten. Das Fleisch in die vorgeheizte Form geben und im heißen Ofen (Mitte) in ca. 20min fertig garen. Dann aus dem Ofen nehmen, pfeffern, locker in Folie wickeln und ruhen lassen. Den Bratensatz in der Pfanne mit dem Limettensaft lösen und beiseitestellen.
Inzwischen die Süßkartoffeln schälen, waschen und in ca. 1,5cm große Würfel schneiden.Wenn das Fleisch gar ist, den Ofen auf 180°C hochschalten. Die Süßkartoffeln in der ofenfesten Form mit dem restlichen Olivenöl, Salz, Pfeffer und 1 EL Cajun-Gewürz mischen und im heißen Ofen (Mitte) ca. 15min backen. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.

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Die Maiskörner in ein Sieb abgießen und abtropfen lassen. Die Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden. Das Fleisch aus der Folie wickeln, Fleischsaft zum Limettensaft geben. Das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden, mit Mais, Süßkartoffeln, Frühlingszwiebeln, Limettenschale und Limettensaft-Flüssigkeit gut verrühren. Die Mischung mit Salz, Pfeffer und nach Belieben etwas mehr Cajun-Gewürz pikant abschmecken und mind. 30min durchziehen lassen.
Das Koriandergrün abbrausen, trocken schütteln, mit den zarten Stängeln grob hacken und vor dem Servieren über den Salat streuen.

Quelle: Salate zum Sattessen (Bettina Matthaei)