Im Bücherregal: Salate zum Sattessen von Bettina Matthaei

Ich finde, Salate sind einfach etwas Großartiges: egal ob vegan, vegetarisch oder mit Tier. Warm oder kalt serviert, als Mittagessen oder als Mitbringsel zu einer Party – die Möglichkeiten sind unendlich und doch lande ich immer wieder bei den gleichen Standardrezepten. Umso besser, dass bei mir jede Menge neue Inspiration in Form des Kochbuches „Salate zum Sattessen“ von Bettina Matthaei eingezogen ist. Das möchte ich euch heute gerne vorstellen.

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Die Autorin:
Muss ich irgendjemand im Foodbereich Bettina Matthaei noch vorstellen? Durch Kochbücher wie „Gemüse kann auch anders“ oder „Vegetarisch vom Feinsten“ ist sie wohlbekannt. Ihr Wissen und ihre Leidenschaft für Gewürze hat sie in dem „Großen Buch der Gewürze“ festgehalten. Wer mag, kann diverse Gewürze auch über ihren Onlineshop 1001 Gewürze beziehen.

Der erste Eindruck:
Beim ersten Blick in das Buch fallen sofort die Salatfotos auf. Jedes einzelne macht Lust zum Essen! Präsentiert werden die Salate auf wunderschönen Tellern und Platten, oft mit Besteck und nur wenig Drumrum. Die Salate selbst sprechen in ihrer Üppigkeit für sich. Jedes Rezept ist bebildert (großes Plus von mir), sodass man Zutaten und Anleitungen auf der einen, das Foto auf der anderen Doppelseite hat. Ein Lesebändchen ist nicht dran, was ich persönlich auch nicht vermisse.

Inhalt:
Bevor es an die Rezepte geht, wird zunächst eine kleine Gebrauchsanweisung für das Buch gegeben, in dem die Gliederung der Salate erklärt wird (gleich mehr dazu). Es werden „Salathelden“ vorgestellt, also verschiedene Hauptbestandteile vom Kopfsalat über Radicchio bis zu Rucola. Die folgende Doppelseite mit der „Anatomie eines Salates“ zeigt eine Grafik mit unterschiedlichen Bestandteilen. Die so genannten Sättigungsbeilagen wie beispielsweise Couscous, Linsen oder auch Käse werden daran anschließend ebenso kurz aufgeführt wie Croûtons oder Pesto als Toppings. Dann geht es aber auch schon an die Rezepte, die in vier Kategorien gegliedert sind:

  • Superbowl: Salate, die sattmachen, sich also als ganze Mahlzeit eignen (die Gemüse-Julienne im Reisblatt würden allerdings besser ins nächste Kapitel passen)
  • To go: ein selbst erklärendes Kapitel – die Salate eignen sich zum Mitnehmen
  • Delight: das Gegenstück zur ersten Kategorie. Die meisten Salate haben um die 400kcal, einer mit 550 ist auch noch dabei
  • Partytime: Salate, die man gut vorbereiten kann und die (im Gegensatz zu grünem Salat) nicht so schnell welk werden.

Wie schon erwähnt, sind jeweils Rezept und Salat auf einer Doppelseite zu sehen. Das Rezept gliedert sich oft farblich in schwarz und eine andere Farbe, mit der die Zubereitung des Dressings beschreibt. Das finde ich persönlich fast zu bunt. Positiv hervorzuheben ist aber, dass für die Dressings jeweils noch andere Verwendungsmöglichkeiten angegeben werden und sogar noch sepapat dessen Kalorien aufgelistet werden.
Das Buch endet mit einem Register, das wirklich sehr gut unterteilt ist. Zum einen sind die vegetarischen Rezepte grün hervorgehoben (wodurch allerdings auch alle Dressings markiert sind). Zum einen findet man die Salate alphabetisch aufgelistet (zum Beispiel Brathendl-Salat mit Croûtons), aber man findet den auch, wenn man nach Rezepten mit Huhn sucht. Sehr gute Aufteilung, wie ich finde!

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Die Rezepte:
Wer keine Salate mag oder nur an irgendwelches liebloses Grünzeug denkt, wird mit diesem Buch eine rießige Vielfalt erleben. Klassiker sind zwar vertreten (z.Bsp. Kartoffel- oder Nudelsalat), aber in der Minderheit. Es gibt ausgefallene Kreationen mit eher ungewöhnlichen Zutaten (z.Bsp. den „Black Slaw“ aus schwarzen Reisnudeln, Bohnen und Rotkohl mit einem Tamari-Dressing); der Großteil der Rezepte ist aber mit Zutaten aus jedem normalen Supermarkt problemlos zuzubereiten. Es sind oft Kombinationen von süßem Obst im Salat vertreten, was ich sehr spannend finde. Ja, man merkt, dass Frau Matthaei eine Leidenschaft für Gewürze hat, aber es werden immer Alternativen zu ungewöhnlichen Gewürzen angegeben, so dass da keine Überforderung aufkommt. Viele der Rezepte enthalten Fleisch oder Fisch, bei manchen ist eine vegetarische Alternative angegeben. Nachgemacht habe ich schon:

  • den Antipasti-Salat (S.126)
  • Süßkartoffel-Ananas-Salat mit Erdnuss-Chili-Dressing (S.64)
  • Nudelsalat mit Schinken und klassischem Mayo-Dressing (S.60)
  • Möhrensalat im Fladenbrot mit Cashewdressing (S.56)
  • Kartoffelsalat mit Eiern und Joghurt-Mayo (S.39)

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Das Rezept für den Cajun-Salat mit Hühnchen, Mais und Süßkartoffeln (S.142) stelle ich euch im nächsten Blogartikel vor – sonst wird das hier zu lang 😉 Alle Rezepte haben problemlos funktioniert und sehr, sehr gut geschmeckt! Gerade beim Süßkartoffel-Ananas-Salat war ich vollkommen überrascht, wie begeistert mein liebster Mitesser den gegessen hat, denn der mag sonst nicht so arg cremige Erdnussbutter. Außerdem kann ich es kaum erwarten, dass der Sommer so richtig kommt und ich den Tomaten-Aprikosen-Salat machen kann. Auch der Bulgursalat mit Feta, Pistazien und Harissa-Dressing wird bald nachgekocht.

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Kaufempfehlung?
Von mir ein eindeutiges JA! Die Begeisterung für das Buch kam wahrscheinlich schon ein bisschen in der Vorstellung raus. Ich bin sicher, dass diverse Salatvariationen meinen Teller in Zukunft bunter machen werden.
Falls ihr jedoch vegetarisch-vegan lebt, dann würde ich vielleicht eher mit einem Jein antworten, weil doch sehr viele Rezepte mit tierischen Produkten sind. Alle anderen, die gerne Neues ausprobieren und die Definition von Salat nicht so eng sehen, werden aber bestimmt viel Spaß mit dem Buch haben. Außerdem ist es mit 16,99€ eher im unteren Preissegment der Kochbücher.

Bettina Matthaei: Salate zum Sattessen
160 Seiten mit ca. 150 Farbfotos und Illustrationen
Format: 18,5 x 24,2cm, Hardcover
ISBN: 978-3- 8338-5023- 3

Das Buch wurde mir freundlicherweise als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Das hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Rezension – diese entspricht zu 100% meiner eigenen Meinung.

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4 Gedanken zu “Im Bücherregal: Salate zum Sattessen von Bettina Matthaei

  1. Hallo! Super Beitrag! Salate sind ja zu dieser Jahreszeit immer gefragt und nebenbei helfen sie wenn man Glück hat auch noch ein bisschen beim Abnehmen ^^…und bei meiner Gartenpflege Hannover sind meine Möhrchen, Gurken und Tomaten bestimmt auch bald reif für einen saftigen Salat :)…Also besten Dank und viele Grüße! Anja

    Gefällt 1 Person

    1. Hey liebe Anja!
      Freut mich, dass dir der Beitrag gefällt. Und boah, ich bin neidisch, dass dein selbstangebautes Gemüse schon so weit ist! Ich muss darauf noch ein bisschen warten… Liebe Grüße, Miriam

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