Im Bücherregal: Salate zum Sattessen von Bettina Matthaei

Ich finde, Salate sind einfach etwas Großartiges: egal ob vegan, vegetarisch oder mit Tier. Warm oder kalt serviert, als Mittagessen oder als Mitbringsel zu einer Party – die Möglichkeiten sind unendlich und doch lande ich immer wieder bei den gleichen Standardrezepten. Umso besser, dass bei mir jede Menge neue Inspiration in Form des Kochbuches „Salate zum Sattessen“ von Bettina Matthaei eingezogen ist. Das möchte ich euch heute gerne vorstellen.

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Die Autorin:
Muss ich irgendjemand im Foodbereich Bettina Matthaei noch vorstellen? Durch Kochbücher wie „Gemüse kann auch anders“ oder „Vegetarisch vom Feinsten“ ist sie wohlbekannt. Ihr Wissen und ihre Leidenschaft für Gewürze hat sie in dem „Großen Buch der Gewürze“ festgehalten. Wer mag, kann diverse Gewürze auch über ihren Onlineshop 1001 Gewürze beziehen.

Der erste Eindruck:
Beim ersten Blick in das Buch fallen sofort die Salatfotos auf. Jedes einzelne macht Lust zum Essen! Präsentiert werden die Salate auf wunderschönen Tellern und Platten, oft mit Besteck und nur wenig Drumrum. Die Salate selbst sprechen in ihrer Üppigkeit für sich. Jedes Rezept ist bebildert (großes Plus von mir), sodass man Zutaten und Anleitungen auf der einen, das Foto auf der anderen Doppelseite hat. Ein Lesebändchen ist nicht dran, was ich persönlich auch nicht vermisse.

Inhalt:
Bevor es an die Rezepte geht, wird zunächst eine kleine Gebrauchsanweisung für das Buch gegeben, in dem die Gliederung der Salate erklärt wird (gleich mehr dazu). Es werden „Salathelden“ vorgestellt, also verschiedene Hauptbestandteile vom Kopfsalat über Radicchio bis zu Rucola. Die folgende Doppelseite mit der „Anatomie eines Salates“ zeigt eine Grafik mit unterschiedlichen Bestandteilen. Die so genannten Sättigungsbeilagen wie beispielsweise Couscous, Linsen oder auch Käse werden daran anschließend ebenso kurz aufgeführt wie Croûtons oder Pesto als Toppings. Dann geht es aber auch schon an die Rezepte, die in vier Kategorien gegliedert sind:

  • Superbowl: Salate, die sattmachen, sich also als ganze Mahlzeit eignen (die Gemüse-Julienne im Reisblatt würden allerdings besser ins nächste Kapitel passen)
  • To go: ein selbst erklärendes Kapitel – die Salate eignen sich zum Mitnehmen
  • Delight: das Gegenstück zur ersten Kategorie. Die meisten Salate haben um die 400kcal, einer mit 550 ist auch noch dabei
  • Partytime: Salate, die man gut vorbereiten kann und die (im Gegensatz zu grünem Salat) nicht so schnell welk werden.

Wie schon erwähnt, sind jeweils Rezept und Salat auf einer Doppelseite zu sehen. Das Rezept gliedert sich oft farblich in schwarz und eine andere Farbe, mit der die Zubereitung des Dressings beschreibt. Das finde ich persönlich fast zu bunt. Positiv hervorzuheben ist aber, dass für die Dressings jeweils noch andere Verwendungsmöglichkeiten angegeben werden und sogar noch sepapat dessen Kalorien aufgelistet werden.
Das Buch endet mit einem Register, das wirklich sehr gut unterteilt ist. Zum einen sind die vegetarischen Rezepte grün hervorgehoben (wodurch allerdings auch alle Dressings markiert sind). Zum einen findet man die Salate alphabetisch aufgelistet (zum Beispiel Brathendl-Salat mit Croûtons), aber man findet den auch, wenn man nach Rezepten mit Huhn sucht. Sehr gute Aufteilung, wie ich finde!

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Die Rezepte:
Wer keine Salate mag oder nur an irgendwelches liebloses Grünzeug denkt, wird mit diesem Buch eine rießige Vielfalt erleben. Klassiker sind zwar vertreten (z.Bsp. Kartoffel- oder Nudelsalat), aber in der Minderheit. Es gibt ausgefallene Kreationen mit eher ungewöhnlichen Zutaten (z.Bsp. den „Black Slaw“ aus schwarzen Reisnudeln, Bohnen und Rotkohl mit einem Tamari-Dressing); der Großteil der Rezepte ist aber mit Zutaten aus jedem normalen Supermarkt problemlos zuzubereiten. Es sind oft Kombinationen von süßem Obst im Salat vertreten, was ich sehr spannend finde. Ja, man merkt, dass Frau Matthaei eine Leidenschaft für Gewürze hat, aber es werden immer Alternativen zu ungewöhnlichen Gewürzen angegeben, so dass da keine Überforderung aufkommt. Viele der Rezepte enthalten Fleisch oder Fisch, bei manchen ist eine vegetarische Alternative angegeben. Nachgemacht habe ich schon:

  • den Antipasti-Salat (S.126)
  • Süßkartoffel-Ananas-Salat mit Erdnuss-Chili-Dressing (S.64)
  • Nudelsalat mit Schinken und klassischem Mayo-Dressing (S.60)
  • Möhrensalat im Fladenbrot mit Cashewdressing (S.56)
  • Kartoffelsalat mit Eiern und Joghurt-Mayo (S.39)

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Das Rezept für den Cajun-Salat mit Hühnchen, Mais und Süßkartoffeln (S.142) stelle ich euch im nächsten Blogartikel vor – sonst wird das hier zu lang 😉 Alle Rezepte haben problemlos funktioniert und sehr, sehr gut geschmeckt! Gerade beim Süßkartoffel-Ananas-Salat war ich vollkommen überrascht, wie begeistert mein liebster Mitesser den gegessen hat, denn der mag sonst nicht so arg cremige Erdnussbutter. Außerdem kann ich es kaum erwarten, dass der Sommer so richtig kommt und ich den Tomaten-Aprikosen-Salat machen kann. Auch der Bulgursalat mit Feta, Pistazien und Harissa-Dressing wird bald nachgekocht.

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Kaufempfehlung?
Von mir ein eindeutiges JA! Die Begeisterung für das Buch kam wahrscheinlich schon ein bisschen in der Vorstellung raus. Ich bin sicher, dass diverse Salatvariationen meinen Teller in Zukunft bunter machen werden.
Falls ihr jedoch vegetarisch-vegan lebt, dann würde ich vielleicht eher mit einem Jein antworten, weil doch sehr viele Rezepte mit tierischen Produkten sind. Alle anderen, die gerne Neues ausprobieren und die Definition von Salat nicht so eng sehen, werden aber bestimmt viel Spaß mit dem Buch haben. Außerdem ist es mit 16,99€ eher im unteren Preissegment der Kochbücher.

Bettina Matthaei: Salate zum Sattessen
160 Seiten mit ca. 150 Farbfotos und Illustrationen
Format: 18,5 x 24,2cm, Hardcover
ISBN: 978-3- 8338-5023- 3

Das Buch wurde mir freundlicherweise als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Das hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Rezension – diese entspricht zu 100% meiner eigenen Meinung.

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Rettungsaktion: Klassisches Pesto (mal nicht zu Pasta)

Letzten Monat haben wir es nicht geschafft, warme Saucen mitzuretten, was wirklich eine Schande ist, angesichts der Tatsache, dass wir Schwaben doch zu allem eine Sauce brauchen 😉
Umso glücklicher bin ich, dass wir heute dabei sind, wenn es um Pesto geht (beziehungsweise PeSCHtooo, wie der Schwabe sagen würde). Lange Jahre kannte ich diese ungekochte Kräutersoße gar nicht. Dann fing das Studium an und schnell lernte ich neben Latein und Altgriechisch, dass zur Notfallration immer ein Glas Pesto im Schrank zu stehen hat, falls es in der Mensa mal nicht schmeckt. Nachdem ich mich ein wenig durchprobiert hatte, kam ich zu der Schlussfolgerung, dass das nichts für mich ist: von den langen Zutatenlisten mal abgesehen, waren mir viele zu ölig, zu wenig kräuterlästig oder tomatig.

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Spätestens da fing ich an, ab und zu Pesto selber zu machen. Wobei ganz ehrlich, so oft kam das nicht vor, weil als Schwabe mir das Ganze nicht flüssig genug war 😀
Umso besser, dass Peschto zu so viel mehr als nur zu Nudeln passt!! Schnell gemacht ist es auch – wirklich perfekt. Auf dem Bild könnt ihr sehen, wie wenig Zutaten man dafür braucht. Umso erschreckender wie lang da die Zutatenlisten auf den Gläsern sind…  Ihr bekommt heute also zwei Rezepte: zum einen ein klassisches Pesto alla genovese und dann eine Minestrone, die durch das Pesto erst den letzten Kick erhält. Reste schmecken natürlich auch noch zu Spaghetti 😉

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Eine rießengroße Bandbreite an Pesti findet ihr bei den anderen Rettern:

https://unsermeating.files.wordpress.com/2016/02/e99ff-wirrettenwaszurettenist.jpg?w=320&h=117

Aus meinem Kochtopf: Spargel mit Spargelpesto

Dynamite Cakes: Süßes Minz-Pesto mit Kokos

Obers trifft Sahne: Spargel mit Radieschen-Pesto

Sakriköstlich: Paprika-Chili-Pesto

SweetPie: Pesto alla genovese

Prostmahlzeit: Rucolapesto

Kochtopf: Pesto mit Rüebligrün (Karottengrün)

Giftige Blonde: Radieschenblätter-Pesto

Katha kocht: Tomate Mozzarella mit Basilikumpesto

Cuisine Violette: Grünes Spargelpesto mit Kräutern

Multikulinarisches: Gierschpesto

Brittas Kochbuch: Zucchini-Minze-Pesto

Küchenliebelei: Süßes Mandelpesto mit Rum

Kebo homing: Süßes Minzpesto zu Erdbeertartelettes

Meins! Mit Liebe selbstgemacht: Pesto Rosso

Barbaras Spielwiese: Liebstöckel-Pesto

auch was: Rosenblüten-Minz-Pesto

LanisLeckerEcke: Möhrenpesto

Bonjour Alsace: Grandioses Spargelpesto

Fliederbaum: Grünes Spargelpesto mit Mandeln

Darf ich nur mal sagen, wie genial ich diese Vielfalt finde? Da kann kein Industrieprodukt mithalten. Besonders toll finde ich, dass vermeintliche Abfallprodukte wie Karottengrün oder Radieschenblätter und von meiner Mutter als Unkraut verhasster Giersch zum Einsatz kommen! Hier nun aber unser Rezept.

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Zutaten (für 4 Personen):
Für die Minestrone:
2 Stangen Staudensellerie
1 Knolle Fenchel
2 Möhren
1 Kohlrabi
100g grüne Bohnen (TK)
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
50g durchwachsener Räucherspeck (optional)
4 EL Olivenöl
2 EL Tomatenmark
1,2L Gemüsebrühe (wie das geht, zeigt Britta hier)
100g TK-Erbsen
Salz, Pfeffer
1-2 Msp. Chilipulver
1 TL getrockneter Oregano
100g kurze Nudeln
1 Dose weiße Bohnen (ca. 240g Abtropfgewicht)

Für das Pesto:
2 EL Pinienkerne
60g Basilikum
1 Knoblauchzehe
80ml Olivenöl
3EL frisch geriebener Pecorino (oder Parmesan)
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Für die Minestrone Sellerie und Fenchel waschen und putzen, Möhren und Kohlrabi schälen. Alles in ca. 1cm große Stücke schneiden. Die frischen Bohnen waschen und in 2cm lange Stücke schneiden (TK entfällt der Schritt). Die Zwiebel und den Knofi schälen und klein würfeln. Den Speck ebenfalls in kleine Würfel schneiden.
Das Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Speck darin bei mittlerer Hitze andünsten. Das Tomatenmark dazugeben und unter Rühren kurz anbraten. Die Brühe dazugießen und das vorbereitete Gemüse samt gefrorener Erbsen (und Bohnen) zugeben. Mit Salz, Pfeffer, Chilipulver und Oregano würzen und alles zugedeckt bei kleiner Hitze 25-30min köcheln lassen. Ab und zu umrühren.

Für das Pesto die Pinienkerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett bei mittlerer 2016.05.21_BasilikumPesto-11Hitzegoldbraun rösten, dann sofort aus der Pfanne nehmen. Basilikum waschen und trocken schütteln, die Blätter abzupfen und grob schneiden. Den Knoblauch schälen und grob hacken. Alles mit dem Öl in einem hohen Rührbecher mit einem Pürierstab oder in einem elektrischen Blitzhacker fein pürieren. Den Pecorino unterrühren und das Pesto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Nudeln in reichlich Salzwasser nach Packungsangabe bissfest garen, in ein Sieb abgießen und abtropfen lassen. Die weißen Bohnen ebenfalls in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Die weißen Bohnen zur Suppe rühren und diese weitere 5min köcheln lassen. Zuletzt die Nudeln unter die Suppe rühren und heiß werden lassen. Die Minestrone mit Salz und Pfeffer abschmecken, auf tiefe Teller verteilen und jeweils mit einem großen Klecks Pesto servieren.

Quelle: Bauernmarkt & Biokiste. Die besten erntefrischen Rezepte für jede Jahreszeit.

Ausbalanciert: Chocolate Chip Pancakes

Im letzten Beitrag gab es vegane Müsliriegel, davor einen gelben Saft mit Paprika, dann diverses Grünzeug in Form von einem Picknicksalat, einer grünen Frühlingsminestrone und dann zwar ein Risotto, aber das gab es mit Graupen und nicht mit dem richtigen Reis… Da muss dringend ein Ausgleich her! Etwas, das nicht Low-Carb ist, einen mit ordentlich Zucker versorgt, so etwas wie Vitamine nur als Dekoration kennt und nach dem alten Grundsatz geht: „Frühstücke wie ein Kaiser!“

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Tadaaa! Ich präsentiere euch Chocolate Chip Pancakes! Ein Morgen, der mit so einer Ladung Glück beginnt, kann nur gut werden, oder? Alle Chiapuddingfans und Fitnessgööörls müssen jetzt halt mal kurz wegschauen, weil hier kein Proteinpulver verbacken wurde und die Süße auch nicht von Banane oder Kakaonibs kommt. Nein, Weizenmehl, Butter, Zucker und echte Kuhmilch sind drin. All die Sachen, die in den letzten Beiträgen kaum bis gar nicht vorkamen, haben nur ihren großen Auftritt.

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Warum? So ist mein Leben! Ausbalanciert! Und für mich bedeutet das, dass es immer wieder was richtig dekadent kalorienreiches braucht, damit mir der Obstsalat beim nächsten Mal wieder viel besser schmeckt! Diese Pancakes waren außerdem eine Art Belohnungsfrühstück: meine Schwester hat die Dingerchen für mich gemacht um mit mir mein bestandenes Examen zu feiern. Aber auch ohne Grund würde ich die Pancakes jederzeit wieder machen (das Frühstück ist schon über 2 Wochen her). Ohne jegliche Rechtfertigung 😉

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Zum ausbalancierten Leben hat nämlich auch dazu gehört, dass wir Schwestern vor dem Frühstück zusammen Sport gemacht haben. Über den Pancakes sitzend konnten wir dann über die geleisteten Taten prahlen und den anstehenden Muskelkater beklagen 😀 Also tut euch und euren Liebsten den Gefallen: macht diese megaleckeren Pancakes, bei denen die Chocolate Chips leicht im Inneren zerschmelzen!
Liebste kleine Schwestaaa: nochmal tausend Dank für die Pancakes – auch dass wir die für den Blog fotografieren durften. Es war einfach soooo gut!
Das Rezept ist mit Cups & Co, ich habe es versucht umzurechnen und hoffe, es stimmt so.

Zutaten (für ca. 20 Pancakes):
60g Butter, plus Butter zum Anbraten
240ml Milch
150g Mehl
1 EL Zucker
3TL Backpulver
kräftige Prise Salz
2 Eier
150g Chocolate Chips (alternativ grob gehackte Schokolade)
optional zum Servieren: steif geschlagene Sahne, Joghurt, frisches Obst.

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Zubereitung:
In einem kleinen Topf die Milch zusammen mit der Butter so erwärmen, dass die Butter schmilzt, aber nicht kocht. Etwas abkühlen lassen. In einer Schüssel die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Salz und Zucker) miteinander vermischen. Die Eier in einer kleinen Schüssel verrühren, die Milchmischung dazugeben und schließlich alles mit dem Mehl vermischen. Zu guter Letzt die Chocolate Chips unterrühren.
Eine Pfanne erhitzen, Butter darin schmelzen und ca. 2 EL des Pancake-Teiges hineingeben. Ihr könnt die Pancakes natürlich auch nach eurem Geschmack größer und kleiner machen. Bei mittlerer Hitze jede Seite goldbraun backen und noch warm servieren. Zur perfekten Präsentation gibt es Sahne, Joghurt und ein paar Früchte dazu. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man nach vier Pancakes sehr lange sehr satt ist 😀

Quelle: Foodnetwork

Same same, but different: Jamies perfekte Müsliriegel

Wenn ich mir so anschaue, was ich schon an Müsliriegeln produziert habe, ist die Liste schon ganz ordentlich! Da kamen die unterschiedlichsten Zutaten zum Einsatz: Trockenfrüchte gehören bei allen zum Standard, beim einen wird noch Kürbis hinzugefügt, ja sogar Bohnen wurden schon verwendet!

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Gemeinsam ist allen, dass sie deutlich gesünder, kalorienärmer sind als die gekauften Varianten. Die Süße kommt von Honig, Früchten oder Ahornsirup und nicht von kiloweise Zucker. Man weiß, was drin ist, hat unendliche Variationsmöglichkeiten und alle Rezepte ließen sich schnell machen. Neugierig wie ich bin, musste ich natürlich früher oder später die Müsliriegel aus Jamie Olivers Superfood-Kochbuch auprobieren. Auffällig bei ihm war für mich, dass die Riegel ihren Kleber durch Bananen und Orange bekommen. Neben Trockenobst ist das auch das einzige Süßungsmittel. Die Masse wird vor dem Backen aufgekocht und wow! Der Duft ist einfach super – ich hätte die Masse roh sofort aufessen können!

Gebacken haben die Riegel sehr gut zusammengehalten. Aber im Gegensatz zu den Supermarktmüsliriegel sind diese hier recht weich, nicht knackig. Sie machen für mich mehr den Anschein von Fruchtschnitten. Der Geschmack ist auch gebacken gut, aber -bedingt auch durch die Konsistenz- anders als ich es von einem Müsliriegl erwarte.

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Wenn ich Müsliriegel in Kochbüchern sehe, dann wird sofort genauer hingeschaut. In einem veganen Kochbuch hab ich eine Variante, die von der Autorin gepriesen wird und die sie anscheinend schon erfolgreich verkauft hat. Vom Aussehen sind die Riegel top, genau so wie man es sich wünscht. Die Zutaten aber haben mich bisher noch vom Nachbacken abgehalten. Zum einen werden Rice Krispies verwendet, ein Fertigprodukt, was ich bisher nur mit diversen E-Nummern gefunden habe. Und zum anderen wird dann noch sehr viel Reissirup zum Süßen und Verkleben verwendet. Ja, vegan sind die Riegel, aber ob sie nur deswegen auch gesund sind, wage ich bei dem vielen (natürlichen) Zucker zu bezweifeln…

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Aber ich bin keine Expertin! Achtet ihr bei Rezepten auf Kalorienangaben und verwendete Zutaten? Falls ihr ein gutes Müsliriegelrezept habt, dann nur her damit! Ich freue mich über Inspiration – praktisch finde ich die Riegel als Snack nämlich ungemein! Echt spannend, was für unterschiedliche Ergebnisse man erhält mit so gleichen Zutaten 🙂

Zutaten (für 12 Stück):
100g ungesalzene gemischte Nusskerne (z.Bsp. Walnüsse, Haselnüsse, Cashewkerne…)
50g gemischte Samen (z. Bsp. Chia-Samen, Mohn, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne)
100g gemischtes Trockenobst (z.Bsp. Cranberries, Aprikosen, Sultaninen, Feigen…)
1 gehäufter TL gemahlener Ingwer
1/2 TL gemahlener Kurkuma
1 Bio-Orange
2 reife Bananen
1 EL flüssiger Honig (ich: Agavensirup)
175g Haferflocken
10g Haferkleie
Zubereitung:
Den Backofen auf 190°C vorheizen. Nüsse, Samen und Trockenobst mit den Gewürzen und der abgeriebenen Orangenschale in der Küchenmaschine in Intervallen fein zerkleinern. In eine Schüssel füllen. Die Orange schälen und das Fruchtfleisch mit den geschälten Bananen in der Küchenmaschine pürieren. Die Mischung in einen Messbecher geben, den Honig hinzufügen und das Ganze mit Wasser auf 500ml auffüllen (war bei mir nicht nötig).

In einen großen Topf gießen und bei mittlerer bis starker Hitze aufwallen lassen. Dannn mit einem Teigschaber Haferflocken, Kleie und die Nuss-Samen-Obstmischung 2016.04.18_Müsliriegel-9hinzufügen. Die Masse etwa 5min rühren, schlagen und drücken bis die Haferflocken anfangen, Stärke abzugeben und die Mischung kleisterartig wird. Die Masse in eine quadratische Backform (25x25cm) geben und glatt streichen. Mit einem Messer auf der Oberfläche 12 Riegel markieren. Die Masse ganz unten im Ofen 45-50min backen bis sie goldbraun und fest ist. In der Form 10min abkühlen lassen und auf ein Gitter geben.
Die Riegel halten sich luftdicht verpackt (im Kühlschrank) 3-4 Tage.

Quelle: Jamies Superfood für jeden Tag

Energiespritze: Saft mit Ananas, Paprika, Birne und Ingwer

Vor einer Weile hatte ich ja schon mal ein paar Säfte vorgestellt und euch auch das tolle Bild von der Saftampel gezeigt. Diese Farbkombination von gelb – rot – grün finde ich ja einfach klasse! Und vor lauter anderen Rezepten ist dieser Saft völlig untergegangen!

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Dabei war es ausgerechnet der gelbe Saft mit Ananas, Birne und gelber Paprika, der uns am besten geschmeckt hat! Ich war ja sehr skeptisch, aber die reife, fruchtige Ananas hat die Paprika super ausgeglichen und es gab fast Streit über die gerechte Aufteilung von dem Glas Saft 🙂

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So ein Saft ist für mich die ideale Energiespritze am Mittag! Mit nem Entsafter schnell gemacht (meiner lässt sich auch noch gut reinigen), kriegt man die nötige Süße und Geschmack um nachmittags nochmal durchzustarten. Auf Instagram läuft gerade eine kleine Challenge, bei der jeden Tag zu einem bestimmten Motto ein Bild gepostet wird. Heute lautet das Motto Farbe / Textur. Ich hatte so gar keine Ahnung, was ich mir darunter vorstellen konnte, aber als mein Vater die Säfte vorgeschlagen hat, fand ich das nur schlüssig. Zum einen sind die Farben so natürlich knallig und die Textur der Säfte beim Trinken ist je nach verwendetem Obst/Gemüse anders.

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Also nichts wie her mit der frisch gepressten Energie 🙂 Wer keinen Entsafter hat, kann alles auch fein pürieren und durch ein sehr feines Sieb, bzw. sogar durch ein Geschirrtuch pressen. Diesen Tipp hab ich neulich gelesen – vielleicht ist es ja mal einen Versuch wert falls kein Entsafter vorhanden ist.

Zutaten (für ein großes Glas):
1/2 Ananas
1 Birne
1 gelbe Paprika
1 Stück Ingwer (ca. 2cm)

Zubereitung:
Alle Zutaten gründlich waschen und vorbereiten: die Ananas schälen und in Stücke schneiden, die Birne vierteln und das Kerngehäuse entfernen, die Paprika entkernen und in Stücke schneiden, den Ingwer schälen.
Zuerst die Ananas, dann die Birne, die Paprika und zum Schluss den Ingwer entsaften. Alles gut verrühren und prost!

Quelle: What to drink? Saft! (Maja Nett)

Nichts wie raus: Griechischer Salat

Hach, Leute! Ist das ein Wetterchen! Wenn ich daran denke, dass ich letzte Woche noch bibbernd draußen stand und den Regen verflucht habe, kann ich es kaum fassen, dass es jetzt so toll ist 🙂 Schon morgens ist es (zumindest hier in Karlsruhe, wo ich gerade beim Mitesser bin) warm genug, dass man die Jacke getrost zuhause lassen kann und einfach gleich im T-Shirt vor die Tür geht.

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Die Pflänzchen dürfen draußen auf dem Balkon bleiben und wachsen hoffentlich wie der Rest der Natur auch stark vor sich hin, damit in ein paar Monaten dann Tomaten, Paprika und Salat geerntet werden kann. Im Vergleich zu dem, was mein Opa an Gartenland hatte und auch jetzt noch in Töpfen pflegt, ist es gerade lachhaft, was hier steht. Aber jeder fängt mal klein an 😉

Um jeden Sonnenstrahl auskosten zu können, zeig ich euch heute ein Mittag-oder Abendessen, das sich ideal einpacken lässt. Auch als Essen für die Mittagspause eignet sich das wunderbar. Also: nichts wie raus!!!! Der Sommer kommt 🙂
Eine Anmerkung noch: Jamie verwendet fettarmen Joghurt und nur sehr wenig Feta, damit der Salat möglichst wenig Kalorien hat und so in das Kapitel passt. Ich habe den Salat etwas freier zubereitet, sprich, mehr Feta und 3,5-Joghurt. Jeder so, wie er mag 😉

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Zutaten (für ein 1-Liter-Glas = eine Person):
75g Bulgur
2 Stängel Dill
3 gehäufte EL Joghurt
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1/2 Romanasalatherz
100g Hähnchenfleisch
1 Tomate (ich hab Cocktailtomaten genommen)
5cm Salatgurke
4 geviertelte Oliven (weg gelassen)
2 Stängel glatte Petersilie
15g Feta (öhm, jaaa… n bissele mehr)
1 TL geröstete Sesamsamen
1 Zitronenspalte

Zubereitung:
Den Bulgur nach Packungsanweisung garen und als unterste Schicht in das Glas geben. Den Joghurt mit Dill, Olivenöl, Salz und Pfeffer nach Geschmack verrühren und auf den Bulgur geben. Das Hähnchenfleisch in Streifen schneiden und in einer Pfanne anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und abkühlen lassen.
Den Salat, die Tomaten und die Gurke in mundgerechte Stücke schneiden und ins Glas schichten. Das Hähchenfleisch, die gehackte Petersilie, Feta und Sesamsamen dazugeben. An oberste Stelle kommt die Zitronenspalte, die erst zum Essen frisch drüber gedrückt wird. Das Glas verschließen, bis zum Ausflug im Kühlschrank aufbewahren.

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Quelle: James Superfood für jeden Tag.

Es grünt so grün: Frühlingsminestrone

Kennt hier jemand den Film „My Fair Lady“? Ich hoffe doch sehr! Ich liebe diese alten Musicalfilme und jeden Frühling kommt mir neu das Lied in den Sinn, wenn Eliza Doolittle endlich nach wochenlangem Üben ihren starken Akzent ablegt und astrein vorträgt: „Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen“. Einfach mal bei Youtube eingeben und die Szene angucken.

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Nachdem die letzten Tage das Wetter immer wieder verrückt gespielt hat und zumindest hier im Süden von Schneefall über Gewitter zu schönstem Sonnenschein alles dabei war, gab es ungetrübten grünen Frühling zumindest mal auf dem Teller. Frische Erbsen seh ich hier zwar noch nirgendwo an den Marktständen, weswegen ich die Tiefkühlvariante verwendet habe. Den Speck hab ich auch weggelassen, aber juhuuu! Spargel gibt es schon aus heimischem Boden. Ich freu mich ja über jede Stange, die auf meinem Teller landet 🙂

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Die Fregola sarda hab ich auch weg gelassen, zum Abendessen sollte es was Leichtes sein. Was aber bei aller Variation unerlässlich ist, ist der Kräuterdip. Der verleiht der Minestrone den letzten Kick! Zugegeben, wenn man den Dip in die Suppe gibt, sieht das nicht mehr so schön aus, aber hui! Der Geschmack wird es euch danken 😉

Zutaten (für 4 Portionen):
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 TL Fenchelsamen
50g (Südtiroler) Speck (nicht für mich)
250g TK-Erbsen
500g grüner Spargel
1 Fenchelknolle
1 Stange Staudensellerie
1 Kohlrabi
2 EL Olivenöl
100g Fregola sarda (Pastaspezialität aus Sardinien)
1,75l Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
1 Lorbeerblatt
ca. 50g Parmesan
1 Handvoll gemischter Kräuter (aus Faulheit bei mir: TK)
150g Schmand
2 EL Sahne

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Zubereitung:
Zwiebel und Knoblauch abziehen, beides fein würfeln. Fenchelsamen grob hacken. (Speck in feine Streifen schneiden. Erbsen palen) Spargel waschen, holzige Enden abschneiden. Spargelspitzen beiseitelegen, Stangen in Stücke schneiden. Fenchel und Sellerie putzen, klein schneiden. Kohlrabi schälen und würfeln.
Öl in einem großen Topf erhitzen. Speck (falls verwendet wird) knusprig auslassen. Zwiebeln im Speckfett glasig dünsten. Knoblauch, Fenchelsamen und Pasta zugeben, kurz anbraten. Das gesamte Gemüse bis auf die Spargelspitzen (und die TK-Erbsen) dazugeben und die Brühe angießen. Suppe mit Salz, Pfeffer und Lorbeerblatt würzen. Aufkochen und 10-15min köcheln lassen. 5min vor Ende der Garzeit die Spargelspitzen und die TK-Erbsen dazugeben.
Inzwischen Käse reiben, Kräuter hacken. Schmand, Sahne, Käse und Kräuter verrühren. Zum Servieren etwas Kräuterschmand auf die Suppe setzen. Mit Weißwein und einem  schönen alten Film genießen 😉

Quelle: Lust auf Genuss (5/2016)