Buchvorstellung: What to drink? Saft!

Meine Wunschliste zu Geburtstag oder Weihnachten ist in verschiedene Kategorien aufgeteilt. Unter „Must have“ wird aufgelistet, was ich unbedingt haben will, wie zum Beispiel neue Laufschuhe. Dann kommt der Punkt „würde mich sehr freuen“, bei dem Bücher oder kleinere Küchengegenstände gelistet werden. Und zu allerletzt kommt die Kategorie „Wer zu viel Geld hat und nicht weiß wohin damit“. Darunter werden Wünsche aufgelistet, die ich hab, von denen ich aber selber weiß, dass sie nicht unbedingt für ein erfülltes Leben nötig sind. Auf der Wunschliste vom letzten Weihnachtsfest stand da ein Entsafter. Und meine Oma und Opa hat genau das angesprochen und tada, ich hab das mit Abstand größte Geschenk zum Auspacken gehabt 😀 Meine Freude war rießig und ich durfte mir (mal wieder) anhören, dass ich meine Aussteuer ja nun wirklich zusammen hätte…

2016.02.29_Saft grün-1Seitdem gibt es bei mir nicht nur Smoothies, sondern auch frisch gepresste Säfte, die so ganz anders schmecken als alles, was man sich in Tetrapaks kaufen kann. Ich bin sehr experimentierfreudig rangegangen und hab einfach alles in den Entsafter geschmissen, worauf ich Lust hatte. Teilweise hat das ganz gut geschmeckt, das ein oder andere Mal war die Obst-Gemüse-Komposition aber nicht so ausgewogen. Umso mehr hab ich mich gefreut, als ich beim Bloggeburtstag von Maja ihr neustes Kochbuch gewonnen hab, wobei richtig gekocht da ja nicht wird. Es gibt SAFT! Und dieses Saftbuch will ich euch heute vorstellen.

Das Buch ist klar strukturiert: auf den ersten Seiten werden „Basics, Tipps und Tricks“ erläutert. In ihrer Einleitung betont Maja die Verwendung von saisonalen Zutaten und weist auch darauf hin, dass der Geschmack von Selbstgepressten sich deutlich von gekauften Säften unterscheidet. Im Gegensatz zu den inzwischen allerorts bekannten Smoothies werden beim Saft die festen Ballaststoffe nicht mitgetrunken. Alle wichtigen Närhstoffe sind aber trotzdem enthalten und können vom Körper sogar noch schneller aufgenommen werden. Die Frage nach den unterschiedlichen Entsaftern stellte sich mir persönlich nicht mehr. Ich habe einen Zentrifugalentsafter, mit dem ich vollkommen zufrieden bin. Wer noch keinen besitzt, wird in diesem Abschnitt hilfreiche Informationen finden.
Nach ein paar Worten zur Vorbereitung der Zutaten und der Aufbewahrung der Säfte geht es dann auch schon an das Wesentliche: die Säfte selbst. Ich finde die Aufteilung sehr gelungen, denn diese wird nach Farben gestaltet – man hat die Wahl zwischen grünen, gelben, orangenen und roten Säften. Jedes Kapitel beginnt mit einer wunderschönen Übersicht, der farblichen Zutaten. Dabei werden -siehe Foto- die einzelnen Früchte- und Gemüsesorten kurz erläutert. 2016.02.29_Saft Ampel-4

Die Fotos von den Säften sind mega ansprechend!!! Jeder Saft bekommt ein Foto, oft in Kombination mit einem anderen und den ein oder anderen Zutaten, die dem Entsafter entkamen. Man kriegt richtig Lust gleich loszuentsaften! Die Rezepte selbst sind schlicht, verständlich und leicht nachzumachen. An dieser Stelle noch ein besonderes Lob, dass die einzelnen Säfte lediglich nach ihren Zutaten benannt wurden. Ein anderes Buch zu diesem Thema, was ich in der Hand hatte, gab den Getränken sehr fantasievolle Namen, die einen mit mehr Fragen zurückließen. Das ist hier nicht der Fall: die Hauptzutaten sind aufgelistet und ermöglichen so eine schnelle Entscheidungsfindung.2016.02.29_Saft grün-2

Zwei kleine Anmerkungen hab ich allerdings: nicht immer nicht Gewichtsangaben für die Zutaten enthalten. Deswegen nur der Tipp von mir, dass man beispielsweise bei Rote Beete nicht die allergrößte nehmen sollte, weil sonst das Mischverhältnis zu den anderen Zutaten nicht mehr so harmonisch ist. Aber das bleibt natürlich jedem selbst überlassen – wer ein großer Fan von einer bestimmten Zutat ist, kann natürlich davon auch etwas mehr nehmen. Zum Einstieg wäre aber vielleicht die ein oder andere Gewichtsangabe hilfreich gewesen.
Die zweite Bemerkung betrifft den Trester: aus meinem Entsafter ist dieser zwar relativ trocken, jedoch schmerzt es mich trotzdem, die Reste einfach in den Kompost zu schmeißen. Es wird zwar erwähnt, dass man die Gemüsereste beispielsweise für Risotto oder Suppen verwenden kann, ich hatte aber noch auf ein oder zwei Rezeptideen gehofft, wie ich den Trester verwenden könnte. 2016.02.29_Saft Ampel-5

Das sind nur zwei kleine Sachen, die mir aufgefallen sind, den Spaß mit dem Entsaften aber nicht schmälern. Für mich ist das Buch echt eine Bereicherung, gerade, weil ich dadurch Anleitung für Kombinationen bekomme, an die ich mich sonst so nicht getraut hätte. Ich wäre zum Beispiel nie auf die Idee gekommen, eine Süßkartoffel zu entsaften! Auch die ausprobierten Rezepte haben anstandslos funktioniert und mich nicht enttäuscht! Wer also Lust auf frisch gepressten Saft hat, der kriegt mit dem Buch von Maja 50 unterschiedlichste Möglichkeiten präsentiert! Das Buch kostet 14,99€ und ist bei Edition Fackelträger erschienen.

Wie ihr sehen könnt, habe ich drei Säfte fotografisch ablichten lassen. Heute stelle ich euch den grünen Saft vor.

Zutaten für 2 kleine Gläser:
1/2 Salatgurke
1 (grüner) Apfel
1/2 Zitrone
1 Handvoll junge Spinatblätter (70g)
(eine kleine Handvoll frische Korianderblättchen)

2016.02.29_Saft grün-2

Zubereitung:
Alle Zutaten gründlich waschen und vorbereiten: die Gurke ungeschält in Stücke schneiden, den Apfel vierteln und das Kerngehäuse entfernen, die Zitrone schälen und die Kerne entfernen.
Zuerst die Gurke, dann den Apfel, die Zitrone und zum Schluss den Spinat (und evt. die Korianderblättchen) entsaften. Alles gut verrühren.

Quelle: What to drink? Saft! (Maja Nett)

 

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3 Gedanken zu “Buchvorstellung: What to drink? Saft!

  1. Entsafter wäre im Haus… wobei ich den Mischungen mit Gemüse nicht viel abgewinnen kann, egal ob selbergepreßt oder gekauft. Ich wundere mich selber- esse ich doch Gemüse sehr gern! Aber selbst Möhren im Brot oder Kuchen- ne.

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    1. Liebe Anna!
      Dann warte mal den gelben Saft ab – da ist eine Paprika drin und wir waren alle restlos begeistert 🙂 Ich finde, es kommt immer auf die Kombination an. Ich hab auch mit kleinen Gemüseportionen im Saft angefangen. Lg, Miriam

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