Unser Meating trifft: Die Kraftbierwerkstatt

Wir freuen uns, euch heute die Kraftbierwerkstatt aus Böblingen mit ihrem Craft Beer vorstellen zu dürfen. Der Beitrag entstand auf Anfrage von uns, weil wir neugierig waren, was hier in unserer Region an Craft Beer entsteht. Auf Inhalt wurde kein Einfluss genommen und entspricht einfach unserem Interesse an dem Produkt.

2016.02.10_Kraftbierwerkstatt-40Hätte mir jemand vor einem Jahr gesagt, dass ich mal gerne Bier trinken werde, hätte ich nur lachend abgewunken. Aber hier sitze ich mit Oliver Koblenzer und Rasmus Muttscheller und unterhalte mich mit ihnen über ihr Craft Beer. Also falls ihr schon drauf und dran seid, wegzuklicken, weil euch Bier nicht schmeckt, macht mal langsam und lest weiter! Ich hab mich auch vom Gegenteil überzeugen lassen, als ich erstmal geschmeckt habe, wie vielfältig Bier2016.02.10_Kraftbierwerkstatt-31 sein kann.

Ein ähnliches Erlebnis hat auch die Begeisterung von Oliver für Craft Beer geweckt: als er vor rund 20 Jahren während seiner Flitterwochen auf Hawaii ein Bier bestellte, schmeckte das so gar nicht nach dem wässrigen Einheitsgebräu, das man sonst von den USA oder großen Brauereien im Allgemeinen kennt. Seine Neugier war geweckt und er fing an, auf dem heimischen Herd Bier zu brauen. An die Zutaten kam er nur, weil er jemand kannte, der damals schon einen Internetzugang hatte und so Hopfen & Co aus den USA bestellt werden konnten. Unvorstellbar heutzutage 🙂 Oliver und Rasmus kamen also nicht erst durch den Craft-Beer-Trend der letzten Jahre aufs Brauen, sondern sind schon eine ganze Weile begeistert von den Möglichkeiten, die sich durch die verschiedenen Braumethoden bieten.

Rasmus, l2016.02.10_Kraftbierwerkstatt-34angjähriger Freund und Geschäftskollege, musste sich als Wein- und Whiskytrinker erstmal an das Craft Beer rantrinken, aber auch er ließ sich von diesem Bier abseits der Massenware überzeugen. Craft Beer definieren die beiden als ehrliches Bier: sie wissen was drinsteckt, kennen oft die Produzenten von Weizen und Hopfen persönlich. Ein Craft Beer, so Rasmus, ist ein Bier, das man auch beim zweiten Mal trinken wiedererkennt. Es steckt Geschmacksvielfalt drin und viel Kreativität. Craft Beer geht gegen die „Massenbierhaltung“, wie sie es mit ihrer Kraftbierwerkstatt auf den Punkt gebracht haben.

Vor zwei Jahren dann wurde das Hobby professionalisiert, alles neben dem Beruf her. Als erstes entstand der Sud No. 1, das Toxic Harvest Ale – im nächsten Post stellen wir euch die Biere genauer vor. In einer kleinen Brauerei im Schwarzwald, im Brauhaus Rössle in Neubulach bei Ingo Mutterer, wird ausprobiert und getüfftelt bis das Endprodukt so schmeckt, wie Oliver und Rasmus sich beispielsweise ihr Wheat Ale vorstellen. Mit dem fertigen Rezept geht es dann in die Böblinger Schönbuch Braumanufaktur. Die Kraftbierwerkstatt ist eine so genannte Gypsy-Brauerei: weil sie keine eigene Brauerei haben, mieten sie sich in Räumlichkeiten ein. In Böblingen war das recht unkompliziert möglich: die 7000 Liter seien ja nur homöopathische Mengen und würden den Normalbetrieb nicht stören, so der Brauereibesitzer Werner Dinkelaker.

Inzwischen hat die Kraftbierwerkstatt drei Stammbiere: das Toxic Harvest Ale, das Wheat Ale 663 und das Triple A. Ein IPA kommt bald noch dazu. Ein kalt gehopftes Helles mit Zutaten aus Bioanbau, das sich noch in Planung befindet, soll die Auswahl schließlich perfekt machen. Auch um den Vertrieb kümmern sich Oliver und Rasmus noch persönlich: bis hoch nach Hamburg hat es sie mit ihrer Lieferung schon verschlagen. Werft mal einen Blick auf ihre Homepage: zum einen ist die wunderschön künstlerisch gestaltet von Vathana, die sich um die Betreuung der sozialen Medien kümmert. Zum anderen findet ihr dort aber auch alle Verkaufsstellen aufgelistet, bei denen ihr euch eine Kostprobe besorgen könnt.

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Das schwäbische Craft-Beer-Trio befindet sich momentan weit über Hamburg hinaus auf dem Weg in die USA: in Philadelphia findet im Juni die Bier-WM statt. Dort stellen sie sich der internationalen Konkurrenz und wer weiß? Vielleicht gibt es ja bald wieder einen Weltmeistertitel zu feiern? Zu wünschen wäre es den beiden!

An dieser Stelle noch einmal vielen, vielen Dank für eure Zeit und das Treffen mit uns! Es war toll euch kennenzulernen und von eurer Begeisterung für Craft Beer zu hören.

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3 Gedanken zu “Unser Meating trifft: Die Kraftbierwerkstatt

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