Happy Hour: Die Biere der Kraftbierwerkstatt

Nachdem wi2016.02.10_Kraftbierwerkstatt-49r euch am Montag schon das Team hinter den Bieren vorgestellt haben, stellen wir euch heute nun endlich die Kraftbiere selbst vor. Fangen wir zunächst einmal mit den äußeren Werten an: wie ich schon angedeutet hab, trinke ich gerne mal ein Craft Beer, greife da aber meistens zu schon bewährten Sachen. Als ich aber im Vinum Tübingen das Awesome Amber Ale im Regal stehen gesehen hab, musste ich es aus zwei Gründen sofort kaufen: zum einen stand als Info dabei, dass es aus Böblingen kommt -nur rund 25km von Tübingen entfernt. Und zum anderen spricht das Etikett ja schon für sich! Als visuell veranlagter Mensch werde ich schnell Verpackungsopfer – in diesem Fall zum Glück 🙂

Was den Geschmack der einzelnen Biere angeht, bin ich als Biertrinker-Anfängerin ziemlich die falsche um euch groß was zu erzählen. Aber ich geb mein Bestes mit der Unterstützung vom Mitesser, der sich da deutlich besser auskennt 😉 Vergebt mir, wenn ich mich vielleicht nicht mit dem richtigen Fachvokabular ausdrücke, aber vielleicht reizt das den ein oder anderen auch mal ein Bier auszuprobieren.
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Beginnen wir mit dem Triple Ale: die bernsteinfarbene Farbe gibt dem Bier seinen englischen Namen – Amber. Gebraut wurde es mit fünf Malz- und sieben Hopfensorten. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,3%, 13% Stammwürze und 30 Bittereinheiten.
Vathana empfohl während des Trefffens, mit dem Trible A einmal eine Kürbissuppe abzulöschen. Das würde sehr gut passen. Ich merk mir das auf jeden Fall für den Herbst! Eine andere Möglichkeit, das Bier nicht nur zu trinken, sondern auch zu essen, zeige ich euch nächste Woche in Form eines Brotes.

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Das 663 ist ein Modern What Ale. Dieser Sorte war ich am skeptischsten gegenüber und wurde am freudigsten überrascht. Die sonst üblichen Weizenbiere schmecken mir nämlich so gar nicht. Und jetzt kommt da die Kraftbierwerkstatt und macht ein Bier, das schon an ein Weizen erinnert (entschuldigt den Vergleich, Oliver und Rasmus!), aber leichter ist, frischer, es hat leichte Zitrusaromen, die es dem Aromahopfen zu verdanken hat. Echt super!

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Mein persönlicher Favorit ist aber das Toxic Harvest Ale. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,0%, 28 Bittereinheiten und 12% Stammwürze. Es schmeckt sehr frisch, spritzig und macht mir Vorfreude auf den Sommer. Keine Angst vor den Bittereinheiten, die schmecken im Abgang herb, was schön erfrischend ist. Der Freund musste mir den Großteil dieser Sorte überlassen 😉

Ich freu mich jedenfalls, dass ganz in der Nähe ein tolles Craft Beer gebraut wird! Vielleicht konnten wir euch darauf Lust machen, etwas Neues auszuprobieren. Die Verkaufsstellen sind auf der Homepage der Kraftbierwerkstatt aufgelistet.
Habt ihr noch Vorschläge für mich, welches Craft Beer es sich lohnt auszuprobieren?

 

Unser Meating trifft: Die Kraftbierwerkstatt

Wir freuen uns, euch heute die Kraftbierwerkstatt aus Böblingen mit ihrem Craft Beer vorstellen zu dürfen. Der Beitrag entstand auf Anfrage von uns, weil wir neugierig waren, was hier in unserer Region an Craft Beer entsteht. Auf Inhalt wurde kein Einfluss genommen und entspricht einfach unserem Interesse an dem Produkt.

2016.02.10_Kraftbierwerkstatt-40Hätte mir jemand vor einem Jahr gesagt, dass ich mal gerne Bier trinken werde, hätte ich nur lachend abgewunken. Aber hier sitze ich mit Oliver Koblenzer und Rasmus Muttscheller und unterhalte mich mit ihnen über ihr Craft Beer. Also falls ihr schon drauf und dran seid, wegzuklicken, weil euch Bier nicht schmeckt, macht mal langsam und lest weiter! Ich hab mich auch vom Gegenteil überzeugen lassen, als ich erstmal geschmeckt habe, wie vielfältig Bier2016.02.10_Kraftbierwerkstatt-31 sein kann.

Ein ähnliches Erlebnis hat auch die Begeisterung von Oliver für Craft Beer geweckt: als er vor rund 20 Jahren während seiner Flitterwochen auf Hawaii ein Bier bestellte, schmeckte das so gar nicht nach dem wässrigen Einheitsgebräu, das man sonst von den USA oder großen Brauereien im Allgemeinen kennt. Seine Neugier war geweckt und er fing an, auf dem heimischen Herd Bier zu brauen. An die Zutaten kam er nur, weil er jemand kannte, der damals schon einen Internetzugang hatte und so Hopfen & Co aus den USA bestellt werden konnten. Unvorstellbar heutzutage 🙂 Oliver und Rasmus kamen also nicht erst durch den Craft-Beer-Trend der letzten Jahre aufs Brauen, sondern sind schon eine ganze Weile begeistert von den Möglichkeiten, die sich durch die verschiedenen Braumethoden bieten.

Rasmus, l2016.02.10_Kraftbierwerkstatt-34angjähriger Freund und Geschäftskollege, musste sich als Wein- und Whiskytrinker erstmal an das Craft Beer rantrinken, aber auch er ließ sich von diesem Bier abseits der Massenware überzeugen. Craft Beer definieren die beiden als ehrliches Bier: sie wissen was drinsteckt, kennen oft die Produzenten von Weizen und Hopfen persönlich. Ein Craft Beer, so Rasmus, ist ein Bier, das man auch beim zweiten Mal trinken wiedererkennt. Es steckt Geschmacksvielfalt drin und viel Kreativität. Craft Beer geht gegen die „Massenbierhaltung“, wie sie es mit ihrer Kraftbierwerkstatt auf den Punkt gebracht haben.

Vor zwei Jahren dann wurde das Hobby professionalisiert, alles neben dem Beruf her. Als erstes entstand der Sud No. 1, das Toxic Harvest Ale – im nächsten Post stellen wir euch die Biere genauer vor. In einer kleinen Brauerei im Schwarzwald, im Brauhaus Rössle in Neubulach bei Ingo Mutterer, wird ausprobiert und getüfftelt bis das Endprodukt so schmeckt, wie Oliver und Rasmus sich beispielsweise ihr Wheat Ale vorstellen. Mit dem fertigen Rezept geht es dann in die Böblinger Schönbuch Braumanufaktur. Die Kraftbierwerkstatt ist eine so genannte Gypsy-Brauerei: weil sie keine eigene Brauerei haben, mieten sie sich in Räumlichkeiten ein. In Böblingen war das recht unkompliziert möglich: die 7000 Liter seien ja nur homöopathische Mengen und würden den Normalbetrieb nicht stören, so der Brauereibesitzer Werner Dinkelaker.

Inzwischen hat die Kraftbierwerkstatt drei Stammbiere: das Toxic Harvest Ale, das Wheat Ale 663 und das Triple A. Ein IPA kommt bald noch dazu. Ein kalt gehopftes Helles mit Zutaten aus Bioanbau, das sich noch in Planung befindet, soll die Auswahl schließlich perfekt machen. Auch um den Vertrieb kümmern sich Oliver und Rasmus noch persönlich: bis hoch nach Hamburg hat es sie mit ihrer Lieferung schon verschlagen. Werft mal einen Blick auf ihre Homepage: zum einen ist die wunderschön künstlerisch gestaltet von Vathana, die sich um die Betreuung der sozialen Medien kümmert. Zum anderen findet ihr dort aber auch alle Verkaufsstellen aufgelistet, bei denen ihr euch eine Kostprobe besorgen könnt.

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Das schwäbische Craft-Beer-Trio befindet sich momentan weit über Hamburg hinaus auf dem Weg in die USA: in Philadelphia findet im Juni die Bier-WM statt. Dort stellen sie sich der internationalen Konkurrenz und wer weiß? Vielleicht gibt es ja bald wieder einen Weltmeistertitel zu feiern? Zu wünschen wäre es den beiden!

An dieser Stelle noch einmal vielen, vielen Dank für eure Zeit und das Treffen mit uns! Es war toll euch kennenzulernen und von eurer Begeisterung für Craft Beer zu hören.

Gewohnheiten: Gebackener Salat mit Cranberries und Tahin-Dressing

Wenn ich meine Essgewohnheiten heute mit denen vor zwanzig Jahre vergleiche, als ich noch daheim gewohnt hab, dann muss ich sagen, hat sich nicht so viel geändert. Kochbücher für Studierende suggerieren immer, dass der Großteil davon ein ungesundes Leben zwischen Cornflakes, Mensa und Fertigpizza führt. Bei mir ist das definitiv nicht der Fall -und das nicht erst seitdem ich einen Blog führe oder versuche, mein Frühstück ansprechend für Instagram zu präsentieren 😉
2016.02.10_Blumenkohlsalat-2Daran musste ich denken, als ich in Stevan Pauls „Auf die Hand“ gelesen habe, dass das traditionelle deutsche Abendessen vom Aussterben bedroht ist. Inzwischen wird bei vielen abends erst gekocht, weil es mittags in Büro, Kantine oder unterwegs nichts Warmes gibt, bzw. erst am Ende des Tages die ganze Familie zusammen am Tisch sitzt. Ich habe den Luxus, dass ich mittags meistens problemlos kochen kann. Wenn ich mittags nur ne Scheibe Brot oder etwas Salat esse, geht mir später die Energie aus. Vielleicht ist das alles nur Einbildungssache, jahrelang durch meine Eltern antrainiert, dass es abends nur noch etwas Leichtes gibt, damit man danach auch besser schlafen kann.

Jedenfalls handhabe ich das immer noch so und fahre sehr gut damit. Das bedeutet nicht, dass ich abends nur an einem Möhrchen knabbere, im Gegenteil! Abendessen ist bei mir einfach gemüselastig, sei es jetzt als Rohkost, Salat oder Suppe. Und dieser Salat hier hat sich neuerdings zu einem Dauerbrenner entwickelt! Gebackenes Gemüse ist ja sowieso richtig genial und wenn dann noch Kürbiskerne für etwas Biss dazukommen, etwas Süßes und ein gutes Dressing ist es um mich geschehen! 2016.02.10_Blumenkohlsalat-3

Eigentlich ist laut Rezept noch Quinoa drin, den hab ich noch nie reingetan. Kann ich mir aber auch sehr gut vorstellen. Besonders wenn man Reste des Salats zum Mittagessen verspeist (und so groß wie Blumenköpfe sein können, ist das recht wahrscheinlich), gehören ein paar Kohlenhydrate dazu. Mit Datteln war es mir zu süß, weswegen ich Cranberries verwende. Ich notiere jedoch die Originalversion, dann kann jeder entscheiden, was einem besser schmeckt. So oder so, ist das momentan eines meiner Lieblingsabendessen!!

Zutaten (für 4-6 Personen):2016.02.10_Blumenkohlsalat-6
120g weiße Quinoa (weggelassen)
1 Blumenkohl
6 Bio-Karotten
2 Bio-Pastinaken oder mehr Karotten
2-3 EL Olivenöl
1 TL Bourbon-Vanillepulver oder Mark von 1/2 Vanilleschote
Salz
2-3 EL Kürbiskerne
1 Bund Petersilie
200 g Blattspinat (ich nehme, was ich da hab: Feldsalat, Rucola…)
80g entsteinte Datteln (ich: Cranberries)
4 EL frischgepresster Orangensaft
1 EL frischgepresster Zitronensaft (ich: 2 EL Essig)
2-3 EL Tahin (mir reicht ein knapper EL)
1 EL Honig oder Ahornsirup
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Den Quinoa (evt. schon am Vortag) nach Packungsangabe zubereiten. Den Backofen auf 180° Umluft vorheizen. Den Blumenkohl putzen, waschen und in Röschen teilen. Karotten und Pastinaken schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Ein Backblech mit Backpapier belegen, das Gemüse darauf verteilen, mit Olivenöl beträufeln und mit Vanille und Meersalz bestreuen. Alles gut vermischen und im Ofen auf der mittleren Schiene 20min garen, dabei das Gemüse hin und wieder wenden.
Inzwischen die Kürbiskerne grob hacken und in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rösten bis sie leicht bräunen. Die Petersilie waschen, trocken schütteln, die Blätter abzupfen und hacken. Das Grünzeug nach Belieben verlesen, waschen, grobe Stiele entfernen und 2016.02.10_Blumenkohlsalat-1die Blätter hacken. Die Cranberries oder Datteln fein hacken, damit sich möglichst oft ein Stück auf die Gabel verirrt.
Für das Dressing den Orangensaft mit dem Essig, Tahin, Honig/ Ahornsirup und Salz und Pfeffer vermischen. Das Gemüse aus dem Ofen nehmen und lauwarm abkühlen lassen. Das Gemüse mit Quinoa, den Kürbiskernen, der Petersilie, dem Grünzeug und den Cranberries in einer großen Schüssel mit dem Dressing mischen und evt. noch einmal abschmecken. Am besten noch warm servieren.

Quelle: Gesund kochen ist Liebe (Veronika Pachala)
PS: ein Tick von mir seht ihr auf dem Foto neben den Zutaten – ich markiere alle schon gekochten Rezepte mit einem Post-It mit Notizen, was gut/schlecht war oder was ich geändert habe. Macht ihr auch so was?

Rettungsaktion: Grünkohl-Pancakes

Heute wird das Internet mit Rezepten für Pfannkuchen & Co. überschwemmt! Dabei war der Pancakeday doch schon vor zwei Wochen. Warum also ausgerechnet heute? Schon seit einem Jahr gibt es eine stetig wachsende Truppe von Foodbloggern, die sich zur We2016.02.10_Grünkohl-Pancakes-5hr setzen gegen all Fertigprodukte, die es zu kaufen gibt. „Wir retten was zu retten ist„, lautet der gemeinsame Schlachtruf.  Sina hat uns nach der letzten Aktion auch eingeladen und wir haben begeistert zugesagt.
Ich habe es bestimmt schon in dem ein oder anderen Artikel erwähnt, dass ich ohne Gewürztütchen, Backmischungen und so weiter aufgewachsen bin. Diese Regale habe ich als Kind im Supermarkt nie wirklich wahrgenommen (die grell verpackten Süßigkeiten hingegen schon;-) ) Dementsprechend überrascht war ich, als ich irgendwann entdeckte, dass es Kartoffelbrei aus Päckchen gibt! Das ging völlig über meine Vorstellungskraft hinaus, wie man die Kartoffeln so klein und trocken kriegt 😀 Außerdem war mir schon mit 12 Jahren klar, wie einfach es ist Kartoffelbrei zu machen.

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Genau so einfach ist das mit Pfannkuchen. Ohne es genau zu wissen, wann und wie es war, bin ich mir sicher, dass das eines der ersten Rezepte war, das ich lernte zusammen zu rühren. Freihand! Ohne Waage, einfach nur ausprobieren, dass die Konsistenz einigermaßen stimmt.
Und trotzdem gibt es diverse Fertigprodukte, die mehr als nur Mehl, Eier und Milch brauchen! Da konnte es nur heißen: Wir retten was zu retten ist! Nichts einfacher als das! Zugegeben, mein Rezept braucht heute auch ein paar Zutaten mehr als nur die eben genannten. Ich wollte euch nicht die Standardvariante präsentieren, sondern etwas ausgefalleneres. Ein letztes Mal den Grünkohl feiern bevor er bald vom ersten Frühlingsgrün abgelöst wird.

Wer partout keine Lust auf Grünkohl hat, der wird vielleicht bei den vielen anderen Pfannkuchenrezepten fündig. Ich jedenfalls freue mich über die große Vielfalt, die dieses Thema auf den verschiedenen Blogs hat. Die Fertigprodukte hingegen sind da sehr, sehr langweilig und reizlos!

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Prostmahlzeit – Fleischpalatschinken
SweetPie – Gorgonzola-Pilz-Pfannkuchen
Giftigeblonde – Klassische Palatschinken mit hausgemachter Marillenmarmelade
Summsis Hobbyküche – Buttermilchpfannkuchen
Obers trifft Sahne – Pancakes mit Apfel und Walnuss
Brittas Kochbuch – Herzhafte Pfannkuchen mit Rotkohlfüllung
kebo homing – Crespelle farcite
auchwas:  Hauchdünne Pfannkuchen
magentratzerl – Buchweizengalettes mit Sauce Mornay
Sakriköstlich – Bulgur-Pfannkuchen
brotbackliebeundmehr – Kartoffel-Pfannkuchen
multikulinarisches – Eierkuchen mit Vogelbeer-Karamell
Food for Angels and Devils – Galettes
German Abendbrot – Herzhafter Palatschinken mit Boeuf Stroganoff
Anna Antonia – Banana Pecan Pancakes
Paprika meets Kardamom – Böhmische Palatschinken der Turbohausfrau
Aus meinem Kochtopf – Blini mit Räucherlachs und Crème fraîche
Was du nicht kennst… – Blutorangenpfannkuchen
Fliederbaum – Böhmische PalatschinkenPane-Bistecca – Vietnamesische Pfannkuchen mit Thai-Füllung
LanisLeckerEcke – Herzhafte Blinis mit Schafskäsedip

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Zutaten (für 16 kleine Pancakes):
50g Grünkohlblätter, in feine Streifen geschnitten
170g Mehl mit
1,5 TL Backpulver vermischt
1 TL abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
1 Eigelb
150ml Milch
80g flüssige Butter (nur die Hälfte kommt in den Teig!)
150g Hüttenkäse
50g Stilton, zerbröckelt
15g Dill, grob gehackt (ich: weggelassen)
2 Eiweiß, zu mäßig steifem Eischnee geschlagen
Salz

Zubereitung:2016.02.10_Grünkohl-Pancakes-6
In einem mittelgroßen Topf Wasser zum Kochen bringen und den Kohl darin 1 min blanchieren. Gut abtropfen lassen, dann ausdrücken und beiseitestellen.
Das Mehl, die Zitronenschale und 1/3 TL Salz in einer großen Schüssel vermischen und in der Mitte eine Mulde formen. Das Eigelb und die Milch in die Mulde geben und zu einem dicken Teig verrühren. Den Kohl, die Hälfte der Butter (40g), sowie den Hüttenkäse, den Stilton und den Dill untermengen. Zuletzt vorsichtig mit einem Spatel den Eischnee unterziehen.
In einer großen beschichteten Pfanne einen Teil der restlichen Butter zerlassen. Mit einem Esslöffel je 2-3 Löffel voll zu einem kleinen Pancake formen. Bei mittlerer Hitze pro Seite so lange backen bis sie goldbraun sind. Eventuell im vorgewärmten Backofen warm halten bis alle Pancakes ausgebacken sind.

Quelle: Vegetarische Köstlichkeiten (Yotam Ottolenghi)

PS: Hier gab es schon mal einen Blick hinter die Kulissen, wie mein Vater die Bilder gemacht hat. Falls es euch interessiert, was es bei mir sonst zum Essen gibt, was nicht auf dem Blog landet oder eben wie Blogartikel entstehen, würde ich mich freuen, wenn ihr mir folgt 🙂

Schöner Schein: Schwarzer Reis mit Mango und Kokos

Kennt ihr auf Youtube diese Videoclips, in denen innerhalb von zwei Minuten oder so aufgezählt wird, welche Fehler in einem Film alles drinstecken? Daran musste ich denken als wir die Bilder zu diesem schwarzen Milchreis geschossen haben. Warum?

  1. Gibt es irgendjemand der jemals im Bett gefrühstückt hat? Ich meine ni2016.02.10_Reisdessert-3cht, einen  Smoothie trinken (als ob ich davon satt werden würde…), sondern richtig frühstücken! Etwas wackelig, oder?
  2. Ich trinke keinen Espresso zum Frühstück… und auch sonst nicht wirklich.
  3. Meine Fußhaltung ist komplett unnatürlich, weil ich nicht meine Hornhaut in die Kamera strecken wollte.
  4. Im Bett trage ich Socken, Omas selbst gestrickte Wollsocken. Auch im Sommer. Sonst ist es zu kalt.
  5. Es war 14 Uhr als die Bilder entstanden.
  6. Und überhaupt: Frühstück im Bett und der Vater ist anwesend??? Bei aller Liebe, aber nicht meine Traumfantasie 😉

Warum mach ich dann überhaupt Bilder im Bett? Zum einen, weil die Fotomöglichkeiten in meinem Studentenzimmer begrenzt sind. Und zum anderen, weil durch den bevorstehenden Valentinstag grad überall auf Romantik gemacht wird und Frühstück im Bett anscheinend diesem Szenario entspricht.

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Ich ignoriere diesen Tag ja völlig! Deswegen präsentiere ich dazu auch etwas Schwarzes und nichts Rosarotes, hehehe! Jetzt muss ich kurz angeben und sagen, dass der Mitesser mich auch ohne irgendwelche Jahrestage, Vorgaben der Blumenindustrie oder sonst was immer wieder überrascht, Geschenkle macht, Drandenkerle schickt, usw., die mir so viel mehr bedeuten als alles, was er an diesem einen Tag machen könnte. Mehr darf ich nicht schreiben, das ist ihm sowieso schon peinlich, dass ich ihn hier erwähne 😉

Von all dem schönen Schein und dem Valentinstag mal abgesehen ist dieser schwarze Milchreis echt superlecker! Natürlich gesüßt mit Banane, fruchtig durch die Mango und mit dem Kokos leicht exotisch. Er lässt sich problemlos zubereiten und im Kühlschrank lagern. Nur den Joghurt und die Nüsse würde ich erst zum Servieren drauftun.
„Feiert“ ihr den Valentinstag oder verweigert ihr euch auch völlig diesen 24h? Ich freue mich ja über weitere Valentinstag-Ablehner! Oder Befürworter, vielleicht zwing ich den Mitesser nächstes Jahr dann auch zu einem romantischen Frühstück im Bett 😉

Zutaten für 4 Personen:
200g schwarzer Reis (über Nacht einweichen!)2016.02.10_Reisdessert-2
1 reife Mango1 Limette (ich: Zitrone)
1 EL blanchierte Haselnusskerne
1 EL Kokosflocken
2 reife Bananen
200ml Haselnussmilch (ich: Kuhmilch, sogar mit Lactose!)
Mark von 1 Vanilleschote (weggelassen)
evt. etwas Honig
2 schrumplige Passionsfrüchte (weggelassen)
4 gehäufte EL Joghurt

Zubereitung:
Den schwarzen Reis nach Packungsangabe kochen, etwas übergaren, damit die Körner dick und weich werden. Abgießen und abkühlen lassen.
Die Mango schälen und das Fruchtfleisch vom Stein schneiden. Mit dem Saft der Limette im Mixer pürieren, dann in eine Schüssel gießen. Nüsse und Kokosflocken getrennt in einer Pfanne ohne Fett hellbraun rösten und anschließend im Mörser zerstoßen (ich hab schon gemahlene verwendet).
2016.02.10_Reisdessert-1Die Bananen schälen und in Stücken in den Mixer geben. Mit Milch, Vanillemark und zwei Dritteln vom Reis pürieren. Je nach Süße der Bananen noch Honig hinzufügen. Das Püree zum restlichen Reis geben und unterrühren.

Den Reis auf vier Gläser oder Schalen verteilen. Das Mangopüree darübergeben, über jede Portion 1/2 Passionsfrucht auslöffeln, darauf 1 El Joghurt geben und alles mit Haselnüssen und Kokosflocken bestreuen.

Quelle: Jamies Superfood für jeden Tag (Jamie Oliver)
… das Buch hab ich (noch) nicht, aber als ich beim Durchblättern dieses Rezept gesehen hab, musste ich es sofort nachmachen. Hat sich gelohnt!

 

Kleines flutschiges Scheißerchen: Sobanudelsuppe mit Gemüse und Wasabi

Ein Kraftausdruck gleich in der Überschrift? Oje, das kann nicht gut werden 😉 Wobei viele von euch 2016.01.23_AsiaNudelsuppe-1diesen Ausruf bestimmt schon mal gehört haben – zumindest die Frauen, Männer hören bei romantischen Filmen ja meistens nicht ganz so aufmerksam zu oder täusche ich mich da?
Julia Roberts, alias „Pretty Woman“ schimpft über die kleinen flutschigen Scheißerchen als ihr in dem Nobelrestaurant die Schnecke von der Gabel hüpft. Erinnert ihr euch? Jedenfalls muss ich immer an diesen Satz denken, wenn ich Sobanudeln esse. Mir kommen diese Nudeln aus Buchweizenmehl nämlich viel flutschiger vor als die italienischen Verwandten. Vielleicht täusch ich mich auch und dieses Essen bietet nur deswegen große Spritz- und Kleckergefahr, weil alles in einer Brühe serviert wird?!

Ich persönlich traue mich zumindest nicht, diese Suppe mit Stäbchen zu essen. Zu dieser Art von Kunst ist vermutlich lediglich meine Schwester nach monatelangem Training in China fähig 😉 Allen anderen sei die Gabel neben den Löffel gelegt.

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Mit dem Gemüse in der Suppe könnt ihr übrigens beliebig spielen: laut Rezept sollen zwei Wirsingblätter verwendet werden – für den restlichen Kopf brauch ich in meinem Singlehaushalt dann aber gefühlt Wochen um alles zu essen. Ich greife deswegen Blog-Event CXVI - German Krautkoepfesehr gerne auf Grünkohl zurück, der ist deutlich kleiner zu haben. Auch die Wasabimenge könnt ihr nach eurem Geschmack anpassen; der Mitesser würzt damit immer so stark nach, dass er irgendwann nach Luft ringend am Tisch sitzt…
Kohl funktioniert also nicht nur traditionell deutsch-deftig, sondern sehr wohl asiatisch-leicht. Deswegen schick ich das als zweiten Beitrag rüber zu Zorra, wo Eva noch bis zum 15.2. Rezepte rund um die Kohlköpfe sammelt.

Und zum Schluss ist mir beim Abtippen aufgefallen, dass die Suppe vegan ist. Zufällig, ohne dass ich irgendwie auf was bestimmtes hab achten müssen. Falls ich mich täusche, weist mich bitte darauf hin!

Zutaten (für 4 Personen):
1 Karotte
1 Stück Steckrübe, ca. 150gr (ich: mehr Karotte und Pastinake)
1 Pastinake2016.01.23_AsiaNudelsuppe-6
1 Stück Lauch, ca. 100g
2 Wirsingblätter (ich: n paar Blätter Grünkohl)
100g Champignons
1 Stück Ingwer
200g Buchweizennudeln (Soba)
Salz
1l Gemüsebrühe
4 EL Sojasauce
ca. 2 TL Wasabipaste
2 EL Reisessig oder Zitronensaft
1/4 Bund Koriander (ich: weggelassen)

Zubereitung:
Die Möhre, die Steckrübe und die Pastinake putzen, schälen und der Länge nach zuerst in dünne Scheiben, dann in feine Streifen schneiden. Das Lauchstück der Länge nach aufschneiden und gründlich waschen. Den Wirsing waschen und mit dem Lauch in Streifen schneiden.
Die Champignons mit Küchenpapier sauber reiben und die Stielenden abschneiden. Die Pilze in dünne Scheiben schneiden. Den Ingwer schälen und in feine Streifen schneiden. Für die Nudeln Wasser zum Kochen bringen und salzen. Die Nudeln darin nach Packungsangabe bissfest kochen.
Gleichzeitig für das Gemüse die Brühe mit dem Ingwer zum Kochen bringen. Das Gemüse hineingeben und offen bei mittlerer Hitze ca. 5min leicht kochen lassen bis es bissfest ist. 2016.01.23_AsiaNudelsuppe-3Die Nudeln in ein Sieb abgießen, abtropfen lassen, kurz kalt abschrecken und zum Gemüse in die Brühe geben.
Die Sojasauce und die Wasabipaste unter die Suppe rühren. Die Suppe mit dem Essig oder Zitronensaft und evt. Salz abschmecken. Den Koriander waschen und trocken schütteln, die Blättchen abzupfen, grob hacken und auf die Suppe streuen.

Quelle: Herbst, Winter, Gemüse! (Cornelia Schinharl)