Must-have: Schokoladenkuchen

Jeder Mensch hat doch solche „Must-have“-Rezepte. Das eine Risotto, das immer dann gekocht wird, wenn man nicht weiß, was es geben soll. Die Käse-Zwiebel-Schnecken, die auf jeder Party sofort weg sind. Dieses eine Schmorgericht, mit dem man sich so richtig verwöhnen kann. Das bestimmte Müsli um gut in den Tag zu starten. Das eine Lieblingsessen, was die Oma für einen kochen soll. Oder der beste Apfelkuchen von der Mama.

Ich sehe das immer wieder bei mir, aber auch bei Menschen in meinem Umfeld, dass jeder bestimmte Standardrezepte an, von denen man weiß, dass sie fun2016.01.23_Schokokochen-3ktionieren, dass sie schmecken und vor allem, dass dafür schon die Handgriffe sitzen und man das Rezept auch noch schnell zwischen Frühstück und Vorlesung oder direkt neben dem Mittagessen her zubereiten kann. Und meistens strotzen die Rezepte nicht mit einer langen Zutatenliste, sondern glänzen durch Schlichtheit. Sie erfordern keinen Gang in Spezialgeschäfte, sondern oft hat man die meisten Zutaten schon irgendwie daheim.

Wie für diesen Schokoladenkuchen. Er wird in einer kleinen Springform gebacken, was eigentlich zu klein ist. Er ist nicht locker-flauschig, sondern feucht und kompakt. Am besten schmeckt er lauwarm mit einem ordentlichen Klecks Sahne dazu. Er wird keinen Schönheitswettbewerb gewinnen, dafür werden mir die Seiten immer zu wellig und in der Mitte sackt der Teig ein. Aber jeder leckt sich die Finger danach, wenn ich ihn mache! Ich hab ihn schon gebacken um schnell einen Geburtstagskuchen für eine Freundin parat zu haben oder um eine andere zu trösten. Außerdem ist er mein Verlegenheitskuchen für Sonntagnachmittage, wenn ich es tags zuvor vergessen hab, etwas zu backen (und Wochenenden ohne Kuchen gehen einfach gar nicht!).

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Hier also mein Must-have! Zwar gibt es im Internet schon so viele Rezepte für Schokoladenkuchen, aber hey, kann man davon jeeemaals genug bekommen? 😉 Was sind eure Must-have-Rezepte, für Kuchen, Mittagessen oder zwischendurch? Freue mich über noch mehr Inspiration 🙂

Zutaten (für eine kleine Springform, 18cm)
85g Butter (plus zum Form fetten)
115g Zartbitterschokolade
3 Eier
65g brauner Zucker
1/4 Tl Meersalz
(wer mag: Zimt oder Vanille zum Aromatisieren)

Zubereitung:
Die Springform fetten und den Backofen auf 175°C vorheizen. Die Schokolade grob haken. Die Butter in einem Topf schmelzen und bräunen lassen. Durch das Bräunen kriegt die Butter einen karamelligen Geschmack (das Nonplusultra, sag ich euch!). Dafür die geschmolzene Butter einfach weiter kochen bis einzelne Milchteile anfangen sich zu verfärben, regelmäßig umrühren, damit nichts verbrennt (eine genaue Anleitung findet ihr hier).
Sobald die Butter gebräunt ist, den Topf vom H2016.01.23_Schokokochen-8erd nehmen und die Schokolade unterrühren, damit sie schmilzt. Die Masse ab und zu umrühren und etwas abkühlen lassen. Die Eier trennen. Das Eiweiß steif schlagen. In einer Schüssel die Eigelb mit dem Zucker und Salz cremig rühren; das dauert ca. 4min. Die Masse soll sehr hell werden. Dann die Schoko-Butter-Masse gründlich unterrühren. Zuletzt 1/3 des Eiweiß unterrühren, den Rest vorsichtig unterheben.
Den Teig in die Springform füllen und ca. 20-25min backen. Stäbchenprobe machen! Ein paar einzelne Krümel am Stäbchen sind ok, aber es sollte keine feuchte Teigmasse dran sein. Der Kuchen wird stark aufgehen, aber beim Abkühlen zusammen fallen. Zum Servieren nach Belieben Sahne steif schlagen und mit ein paar Früchten garnieren.

Quelle: The Smitten Kitchen Cookbook

 

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15 Gedanken zu “Must-have: Schokoladenkuchen

  1. Dein must-have Rezept ähnelt meinem sehr! Ich habe eigentlich immer die Zutaten für einen saftigen Schokoladenbrownie zuhause, damit ich ihn auch in Notfällen schnell backen kann. Deinen Schokoladenkuchen werde ich aber bestimmt auch mal ausprobieren!

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  2. Liebe Miriam,

    ja, Schokokuchen ist wirklich ein Must have. Und ich habe alle Zutaten für Deinen Schokokuchen zu Hause. Rate mal, was es heute Abend noch bei mir für Kuchen gibt?! Liebe Grüße! Susi

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  3. Ja, Must-Have-Rezepte sind die besten, auch oder vielleicht gerade, weil sie nicht immer gut aussehen, aber gut schmecken. Und Routine ist nicht zu unterschätzen für gute Organisation 😉

    Tolles Blog, ich werde dich/euch bei Bloglovin abonnieren, damit mir kein Post mehr durch die Lappen geht.
    LG
    Sabine

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  4. Liebe Miriam,
    das ist genau DER Schokoladenkuchen, der uns gefehlt hat! Ich habe ihn mit etwas Chilipulver aromatisiert, als Topping gab es hausgemachten Zwetschkenröster: oberlecker! Beim nächsten Mal werde ich den Kuchen (wie Baiser) bei geöffneter Backofentüre abkühlen lassen in der Hoffnung, dass er weniger zusammenfällt (obwohl das dem Genuss überhaupt nicht schadete).
    Dank und herzliche Grüße aus Schleswig-Holstein,
    Sandkorn

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    1. Mit Chili aromatisiert?! Das ist ja mal eine super Idee! Ich freu mich rießig, dass euch der Kuchen geschmeckt hat und dass du extra einen Kommentar hinterlässt! Das ist so verrückt zu lesen, dass das jemand nachbäckt 🙂 Liebe Grüße aus dem Schwabenländle! Miriam

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