Karottenkuchen-Chiapudding auf deutsche Weise

Oh nein, sie veröffentlicht etwas mit einem dieser Superfoods! Ich seh schon, wie ein Viertel der Foodblogger sich augenverdrehend wegklickt, ein anderes Viertel nur denkt, dass das nichts Neues mehr ist, ein anderes Viertel von Menschen, die keine regelmäßigen Foodblog-Leser sind nur fragen: „was für n Pudding?“ und die letzten 25% nur entsetzt feststellen, dass ich hier jetzt irgendein Essen nationalisiert präsentiere.

2015.12.28_ChiaPudding-20Also mal in aller Ruhe: Chiasamen wird nachgesagt, dass sie sehr wertvolle Inhaltsstoffe wie Eisen, Kalzium und Omega-6 und Omega-3-Fettsäuren enthalten. Deswegen sind sie seit ein paar Jahren sehr beliebt, weil man dadurch angeblich seine Gesundheit steigern kann. Jedoch gibt es noch keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse, ob diese so genannten Superfoods wirklich so viel besser sind. Leinsamen, die hier schon seit ewiger Zeit bekannt sind, enthalten nämlich eine sehr ähnliche Nährstoffdichte wie die trendigen Chiasamen. Deswegen gibt es zunehmend kritische Stimmen an dieser Vermarktung und den Hype um gewissen Beeren, Samen und Pollen. Ein sehr interessanter Artikel dazu ist im Guardian (auf Englisch) erschienen, der einige der Gesundheitsblogger hinterfragt.

Ich werde euch nichts vormachen: ich ess die Chiasamen 2015.12.28_ChiaPudding-15gern mal, aber mehr aus Neugier ohne davon zu erwarten, dass ich dadurch (noch) gesünder, toller und absolut unwiderstehlicher werde als ich eh schon bin 😉 Lustig finde ich besonders, dass die Samen in Flüssigkeit aufquellen und somit eine puddingartige Konsistenz bekommen. Im Gegensatz zu den (US-amerikanischen) Blogs sage ich aber ganz klar, dass diese Art Pudding nicht mein Leben verändert hat und auch nicht das beste ist, was ich jeeemaaals gegessen habe 😉 Ich seh das (ganz deutsch-pragmatisch), recht neutral, sag, dass es lecker schmeckt, schnell gemacht ist und auch mal eine Alternative zum Frühstücksmüsli ist. Durch die Gewürze bekommt das ganze schön Geschmack, auch wenn es nur ansatzweise an einen richtigen Karottenkuchen erinnert.

Zutaten:
30g Chiasamen2015.12.28_ChiaPudding-14
160ml Milch nach Wahl (ich nehme gerne Haselnussmilch)
1 mittelgroße Karotte
4 saftige Datteln
Zimt nach Belieben
1/2 TL (oder weniger) frisch geriebener Ingwer
optional: Joghurt, ein paar Nüsse

Zubereitung:
Glücklich ist, wer einen Foodprocessor hat. Hab ich nicht, ich schmeiß die Zutaten in meinen Smoothiemaker (nein, keine Werbung, nur Empfehlung, weil ich den selber sehr oft nutze) und das klappt hervorragend.
Je nach Leistung eures Mixers die Karotte schälen und klein schneiden. Mit den Datteln, der Milch und den Gewürzen in den Mixer geben und klein schreddern. Die Mischung in eine Schüssel geben und die Chiasamen unterrühren, kurz stehen lassen und nochmals umrühren, damit die Samen gleichmäßig Flüssigkeit bekommen. 2015.12.28_ChiaPudding-21

Wer keinen Mixer hat, schält die Karotte und raspelt sie fein. Die Datteln mit einer Gabel cremig verquetschen und mit den restlichen Zutaten sorgfältig vermischen. Zum Servieren gerne mit Joghurt und Nüssen nach Wunsch toppen.

Quelle: Win-Win Food

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17 Gedanken zu “Karottenkuchen-Chiapudding auf deutsche Weise

  1. … hmmmm, aus reiner Neugier haben wir auch mal eine Packung Chiasamen gekauft – nachdem ich gefühlte 5x darum herum geschlichen bin 😉 … nun bin ich aber ehrlich gesagt froh, dass sie leer ist und das Müsli (eigene Körner-und Flockenmischung) wieder wie immer schmeckt 😉 diese gequollenen Samen sind nicht soooo meins 🙂
    Liebe Grüsse Britta

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  2. Das klingt gut! Danke für das Rezept und das Statement zu den Chia-Samen, ich musste bei der Einleitung wirklich lachen, konnte das total nachvollziehen 😀 Selbst hab ich sie noch nicht getestet, aber das Rezept ist vermerkt 🙂

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  3. Haha, dein Schreibstil gefällt mir 😀 Ich fand die Einleitung auch super. Gerade als Anfänger stelle ich mir oft die Frage, ob die Leute das überhaupt interessiert, es gibt ja so viele Leute, die schon seit ewigen Zeiten Foodblogger sind und nunja..ich kann eben das Rad nicht neu erfinden und viele Rezepte gibt es eben in allen möglichen Varianten tausend mal. Egal… 😀
    Ich hab dieses Schlabberzeug noch nicht ausprobiert, zumindest nicht als Pudding. Nur mal ins Müsli geworfen 🙂 Vielleicht probier ich es mal aus.
    Liebe Grüße

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