Und schon ist das Jahr rum #foodblogbilanz2015

In wenigen Stunden knallen die Korken und steigen die Raketen hoch. Zeit, um noch einen Rückblick auf das vergangene Jahr zu werfen. Das erste Jahr, dass wir dabei sind 🙂 Seit April hab ich auch den Eindruck, dass ich die ganze Technik soweit durchblickt hatte, dass es mich keine Nerven mehr gekostet hat, etwas zu verlinken. Und ich muss feststellen, dass während dieser Zeit schon einige Rezepte zusammen gekommen sind! Vielen Dank an die Giftige Blonde fürs Dranerinnern! Bei ihr werden auch von vielen anderen Blogs die Rückblicke gesammelt.

Was war 2015 euer erfolgreichster Blogartikel?
Der erfolgreichste Artikel ist erst diesen Monat erschienen: unser Bericht über den 2015.03.08_Birchermüsli-2Besuch der ChocolART in Tübingen ist am häufigsten geklickt und geteilt worden. Dieser Beitrag überholte auf den letzten Drücker noch das beziehungsfördernde Bircher Müsli.


Welche drei eurer Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Die Schoko-Whoppies mit Blaubeeren: ich hab die gebacken als ein Freund Examen hatte und wir saßen dann Sekt trinkend und Whoppies essend in der Cafeteria, alle ganz glücklich, dass er es geschafft hatte.
Dann zum anderen der Tomatensalat im Frühlingszwiebelbrötchen mit Ziegenkäse: ich wohne ja in Tübingen, meine Eltern in Balingen. Eigentlich keine große Distanz (keine 40km), aber weil wir alle recht beschäftigt sind, sieht man sich doch nicht so oft. Im Sommer war ich ein paar Tage daheim und es gab diesen Salat im Brötchen abends mit einem Weißwein auf der Terrasse und es war einfach schön zusammen.
Und zu guter Letzt noch die Zwetschgenmuffins mit Mohn: ich schildere es auch in dem Artikel, dass auf dem gleichen Kaffeetisch no2015.09.17_Zwetschenmuffins-6ch der Zwetschgenkuchen meiner Oma stand und alle zuerst bei dem zugegriffen haben. Essen ist für mich Gemeinschaftssache und es bedeutet mir sehr viel, mit meiner Familie zusammen am Tisch sitzen zu können. Diese Momente bleiben einfach in Erinnerung 🙂

Und welche drei aus anderen Blogs haben euch am meisten inspiriert?
Sehr, sehr schwierig, weil ich so viele Blogs lese, dass ich mal von hier, mal von dort Anregungen bekomme. Herausheben möchte ich aber Sandras Schweine-Ragù, eine Art Pulled Pork in Tomatensauce. Ich musste gucken, dass die Jungs mir davon noch was übrig lassen. Außerdem koche ich im Alltag sehr viel von Micha nach; leider schaffe ich nur wenig davon zu verbloggen. Immerhin ihr Linsensalat hat es hierher geschafft. Am dritten Rezept hirne ich jetzt schon viel zu lange rum; ich verweise auf den Blogroll, wo meine Lektüreliste zu sehen ist 😉

Welches der Rezepte, das ihr 2015 veröffentlicht habt, habt ihr am häufigsten gekocht – und warum?
Den Lime2015.06.25_Porto-Torte-5 Pie, ein Urlaubsmitbringsel aus einem wunderschönen Portugalurlaub! Der Kuchen ist so schnell zusammengestellt, dass sogar der Mitesser ihn schon das ein oder andere Mal produziert hat. Außerdem ist der Lime Pie ein erfrischendes, leichtes Dessert, das bei uns erst diese Woche mit Freunden gegessen wurde.

Welches Koch-oder Blogproblem hat euch 2015 beschäftigt? Und habt ihr es gelöst?
Technik und ich… dieses ganze Bloggen zu verstehen, ist nach wie vor herausfordernd für mich. Ich kämpfe mich durch und bin glücklich, dass ich soweit alles einstellen kann. Falls jemand eine gute Einführung in WordPress hat, freue ich mich über Hinweise.

Was war eure größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat euch eine völlig neue Welt eröffnet?2015.12.24_Kalbsbäckchen-12
Definitiv Kalbsbäckchen!!! Nachdem es sooo lange gedauert hat bis dass endlich mal auf unseren Tisch kam, bin ich immer noch ganz begeistert! Allgemein würde ich sagen, habe ich dieses Jahr das Schmoren für mich entdeckt: das Fleich kam jedes Mal so butterzart raus.

Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Leser auf eure Seite gekommen sind?
Da gab es recht wenig, zum einen „ottolenghi aorikosen torte“ (jaaa, so war das geschrieben) und „streifen crepes tomaten“. Ich hoffe, die Personen sind fündig geworden 😉

Was wünscht ihr euch und eurem Blog für 2016?
Ich wünsch mir, dass trotz Examen weiterhin regelmäßige Koch-und Fotosessions mit meinem Vater möglich sind, dass der Blog gefüttert werden kann. Außerdem fände ich es schön, wenn wir uns mehr mit anderen Bloggern verknüpfen könnten – das Treffen auf der ChocolART war eine erste Möglichkeit dazu.

Ui, das war viel zum Lesen! Mir hat es richtig Spaß gemacht, den einen oder anderen Artikel nochmal anzuschauen.
Ich wünsche euch einen schönen Abend – ob mit Party oder in ner gemütlichen Runde: kommt gut rüber!

Das Ende einer Odysee: Kalbsbäckchen auf Kürbisrisotto

Für kaum ein Rezept hat es mehr Anläufe gebraucht wie für diese geschmorten Kalbsbäckchen, die es letzte Woche an Heiligabend gab. Für ein Herbstmenü wollte ich eine Horde Freunde mit Uwes Rezept verköstigen. Wochen im Voraus reichte ich beim Metzger die Bestellung ein. Als ich im Zug nach Hause fuhr, klingelte mein Handy. Eine Verkäuferin der Metzgerei meldete sich mit der Hiobsbotschaft, dass meine Bestellung verloren gegangen sei. Im Laden entschied ich mich dann gezwungenermaßen für Rouladen, die auch vorzüglich waren, aber halt keine Kalbsbäckchen!
Der zweite Versuch sollte dann etwas später an Weihnachten 2014 stattfinden. Jedoch bekam meine Mutter schon bei der Bestellung die Information, dass sie schon eine Großbestellung über Kalbsbäckchen hätten und deswegen keine zur Verfügung ständen. Also gab es Roastbeef.

Nun aber, weil aller guten Dinge drei sind, hat es ENDLICH geklappt! Und was soll ich sagen? Das Warten hat sich gelohnt! Als ich die rohen Bäckchen vor mir sah, wurde mir ja schon etwas anders: mit diesem Fleisch hatte ich noch nie gearbeitet. Es machte auch keinen so vertrauenswürdigen Eindruck mit all den Sehnen und undefinierbaren Sachen, die da noch dranhingen. Aber für Selbstzweifel war es zu spät! Die Bäckchen begaben sich so wie sie waren in ihr Rotweinbad. 2015.12.23_Kalbsbäckchen roh-13

Am nächsten Tag bin ich einfach exakt nach der Anleitung vorgegangen. Es ist wirklich kein Hexenwerk und war sehr entspannt vorzubereiten. Allein beim Kochen der Schmorflüssigkeit aus Gemüse, Fond, Rot- und Portwein duftete es schon so gut, dass der Bruder hungrig in die Küche kam. Während wir in der Kirche waren, erledigte der Ofen den Rest der Arbeit. A2015.12.24_Kalbsbäckchen-11ls die Familie zur Vorspeise zusammensaß, köchelte das Risotto vor sich hin und die Sauce wurde eingekocht.
Vom Endprodukt gibt es keine schöneren Bilder – aber ich kann euch nur sagen: der Geschmack war soooo unglaublich gut! Ich hab schon beim Anrichten Jubelschreie ausgestoßen, weil das Fleisch tatsächlich fast von selbst zerfiel so zart war es geworden! Und der Geschmack erst! Einfach fantastisch!

Uneingeschränkte Nachkochempfehlung von uns! Ich tippe euch gar nicht erst das Rezept ab, sondern verweise zur wunderbar genauen Anle2015.12.24_Kalbsbäckchen-12itung von Uwe! Wer abschließend jetzt meint, dass das nur mit einem großen Schmortopf geht, dem kann ich sagen, dass bei uns die Bäckchen (achtung, nicht erschrecken!) in einer Auflaufform vom Discounter gar wurden. Die hatte ich mit Alufolie abgedichtet und es war gar kein Problem! Ausreden werden also nicht gehört! Auf in die Küche mit euch 😉 Nur die Sauce war sehr dünn bei mir. Vielleicht hätte ich die länger einkochen müssen, aber dafür war der Hunger zu groß!

Was gab es bei euch an Weihnachten? Kartoffelsalat oder Gans? Oder fahrt ihr da auch groß auf?

Von wegen spießig: Zweierlei Spieße vom Grill

Heute ist also der 24. Dezember. Alle Türchen oder Päckchen eures Adventskalender sollten geöffnet sein und auch der kulinarische Adventskalender von Zorra endet heute. Für uns ist es eine rießige Ehre heute am Abschlusstag in einer Reihe mit so vielen großartigen Bloggern zu stehen! Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Zorra für dieses absolut geniale Weihnachtsgeschenk 🙂

Kulinarischer Adventskalender 2015 - Doppel-Tuerchen 24Habt ihr die letzten Tage und Wochen auch gespannt geguckt, wer sich hinter dem jeweiligen Türchen als Gastgeber versteckt? Wenn ja, dann habt ihr gute Chancen, die Fragen für das Gewinnspiel auf Anhieb zu beantworten -jaaa, es gibt sogar eine ganz echte Bescherung mit einer tollen Verlosung! Heute wird -zur Feier des Tages- sogar doppelt so viel präsentiert: wir dürfen nämlich die Türchen-Nachbarn von Maja sein (wie geil ist das denn bitteschön?!). Bei ihr findet ihr etwas für einen leckeren Start in die Weihnachtsfeiertage.

2015.12.22_RindfleischSpieße-15 2015.12.22_SpeckpflaumenKürbisSpies-13
Dieser Blogbeitrag war für mich auch der einzige (positive!) Stressfaktor vor dem Beginn des Festes. Weihnachten ist bei uns in der Familie sehr entspannt. Wie der Blog ist auch das Essen während dieser Tage Gemeinschaftssache, weswegen es alles andere als spießig oder steif zugeht. Frei nach Loriot heißt es hier nämlich nicht: „erst packen wir die Geschenke aus, dann sagt jemand ein Gedicht auf und dann machen wir es uns gemütlich“, sondern alle tragen einen Teil dazu bei, dass Stress und Hektik minimiert werden und der Genuss frühzeitig einsetzen kann. Die einzige kulinarische Tradition ist, dass an Heiligabend groß aufgefahren wird! So ist das nun mal, wenn Mutter und Tochter kochbegeistert sind, der Vater sich davon anstecken lässt und die Geschwister gerne essen 😉
Deswegen kann es auch durchaus vorkommen, dass an Heiligabe2015.12.22_RindfleischSpieße-15nd der Grill angeschmissen wird; nicht nur die Temperaturen laden ja momentan dazu ein. Papa, der Grillmeister, servierte schon das eine oder andere Mal einen Gang des Menüs von seinem Männerspielzeug. Spießig sind in diesem Fall also wirklich nur die Rindfleisch-Kartoffel- und die Kürbis-Speckpflaumen-Spieße. Die wurden schnell zusammen in Reih und Glied gesteckt. Wer mag, bereitet das schon am Vormittag vor und legt die Spieße dann nur noch abends auf den Grill.

In diesem Sinne wünsche ich (auch im Namen meiner Eltern) gesegnete Weihnachtsfeiertage, die ihr hoffentlich entspannt und glücklich mit euren Liebsten verbringen könnt!

Kürbis-Speckpflaumen-Spieße (für 8 Portionen):2015.12.22_SpeckpflaumenKürbisSpies-12
400g Hokkaido-Kürbis
Salz
24 getrocknete Pflaumen ohne Stein (Soft-Pflaumen)
24 dünne Scheiben Bacon
kurze Holz-Grillspießchen

Vor dem Grillen morgens die Holzspieße in kaltes Wasser legen (oder Metallspieße verwenden).
Kürbis waschen und entkernen. Fruchtfleisch samt Schale in mundgerechte Stücke schneiden. Kürbis in Salzwasser 6min bissfest kochen. Abgießen, abschrecken und abtropfen lassen. Zugedeckt beiseite stellen.

2015.12.22_SpeckpflaumenKürbisSpies-16Um jede Pflaume eine Scheibe Bacon wickeln. Je ein Stück Kürbis und eine Speckpflaume auf die Spieße stecken. Wenn die Gäste da sind, die Spieße bei mittlerer Hitze 3-4min grillen. Zum Servieren den Kürbis und die Speckpflaume evt. auf bunte Dekospießchen stecken.

Kartoffel-Rindfleisch-Spieße (für 8 Portionen):2015.12.22_RindfleischSpieße-22
24 kleine Kartöffelchen (z. Bsp. La Ratte)
Salz
2 Tl eingelegte Kapern
1 EL grüne Oliven (entsteint)
ca. 6 EL grünes Pesto
24 dünne Scheiben Rindfleisch (aus dem flachen Teil des Rinderrückens)
Pfeffer
24 kurze Holzspieße

Vor dem2015.12.22_RindfleischSpieße-13 Grillen die Holzspieße morgens in Wasser legen. Kartoffeln waschen und samt der Schale in Salzwasser ca. 15min bissfest kochen. Ca. 1 Stunde vor dem Grillen die Kapern und Oliven zusammen mit dem Pesto pürieren. Die Fleischstreifen leicht salzen und pfeffern, auf einer Seite mit Pesto bestreichen und einrollen. Achtet darauf, dass die Röllchen nicht zu dick sind – lieber das Fleisch nochmal halbieren. Je zwei Röllchen und zwei Kartöffelchen auf einen Spieß stecken.

2015.12.22_RindfleischSpieße-20Wenn die Gäste da sind, die Spieße auf dem Grill bei großer Hitze in 3-4min garen. Wer mag, serviert die Spieße mit Feigensenf.

Quelle: Lust auf Genuss 12/2011

 

Final Countdown: Holunder-Fizz mit Apfel

Endspurt ist angesagt. Ich hoffe, ihr habt die Weihnachtseinkäufe schon hinter euch gebracht und müsst lediglich noch den Festtagsbraten besorgen. A2015.12.21_HolunderGinFizz-17ls ich am Freitagnachmittag quer durch die Stadt laufen musste, hab ich fast Platzangst gekriegt. Ne, ne. Meine Geschenke sind schon alle besorgt und unsere Eltern werden schon seit Wochen, ach quatsch! seit Mooonaten auf die Folter gespannt, was sie denn zu Weihnachten bekommen. Es ist ein Geschwistergemeinschaftsprojekt und wir hoffen sehr, dass in der Familie der gleiche Sinn für Humor herrscht 😉 Naaa, würdet ihr jetzt nicht auch gern wissen, was es wird? Sorry, ich kann hier nicht frei schreiben!

So ist das nun mal, wenn die Eltern nicht nur mitlesen, sondern der Vater essentiell an der Gestaltung des Blogs beteiligt ist. Beim letzten Beitrag mit den verschiedenen Vorschlägen für ein Weihnachtsmenü ist mir im Nachhinein aufgefallen, dass ich die Happy Hour ga2015.12.21_HolunderGinFizz-14r nicht miteinbezogen habe. Dabei darf es für mich gerne einen Aperitif geben. Natürlich nichts schwieriges oder cremiges, was den Appetit auf das Festmahl hemmt.
In der aktuellen essen&trinken wird dafür dieser Holunder-Fizz vorgeschlagen. Ganz genau nach meinem Geschmack! Keine komplizierten Zutaten, kein Shaken, nur kurz die einzelnen Flüssigkeiten abmessen, mit Sprudel auffüllen, fertig! So entspannt darf das ganze Fest werden! Am Donnerstag leuchtet dann nicht mehr der Adventskranz, sondern das Weihnachtsbäumchen.

Zutaten für 4 Gläser:
2 kleine Äpfel2015.12.21_HolunderGinFizz-18
Crushed Ice
8cl Holunderblütensirup
8cl Zitronensaft (frisch gepresst)
16cl Gin
400ml Mineralwasser mit Kohlensäure

Die Äpfel waschen und 8 feine Scheiben abschneiden. 4 Gläser (à ca. 250ml Inhalt) zu 3/4 mit Crushed Ice füllen. Je 2 Apfelscheiben, 2cl Holundersirup, 2 cl Zitronensaft und 4 cl Gin in ein Glas geben. Mit je 100ml Mineralwasser auffüllen und servieren.

Quelle: essen&trinken 12/2015

Ä Tännschn, please: Vorschläge fürs Weihnachtsmenü

Heute gibt es mal kein neues Rezept, sondern ein paar Vorschläge aus dem Blogarchiv, die ganz gut als Vor- oder Nachspeise zu Weihnachten passen könnten. Ich lese gerade sehr gerne auf anderen Seiten, was dort jeweils für die Feiertage vorgeschlagen wird. Wichtig ist dabei natürlich vor allem, dass sich die Speisen gut vorbereiten lassen.
2015.11.05_Feldsalat mit Pastinaken-2Wie wäre es beispielsweise mit einem Feldsalat als Vorspeise, der mit einem Pastinakendressing serviert wird? Salat und Dressing können jeweils getrennt fertig gestellt werden und müssen dann nur noch gemischt werden.

Alternativ -gewisserm2015.07.28_mediterane Crepes-6aßen als Hinweis für die anstehende Bescherung- könntet ihr diese mediterranen Tomaten-Crepes servieren. Entweder kann das ganze bei Zimmertemperatur gegessen werden oder aber man hält die Crepes im Ofen warm und füllt sie dann rasch.

Hauptspeisen musste ich feststellen, finde ich hier auf dem Blog keine, die mir festlich genug erschienen. Es geht hier sehr oft vegetarisch zu, wobei wir an besonderen Anlässen gerne Fleisch essen. Ich liefer unser Heiligabendessen aber nach. Meine Mutter und ich sind schon ganz aufgeregt 😉

2015.01.12_Creme brulé-11Ein Klassiker zum Nachtisch ist gewissermaßen Crème Brulée. Geduldig wartet die Vanillecreme im Kühlschrank auf ihren großen Auftritt. Wer keinen Bunsenbrenner hat, kann die Karamellkruste auch unter dem Backofengrill herstellen.

 

TartelettesWer den Nachtisch während der Bescherung zu sich nehmen will, weil man es einfach nicht mehr länger aushält, was sich in all den schön verpackten Geschenken unter dem Weihnachtsbaum befindet, der entscheidet sich vielleicht für diese Obsttorteletts. Man braucht nur eine Hand, es krümelt nicht ganz so schlimm und man hinterlässt auch keine Schokoflecken an der Bluse der Großtante 😉

 

Das HigSchoko-Bäumchen-26hlight dieser Auflistung sind für mich aber nach wie vor diese kleinen Tannenbäumchen, die es letztes Jahr an Heiligabend zum Nachtisch gab. Zum einen sehen die einfach so, so, soooo goldig aus (wehe, ihr sagt was anderes!) und zum anderen lassen auch die sich problemlos vorbereiten. Unter dem Link erhaltet ihr extra auch eine Anleitung, wie ihr die Form bekommt. Der Schokokuchen, der sich unter den „Zweigen“ verbirgt, ist wunderbar saftig. Genau das richtige also für Chocoholics.

Das also meine kleine Auflistung für euch – die Tääännschn finde ich ja immer noch soooo toll! Zwar gibt es dieses Jahr ein anderes Dessert an Heiligabend, aber ich glaub, ich back die für den 2. Feiertag… Okay, Mama?!
Jetzt bin ich aber gespannt, was ich in den nächsten Tagen noch von euch auf den Blogs oder über Kommentare erfahre, was es bei euch geben wird!

 

 

 

Mit menschlichen Zügen: Lebkuchen-Brownie-Ausstecherle

Sind eure Keksdosen schon gut gefüllt? Oder schon wieder fast leer geplündert? Ich kenn aus den Freundeskreisen ja die unterschiedlichsten Vorgehensweisen: entweder werden bis Heiligabend die Gebäckstücke sorgfältig versteckt und dann erst gegessen oder aber (so ist das in meiner Familie der Fall) spätestens am ersten Advent fängt die Krümelei an. Nach Weihnachten sind dann alle so übersättigt von den Plätzle, dass es grad gut ist, wenn bis dahin schon möglichst viele weg sind.

2015.11.27_Lebkuchenbrownies-2

Wer aber noch backen will, wenig Zeit hat und so viele Plätzle wie möglich produzieren will, dem empfehle ich diese Lebkuchen-Brownie-Variante. Das Original ist ohne weihnachtlichen Beigeschmack; ich hab einfach etwas Lebkuchengewürz dazugegeben und fertig! Der Teig ist schnell zusammengerührt und lässt sich nach ner kurzen Ruhezeit auch ganz wunderbar verarbeiten. Nur sind die Formen bei mir dieses Mal etwas auseinander gelaufen… keine Ahnung, woran das lag. Es hat lediglich der Optik geschadet. Mein Vater meinte nur, dass die Plätzle halt menschliche Züge hätten: in der Weihnachtszeit würde alles und jeder etwas auseinander gehen 😉

2015.11.27_Lebkuchenbrownies-4

Wie ist es bei euch? Verteidigt ihr euer Weihnachtsgebäck bis nächste Woche oder seid ihr froh, wenn sich die Dosen leeren und ihr für Nachschub sorgen könnt?

Zutaten (für ca. 65 Kekse – je nach Ausstechergröße):
375g Mehl
55g Kakao, ungesüßt
1/2 Tl Backpulver
1 TL Lebkuchengewürz
Prise Salz
225g Butter, weich
300g Zucker
2 Eier

Zubereitung:
Die trockenen Zutaten (Mehl, Kakao, Salz, Lebkuchengewürz und Backpulver) in einer Schüssel vermischen. Die weiche Butter und den Zucker schaumig rühren. Dann ein Ei nach dem anderen hinzufügen und gut verrühren. Die trockenen Zutaten zugeben und alles gut zu einem glatten Teig vermischen. In Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 1h im Kühlschrank kühlen. 2015.11.27_Lebkuchenbrownies-5
Den Ofen auf 180°C vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Fläche ca. 0,5cm dick ausrollen. Mit weihnachtlichen Motiven ausstechen, übriges Mehl vom Teig etwas entfernen. Auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech ca. 8-11min backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen. Die Backzeit hängt von der Teigdicke ab. Ich empfehle euch, die Kekse lieber etwas kürzer zu backen, damit sie ein wenig soft bleiben.

Quelle: The Smitten Kitchen Cookbook (Deb Perelman)

Die Kunst der Food-Fotographie: Schoko-Ingwer-Plätzle

Frage: wie wichtig sind euch denn die Bilder, die ein Rezept begleiten? Ich merke, dass mir das sehr wichtig ist! So manches Kuchbuch kam mir aus genau diesem Grund nicht ins Haus, weil entweder zu wenig oder nicht ansprechende Fotos zu sehen waren.
Wer aber selber schon mal versucht hat, Essen ansprechend zu präsentieren, der weiß, wie schwer das sein kann! Wir haben nun schon seit einem Jahr diesen Foodblog und die Präsentation ist immer wieder eine Herausforderung. Warum, das möchte ich anhand von diesen Schoko-Ingwer-Plätzlen erklären.

Meine Mutter ist eine fanatische engagierte Bäckerin von Weihnachtsleckereien. Ein Dutzend verschiedene Sorten sind trotz Arbeit, ehrenamtlichen Engagements und Weihnachtsdeko in jedem Winkel des Hauses ganz normal. Alle sind begeistert, haben jeweils ihren eigenen Liebling. Als ich dann aber verkündigt habe, dass ich unbedingt die Schoko-Ingwer-Plätzle für den Blog haben will, hieß es von ihr sofort: „Nein, die sind dieses Jahr überhaupt nicht schön geworden!“ Ääähm, jaaa! Ich finde die Dingerle wunderschön! Lauter kleine Plätzle, ungefähr so groß wie ein Ein-Euro-Stück, alle gleichmäßig verziert. Die Optik spricht also so gar nicht gegen eine Veröffentlichung!

Also mac2015.11.27_Ingwerplätzchen-1hten wir uns ans Fotografieren: Mama, Papa und ich. Ich bin ja mehr so die Minimalistin. Deko brauch ich nicht, weder in meinem WG-Zimmer noch um mein Essen drumrum (auch wenn ich das bei anderen Blogs liebe!). Bei mir steht das Essen im Mittelpunkt, also: „Hey Paps, ich nehm einfach die Dose in die Hand – Foto – fertig!“

Der Vater -völlig begeistert, dass die Kleinkindphase vorbei ist und die Kinder trotzdem noch Projekte mit ihm machen- erinnert sich an die stundenlangen Legobauereien zurück, die damals tagtäglich stattfanden und fängt an, die Kekse in die Höhe zu schichten. Mum und ich betrachten ihn in seiner Spielfreude2015.11.27_Ingwerplätzchen-3, skeptisch, halten uns aber in der Kritik zurück. Nachdem er sein Werk als Foto sieht, ist ihm auch klar, dass das nicht die beste Idee war 🙂 Ich könnte mich immer noch wegschmeißen über das Bild – wäre er erst 5 Jahre alt, wäre er natürlich für diese Fingerfertigkeit in den Himmel gelobt worden. Jetzt aber, mit noch ner Zahl hinter der 5, war ihm eher unser Gelächter beschert.

Dann fängt Mama an, das Fotoset nach ihrem Geschmack einzurichten: dieses rote Tu2015.11.27_Ingwerplätzchen-5ch von der Weihnachtsdeko passt doch so gut als Unterlage und dann hat sie doch irgendwann mal so eine Sternchenschüssel zu Weihnachten gekriegt. Begeistert stellt sie fest, dass es sich jetzt endlich mal lohnt, so vieles verschiedene Geschirr zu haben. Und so stellt sie mit ein paar Handgriffen das Motiv zusammen und alle sind glücklich! Die Mama halt ❤

Nach all den Mühen, die wir für dieses Bild auf uns genommen haben, backt ihr hoffentlich die Plätzle nach: der Ingwer gibt einen leicht scharfen Geschmack, der aber wunderbar zur süßen weißen Schokolade passt. Meine absoluten Lieblings-Weihnachtsplätzle!!!

Zutaten (für ca. 50 Stück):
300g Mehl
180g Butter
150g weiße Schokolade
1 Stück Ingwer (ca. 3cm)
3 El gehakte Pistazien
1 Pck. Vanillezucker

Zubereitung:
50g der weißen Schokolade klein würfeln, die restlichen 100g schmelzen. Den Ingwer schälen und sehr, sehr klein hacken und klein drücken. Die Butter in Würfel schneiden.
Mehl, Vanillezucker und Butter in eine Schüssel geben. Ingwer und geschmolzene Schokolade dazugeben und mit dem Rührgerät grob vermischen. Dann die Pistazien und die gehackte Schokolade unterrühren. Den Teig -am besten mit den Händen- so lange kneten bis es eine glatte Masse ergibt. Zur Kugel geformt ca. 1h im Kühlschrank lagern. Den Backofen auf 180°C vorheizen. 1-2 Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Teig zu Kugeln (in Wunschgröße) rollen, diese auf dem Blech etwas flachdrücken und evt. mit einer Gabel dekorativ Streifen reindrücken. Im heißen Ofen auf der mittleren Schiene für ca. 15min backen  – wenn ihr kleinere Kugeln macht, dann etwas kürzer.

2015.11.27_Ingwerplätzchen-2

Quelle: Chefkoch