Kulinarische Wärmflasche: Rosenkohlcurry mit Süßkartoffeln und Granatapfel

Während (fast) alle Welt heute Plätzchenrezepte postet, rebelliere ich dagegen und versorge euch nach all dem Süßkram mit einem Curry. Auflehnung ist ja sonst nicht so mein Ding, aber in diesem Falle sehe ich es als eine ergänzende Abwechslung: sowohl meine Mutter als auch ich brauchen nach der Produktion von kiloweise Weihnachtsgebäck eine Essiggurke oder zumindest irgendetwas herzhaftes um das Süße überhaupt wieder genießen zu können. Einen kleinen Teil der Plätzle, die es pünktlich zum ersten Advent schon gibt, zeigen wir euch die kommenden Tage.

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Dieses Curry hier braucht im Gegensatz zu den meisten Backwerken kaum Zeit. Es ist schnell geschnippelt, köchelt vor sich hin und kann wenig später schon gelöffelt werden. Bei mir ist es inzwischen ein Standardrezept und wird gekocht, sobald der erste Rosenkohl auftaucht. Die Kombination mit Süßkartoffel und Kokosmilch ist einfach klasse und dann noch die fruchtig-säuerlichen Granatapfelkerne oben drauf! Wirklich eine klasse Geschmackskombination! So ein Essen dient an solch verregneten Novembertagen als kulinarische Wärmflasche 😉

Zutaten (für 2 Portionen):
30g frischer Ingwer2015.11.27_Rosenkohlcurry-4
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
300g Rosenkohl
400g Süßkartoffel
1 EL Butter (ich: Kokosöl)
1,5 Tl Currypulver
200ml Kokosmilch
300ml Gemüsebrühe
Salz
Cayennepfeffer (zusätzlich, wer es scharf mag)
1 Limette (ich: ein Spritzer Zitronensaft)
1/2 Granatapfel
1/2 Bund Koriander (ich: Petersilie)

Zubereitung:
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Ingwer, Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Rosenkohl putzen, die äußeren Blätter entfernen und den Strunk dünn abschneiden.Die Röschen je nach Größe halbieren oder vierteln. Süßkartoffel schälen und in 1,5cm große Würfel schneiden.
Das Kokosöl in einem Topf erhitzen. Ingwer, Zwiebel und Knoblauch darin 2min andünsten. Rosenkohl und Süßkartoffel dazugeben und ebenfalls kurz anbraten. Dann das Gemüse mit Curry bestäuben und unter Rühren kurz anrösten.
Kokosmilch und Brühe zugießen und zugedeckt ca. 15min bei mittlerer Hitze garen. Inzwischen den Granatapfel quer halbieren und die Kerne herauslösen. Wenn das Gemüse gar ist (der Rosenkohl sollte noch etwas Biss haben), das Curry mit Salz, Cayennepfeffer und Zitronensaft abschmecken. Mit grob gehackter Petersilie und dem Granatapfel bestreut genießen.

Quelle: Grain de Sel.

Kraftprotz: Kürbis-Frühstückskekse

Bevor es hier mit dem filigranen Weihnachtsgebäck losgeht, wird es noch einmal rustikal! Diese Frühstückscookies sind schnell gemacht und halten sich sehr2015.11.05_KürbisFrühstücksCookies-6 lange frisch und saftig! Man kann sie problemlos in den Rucksack packen – die lassen sich nicht von Büchern oder nem Laptop verdrängen. Ähm, bevor ihr denkt, dass ihr da Steine aus euerm Ofen holt, nein! Das auf gar keinen Fall 😉
Die Cookies sind einfach ideal zum Mitnehmen, wenn man zwischendurch mal was zum Snacken braucht. Mit den gewöhnlichen Müsliriegeln haben die aber nichts gemein: sie sind natürlich gesüßt, sind nicht zu fettig und vor allem ist man nach dem Genuss von einem dieser Kekse wieder ziemlich satt! Inzwischen dürfte es auch allgemein bekannt sein, wie man Kürbispüree herstellt, oder? Für die Kekse hab ich Hokkaido verwendet, in Stücke geschnitten und knapp 10min in kochendem Wasser gegart. Dann püriert und gut wars!

Mit diesen Kürbiscookies seid ihr auf jeden Fall gut für die anstehende Adventszeit gerüstet. 2015.11.05_KürbisFrühstücksCookies-5

Zutaten (für 15 große Cookies):
60ml Kokosöl
60ml Honig (je nach Geschmack etwas mehr)
250g grobe Haferflocken
100g getrocknete Cranberries
75g Kürbiskerne
1 EL Chiasamen (oder Leinsamen)
1 Prise Salz
Zimt, Muskatnuss nach Belieben
125g Kürbispüree
2 Eier

Zubereitung:
Den Ofen auf 175°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Die Hälfte der Haferflocken mit einem Pürierstab grob zerkleinern (am besten in einem hohen Rührbecher, achtung! Die Haferflocken hüpfen gerne raus). Alle Haferflocken mit den Kürbiskernen, den Cranberries, den Chiasamen und den Gewürzen in einer großen Schüssel vermischen. In einer seperaten Schüssel das flüssige Kokosöl mit dem Honig, den Eiern und dem Kürbis2015.11.05_KürbisFrühstücksCookies-3püree vermischen. Die feuchten mit den trockenen Zutaten gut mischen.
Dann aus dem Teig ca. 15 Cookies (je nach Belieben mehr oder weniger) formen und auf das Backblech setzen. Der Teig ist sehr feucht und fest, fließt beim Backen aber nicht auseinander. Im vorgeheizten Ofen für ca. 15-20min backen bis die Ränder leicht gebräunt sind. Abkühlen lassen und luftdicht aufbewahren.

Quelle: Leelalicious

Teller of Modern Art

Kürbis auf schwarzem Reis mit Mandarinen-Tahini-Sauce

Ich bin keine große Kunstkennerin. Ich kann einen Monet von einem Picasso unterscheiden oder einen Rubens von einem Rembrandt, vielleicht kann ich auch noch zu manchem irgendwelche Anekdoten erzählen oder weiß, was der eine Besonderes geleistet hat. Aber dann würde ich in einer Quizsendung ziemlich schnell den Publikumsjoker wählen müssen 😉

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Und dann gibt es aber durch viele Epochen hindurch die Stillleben mit Lebensmitteln. Mal ist es nur ein Stück Obst, dann wieder biegt sich der Tisch unter einer Fülle von Essen und Trinken. Wenn ich mir heutzutage auf diversen Blogs die Bilder ansehe, frage ich mich, ob das hier nur die „Teller of Modern Art“ sind. Würden die Maler des Barocks statt zu Leinwand und Pinsel heute zum besten Geschirr und zur Kamera greifen? Wenn ich mir beispielsweise nur schon die Frühstücksideen von Simone anschaue, ist das für mich Kunst. Und so könnte ich noch eine ganze Reihe von Bloggern aufzählen, bei denen vom Rezept zum Bild einfach alles ansprechend ist!

Ohne mich 2015.11.05_Kürbisspalten Schwarzer Reis-2jetzt mit diesen Bloggern oder Künstlern in eine Reihe stellen zu wollen, hat mich der Teller hier umgehauen! Dabei kann ich eigentlich munter drauf losloben, weil mein Vater ja für die Fotos verantwortlich ist und es somit kein (reines) Eigenlob ist 😉
Die Farben sind einfach der Hammer, findet ihr nicht? Orangener Kürbis auf schwarzem Reis, dazu rote und grüne Farbtupfer. Ich hatte zuvor noch nie schwarzen Reis und war von der Konsistenz überrascht: selbst im gekochten Zustand hat er noch gut Biss und ist deutlich nussiger als die weiße Version. Wir waren jedenfalls nicht nur vom Aussehen, sondern auch vom Geschmack her begeistert. Und schnell und einfach zubereitet ist dieser Teller auch noch!

Zutaten (für 4 Personen):
250g schwarzer Reis
1 mittelgroßer Kürbis (ich hatte Hokkaido)
etwas Kokosöl
2 Knoblauchzehen
10g Petersilie
1 kleine Chili
125ml Tahini (ich: 2EL)
2 TL Ahornsirup
2 TL Apfelessig
3 Mandarinen (davon 1 Bio)
1/4 TL frisch geriebener Ingwer
Cayennepfeffer
Salz

Zubereitung:
Den Reis mit 675ml Wasser und etwas Salz in einem Topf zum Kochen bringen. Bei mittlerer Hitze für ca. 50min köcheln lassen. Falls der Reis über Nacht eingeweicht wurde, reduziert sich die Kochzeit.
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Während der Reis kocht, den Kürbis waschen, halbieren und die Kerne entfernen. Dann die Hälften jeweils in Scheiben schneiden, mit dem Kokosöl, den gehackten Knoblauchzehen und etwas Salz mischen. Auf einem Backblech im Ofen für ca. 30min rösten.
Für die Sauc2015.11.05_Kürbisspalten Schwarzer Reis-4e die Bio-Mandarine waschen und die Schale fein abreiben. Die Mandarinen auspressen – es werden ca. 80ml Saft benötigt. Dann das Tahini, den Ahornsirup, den Essig, die Mandarinenschale und -saft, den Ingwer, etwas Cayennepfeffer und Salz in einen Rührbecher geben.  Falls ihr die ganze Menge Tahini verwendet, gebt noch 56ml Wasser hinzu. Alles mit dem Pürierstab glatt mixen.
Zum Anrichten den Reis auf einen (vorgewärmten) Teller geben, ein paar Scheiben Kürbis darauf legen. Mit etwas Petersilie, Chili und frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen. Zum Schluss die Tahinisauce drübertröpfeln.

Quelle: My new Roots (Sarah Britton)

Traumpaar: Chocolate-Chunk & Salted Peanut Cookies

Es gibt einfach Kombinationen, bei denen man weiß, dass es passt. In meinem Kleiderschrank sind das die eine graue Jeans zu der fliederfarbenen Bluse oder die rote Strickmütze zu meinen blonden Haaren. Im Urlaub sind es Berge und Wandern, was einfach passt oder jetzt im Herbst buntes Laub, durch das man nicht normal geht, sondern durchschlurft. Ein gutes Buch und die Kuscheldecke auf dem Sofa. Ein Glas Wein und eine Freundin, die via Skype mittrinkt. Weihnachten und Loriot… Meine Mama und Papa oder meine Oma und mein Opa – auch zwei solcher Traumpaare 😉
Featured imageWenn es um Lebensmittel geht, gibt es natürlich je nach Geschmack noch viel mehr Traumpaare: Gin & Tonic, Linsen & Spätzle, Ingwer & Kürbis, Burger & Fritten oder eben Schokolade & Erdnüsse! Dass Erdnüsse bei den Frauen in unserer Familie gut ankommen, dürfte seit diesen Cookies bekannt sein. Die heutigen Cookies sind nicht ganz so zartschmelzend, sie sind schnell zusammen gerührt und waren seit langem die besten, die aus meinem Ofen kamen. Warum? Außenrum waren sie knusprig, innen aber noch so wunderbar weich. Außerdem begeistern mich immer Rezepte, bei denen ich übrig gebliebene Lebensmittel verwerten kann: eine Dose Erdnüsse macht man ja mal auf um einem Curry etwas Biss zu geben oder weil man abends noch was zum Snacken braucht, aber sooo arg mag ich das unverarbeitete Produkt dann doch nicht. Wenn man hingegen ein paar Erdnüsse hackt und in den Keksteig gibt, dann hat man einen tollen Kontrast in den Cookies.

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Also: bevor ihr euch nur noch mit Weihnachtsgebäck beschäftigt, schiebt noch ein Blech mit diesen Cookies in euren Ofen. Es lohnt sich 🙂 Was ist für euch so ein kulinarisches Traumpaar?

Zutaten (für ca. 20 kleine Cookies):
110g weiche Butter
75g weißer Zucker
75 g brauner Zucker
1 Ei
190g Mehl
1/2 TL Natron
125g Schokolade (ich: nur 100g)
50 gesalzene Erdnüsse (ich: 80g)

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Zubereitung:
Die Erdnüsse und die Schokolade hacken. Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Butter und beide Zucker zu einem glatten Teig verrühren. Das Ei kurz (!) unterrühren. Mehl und Natron miteinander vermischen und dann zur Butter-Zuckermischung geben. Zuletzt Schokolade und Erdnüsse unter den Teig heben.
Mit nassen Händen aus dem Teig Kugeln – je nach gewünschter Größe rollen. Mit ausreichend Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen.
Ca. 10-12min backen –Featured image kontrolliert lieber einmal öfter, wie lang die Cookies in eurem Ofen brauchen. Die Ränder sollen leicht gebräunt, die Mitte noch weich sein. Auf dem Blech ca. 2min auskühlen lassen, dann auf ein Gitter ziehen und die Kekse abkühlen lassen.
Für meine Mutter auch eine Traumkombination: diese Kekse mit einer Tasse Espresso 😉

Quelle: Penne im Topf

Papa, der Grillmeister: Gemüsepäckchen und Lachs

Heute berichtet hier der sonst stille Fotograf über seine Kochkünste und einen Ausflugstipp. In solchen Momenten bin ich neidisch, dass ich nicht mehr daheim wohne 😉
Früher sagte man zu den Kindern „Ess schön Deinen Teller leer. Dann scheint morgen wieder die Sonne!“ Und was haben wir heute davon? Immer mehr dicke Kinder und Klimaerwärmung! Vielleicht ist die Letztere ja schuld daran, dass ich  am vergangenen Sonntag, 8. November bei über 20° auf der Terrasse sitzen und grillen konnte. Und das wohlgemerkt nicht irgendwo weit weg im Süden, nein, in einem Dorf am Fuße der Schwäbischen Alb.

Der Sonntag war in seiner ersten Hälfte schon gut verplant und so war klar, dass es nichts Aufwändiges geben würde. Aber sind nicht oft die einfachen Dinge besonders köstFeatured imagelich? Aus dieser Überlegung wurden bei uns hochgeschätzte Gemüsepäckchen vom Grill und Lachs dazu. Auch vom Grill. Könnte man prima mit Kartoffeln oder Reis kombinieren, oder ganz einfach mit einem Ciabatta oder Baguette. Dazu ein Glas Wein, hinterher ein Espresso mit leckerem Pralinchen. Und das Ganze wie schon geschrieben auf der sonnenerwärmten Terrasse. Perfekt!

Für die Gemüsepäckchen (wir waren zu dritt):
1 Zucchini
1 kleine Aubergine
1 gelbe Paprika
150 g Cocktailtomaten
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
Kräuter nach Geschmack (wir hatten Rosmarin)
Allerdings kann man die Gemüsezusammensetzung und –menge nach persönlichem Geschmack variieren

Zubereitung:
Das Gemüse in würfeln (ca.1 cm) und alles zusammen mit dem kleingepressten oder gehackten Knoblauch, Zwiebeln und Kräutern in einer Schüssel vermischen. Featured imageMehrere quadratische Alufolienstücke mit etlichen Löffeln Gemüse füllen, 1 EL Olivenöl darüber tröpfeln und die Folie zu einem geschlossenen Päckchen zusammenfalten. 10-15 Minuten auf den Grill bei kleiner oder mittlerer Hitze

Für den Lachs (entweder TK-Ware oder frische Stücke)
Klassisch schlicht ringsrum mit Olivenöl einstreichen, Zitrone betröpfeln. Salz und Pfeffer nach Geschmack und von jeder Seite ca 5-8 Minuten auf den Grill. Das war’s schon. Wie gesagt, ganz einfach. Aber lecker!

Quelle: BBQ Basics

Danach ging es dann auf einen Hochalbpfad um den Herbst zu genießen. Hier noch ein paar Eindrücke.

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Viele kleine Sonnen: Feldsalat mit Pastinaken-Kürbiskern-Dressing

Ist das nicht ein hammer Wochenende? Statt Nebelschwaden gibt es Sonnenschein, statt Wollpulli und heißer Schokolade Laufrunden im T-Shirt und danach ein Bierchen in der Sonne.
Die Suppensaison vertagen wir noch ein bisschen nach hinten, stattdessen kommt Featured imagehier endlich mal wieder ein Salat auf den Tisch. Ich liebe Feldsalat ja sehr und freue mich immer sehr, wenn er wieder an den Marktständen auftaucht. Dabei gibt es Salate, die leichter zu genießen sind: den Feldsalat hier muss man ja meistens doppelt waschen, damit auch ja alle Steinchen und sonstige Ackerreste entfernt werden. Es gibt nichts Schlimmeres als beim Essen so ein Knirschen zwischen den Zähnen zu haben. Dann aber hat man ganz zarte, feine Blättchen. Und bei so einem leckeren Dressing sieht man da gerne drüber hinweg 😉
Leuchten die Pastinakenstücke nicht wie lauter kleine Sonnen in dem Salat? Passen also ganz wunderbar zu diesem herrlichen Wetter!
Wenn die warmen Pastinaken mit dem Salat gemischt werden, muss dieser sofort gegessen werden. Sonst fällt alles zu einer grünen Masse zusammen und das wäre wirklich zu schade.

Zutaten (für 4 Personen als Beilagensalat):
150g Feldsalat
250g Pastinaken
1 Orange
2 EL Zitronensaft
2 TL Apfeldicksaft (ich: Ahornsirup)
1 Tl Senf
4 EL Kürbiskernöl
2 EL neutrales Öl
1 EL weißer Balsamicoessig
4 EL Kürbiskerne

Featured imageZubereitung:
Den Feldsalat von allen welken Blättern befreien und in stehendem Wasser mehrmals gründlich waschen. Trocken schwenken und auf vier Teller verteilen.
Die Pastinaken schälen und in knapp 1cm große Würfel schneiden.Die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze rösten bis sie leicht braun sind und sich aufblähen. Auf einem Teller beiseitestellen. Das neutrale Öl in die Pfanne geben und die Pastinaken einrühren und bei mittlerer Hitze unter Rühren ca. 8min braten bis sie bissfest sind.
Die Orange auspressen. Den Zitronensaft mit dem Apfeldicksaft, dem Essig, Senf, Salz und Pfeffer gründlich verrühren. 2 EL Orangensaft dazugeben, dann das Kürbiskernöl nach und nach für eine cremige Sauce unterrühren.
Die Pastinaken mit dem restlichen Orangensaft ablöschen, mit Salz und Pfeffer würzen und auf dem Feldsalat verteilen. Die Kürbiskerne aufstreuen und das Dressing gleichmäßig über den Feldsalat träufeln. Den Salat gleich servieren.

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Quelle: Herbst, Winter, Gemüse! (Cornelia Schinharl)

Gegen den Herbstblues: Cheddar-Kroketten

Ich mag den Herbst ja sehr, sehr gern! Auch wenn aufgrund des Neckars mein Unistädtle Tübingen morgens immer mit Nebel gefüllt ist, begeistert mich die Natur in der letzten Jahreshälfte immer wieder: die Farbexplosion der sich verfärbenden Blätter, bei Sonnenschein erscheint das Licht so golden und warm und von den Möglichkeiten, die man mit der ultimativen Herbstfrucht Kürbis hat, muss ich hier ja nicht erzählen 😉

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Nein, so was wie Herbstblues kommt bei mir eigentlich nicht auf. Aber wenn mal ein Tag blöd war und die Heizung nicht schnell genug warm wird um meine kalten Füße zu wärmen, dann hilft bei mir generell IMMER Essen. Und weil man sich bei den Temperaturen und sonst sowieso erst recht nicht um seine Bikinifigur kümmern muss, gibt es hier schön was mit weichem Kartoffelteig, der dann in Fett ausgebacken wird. Kroketten kenne ich weniger als frittierte Beilage, sondern vielmehr als Tapas. Während meines Auslandsjahres in Spanien wurde schnell herausgefunden, wo es denn die besten croquetas gab. Die Standardvariante besteht aus einer sehr dicken Bechamelsauce mit Schinken, der Kreativität sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Ich muss gestehen, Featured imagedass das Rezept bei mir nicht so gut geklappt hat: es ließen sich beim besten Willen auch mit der Hilfe von mehr Mehl keine Nocken formen! Dabei hab ich alles exakt so gemacht, wie beschrieben! Warum ich das Rezepte trotz zerlaufenen Nocken trotzdem verblogge? Weil es einfach so, so lecker schmeckt! Der Teig mit dem Käse und den Kräutern ist der Hammer! Und wenn dann noch eine knusprige Panade dazu kommt, höre ich meine Hüften jubeln!

Ich gehe also mit nicht ganz kalorienarmen Essen und Banner-Blogevent_Rezepte-gegen-den-HerbstbluesUrlaubserinnerungen gegen trübe Herbsttage vor. Die Cheddar-Kroketten passen deswegen auch zum Blogevent von den Kochmädchen Jule und Susi. Wer sich an die schönen Tage des vergangenen Jahres erinnert und evtl schon den nächsten Urlaub vor Augen hat, der kommt auch durch ein paar schmuddelig-kalte Herbsttage.
Zutaten (für 4 Personen):
400-500g mehligkochende Kartoffeln
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
5 Stiele Petersilie
10 Schnittlauchhalme
100g Cheddar
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
30g Butter
6 EL Mehl (vermutlich etwas mehr)
300ml Milch
2 Eier
100g Paniermehl
reichlich Öl zum Braten

Zubereitung:
Kartoffeln schälen, würfeln und in kochendem Wasser in ca. 20min garen. Featured imageAbgießen und ausdampfen lassen. Zwiebeln und Knoblauch abziehen und ebenso wie die Petersilie und den Schnittlauch klein hacken. Cheddar grob reiben und mit allen gehackten Zutaten und 1 EL Olivenöl mischen. Salzen und pfeffern.
Butter zerlassen, 2 EL Mehl einrühren und ca. 1 min anschwitzen. Nach und nach die Milch einrühren. Sauce langsam aufkochen bis sie sehr sämig (=sehr dick) wird. Weitere 2min kochen und vom Herd nehmen – dabei ständig rühren, damit nichts reinbrennt. Kartoffeln in die Sauce geben und darin zerstampfen, dann glatt rühren. Kräuter und geriebenen Käse zugeben. Teig abkühlen und im Kühlschrank etwa 60min ruhen lassen.
Kartoffelmasse mit zwei Löffeln zu Nocken (oder so was in der Art) formen. Nocken im restlichen Mehl (4 EL), in den verquirlten Eiern, zuletzt im Paniermehl wenden. Reichlich Öl in einer Pfanne erhitzen, Kroketten darin ausbacken. Herausheben, auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Bier und Urlaubserinnerungen servieren.

Quelle: Lust auf Genuss 11/2015.