Statt Gespenster: Kürbistrüffel

Heute ist für mich Reformationstag, morgen Allerheiligen. Halloween wird weder auf dem Blog noch in meinem realen Leben gefeiert. Dafür gibt es für mich persönliFeatured imagech verschiedene Gründe. Vor ein paar Jahren habe ich während Halloween ein Praktikum in New York gemacht. Nicht an der Wall Street oder einem hippen Superfood-Store, sondern im hässlichen Teil von Brooklyn, wo die Menschen in Sozialbauten wohnen, die Kinder ohne Vater und manchmal ohne Mutter aufwachsen und unter local buisness der Drogenhändler an der Ecke gesehen wird. Am 31. Oktober fand der Iniciation Day statt: wer in eine Gang aufgenommen werden wollte, musste sich um dieses Datum herum beweisen. Das kann vom Verprügeln von Mitschülern über Vergewaltigungen bis zu Mord alles sein. Ein von mir betreuter Junge, sechs Jahre alt (!!!) war von drei älteren Mitschülern zusammen geschlagen worden… andere furchtbare Geschichten hab ich auch mitbekommen.

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Das hat vielleicht nichts mit dem „typischen“ Halloween und Trick&Treat zu tun, ist aber für mich eine sehr prägende Erinnerung, die mich solch eine Feier kritisch sehen lässt. Man mag ja über die Ursprünge des Festes sagen was man will, heute ist es sehr stark kommerzialisiert. Auch halte ich persönlich nichts davon Tod und Angst zu feiern, indem ich mich als Monster, Untoter oder sonst etwas verkleide. Als Christin feiere ich, dass Christus den Tod überwunden hat und Leben und Frieden bringen will! Das ist meine persönliche Einstellung zu dem Thema.

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Deswegen wurden diese Kürbistrüffel auch nicht als Gespenster verziert, sondern dekorativ mit Zartbitterschokolade besprenkelt. Jaaa, wieder Kürbis 🙂 Diese kleinen Pralinen sind echt der Hammer: außen knackige Schokolade und innen dann eine weiche-würzige Füllung, schmeckt fast wie ungebackener Teig. Bei wem also der Ofen mit einem Braten belegt ist, der kann hiermit trotzdem für den obligatorischen Wochenendkuchen sorgen.

Zutaten (für ca. 20 Stück)
350g Hokkaido
2 Packungen (à 175g) Ingwer-Shortbread-Kekse (ich: Butterkekse plus 30g kandierten Ingwer)Featured image
50g+150g weiße Kuvertüre
180g Doppelrahmfrischkäse
3 EL Puderzucker
Zimt, Salz
50g Zartbitterkuvertüre

Zubereitung:
Kürbis waschen, vierteln und die Kerne mit einem Esslöffel auskratzen. Kürbis mit Schale in kleine Stücke schneiden. In kochendem Wasser ca. 10min garen. Dann mit dem Pürierstab fein pürieren, mit 50g gehackter Kuvertüre mischen und etwas abkühlen lassen.
Kekse in einen Gefrierbeutel füllen, Beutel gut verschließen und die Kekse mit einer Teigrolle fein zerblöseln. Kandierten Ingwer sehr klein schneiden. Dann das Schoko-Kürbispüree mit Keksen, Ingwer, Puderzucker, Frischkäse, etwas Zimt und einer Prise Salz mit einem Rührgerät ca. 2min vermischen. Zugedeckt ca. 1h kalt stellen. Featured image
150g Kuvertüre grob hacken und im heißen Wasserbad schmelzen. Aus der Kürbismasse ca. 20 Kugeln formen. Mithilfe eines Holzstäbchens in die Kuvertüre tauchen und damit vollständig überziehen. Abtropfen lassen und auf ein Stück Backpapier legen. Trocknen lassen, evt. mit geschmolzener Zartbitterschoko besprenkeln und dann kalt stellen.

Quelle: Lecker (November 2015)

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6 Gedanken zu “Statt Gespenster: Kürbistrüffel

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