Gedankenübertragung: Tarte Tatin mit Kürbis und Kartoffel

Als brave Tochter rufe ich regelmäßig daheim an um meiner Mutter ein wenig weibliche Unterstützung zukommen zu lassen nachdem sie gerade allein unter Männer wohnt.
Ich: Hey Mum! Ich hab gedacht, dass ich am Freitag ne Runde über Mittag heimkomme.
Mama: Woow, das ist ja toll! Ich freu mich rießig! Willst du dann was für den Blog kochen? Ich kauf dir alles ein.
Ich: Ja, ich hab gedacht, dass ich diese Tarte Tatin mit Kürbis und Kartoffel aus dem Heft …(Kreischen am anderen Ende der Leitung) Mamaaa, alles ok??
Mama: Genau die wollte ich am Freitag auch machen! Ich hab schon alles daheim!

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Beim Warten an der Kasse blättern meine Mutter und ich regelmäßig die dort strategisch gut platzierten Kochzeitschrifen durch. Und ab und zu nimmt man dann mal eine mit, weil man ja noch nicht genügend Kochbücher und -zeitschriften daheim hat 😉 Und wie sich herausstellte sprechen uns dieselben Rezepte an. Die Tarte Tatin war wirklich der Knaller: herzhaft-süß mit nem erfrischenden Dip dazu und dann noch hübsch anzusehn. Große Nachbackempfehlung! Wer auf den Geschmack gekommen ist, findet bei Micha (der Queen of Tarte Tatins) jede Menge Inspiration.

Featured imageEin kleiner Hinweis zum Schluss: denkt vor dem schwungvollen Wenden der Tarte an euren Physikunterricht. Da habt ihr vielleicht mal was von Fliehkräften gehört∗. Diese könnt ihr schmerzhaft erleben, wenn euch das heiße, flüssige Karamel beim Wenden an den Hals spritzt 😦 Also passt mir bitte auf!!! Gut, dass jetzt Herbst ist und ich die Brandblasen unter nem Rollkragenpulli verstecken kann.

Zutaten (für 4 Personen):
Für den Teig
250g Mehl (405er)
125g kalte Butterwürfel
50ml kaltes Wasser
Salz
Für den Belag
40g Butter
500g Kartoffeln (wir haben deutlich weniger gebraucht)
500g Hokkaido (auch weniger bei uns)
2 Rosmarinzweige
25ml Olivenöl
50ml Apfelessig
125ml Rosmarinhonig (wir: Waldhonig)
1 Zitrone
250g Schmand
40g Kürbiskerne

Zubereitung:
Für den Teig Mehl mit den Butterwürfeln, etwas Salz und dem Wasser zu einem glatten Teig verkneten. 2h kalt stellen. Dann den Teig zum Rechteck ausrollen, zweimal falten und 60min bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Dann 3mm dick ausrollen und etwas größer als die Form rund schneiden.
Kartoffeln waschen, in kochendem Wasser knapp gar kochen. Dann

pellen und ich ca. 3cm dicke Scheiben schneiden. Kürbis waschen, entkernen und ebenfalls in 3cm dicke Stücke schneiden. Rosmarinnadeln abstreifen und fein schneiden. Backofen auf 180° vorheizen. Eine Springform (26cm) mit Backpapier auslegen. Kürbis in

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einer Pfanne in Öl rundherum anbraten, herausnehmen. Bratensatz mit Essig ablöschen, Honig in die Pfanne geben, hellbraun karamellisieren. Pfanne vom Herd nehmen, 30g Butter und Rosmarin einrühren und alles in der Springform verteilen. Kartoffel-und Kürbisstücke dicht an dicht dekorativ in den Karamell setzen. Salzen und pfeffern. Teig darauflegen, dabei den Rand nach unten in die Form drücken. Tarte im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene 25min backen. Herausnehmen, auf eine Platte stürzen (VERBRENNUNGSGEFAHR!)
Während die Tarte bäckt, die Zitrone heiß waschen, trocken tupfen. Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Beides mit Schmand verrühren. Dip mit Salz abschmecken. Kürbiskerne in restlicher Butter (10g) unter Rühren leicht rösten. Das geht auch ohne Butter 😉 Die Kerne und je nach Geschmack frischen Rosmarin auf der Tarte anrichten und mit dem Dip servieren.

Quelle: Lust auf Genuss 11/2015

∗der Mitesser als Physiker hat mir das ganz genau erklärt… aber mehr konnte ich mir nicht merken.

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4 Gedanken zu “Gedankenübertragung: Tarte Tatin mit Kürbis und Kartoffel

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