Eindeutig unzweideutig: Hühnchen auf der Bierdose

An einem der letzten Sonntage war ich mit dem Mitesser daheim bei meiner Familie eingeladen. Auch ohne genauere Infos über das Was zu haben, war ich mir ziemlich sicher, dass meine experimentierfreudige Mutter in Zusammenarbeit mit Papa, dem Grillmeister etwas Besonderes in Petto haben würde, wenn ich schon mal zu Besuch komme.
Und ich wurde nicht enttäuscht! Ich kam in die Küche und da saßen die zwei Hühnchen schon parat um in den Grill zu wandern. Auf irgendwelche schlüpfrigen Witze, wo denn die Bierdose steckt oder so wird an dieser Stelle verzichtet… wobei mir da ja so manches einfallen würde, häääm 😀 Wie heißt es so schön: wer zweideutig denkt, hat eindeutig mehr Spaß im Leben! Das Grillen mit Bierdose war vor ein paar Jahren im Trend… schmeckt aber auch jetzt noch ausgezeichnet. Dieses Hühnchen war nämlich das saftigste, das ich seit langem hatte! Wunderbar aromatisch, festfleischig und einfach toll!

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Dass man das mit einem TK-Hühnchen vom Discounter nicht hinkriegt, sollte allen klar sein! Die von uns verzehrten Hühnchen stammten vom Geflügelhof Fecker, der in der Nähe meiner Eltern ist. Wenn ich heimfahre, sehe ich aus dem Auto einen Teil des Hofes. Besser gesagt, ich sehe das Geflügel draußen auf den Wiesen herumspazieren. Der Familienbetrieb achtet damit auf artgerechte Haltung; auf Antibiotika wird verzichtet und das Futter selbst produziert. Man kann einerseits direkt im Hofladen einkaufen oder beim samstäglichen Marktbummel an deren Stand vorbeischauen. Mein Vater durfte vor einigen Jahren sogar mal auf die Wiesen um Federn zu sammeln – nein, er wollte sich nicht als Indianer verkleiden, sondern brauchte die lediglich um Pfeile zu bauen.
Ich schicke diesen Beitrag deswegen rüber zu Stephs Kuriositätenladen, die in ihrem Dauerevent den Sonntagsbraten rettet. Für uns war es wirklich ein Festessen!

Rettet den Sonntagsbraten - denn weniger ist besser!

Zutaten (für 5 Personen):
2 frische Hähnchen
2 Bierdosen
2 Knoblauchzehen
2 Bioorangen
6 EL frische Rosmarinnadeln
2 EL Wacholderbeeren
400ml Gin
200ml Tonic
6 EL helle Sojasauce
6 EL brauner Zucker
2 EL Cayennepfeffer (hat Mama deutlich reduziert, sie mag es nicht so scharf)
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Beide Hähnchen kalt abspülen und mit Küchenpapier abtrocknen.
Knoblauch schälen und fein würfeln, die Orange waschen und mit Schale in ebenfalls kleine Würfel schneiden. Rosmarin und Wacholderbeeren mit einem breiten Messerrücken zerdrücken. Dann alle Zutaten (bis auf die Hähnchen und die Bierdosen) miteiander vermischen.
Das Innere der Hähnchen mit der Marinade gut füllen, auch außen damit bestreichen und dann kopfüber in einen verschließbaren Gefrierbeutel stecken. Über Nacht im Kühlschrank marinieren lassen.

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Vor dem Grillen die Hähnchen aus der Marinade nehmen und jeweils auf die geöffnete Bierdose setzen und Raumtemperatur annehmen lassen (dauert ca. 3h). Den Grill auf ca. 90°C heizen und bei geschlossenem Deckel die Hähnchen für ca. 35-40min grillen. Dabei immer wieder mit etwas Marinade bestreichen. Tipp: legt etwas Alufolie unter, damit ihr nicht den ganzen Grill volltropft.
KORREKTUR: man beachte den Kommentar den Grillmeisters persönlich direkt unter dem Beitrag! 🙂
Bei uns gab es dazu einen Kartoffelsalat mit Bohnen und Tomaten, auch sehr lecker, nur leider war der Hunger aufs Hähnchen zu groß als dass er fotografisch festgehalten wurde 😉

Quelle: Grillen für echte Kerle & richtige Mädchen

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2 Gedanken zu “Eindeutig unzweideutig: Hühnchen auf der Bierdose

  1. Kleine Korrektur: einen Grill auf 90° heizen – schwierig. Mein Gasgrill hatte auf kleinster Flamme so zwischen 110 und 120°. Mit den 45 Minuten kamen wir auch nicht ganz hin – es waren eben RICHTIGE Hähnchen. Am besten mit einem Grillthermometer die Kerntemperatur in der Keule auf 75 – 80° und alle sind happy. Gruß von Paps

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