And the Oscar goes to: Kokos – Maracuja – Makronen

Ich habe die beste Schwester der Welt. Ein Beispiel dafür, warum sie so großartig ist, hat sie mir heute Mittag mal wieder geliefert: fast 48h nach der eigentlichen Verleihung kam sie zu mir und wir haben zusammen die Oscarzeremonie angeguckt! Mitten unter der Woche, Auszeit vom (Lern)Alltag nehmen und fast drei Stunden Abendkleider und Dankesreden bewerten, wer macht das sonst mit mir, wenn nicht die Kleine?! Stolz wie Oskar (höhö, wat n Wortspiel!) erzählt sie beim Reinkommen, dass sie noch überhaupt nicht weiß, wer die Gewinner sind! Alles gespart für den gemeinsamen Schwesternnachmittag 🙂

Wenn wir jedes Mal einen Kurzen getrunken hätten, wenn irgendjemand der Academy gedankt hätte, wäre der heutige und vermutlich auch der morgige Tag gelaufen. Haben wir natürlich nicht! Es gab Kindersekt. Kennt das irgendjemand noch von früher? Hilfe, mir war gar nicht mehr bewusst, wie süß das Zeug ist! Die Kokos – Maracuja – Makronen waren ein willkommener Ausgleich dazu: vegan und ohne Zucker, nur natürlich gesüßt. Da ist doch auch das bisschen Zartbitterschokolade während der Fastenzeit erlaubt, oder? Das Rezept ist von Green Kitchen Stories, mal wieder eine super Inspiration für gesünderes Backen! Damit verzichte ich gern leichter auf meine tägliche Süßigkeitendosis.
Bitte seht über die Fotos hinweg; wie gesagt, es war eine Schwesternaktion und ich hab einfach kurz geknipst, weil die Makronen so schön saftig und exotisch – fruchtig waren. Papa hätte das natürlich besser ausgeleuchtet, aber das soll euch nicht davon abhalten diese Leckerei nachzubacken. Geht ganz schnell und einfach!

Featured imageZutaten (für ca. 16 tischtennisballgroße Makronen)
2 TL Kokosöl
ca. 150ml Kokosmilch (nicht die fettreduzierte!)
ca. 80ml Agavensirup (oder auch Honig, wenn es nicht vegan sein muss)
1/2 Vanilleschote
200g Kokosraspeln
5 TL Mehl
3 Maracuja
Saft einer Limette
ca. 50g Zartbitterschokolade zum Verzieren (optional)

Zubereitung:
Die Vanilleschote auskratzen und das Mark zusammen mit dem Kokosöl, der Kokosmilch und dem Honig in einen Topf geben. Bei mittlerer Hitze kurz aufkochen, dann die Kokosraspeln und das Mehl hinzufügen. Alles gut verrühren und vom Herd nehmen. Dann das Maracujafruchtfleisch und den Limettensaft unterrühren.
Falls euch die Masse zu trocken vorkommt, fügt noch ein wenig Kokosmilch hinzu. Falls sie zu feucht erscheint, noch etwas Mehl. Probiert auch, ob sie euch süß genug erscheint – das kann je nach Maracuja variieren.
Jetzt geht es ans Matschen: formt mit euren Händen etwa tischtennisballgroße Featured imageBällchen. Dabei merkt ihr auch, ob eure Masse zu feucht oder zu trocken ist. Die Bällchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und schließlich im vorgeheizten Backofen bei 180° ca. 12min backen. Die Makronen werden beim Abkühlen fester und fallen nicht mehr so leicht auseinander wie wenn sie noch warm sind.
Zum Abschluss die Schokolade über einem Wasserbad schmelzen und die Makronen dekorativ damit besprenkeln.

Quelle: http://www.greenkitchenstories.com/vegan-passionfruit-coconut-macaroons/

(K)ein erstes Mal: Wirsing – Kartoffel – Suppe mit Chorizo

Ich komme gerade aus meinen ersten Skiferien zurück! Ja, manche müssen erst in ihre Zwanziger kommen um von sich sagen zu können das allererste Mal auf Ski gestanden zu haben. Es war super, hat sehr viel Spaß gemacht! Fast ein Naturtalent, das da in mir geschlummert hat. 9km hab ich zurückgelegt. Nur fast, weil ich so erfolgreich war, dass ich mir bei nem Sturz eine Zerrung geholt habe und es somit bei dem einen Mal Langlauf blieb. Schade – wobei es auch etwas Schlimmeres gibt eingekuschelt in der Sonne zu lesen. Das war dann mein Programm um das Beinchen zu schonen. Deswegen kommt dieser Post auch etwas später als sonst; Internet gab es dort zwar, aber das hilft auch nicht, wenn man das Rezept daheim liegen hat lassen.

Auf ein anderes erstes Mal musste ich in diesem Winter leider verzichten: Grünkohl! Normalerweise gibt es den auch hier im Süden. Aber was ist schon normal? An dem Freitag, als ich die Suppe gekocht habe, hatte keiner der drei Marktstände Grünkohl im Angebot! Überall wurde mir versichert, dass es den die ganze Woche gab. Mein Lieblingsmarktverkäufer hat sogar extra den Fahrer des Lieferwagens angerufen um in Erfahrung zu bringen, ob der noch Grünkohl mitbringt. Aber nein! Einfach kein Glück an dem Tag. Nirgendwo gab es dieses Wintergemüse und so musste es durch Wirsing ersetzt werden. Wie es immer so ist, habe ich diese Woche Grünkohl sogar bei Rewe entdeckt. Ich muss also nicht noch ein Jahr älter werden um den auszuprobieren.
Wer also das Glück hat den noch irgendwo zu bekommen: das Originalrezept schreibt ihn statt Wirsing vor. So oder so hat man mit diesem Eintopf eine herzhafte, wärmende Schüssel: schnell gemacht, würzig und wunderbar bei nass-kaltem Wetter!

Zutaten für 3 – 4 Personen:
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
150g Chorizo
500g mehligkochende Kartoffeln
2 EL Olivenöl
ca. 1 Liter Gemüsebrühe
500g geputzter Wirsing / Grünkohl

Zubereitung:
Zwiebeln und Knofi schälen und fein würfeln. Die Chorizo ebenso klein würfeln. Die Kartoffeln schälen, waschen und klein schneiden.
Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln, Knofi und Chorizo darin anbraten. Kartoffeln und Brühe zugeben und ca. 15min köcheln lassen.
Inzwischen den Grünkohl waschen, trocken schütteln, grob hacken und mit heißem Wasser kurz überbrühen, damit der Kohl nicht bitter schmeckt. Falls Wirsing verwendet wird, den einfach in schmale Streifen schneiden.
Mit einem Kartoffelstampfer die Kartoffeln im Topf grob zerstampfen. Den Kohl/ Wirsing zufügen und ca. 20min weiterköcheln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und schon ist der Eintopf fertig!

Quelle: Lecker 1+2/ 2014

Wie alles begann: Obsttorteletts

Die Bilder von diesem Post sind schon alt: sie stammen vom 1. Januar 2014. An diesem Tag hab ich die Torteletts für einen Geburtstag gebacken und hey, ich war und bin nach wie vor total stolz auf diese Dingerchen – es sind richtige Angebertörtchen! Wenn ich mich richtig erinnere, hatte mein Vater zu diesem Zeitpunkt eine relativ neue Kamera und hat jede Gelegenheit genutzt um diese auszutesten. Dann war auch noch das Licht gut und so entstanden die allerersten Foodfotos, die bewusst produziert wurden. Keine große Stylerei – werdet ihr von mir hier vermutlich sowieso nicht bekommen. Ich bin dekotechnisch nicht so begabt. Die Bilder lagen lange genug rum. Ich weiß noch, wie Papa damals fragte, was wir nun damit machen sollen – so ein Foodblog wäre dafür das richtige. Tja, da is er 🙂 Mal schauen, wie lange das mit mir und dieser Internettechnik gut geht.

Aber warum sich auf viel Drumherum bei Technik und Deko konzentrieren, wenn es doch eigentlich nur um das Essen geht. In diesem Fall machen die Torteletts wirklich was her! Die größte Friemelei ist es, die Mango zur Rose zu legen. Der Rest ist ganz leicht. Ich habe statt Förmchen einfach ein Muffinblech umgedreht, die Wölbungen eingefettet und darauf den Mürbeteig gebacken. Hat bisher immer ganz problemlos und einfach geklappt. Herr Lafer überzieht seine Törtchen noch mit einem Weißweinguss – darauf habe ich verzichtet und niemand hat etwas vermisst.

Vielleicht hat ja jemand Lust zum Nachbacken und sich die Woche zu versüßen! Ich muss mich leider am Schreibtisch zum Lernen statt in der Küche zum Backen aufhalten. Nächste Woche wird das nachgeholt!

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Rezept für ca. 17 Torteletts (wenn man Muffinformen verwendet)
Für den Mürbeteig
15og kalte Butter
1 Vanilleschote
300g Mehl
75g Puderzucker
1 Prise Salz
1 Eigelb
Für die Creme:
25oml Milch
20g Vanillepudding
100g Puderzucker
150g griechischer Sahnejoghurt
Früchte nach Wahl
100ml Weißwein (ersatzweise Apfelsaft)
50g Gelierzucker 2:1

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Zubereitung:
Für den Mürbeteig die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Mit den restlichen Zutaten und 2 – 3 EL kaltem Wasser zügig zu einem glatten Teig verkneten (glücklich ist, wer eine Küchenmaschine hat). Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 1h im Kühlschrank lagern. Dann den Backofen auf 180° Umluft vorheizen. Die Förmchen mit Butter einfetten. Den kalten Teig etwa 3mm dick (bei mir etwas dicker) ausrollen, passend für die Förmchen ausstechen und dann entweder über die umgedrehten Muffinförmchen legen oder in Tortelettförmchen (10cm Durchmesser) geben. Im letzteren Fall den Teig mit einer Gabel einpieksen und mit Backpapier und Hülsenfrüchten beschweren.
Die Torteletts im heißen Backofen auf der mittleren Schiene ca. 10min vorbacken. Dann die Hülsenfrüchte und das Backpapier entfernen und 6 – 8min weiterbacken. Bei der Verwendung von Muffinförmchen einfach schauen, wann der Teig goldbraun ist. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Für die Creme Milch, Puddingpulver und Puderzucker verrühren. Die Mischung in einem Topf unter Rühren aufkochen, dann etwa 1min kochen lassen. Den Pudding in eine Schüssel umfüllen und den Joghurt unterrühren. Die Creme gleichmäßig in die abgekühlten Torteletts geben und glatt streichen.
Anstatt wie Herr Lafer diese dann noch 30min kalt zu stellen, hab ich die Törtchen gleich gefüllt. Das war auch die richtige Entscheidung bei mir, weil die Creme sonst zu stark gestockt ist um Mango & Co noch in Form zu drücken. Deswegen hab ich recht zügig mit dem Befüllen weitergemacht – verwendet einfach, was ihr daheim habt. TK – Obst gut auftauen und abtropfen lassen, sonst verfärbt sich die Creme. Wer den Guss möchte, kocht Wein und Gelierzucker unter Rühren sprudelnd auf und lässt die Mischung dann ca. 4min sprudelnd kochen. Sofort mit einem Löffel gleichmäßig über die Früchte träufeln. Die Törtchen etwa 1h kalt stellen.

Quelle: Der große Lafer – Backen

Hallo liebe Kohlenhydrate: Möhren – Paprika – Risotto

Neuerdings bin ich süchtig: nicht nach Schokolade, Sport oder sonst etwas. Nein, ich habe Pinterest entdeckt! Dieses Drüberwischen und ein tolles Essensbild nach dem anderen erscheint – super Zeitvertreib, besonders wenn man eigentlich lernen sollte… Nervig sind nur diese ganzen Werbeemails, die man von Pinterest bekommt. Und letzte Woche bekomme ich eine mit dem Titel: „Lass doch mal die Kohlenhydrate weg!“ Ähm, nein!!! Ich brauche meine Kohlenhydrate mindestens einmal am Tag! Und eine Weizenwampe bekomm ich davon auch nicht oder was da auch immer momentan wieder behauptet wird.

Heute gibt es die Kohlenhydrate in Form eines Risottos. Das ist eines der Essen, das ich erst mit meinem Auszug so richtig kennen und lieben gelernt hab. Daheim gab es stattdessen andere Leckereien. Das tolle an einem Risotto ist einfach, dass es meistens innerhalb von einer halben Stunde fertig ist und man alles zum Reis schmeißen kann, was halt gerade da ist. Ich hab schon so manche Kombination ausprobiert und alle waren gut und lecker.

Dann gibt es noch dieses eine Risotto hier mit Karottensaft. Ja, genau! Diesem Gemüsesaft, den ich sonst niemals freiwillig anfassen geschweige denn konsumieren würde. Was mir pur aber einfach überhaupt nicht schmeckt, macht dieses Risotto in Kombination mit etwas Lorbeer, Paprika und Parmesan zu einem absoluten Lieblingsessen! Es ist sooo cremig, genau so schlotzig wie ein Risotto eben sein soll!

Ich kann euch nur sagen: probiert es aus! Seid nicht kritisch gegenüber dem Karottensaft, hier schmeckt er wirklich 🙂 Anmerken muss ich nur, dass ich 280g Risottoreis für vier Personen etwas wenig finde – aber vielleicht sind da andere dank Emails von Pinterest oder anderen Vorsätzen sparsamer 😉 Wenn schon Kohlenhydrate, dann schon richtig! Guten Appetit!

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Zutaten für vier Personen, bzw. drei hungrige:
1 rote Paprikaschote (ca. 220g)
1 kleine rote Chilischote
500ml Möhrensaft
500ml Gemüsefond
2 Knoblauchzehen
80g Schalotten
4 EL Olivenöl
1 Lorbeerblatt
280g Risottoreis
150ml Weißwein
40g schwarze Oliven ohne Stein (ich: weggelassen)
10 g kalte Butter
20g Parmesan (gerne etwas mehr)
frischer Basilikum oder Oregano

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Zubereitung:
Paprika putzen, vierteln und entkernen. Mit der Hautseite nach oben auf ein Backblech legen und unter dem vorgeheizten Backofengrill auf der obersten Schiene 6 – 8min grillen bis die Haut schwarze Blasen wirft. Paprika 5min in einem Gefrierbeutel ausdämpfen lassen, herausnehmen und häuten. In kleine Würfel schneiden (Anmerkung: darauf habe ich verzichtet. Ich habe die Paprika einfach in kleine Würfel geschnitten und sie von Anfang an zum Risotto gegeben) Chilischote längs einschneiden. Karottensaft, Fond und Chili in einem Topf aufkochen.

Inzwischen Knoblauch fein hacken, Schalotten fein würfeln. Öl in einem Topf erhitzen, Knoblauch, Schalotten und Lorbeer darin bei mittlerer Hitze 2 min glasig dünsten. Reis zugeben und mitdünsten. Mit Wein ablöschen und stark einkochen. Mit so viel kochendem Karottenfond auffüllen, dass der Reis knapp bedeckt ist. Offen bei mittlerer Hitze 18min kochen und mit Salz würzen. Nach und nach mit dem restlichen heißen Fond auffüllen.
Risotto beiseitestellen, Lorbeer und Chili herausnehmen. Oliven – falls verwendet – halbieren und mit Paprika, Butter und 10g Käse unterrühren. 2 min ziehen lassen. Frische Kräuter abzupfen, kleinschneiden und unterrühren. Mit dem restlichen Käse bestreut sofort servieren.

Quelle: essen & trinken Spezial (1/ 2014) Rezepte unter 45min