Oh Tannenbaum: Schoko – Tannenbäumchen

Ja, ja, ich weiß: dieser Eintrag ist zu spät. Der Tannenbaum hatte seinen großen Auftritt schon vor einer Woche an Heiligabend. Aber vermutlich steht er noch eine Weile im Wohnzimmer und blockiert wahlweise die Terrassentür zum Kompost rausbringen oder irgendwelche Schränke und Schubladen. Passend dazu gab es bei uns an Heiligabend Schoko – Tannenbäumchen als Nachtisch. Seit ein paar Jahren ist der Abend fest in der Hand von Mama, Papa und mir – meistens bin ich für das Dessert zuständig während meine Eltern sich die restlichen Aufgaben teilen.

Und dieses Jahr sollten es eben diese Bäumchen werden. Ich muss zugeben, dass ich sehr skeptisch war, ob das was werden würde. Zwar sah die Vorlage absolut niedlich aus, aber würde das auch wirklich so rauskommen??? Schlussendlich muss ich sagen, bin ich begeistert und sehr glücklich 🙂 Nicht nur sehen die Bäumchen sehr putzig aus und passen wunderbar zu ihrem großen Verwandten aus dem Wald, nein, der Schokokuchen war auch noch so saftig und schokoladig wie man es sich nur wünschen kann.

Wer sich also in einer guten Woche von dem nadelnden Grünzeug im Wohnzimmer verabschieden muss, kann ja zur Abschiedsfeier diese kleinen Bäumchen nachbacken. Die einzelnen Schritte brauchen zwar etwas Zeit, es ist aber eigentlich ganz einfach und simpel gemacht.

Zutaten (angeblich für 10 – 12 Stück, ich hab genau 8 rausgekriegt)
150g Zartbitterschokolade (70%)
3 Eier
Prise Salz
75g Zucker
100g fein gemahlene Haselnüsse
25g Mehl
1 EL Kakao
20g Pistazien
150g Puderzucker
Saft von 1/2 Zitrone
Rote Zucker – Dekorschrift

Zubereitung:
Aus Backpapier 10 bis 12 Kreise mit etwa 16cm Durchmesser ausschneiden. Vom Rand zur Mitte einmal einschneiden, Papier kegelförmig eindrehen und mit einer Büroklammer fixieren. Papierkegel mit der Spitze nach unten in kleine Tassen oder Förmchen stellen.
Backofen auf 180° vorheizen. 50g Schokolade fein hacken, Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz zu steifem Schnee schlagen – dabei langsam den Zucker einrieseln lassen. Eigelb kurz unterrühren. Haselnüsse mit Mehl, Kakao und geraspelter Schokolade mischen und vorsichtig unter den Eischaum heben. Teig in die Papierkegel verteilen. Im heißen Ofen 20min backen. Anschließend die Kegel umgedreht auf ein Kuchengitter stellen (ops, das hab ich nicht gemacht, deshalb waren die Bäumchen bei mir unten auch etwas uneben).

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Die restliche Schokolade hacken und schmelzen (100g Schoko waren viiiiiiel zu viel bei mir, die Hälfte hätte mir locker gereicht!) Die Pistazien fein mahlen (wer ohne Küchenmaschine ist kann das auch gut mit einem Wellholz machen, so hat es bei mir gut funktioniert). Von den erkalteten Schokokegeln vorsichtig das Backpapier entfernen.
Schokokuchen rundum dünn mit flüssiger Schokolade einpinseln, dann mit den Pistazien bestreuen. Eine Weile antrocknen lassen.

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Puderzucker mit Zitronensaft glatt rühren und etwas davon mit einem kleinen Löffel auf jeder Baumspitze verteilen.

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Mit roter Zuckerdekorschrift kleine Tupfen auf die Bäumchen spritzen. Anschließend mit Puderzucker bestreuen und begeistert sein von so was niedlichem 😉

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Falls das hier schon jemand außer meiner Familie liest, wünsche ich euch einen guten Rutsch und hoffentlich keine kalten Füßen beim Feuerwerk gucken! Bis nächstes Jahr!!

Quelle: Chocoladen Seiten Weihnachten 2014 (das kostenlose Lindtheftchen aus dem Supermarkt)

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Mini – Weihnachtsbäckerei: Florentiner

Traditionellerweise gibt es bei mir daheim (also im Elternhaus) fast jedes Wochenende einen Kuchen – Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel, aber im Prinzip gehört es dazu, dass zumindest einmal die Woche gebacken wird. Vor ein paar Monaten wurde mein Weltbild regelrecht erschüttert als ich zu einem Besuch heimkam und sich weder in der Küche, noch in Speisekammer oder Keller etwas kuchenartiges finden ließ! Meine Mutter hat das natürlich längst wieder gut gemacht 😉

In der Weihnachtszeit wird diese Bäckerei allerdings noch auf die Spitze getrieben: sage und schreibe 13 (DREIZEHN) verschiedene Sorten gibt es dieses Jahr! Jeder hat Favoriten, die immer auf den Plätzleteller gehören, aber es werden auch neue Sorten ausprobiert. Von so vielen Sorten bin ich weit entfernt – ich nehme mir nicht die Zeit für so eine ausgeprägte Backsession, weil ich den größten Teil sowieso alleine essen müsste. Und tagtäglich Plätzledosen an die Uni mitschleppen und in einem Vorlesungssaal verspeisen, hat einfach nicht den angemessenen Adventsflair.
Aber natürlich backe ich auch! Als meine Eltern neulich bei mir zu einem Hilfseinsatz zu Besuch waren (der Rollo musste repariert werden – danke Papa!), hatte ich diese Florentiner gebacken. Das ging superschnell und einfach: kein Teig muss gekühlt werden, statt Ausstecher wird ein Messer zum in Form bringen verwendet und als Deko gibt es lediglich ein Schokobad. Wer also noch schnell einen Plätzleteller füllen will oder ein Notfallrezept für Last – Minute – Geschenke aus der Küche braucht: die Florentiner sind perfekt dafür!

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Zutaten (angeblich für 50 Stück, aber dann muss man schon sehr exakt und klein schneiden. Ich hab ca. 35 geschafft)
50g Butter
50ml Sahne
1Tl Vanillezucker
2 EL Honig
50g Puderzucker
250g Mandelblättchen
2 EL Mehl
Fürs Schokobad:
100g Zartbitterschokolade
10g Kokosfett

Zubereitung:
Den Backofen auf 160° Umluft vorheizen. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Dann die Sahne, den Vanillezucker, den Honig und den Puderzucker hinzufügen und alles bei kleiner Hitze langsam erwärmen. Unter ständigem Rühren so lange köcheln lassen bis die Mischung dickflüssig und gebunden ist. Die Mandelblättchen und das Mehl dazugeben und untermischen.
Sobald alles gut gemischt ist, die heiße Masse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und gleichmäßig verstreichen. Im heißen Ofen auf der mittleren Schiene ca. 20min backen bis die Ränder etwas Farbe angenommen haben.
Nach der Backzeit die Mandelmasse aus dem Ofen nehmen, mit dem Backpapier vom Blech ziehen und mit einem zweiten Bogen Backpapier belegen. Dann mit einem Rollholz gleichmäßig dünn ausrollen.

Wenn die Masse nur noch lauwarm ist (das geht ziemlich schnell) mit einem Messer rundrum die Seiten begradigen und die Randstücke naschen. Die Masse in ca 3 x 3cm große Quadrate schneiden (oder so groß wie für euch 3x3cm sind…). Während die Florentiner vollens abkühlen, die Schokolade und das Kokosfett schmelzen und schließlich die Quadrate mit der Unterseite darin eintunken, kurz abtropfen und dann auf dem Backpapier fest werden lassen.

Quelle: Der große Lafer – Backen.

Eins zu eins übernommen: Galette mit Butternusskürbis und karamelisierten Zwiebeln

Ich koche inzwischen schon einige Zeit – meistens geht es so, dass ich in einem Kochbuch oder einem Blog ein wunderschönes Foto von Essen entdecke und daraufhin beschließe, das nachzukochen. Allein aus diesem Grund lege ich mir eigentlich kein bilderloses Kochbuch zu; ich brauche ein Ansichtsexemplar um mir vorstellen zu können, was am Ende rauskommen soll. Leider steht man oft mit einem sehr leckeren Essen da, das aber nicht so ganz das vorgegebene Rezeptbild wiederspiegelt.

Um so größer ist die Freude, wenn man wie in diesem Fall mit einer Galette da steht, die nicht nur unglaublich lecker schmeckt, sondern auch noch genau so aussieht, wie sie im Smitten Kitchen Cookbook vorgestellt wird! Die Zubereitung mag etwas aufwändig erscheinen, aber man kann den Teig und die Füllung problemlos vorbereiten, in den Kühlschrank stellen und erst später zusammen stellen.

Rezept für eine große Galette (ca. 30cm Durchmesser) oder zwei kleine (à 15cm)
für den Teig:
315 g Mehl (ich habe 250g Weizenmehl und 65g Vollkornmehl genommen)
1/2 Tl Salz
225 g Butter
120 g (griechischer) Joghurt
1 Tl weißer Balsamico
80 ml eiskaltes Wasser

für die Füllung:
ca. 1kg Butternusskürbis
3 Tl Olivenöl
1 1/2 Tl Salz
frisch gemahlener Pfeffer
1 Tl Butter
2 große weiße Zwiebeln
1/4 Tl Zucker
1/4 Tl Cayennepfeffer (optional)
185 g italienischer Fontinakäse (ich: Emmentaler)
1 Tl frischen Thymian (ich: knapper Tl Kräuter der Provence)
1 Eigelb zum Bestreichen des Teigs

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Zubereitung:
Für den Teig Mehl und Salz in einer Schüssel mischen. In einer seperaten kleinen Schüssel Joghurt, Essig und Wasser vermischen. Die kalte Butter in kleinen Stücken und die Joghurtmischung zum Mehl geben. Wer eine Küchenmaschine hat, kann sich das nun alles schön verkneten lassen. In meinem Fall habe ich den Teig mit Löffel und Händen geknetet. Es gibt keinen ganz glatten Teig, wenn noch Butterstückchen zu erkennen sind, ist das nicht schlimm. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mind. eine Stunde (aber auch bis zu zwei Tage) im Kühlschrank lagern.
Für die Füllung den Backofen auf 200° vorheizen. Den Kürbis schälen, entkernen und in ca. 1cm bis 1,5cm große Würfel schneiden. Die Kürbiswürfel mit 2 Tl Olivenöl, etwas Salz und Pfeffer mischen und auf einem Backblech ausbreiten. Im Ofen für 30min backen (oder etwas kürzer – der Kürbis soll weich und leicht gebräunt sein). Danach den Kürbis leicht auskühlen lassen. Der Ofen bleibt an.
Während der Kürbis im Ofen ist, die Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Ringe schneiden. Die Butter und den verbleibenden Teelöffel Olivenöl in einer Pfanne schmelzen. Darin die Zwiebeln bei mittlerer Hitze mit etwas Salz und dem Zucker karamellisieren (das dauert ca. 25min). Wer Cayennepfeffer benutzt, rührt diesen zum Schluss unter.
Schließlich den Kürbis, die Zwiebeln, den Käse und die Kräuter in einer Schüssel verrühren. Auf einem bemehlten Untergrund den Teig zu einem ca. 36cm großen Kreis auswellen. Diesen dann auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Die Kürbismischung auf dem Teig verteilen – dabei aber einen ca. 4 – 5cm Rand lassen. Diesen Rand dann überlappend über die Füllung falten und mit dem Eigelb bestreichen.
Im Ofen ca. 30 – 40min backen bis die Galette schön gebräunt ist. Aus dem Ofen holen, 5min stehen lassen und servieren.

Quelle: The Smitten Kitchen Cookbook (Deb Perelman)