Alles muss raus! Bunte Gemüsepfanne

In letzter Zeit kamen die Blogartikel seltener – beruflich war ich voll eingespannt und kam nicht mehr zum Schreiben. Gekocht wurde normalerweise dennoch in der Regel zwei Mal die Woche. Als eine Freundin aus dem Hauskreis mir anbot, das für mich zu übernehmen, fand ich diese Geste zwar wahnsinnig lieb, musste ihr aber gestehen, dass gerade das Kochen mir nach der Arbeit hilft, runterzukommen und mich zu entspannen.

2017.12.28_Gemüsepfanne-1

Da ist es mir egal, dass ich „nur“ für mich alleine koche, ich tue mir damit was Gutes: frisches, saisonales Gemüse schmeckt einfach – ich kann neue Rezepte ausprobieren – kann hemmungslos all das essen und kochen, was der Verlobte eher nicht soooo gern mag – der Geldbeutel wird geschont, weil ich nicht auswärts essen gehe. Lauter gute Gründe! Nur ist es manchmal nervig, dass es manches Gemüse nur in Monstergröße gibt (Wirsing – da esse ich alleine ne Woche dran!) oder je nach Rezept gar nicht alles verwendet wird, was so in der Packung oder am Gemüse dran ist. Ja, wenn man ausschließlich auf dem Markt einkaufen geht, hat man da oft Vorteile und kann Kleinstmengen (5 Rosenkohl, 10 Spinatblätter…) einkaufen, in vielen Supermärkten gibt es diese Zutaten allerdings nur in 500g – Packungen.

2017.12.28_Gemüsepfanne-3

Und ich muss einfach zugeben, dass ich in Mannheim leider nicht direkt am Wochenmarkt wohne wie damals in Tübingen, bzw. auch oft zu faul bin, noch auf dem Heimweg einen Stopp beim Gemüseladen an der Ecke einzulegen. Dementsprechend sammelt sich das Gemüse und wartet auf seine VERendung – NEIN, das darf nicht passieren! Lieber mache ich eine Art Wochenrückschau mit all den Anschnitten und Übrigbleibseln und bringe das Gemüse zu seiner VOLLendung: alles in die Pfanne, Ei dazu und gut ist! Kreativer bin ich an einem Freitag nicht mehr 🙂

2017.12.28_Gemüsepfanne-2

Die hier angeführten Zutaten könnt ihr beliebig variieren: die Süßkartoffel lässt sich durch Kürbis ersetzen oder es wandern noch ein paar normale Kartoffeln in die Pfanne. Wirsing kann statt Grünkohl rein, Zucchini mag ich auch recht gern, dafür ess ich die Tomaten lieber so als gekocht. Seid kreativ und adaptiert das Rezept nach eurem Geschmack und Kühlschrankinhalt!

Zutaten (für 2 Personen):
2 EL Olivenöl
1 Zwiebel
1/2 Süßkartoffel
10 Rosenkohl
10 Kirschtomaten
10 Champignons
1 Apfel
2 Handvoll Spinat oder Grünkohl
200ml Wasser (optional)
Prise Cayennepfeffer, Salz, Pfeffer
2 – 4 Eier
Zum Servieren:
Srirachasauce oder ein guter Ketchup

Zubereitung:
Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebeln fein schneiden und ca. 5min in der Pfanne bräunen. In der Zwischenzeit die Süßkartoffel schälen und in feine Würfel schneiden, den Rosenkohl je nach Größe halbieren oder vierteln, die Pilze halbieren. Alles in die Pfanne geben und weitere 5min braten. Die Tomaten halbieren, den Apfel fein schneiden und den Spinat oder Grünkohl grob schneiden. Zusammen mit Cayennepfeffer, Salz und Pfeffer in die Pfanne geben. Weitere 5min braten – ich habe ca. 200ml Wasser angegossen und verdampfen lassen, weil bei mir das Gemüse so in der Pfanne festgeklebt ist.
Wenn das Wasser verdampft und das Gemüse gar ist, für die Eier kleine Löcher in die Gemüsepfanne formen und jeweils ein Ei darin gar kochen.
Mit Srirachasauce servieren.

Quelle: Die Grüne Küche für jeden Tag (David Frenkiel & Luise Vindahl)

Advertisements

Cookie Dough Cheesecake Blondies

Anfang Januar klingelt mein Handy – die Nummer des Lieblingsbruders wird angezeigt. Verwundert nehme ich ab – haben wir nicht gestern erst fast eine Stunde miteinander telefoniert? Leicht fragend sage ich: „Hiiii?“ – Er redet sofort drauf los: „Hey, ich hab gedacht, ich ruf einfach mal an wegen Miris Geburtstag – also auf der Wunschliste steht nur noch so ein Kochbuch mit Cookie Dough. Keine Ahnung, ob wir das schenken wollen, aber ….“ Kleine Notiz am Rande: ICH bin Miri! Ich breche in schallendes Gelächter aus und da bemerkt der Bruder seinen Fehler: falsche Schwester angerufen 😀

2018.01.21_Cookie Dough Cheesecake-4

Wir sind ja alle schon erwachsen und erkundigen uns offen nach Geburtstagswünschen, für Mama legen wir trotzdem alle noch brav eine Wunschliste an und eben diese hatte mein Bruder in der Hand, um zusammen mit meiner Schwester zu besprechen, was sie mir schenken sollten! Soooo lustig! Bei der Gelegenheit konnte ich ihm auch gleich sagen, dass ich das erwähnte „Kochbuch“ schon hatte: meine Mutter (oder doch der Nikolaus, man weiß es nicht 😉 hatte mir Cookie Dough von Maja schon zum 6.12. geschenkt. Wie gut, dass mein Bruder die falsche Schwester angerufen hat!

2018.01.21_Cookie Dough Cheesecake-5

In dem kleinen Büchlein werden Rezepte rund um rohen Keksteig präsentiert. Lauter kleine Kalorienbomben, die einfach mega geil schmecken! Als ich das letzte Mal daheim war, wollte ich meiner Familie deswegen unbedingt etwas darauf „backen“: die Cheeseacke Blondies sind sehr schnell gemacht. Bevor der rohe Keksteig mit knackiger Schokolade als oberste Schicht drauf kommt, werden die unteren beiden Lagen (Blondies mit weißer Schokolade!!! Cremiger Cheesecake!!!) gebacken. Boah Leute, verboten einfach und schnell zu machen. Direkt aus dem Kühlschrank machen die Kuchenwürfel total süchtig, sogar mein Verlobter ging auffällig häufig an die Tupper mit Kuchen!

2018.01.21_Cookie Dough Cheesecake-2

Wer von euch also mal ungewöhnliche Rezepte fernab von klassischen Lieblingskuchen wie Mamas weltbestem Apfelkuchen sucht, dem kann ich dieses kleine Büchlein rund um den Keksteig nur empfehlen! Und jetzt lasst euch von der langen Rezeptbeschreibung nicht abschrecken, wie gesagt: eigentlich sind die Cheesecake Blondies viel zu schnell gemacht… und noch schneller weg!

Zutaten (Backform ca. 20 x 20cm):
Für die Blondies:
150g Butter
150g weiße Schokolade
2 Eier
150g brauner Zucker
1 TL Vanilleextrakt
200g Mehl
1 Prise Salz

Für die Cheesecake – Füllung:
500g zimmerwarmer Frischkäse
100g Zucker
2 Eier
1 EL Speisestärke
1 Prise Salz

Für das Cookie – Dough – Topping:
125g weiche Butter
75g brauner Zucker
75g Mehl
2 EL Milch
75g Zartbitter – Schokotropfen

2018.01.21_Cookie Dough Cheesecake-4

Zubereitung:
Eine Backform mit Backpapier auslegen. Für die Blondies die Butter mit der gehackten weißen Schokolade im Wasserbad langsam schmelzen (ich habe das die Mikrowelle machen lassen), danach etwas abkühlen lassen. Den Backofen auf 175°C vorheizen.
Die Eier zusammen mit dem braunen Zucker und dem Vanilleextrakt einige Minuten lang zu einer dick-schaumigen Masse aufschlagen. Die Butter – Schoko – Mischung langsam unter ständigem Rühren dazugießen und alles miteinander vermischen. Das Mehl drübersieben und zusammen mit dem Salz kurz unterrühren. Den Teig in die vorbereitete Backform füllen und glatt streichen.

Für die Cheesecake – Füllung Frischkäse mit Zucker cremig aufschlagen. Die Eier einzeln unterrühren, zuletzt die Speisestärke und das Salz kurz untermischen. Gleichmäßig auf den Blondieteig streichen. 45 – 50min backen bis die Füllung fest und leicht gebräunt geworden ist. Danach aus dem Ofen nehmen und auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

Für das Cookie – Dough – Topping das Mehl in eine Form geben und in der Mikrowelle auf höchster Stufe für 2min erhitzen, alle 30sec durchrühren – dadurch wird das Mehl keimfrei und kann unbedenklich roh gegessen werden. Vor der Weiterverwendung abkühlen lassen.
Die Butter und den Zucker cremig aufschlagen. Abwechselnd Mehl und Milch unterrühren, bis ein weicher Teig entsteht. Zuletzt die Schokotropfen unterheben. Das Topping gleichmäßig auf die Cheesecake – Blondies streichen. Die Backform abdecken und mindestens 2h in den Kühlschrank stellen. Danach in (25, höhö) Würfel schneiden und servieren.

Quelle:Cookie Dough (Maja Nett)

Rettungsaktion: Rote – Bete – Risotto mit Grünkohltopping

FARBE! Nachdem die Weihnachtslichter verschwunden sind, versinkt der Januar in einem monotonen Grau… da muss wenigstens das Essen auf dem Teller dem entgegen wirken! Und das saisonale Gemüseangebot eignet sich dazu auch ganz fantastisch!

2017.12.29_RoteBeeteRisotto-2

Risotto geht bei mir sowieso zu jeder Jahreszeit. Und seitdem ich vor ein paar Jahren entdeckt habe, dass Risotto umso besser schmeckt, wenn man die Brühe mit Gemüsesaft aufpeppt, erlebe ich regelmäßig Begeisterungsstürme der Mitesser. Dieses Mal von meiner Schwester: die hat zwar fleißig beim Risotto rühren geholfen, war aber doch recht skeptisch… Rote Bete hat bekanntermaßen nicht nur Fans. Aber in dieser Kombination konnte die Rübe voll und ganz überzeugen!

Kommt mir bitte, bitte nicht auf die Idee, das Grünkohltopping wegzulassen! Der nur kurz blanchierte Kohl liefert genau den richtigen Kontrast zum schlotzigen Risotto! Durch den US-amerikanischen Trend rund um Kale wie Grünkohl dort heißt, bin ich vor ein paar Jahren auch auf den Geschmack gekommen. Leider ist es hier teilweise sehr schwierig, an Grünkohl zu kommen. Am Fuß der Schwäbischen Alb wurde ich nur im Bioladen fündig – in Karlsruhe hingegen wird der Kohl zu Spottpreisen in fantastischer Qualität bündelweise auf dem Markt verkauft. Ich laufe dann immer ganz glücklich mit meinem Grünkohlstrauß nach Hause 🙂

2017.12.29_RoteBeeteRisotto-1

Solltet ihr nicht an Grünkohl kommen, könnt ihr diesen mit Spinat oder auch Wirsing ersetzen. Wirsing passt sogar noch besser, weil der knackig bleibt. Außerdem ist der eine tolle Ergänzung zur Rettungsaktion rund um die verschiedenen Kohlarten! Die Rettungstruppe hat sich unter der Leitung von Sina und Susi zusammen getan und hat sich dem Wintergemüse gewidmet. Wie vielfältig es zugeht, zeigt die lange Liste voller Leckereien.
Ich hoffe, ihr kriegt ordentlich KOHLdampf -sorry, diesen Wortwitz musste ich einfach bringen, hihi! Am Ende der Liste findet ihr dann das Rezept für das Rote – Bete – Risotto mit Grünkohltopping 🙂

https://unsermeating.files.wordpress.com/2016/02/e99ff-wirrettenwaszurettenist.jpg?w=320&h=117

Anna Antonia: Cole – Slaw ganz einfach

auchwas: Grünkohlpizza

Barbaras Spielwiese: Gebackener Rosenkohl mit Gorgonzola und Walnüssen

Bonjour Alsace: Sauerkraut im Glas

Brittas Kochbuch: Winterliche Minestrone

Brotwein: Grünkohl – Pesto

Cakes, Cookies and more: Bunter Wintersalat

Corum Blog 2.0: Rotkrautsalat mit Pistazien

Evchen kocht: Kohlroulade auf thailändisch

Fliederbaum: Klassisches Rotkraut

German Abendbrot: Zweierlei Rotkohl – als Pickle und klassisch

Giftige Blonde: Rotkohl auf polnische Art

Katha kocht: Geschmortes Wildschwein mit Grünkohl und Kartoffeln

Kebo homing: Romanesco – Kichererbsen – Suppe

LanisLeckerEcke: Cole Slaw

Madame Rote Rübe: Herzhafter Wirsingkuchen

Magentratzerl: Kohl hoch 2

Obers trifft Sahne: Fruchtiger Grünkohlsalat

Our food creations: Kale Salad

Paprika meets Kardamom: Ungarischer Blumenkohl – Gulasch – Auflauf

Schmeckt nach mehr: 5 Grünkohl – Irrtümer plus Rezept für Grünkohl äthiopisch

Schönes + Leben: Sächsischer Gulasch mit Rotkraut und Kartoffelbrei

Summsis Hobbyküche: Weißkohlcurry

Turbohausfrau: Flammkuchen mit Kohl

2017.12.29_RoteBeeteRisotto-3

Zutaten (für 2 Personen):
200g frische Rote – Bete
200ml Rote – Bete – Saft
150ml Gemüsebrühe (evt. etwas mehr oder weniger)
125g Risottoreis
80g Parmesan
1 EL Olivenöl
20g Butter
2 Schalotten
1 Lorbeerblatt

Gebratener Grünkohl
250g Grünkohl
30g Butter
40g Walnüsse
1 Zwiebel
wer mag: 1 Zimtstange
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Gemüsebrühe mit Rote-Bete-Saft aufkochen. Schalotten und Rote Bete schälen und jeweils in kleine Würfel schneiden. Zusammen mit dem Lorbeerblatt im Olivenöl für ein paar Minuten anschwitzen bis die Zwiebel glasig wird. Den Risottoreis hinzugeben und kurz mitbraten. Danach alles mit ein paar Schöpfkellen Gemüsebrühensaft ablöschen und bei mittlerer Hitze unter Rühren einkochen lassen. Flüssigkeit immer wieder nachgießen und einkochen bis der Reis cremig und gar ist. Das dauert ca. 15-18min.

In der Zwischenzeit den Grünkohl von den Stängeln zupfen und in mundgerechte Stücke reißen. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Grünkohl, Zwiebel, Walnüsse und Zimtstange kräftig 3-5min anbraten. Falls es jemandem reinbrennt, einfach einen Schluck Wasser zugeben.
Parmesan reiben, 20g Butter zusammen mit der Hälfte des Parmesans unter das heiße Risotto rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Risotto mit Grünkohl anrichten und mit noch mehr Parmesan genießen!

Quelle: Deine Küche. Eine Reise durch den Winter.

Aus Mamas Küche: Mayonnaise

Ihr könnt euch kaum vorstellen, wie sehr wir für diese Bilder kämpfen mussten! Es war weniger die winterliche Lichtsituation oder das Gesamtarrangement von Essen mit Deko, sondern vielmehr die Mama, der es soooo peinlich war (und beim Lesen sein wird!), dass ihr altes Rezeptbuch aufs Foto soll. Papa, meine Schwester und ich haben aber drauf bestanden und nun ja, wir waren einfach stärker 😉

2017.12.27_Mayonaise-12

Wenn ihr mir einen Gefallen tun wollt, dann überschüttet meine Mutter für ihr Rezeptbuch bitte mit ganz viel Liebe, denn genau das steckt da drin! Vor über 30 Jahren hat sie dieses Büchlein von einer Freundin zur Hochzeit bekommen -mit dem Wunsch in der Widmung, dass sie eine gute Hausfrau werde 😀
Dieses Rezeptbüchlein hat Kultstatus und die Seite mit dem Mayorezept ist eine der meist benutzten wie man sehen kann. Ein paar Senfflecken sind da zu sehen ebenso wie irgendwelche andere undefinierten Schmierereien; die Schrift (ehemals mit Füller geschrieben) musste schon mit Kulli nachgezogen werden, damit man überhaupt noch etwas lesen kann. 2017.12.27_Mayonaise-2

Und warum ist das nicht eklig oder peinlich oder keine Ahnung was? Ganz einfach: die Mayonnaise macht man nicht für sich allein, sondern wenn man mit anderen Menschen zusammen isst! Es ist eines DER Familienrezepte und allein deswegen MUSS es auf diesen Blog, der für mich als Rezeptsammlung dient, wenn mich das Heimweh packt oder ich einfach die besten und erprobtesten Rezepte brauche. Traditionell gibt es die Mayonnaise hauptsächlich in den Wintermonaten als Dip zum Raclette oder Fondue. Damit schmecken die Kartoffeln einfach nochmal besser.

2017.12.27_Mayonaise-8

Und somit verbinden sich mit der Mayonnaise und zwangsweise mit dem Kochbuch ganz viele schöne, heimelige Erinnerungen. Kurioserweise holt meine Mutter auch nach Jahrzehnten mit diesem Standardrezept jedes Mal noch das Büchle aus dem Regal, um die Mayonnaise zuzubereiten 🙂 Ich finde das immer wieder toll und bin soooo froh über dieses Rezeptbüchlein… an diesem digitalen Kochbuch hängen zwar auch manche Erinnerungen, aber diese sind längst nicht so greifbar und sichtbar wie die in dem meiner Mutter. Mein Versuch, so etwas zu etablieren, ist es zu jedem nachgekochten Rezept einen Post-It im Kochbuch zu hinterlassen, um mögliche Änderungen oder Kommentare festzuhalten. Das wird allerdings längst nicht den Kultstatus erhalten!

2017.12.27_Mayonaise-11

Noch ein Hinweis: erschreckt nicht zu sehr, wenn in der Zutatenliste Gemüsebrühenpulver auftaucht – meine Mutter verwendet inzwischen lieber das anstelle von dem im Rezept vermerkten Fondor (war das nicht so ein gelb-rotes Plastikdöschen?). Und im Sinne der Tradition und der Authentizität verwende ich das auch 🙂 Ich hoffe, ihr lasst euch weder von den Zutaten noch der Kaloriendichte oder dem Kult – Kochbüchle meiner Mutter abschrecken, sondern freut euch mit uns, dass dieses Rezept ENDLICH auf dem Blog verewigt ist!

2017.12.27_Mayonaise-6

Zutaten:
3 Eigelb
1/4 Tl Salz
1 Tl Senf
250ml Sonnenblumenöl
Saft von 1/4 Zitrone
etwas Gemüsebrühenpulver

Zubereitung:
Alle Zutaten sollten zimmerwarm sein. Die Eigelb in einer hohen Rührschüssel mit dem Rührgerät zusammen mit Salz und Senf ca. 1min verrühren. Unter ständigem Rühren das Öl in einem ganz dünnen Strahl ganz langsam zuschütten. Lieber mal eine Pause machen, damit sich Ei und Öl gut vermischen und cremig werden. Lasst euch Zeit! Abschließend etwas Zitronensaft und Gemüsebrühenpulver unterrühren. Manchmal wird ein Teil des Öls (ca. 75ml) auch durch Sahne ersetzt. Probiert einfach aus, wie es euch besser schmeckt!
Bitte achtet darauf, dass ihr die Mayo spätestens nach 24h verbraucht habt, weil sonst die Gefahr von Salmonellen durch das rohe Ei enorm steigt.

Superfood – Salat mit Quinoa, Grünkohl und Avocado

Über Weihnachten war ich bekanntermaßen ein paar Tage daheim; raus aus Mannheim und Karlsruhe – auf zum Fuß der Schwäbischen Alb. Eine Region, die wunderschön und (fast) immer einen Besuch wert ist, aber nicht gerade pulsierende Trendmetropolen zu bieten hat. Wer wissen will, was es für neue Trends in Sachen Ernährung gibt, schaut nach Berlin oder München. Das ist auch okay, nur vergesse ich das oft, weil ich dort schon lange nicht mehr lebe.

2017.12.28_Grünkohlsalat-3

Schon während meines Studiums in Tübingen war es kein Problem, Menschen zu finden, die dir alles über glutenfrei – vegane Rohkosternährung sagen konnten und die entsprechenden Bioläden gab es dort auch sehr häufig. Dann noch gut ausgestattete Marktstände am Nonnenmarkt und dem Nachkochen der neusten Trends stand nichts mehr im Weg! Auch in Karlsruhe und Mannheim wissen die Verkäufer sofort, wo Quinoa, Hanfsamen oder glutenfreie Gemüsechips zu finden sind, wenn man im Supermarkt vor lauter Regalen die Produkte nicht findet.

2017.12.28_Grünkohlsalat-4

So weit waren die Verkäuferinnen daheim noch nicht. Als ich zwischen den Jahren verzweifelt auf der Suche nach Quinoa für diesen Salat war, schauten die mich nur fragend an: „Kiwis?“ Nein, Quinoa – ein Pseudogetreide. „Pseudogetreide? Also Mehl und Nudeln haben wir da hinten… oder meinen Sie Hirse?“ Neee, nicht ganz, würde ich alternativ aber nehmen.

Im untersten Regalfach fand sich dann tatsächlich Quinoa. Dieses Erlebnis fand ich so herrlich, weil ich gefühlt in einer Blase lebe, in der Quinoa & Co. schon fast wieder out sind. Aber klar, man muss sich nicht für alles interessieren und alles mitmachen. Der Salat schmeckt gut – egal ob man Quinoa kennt und ihn aufgrund seiner Ökobilanz verdammt. Zusammen mit der Avocado. So ab und zu gönn ich mir diese Lebensmittel einfach und greif sonst auf weniger weitgereiste Lebensmittel zurück. Hauptsache, es schmeckt 🙂 Und nach den Feiertagen darf es ja ruhig mal etwas leichter zugehen (insbesondere, wenn es wie bei uns an dem Tag, Pizza zum Abendessen gibt!)

2017.12.28_Grünkohlsalat-1

Zutaten (für 2 als Hauptspeise, für mehr als Abendessen)
100g Grünkohl
3 EL Olivenöl
1 EL Zitronensaft
1 Tl Dijonsenf
1 EL gehakte Petersilie
1 EL gehakter Dill
150g gekochter Quinoa (Packungsanleitung beachten)
Salz, Pfeffer, Prise Zucker
Zum Servieren:
2 Eier
1 Avocado
Radieschen
Nuss – Samenmix

Zubereitung:
Die Grünkohlblätter von den Stängeln in mundgerechte Stücke zupfen. In einem Topf mit kochendem Wasser 3min blanchieren, abgießen und kurz kalt abspülen. Die Eier in kochendem Wasser 6-7min weich kochen.
Für die Salatsauce das Olivenöl, Zitronensaft, Senf, Salz, Pfeffer und Zucker miteinander vermischen. Wer mehr Sauce mag, verdoppelt einfach die Menge. Dann den abgetropften Grünkohl mit den Kräutern, dem Quinoa und der Salatsauce mischen. In einer Schüssel (neudeutsch: BOWL!) mit Eiern, Avocado, Radieschen und Nüssen belegen. So einfach, so gut 🙂

Quelle: Die grüne Küche für jeden Tag (David Frenkiel / Luise Vindahl)

Im Bücherregal: Meine besten Rezepte für Slow Cooker & Schongarer (Gabriele Frankenmölle)

So gerne habe ich an Silvester die ganzen Jahresrückblicke gelesen und mich insbesondere für kulinarische Neuentdeckungen interessiert. Ich habe es leider zeitlich nicht geschafft, aber hätte ich einen Rückblick geschrieben, wäre mein Slow Cooker auf jeden Fall in den Himmel gelobt worden 🙂 Egal wer mich gefragt hat … oder auch nicht… hörte von mir in den letzten Monaten Schwärmereien über die Möglichkeiten des Slow Cookers. Eine wunderbare Küchenhilfe, für die ich immer auf der Suche nach neuen Rezepten bin. Da kommt die „besten Rezepte für Slow Cooker & Schongarer“ gerade Recht!

2017.12.30_Buch Slowcooker-4

Die Autorin:
Gabi Frankemölle fing schon 2007 mit dem Kochen im Slow Cooker an. Weil es im deutschsprachigen Raum weder Rezepte noch ein verbreitetes Wissen über Schongarer gab, fing sie an zu bloggen und veröffentlichte Kochbücher im Eigenverlag. Ich kann euch ihre Homepage nur ans Herz legen, wenn ihr euch für das Thema interessiert. Dort findet ihr wunderbar übersichtlich alle Informationen für das Kochen im Schongarer. Wenn es euch allerdings wie mir geht und ihr lieber ein Buch statt eines Tablets / Computers in der Küche habt, dann bitteschön: das ist das Buch für euch!

2017.12.30_Buch Slowcooker-3

Der erste Eindruck:
Klein, kompakt, alles drin! Fast alle Rezepte werden von einem hübschen Foto begleitet. Wie schon beim ersten (?) Einsteigerkochbuch vereinfachen Symbole die Übersicht zu jedem Rezept, so dass man auf einen Blick erkennen kann, wie viele Portionen man erhält, welche Topfgröße erforderlich ist, wie lange die Vorbereitungszeit beträgt und wie lange das Gericht schlussendlich im Schongarer braucht. Sehr angenehm und ansprechend zum Lesen!

2017.12.30_Buch Slowcooker-5

Inhalt:
Das Kochbuch beginnt nach einem kurzen Vorwort mit fünf verblüffenden Slow – Cooker – Fakten („die meisten Slow Cooker verbrauchen kaum mehr Strom als eine helle Glühbirne“ während ihres stundenlangen Kochens) und mit zehn Kochgeboten für den Slowcooker. Diese Gebote geben wirklich in aller Kürze den wichtigsten Überblick darüber, was es zu beachten gibt. Es ist wirklich nicht viel und schwierig und nimmt jedem Anfänger die Befürchtung, etwas falsch machen zu können.
Genial finde ich die Umrechnung der Rezeptmengen für die verschiedenen Topfgrößen. Ich habe zwar bisher nur die 3,5l – Standardgröße (ideal für ca. 3-6 Personen), aber ähm, vermutlich werde ich mir irgendwann noch einen größeren Topf zulegen. Kaufen kann man die Slow Cooker am besten online – meinen knallroten Schongarer der Marke Crockpot hab ich über Amazon Warehousedeals für gerade mal 40€ gekriegt. BESTE INVESTITION DES JAHRES!!!
Danach folgen die Rezepte, die aufgeteilt sind in Suppen & Eintöpfe, Hauptgerichte, Süße Gerichte, Kuchen & Desserts und Saucen, Fonds & Beilagen. Klitzekleines Minus: die Kapitel gehen nahtlos ineinander über, da hätte ich mir eine Seite dazwischen als Abtrennung gewünscht. Dadurch, dass der Kapitelname immer noch unten auf der Seite erscheint, behält man beim Blättern den Überblick.

2017.12.30_Buch Slowcooker-6

Die Rezepte:
Beim ersten Eindruck hab ich schon die Übersichtlichkeit des Buches erwähnt: bei jedem Rezept weiß man ganz genau, wie viel Zeit man vorher investieren muss und wie lange das Essen im Schongarer braucht. Was gab es also schon?

  • Feine Fischsuppe: auf den Speck haben wir zwar verzichtet, aber auch ohne war die Suppe sehr aromatisch. Unbedingt Baguette zum Aufdippen dazu essen!
  • Kürbissuppe mit Apfel: ich habe die Brühenmenge reduziert, weil ich meine Suppen gerne sehr dick esse. Auch so ist der Kürbis weich geworden und hat uns eine schöne herbstliche Suppe ergeben.
  • Mexikanisches Huhn mit Bohnen und Süßkartoffeln: bei 8h auf Low dachte ich, dass die Bohnen komplett zerfallen würden. Das war nicht der Fall! Ich glaube, das ist eines meiner Lieblingsgerichte aus dem Slowcooker!
  • Szegediner Gulasch: am Abend davor hab ich alles angebraten und in den Einsatz des Slow Cookers gegeben, den dann über Nacht in den Kühlschrank und am nächsten Morgen musste ich nur noch das Gerät anstellen. Fein!
  • Biergulasch: statt Schwein hab ich Rind genommen, ein Traum! Fleisch wird einfach fantastisch im Schongarer!
  • Rinderrouladen: wie beim Szegediner Gulasch hab ich die Rouladen abends zuvor gerollt, nach 6h auf High waren sie butterweich!
  • Möhrenkuchen: ja, sogar „backen“ kann man im Schongarer! Ein sehr saftiger Karottenkuchen, der viel zu schnell weg war!

Alle Rezepte haben anstandslos geklappt und sehr gut geschmeckt! Als nächstes will ich mich an den Fonds probieren und den ein oder anderen Nachtisch im Slow Cooker machen. Die Rezepte sind allerdings recht fleischlastig – für mich nicht schlimm: in guter Sonntagsbratenmanier wird am Wochenende gerne einmal was tierisches gekocht. Wer allerdings vegetarisch lebt, wird in dem Kochbuch nicht so viele Rezepte finden.

2017.12.30_Buch Slowcooker-8

Kaufempfehlung:
Ich glaube, es war selten so klar: ja, absolute Kaufempfehlung! Und wer noch keinen Schongarer hat, besorgt euch auch gleich noch einen! Bei Gabi und ihren Kochbüchern mag ich sehr, dass sie bei all ihrer Überzeugung und Kompetenz zu Schongarern nicht dogmatisch wird: sie sagt klar, dass man planen muss, wenn man Garzeiten von vier Stunden hat und nicht einfach mal spontan was im Slow Cooker zubereiten kann. Ich habe meinen Crockpot so zu schätzen gelernt, wenn man vom Skifahren / Wandern / … heimkommt und das Essen einfach schon fertig ist! Vielleicht müssen noch kurz Nudeln gekocht werden, aber dann war’s das und man kann sich gleich an den Tisch setzen ohne dass noch jemand halbverhungert in der Küche abmühen muss 🙂 Wenn es im Februar wieder in den Skiurlaub geht, wird uns auch dieses Mal wieder der Slowcooker begleiten und in der Ferienwohnung seinen Dienst tun während wir über die Pisten düsen!

Gabriele Frankemölle: Meine besten Rezepte für Slow Cooker & Schongarer
Bassermann Verlag
ISBN: 978-3809438434
9,99€

Das Buch wurde mir freundlicherweise als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Das hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Rezension – diese entspricht zu 100% meiner eigenen Meinung

Pancake – Party dank Raclettegerät!

Hat bei euch das Raclettegerät gerade auch Hochsaison? Ich glaube, während des Jahres verstaubt dieses mobile Heizgerät im Keller, aber kaum kommen die Feiertage rund um Weihnachten und Silvester kommt seine Zeit. Da wird Käse geschmolzen was das Zeug hält! Und ganz ehrlich: genau so soll es sein und mir würde echt was fehlen ohne diese Leckerei.

2017.12.27_MiniPancakes-7

Heute aber zeig ich euch, was ihr sonst noch mit dem Gerät anstellen könnt, damit es vielleicht auch unter dem Jahr Verwendung findet. Mit leichter Skepsis hab ich das Pancakerezept ausprobiert und innerhalb kürzester Zeit waren alle begeistert! Ab und zu mach ich wirklich gerne Pancakes zum Frühstück. Problem ist nur, dass man ne ganze Weile in der Küche mit der Pfanne hantiert bis genügend zusammen kommen.

Von dieser Arbeit befreit euch das Raclettegerät: macht einfach genug Teig, stellt statt Schinken und Gemüse Obst und Süßzeug auf den Tisch und es kann losgehen! Jeder bedient sich am Teig und dekoriert dann den Teig mit beliebigen Toppings und kurz drauf können alle gleichzeitig genießen! So einfach, so gut! Ein echte Empfehlung für euer nächstes Brunch… oder als Katerfrühstück am 1. Januar 🙂

2017.12.27_MiniPancakes-5

Zutaten für ca. 5 Personen:
60g Zucker
3 Eier
450ml Milch
225g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1/2 TL Salz
Zimt und Muskatnuss nach persönlichem Geschmack
50g Kakao
Toppings:
1 Banane
1/2 Apfel
Erdnussbutter
Nutella
Walnüsse
Kokosflocken
Zuckerstreusel
TK-Himbeeren
… was ihr wollt 🙂

Zubereitung:
Eier trennen. Zucker und Eigelbe in einer Schüssel verrühren. Dann Milch hinzufügen und alles gut vermischen. Mehl, Backpulver und Gewürze mischen und nach und nach zur Eiermischung geben. Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unterheben. Die Hälfte des Teiges in eine andere Schüssel geben und mit dem Kakaopulver vermischen.
Das Raclettegerät vorheizen, die Pfännchen jeweils mit etwas geschmolzener Butter einfetten. Und dann kann gefüllt werden, wie es euch gefällt: hellen und dunklen Teig mischen oder nur eine Teigsorte mit Obst, Nüssen oder anderem ungesunden Zeug belegen. Im Gerät backen bis der Teig fest und leicht gebräunt ist. Dazu könnt ihr Ahornsirup, Honig oder auch Joghurt servieren.
So einfach kann man ne Pancake-Party schmeißen 🙂

Quelle: Buzzfeed