Möhren-Walnuss-Torte mit Blaubeeren

Lang schon wartete dieses Rezept darauf, verbloggt zu werden. Zum ersten Mal buk ich die Möhren-Walnuss-Torte für die Babyshower einer Freundin. Deren Kind springt jetzt schon quietschfidel durch die Gegend und kommt im Herbst in den Kindergarten. So lange kenn ich dieses saftige Törtchen also schon 🙂

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Nun ja, gut Ding will Weile haben und als es dann soweit war, trat der berühmte Vorführeffekt ein: statt einer kleinen Kuchenform kam eine große zum Einsatz, weswegen mir die Torte nicht ganz so gefällt und dann hat Papa auch noch schief die Böden geteilt und das Anschnittfoto sieht eher so naja aus… ABER der Inhalt ist so oder so meeegaaa gut! Saftig, limettig-frisch und dann diese Heidelbeeren, die im Mund zerplatzen! Durch die Karotten könnte man die Torte auch glatt als Gemüse zählen und hey, davon soll man ja fünf am Tag essen 😉

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Wenn ihr die Möhren-Walnuss-Torte für ein Buffet macht, auf dem sie länger steht, könnt ihr zur Sicherheit, damit die Frischkäsemasse nicht davon fließt, Sofortgelatine dazugeben. Gerade bei den sommerlichen Temperaturen ist das vielleicht ganz praktisch. So, hier noch ein Anschnittsfoto, auf dem neben der ungeraden Schnittweise zu sehen ist, wie wunderbar feucht der Teig ist! Ganz große Kuchenliebe 🙂

Zutaten für ca. 16 Stücke:
etwas + 1/4l neutrales Öl
etwas + 250g Mehl
100g Walnusskerne
400g Möhren
3 gestrichene TL Backpulver
275g + 1 EL brauner Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
Salz
1/2 TL Zimt
4 Eier
250g Blaubeeren
1 Bio-Limette
600g Doppelrahmfrischkäse
6 EL Schlagsahne
300g Puderzucker

Zubereitung:
Eine Springform (20cm Durchmesser) ölen und mit etwas Mehl ausstäuben. Backofen vorheizen auf 175° Umluft. Nüsse hacken, Möhren schälen und raspeln. 250g Mehl, Backpulver, 275g Zucker, Vanillezucker, 1 Prise Salz und Zimt in einer Rührschüssel mischen. 1/4l Öl unterrühren, Eier nacheinander hinzufügen. Nüsse und Möhren unter den Teig heben und alles gut vermischen.

Teig in der Form glatt streichen. Im heißen Ofen ca 1 1/4h backen (Stäbchenprobe!), dabei evt nach ca 50min mit Alufolie abdecken. Aus dem Ofen nehmen, auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Vorsichtig aus der Form lösen und auskühlen lassen.

Blaubeeren waschen und gut abtropfen lassen. Limette heiß waschen, trocken tupfen. Schale fein abreiben, Limette auspressen. Frischkäse, Sahne und Puderzucker mit dem Schneebesen des Rührgeräts dickcremig aufschlagen. Limettenschale und -saft unterrühren.
Kuchen zweimal waagrecht durchschneiden. Je ca 1/4 Creme auf den unteren und mittleren Boden streichen. Jeweils ca 1/3 Beeren auf die bestrichenen Böden geben und leicht in die Creme drücken. Mittleren Boden auf unteren Boden setzen. Kuchendeckel draufsetzen. Vorsichtig andrücken. Kuchen rundherum mit Rest Creme locker einstreichen. Übrige Beeren draufgeben. Optional mit 1 EL Zucker bestreuen.

Quelle: Lecker Bakery 2014

Quinoa-Hühnerhackbällchen

ZUCCHINISCHWEMME!!!!! Da zieht man weit weg von daheim um sicher zu sein vor den Tonnen an Zucchini, die jedes Jahr die Gärten meiner Eltern, der Tante und von Oma und Opa hervorbringen und dann stellt sich heraus, dass die Vermieter einen Schrebergarten haben, der natürlich auch nicht ohne Zucchini auskommt…

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Und so habe ich gestern schon die zweite Zucchini gekriegt. Die von letzter Woche hab ich erst am Montag vollens verwertet, weil die Monnemer Zucchini ungefähr die Ausmaße von Oberschenkeln haben. Meine Vermieter haben so einen herrlichen Monnemer Dialekt und wenn dann plötzlich das Telefon klingelt und sich die Vermieterin panisch fragt: „Nämme Se wieder ne Zucchini?“, kann ich einfach nicht ablehnen. Und ich mag die Dinger ja auch sehr gern!
Kann es sein, dass dieses Jahr die Zucchini und die Brombeeren von dem Wetter profitieren? Nachdem es daheim auf der Schwäbischen Alb keine Kirchen gab, weil die Blüten im Frühjahr von einem Kälteeinbruch erfroren sind, habe ich jetzt den Eindruck, dass die Natur hier momentan produziert ohne Ende! Von meiner Brombeerernte erzähle ich ein ander Mal…

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Meistens kratze ich einen Teil der Kerne aus der Zucchini raus, aber übrig bleibt immer noch jede Menge. Gut, wir fangen heute mal klein an. Immerhin 360g Zucchini wird man für diese Quinoa-Hühnerhackbällchen los -über die Anmerkung in Klammern, dass das „ca 3 Zucchini“ seien, kann ich aber nur müde lächeln. Diese Hühnerhackbällchen sind der HAMMER! Gefühlt sieht das nach viel Fleisch aus, die Masse wird jedoch durch Quinoa, Feta und eben Zucchini gestreckt und die Konsistenz fand ich wunderbar fluffig! Eine gute Alternative zu meinen sonstigen Lieblingsfleischbällchen 🙂

Auf den Bildern könnt ihr erkennen, dass bei uns noch eine gelbe Zucchini dran glauben musste, geschmacklich macht die Farbe aber keinen Unterschied. Hackfleisch aus Hühnchenfleisch habe ich noch nicht beim Metzger oder beim Geflügelhändler gekriegt. Ich habe es einfach mit einem Pürierstab hergestellt -bitte, bitte, bitte arbeitet schnell und hygienisch, sprich: sobald ihr das Fleisch püriert habt, sofort weiterverwenden. Dass eure Hände davor, zwischendurch und danach gewaschen werden, ist hoffentlich selbstverständlich. Bretter, Messer und Schüssel, die mit dem Fleisch in Kontakt kommen heiß und mit Spülmittel gründlich abwaschen. Und dann ist das alles gar kein Problem und einem leckeren Sommeressen zur Zucchiniverwertung steht nichts mehr im Weg 🙂

Habt ihr mir noch Tipps zur Zucchiniverwertung? Ich hab so das Gefühl, dass das gestern nicht die letzte Zucchini war…

Zutaten für 4 Portionen:
360g grob geriebene Zucchini
500g gehacktes Hühnerfleisch
350g gegartes (rotes) Quinoa
2 Knoblauchzehen, gepresst
2 EL Quittenpaste (ich: Mamas Quittengelee)
1/2 Bund glattblättrige Petersilie, fein gehackt
1 EL fein abgeriebene Zitronenschale
Salz, Pfeffer
150g Feta, zerbröselt
2 EL fein geriebener Parmesan
Olivenöl zum Bestreichen
Basilikumpesto und Basilikumpesto zum Servieren

Zubereitung:
Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Alle oben gelisteteten Zutaten entsprechend der Anweisung zerkleinern und in einer großen Schüssel rasch, aber gründlich verkneten. Vorsichtig mit Salz -der Feta und Parmesan bringen Würze.
Esslöffelgroße Teigportionen zu Kugeln formen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und mit Öl bestreichen. Im Ofen 20min goldbraun backen; nach der halben Zeit wenden.
Dazu habe ich einen Dip aus selbstgemachtem Basilikumpesto und Saurer Sahne serviert. Salat dazu und fertig ist ein lecker-leichtes Sommeressen 🙂

Quelle: life in balance (Donna Hay)

Hinter den Kulissen: Caponata

Wer auf unsere Seite kommt, merkt ziemlich schnell, dass wir zumindest von unserer Bloggestaltung nicht so kreativ, bzw nicht so tief in der Materie drin sind, wie man chic so eine Homepage einrichtet. Aber hey: ihr könnt euch sicher sein, dass die Rezepte hier funktionieren und was unser Foodfotos angeht, so haben wir vielleicht die ein oder andere Leiche im Keller, aber immer wieder sind so richtige Highlights dabei.

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Als ich das letzte Mal daheim war, hat mir der Aufbau soooo gut gefallen, dass wir das Set gleich drei Mal genutzt haben. Ich habe gedacht, ich muss euch unbedingt mal Hintergrundbilder zeigen, weil diese Aktioon tyyyyyyisch Papa ist. Ich hatte vorgeschlagen, die Bretter aus diesem Post zu verwenden und wollte das aber im grünen Garten fotografieren. Während ich mich also um das Essen kümmerte, machte mein Vater sich an den Aufbau bis meine Schwestern kopfschüttelnd in die Küche kam und meinte, dass es heute nach dem Fotografieren wohl nichts zum Essen geben würde. Warum? Siehe folgende Hinter-den-Kulissen-Fotos:

Mein Vater hat sich einen der wackeligsten Hocker geschnappt, das Brett drüber gelegt und eine Seite mit einem Stein beschwert und auf der anderen Seite das Essen bzw die Bowle gestellt!!! Die ganze Familie schwänzelte um dieses Fotoset herum in der ständigen Angst, dass da vielleicht doch nicht alles so gut austariert sein könnte wie von meinem Vater behauptet. Der war natürlich höööööchst beleidigt, dass seine Töchter sein handwerkliches Geschick in Frage stellten -aber sorry, wenn es ums Essen geht, verstehen wir keinen Spaß 🙂

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Naja, von wegen! Wir haben ohne Ende gekichert und bei jedem Windhauch, der an der Basilikumdeko gewackelt hat, aufgeschrien 🙂
Bei all der Albernheit will ich aber nicht unerwähnt lassen, dass die Caponata sehr, sehr lecker war! Lauwarm serviert, schön sommerlich, einfach und schnell gemacht, dazu ein Riesling, selbst gebackenes Brot und das alles in fröhlicher Runde -was will ich mehr?! Mindestens genau so lecker, aber doch ganz anders ist die Caponata, die Sina bei sich serviert. Wird bei Gelegenheit ausprobiert!

Zutaten (für 4 als Vorspeise):
50ml Olivenöl
300g gelbe oder rote Kirschtomaten
500g Aubergine
1 rote oder gelbe Paprikaschote
2 Stangen Staudensellerie (weg gelassen)
1 große rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
40g schwarze Oliven (ohne Stein)
4 Anchovisfilets in Öl (weg gelassen)
60g Sultaninen
40g Pinienkerne
3-4 EL guter Aceto balsamico
2Tl Zucker
Meersalz, frisch gemahlener Pfeffer
3-4 Stängel Basilikum
250g Burrata (optional)

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Eine große Auflaufform mit etwas Olivenöl einpinseln. Die Kirschtomaten waschen, halbieren und mit den Schnittflächen nach oben in die Form setzen. Im Ofen (Mitte) rösten bis die Tomaten zu schrumpeln beginnen und die ersten dunklen Flecken bekommen -das dauert ca 15-20min. Die Tomaten dann aus dem Ofen nehmen.
Inzwischen das restliche Gemüse waschen und Putzen. Die Auberginen in 2cm große Würfel, die Paprikaschoten in 1cm große Würfel schneiden. Selleriestangen längs halbieren, dann in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und in dünne Spalten schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Oliven in dünne Ringe schneiden. Anchovisfilets fein hacken.
Eine große Pfanne mit hohem Rand erhitzen. Auberginenwürfel hineingeben, sofort gleichmäßig mit 3-4 EL Olivenöl beträufeln, gründlich durchmengen und bei starker Hitze ca 5min scharf anbraten (die Würfel sollen etwas Farbe annehmen). Paprika, Sellerie und Zwiebel dazugeben und alles weitere 5min bei mittlerer Hitze braten. Knoblauch, Oliven und Anchovis, Sultaninen und Pinienkerne untermischen und nochmals 5min bei geringer Hitze sanft schmoren lassen. Dabei ab und zu umrühren.
Das Gemüse mit 2-3 EL Wasser und dem Aceto Balsamico ablöschen. Die Ofentomaten vorsichtig unterrühren und die Caponata mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Basilikumblättchen von den Stängeln zupfen, grob hacken und unter die Caponata mischen. Warm oder abgekühlt pur oder mit der Burrata anrichten.

Quelle: Reisehunger (Nicole Stich)

 

Erdnuss-Ecken

So, der Sommer legt eine kurze Verschnaufspause ein und das kann gleich mal genutzt werden, um die Backöfen wieder anzufeuern! Auch wenn ich meine Kleiderschrank-große Küche aus Tübingen hinter mir gelassen habe, war es doch zu warm, um häuiger was zu backen-so toll ich das warme Wetter auch finde, noch heißer wollte ich es mir mit dem Ofen dann auch nicht machen 😉

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Nussecken sind eines der Gebäckstücke, die es früher häufig gab. Saftig, schokoladig und schön handlich wie sie sind, hat meine Mutter sie oft für Ausflüge gemacht. Vor einigen Jahren musste ich dann (wie so oft) feststellen, dass die gekauften Nussecken vom Bäcker da nicht mithalten können: viel zu krümelig und irgendwie staubig im Mund… Neee, so darf das nicht sein!


Diese Version mit Erdnüssen ist anders, aber mindestens genau so lecker wie der Klassiker. Bei ner ganzen Packung Butter dürfte das auch nicht verwundern 😀 Aber hey, schaut euch mal die kleinen Stückchen an -die fallen ja wohl kaum ins Gewicht! Aus einem Blech erhaltet ihr dementsprechend viele Eckchen, die einige Tage halten. Luftdicht verpackt trocknet auch nichts aus. Achtet beim Backen lediglich drauf, dass ihr die Form auf ein Bacblech stellt; das Karamell läuft etwas aus und Backofen putzen muss wirklich nicht sein!

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Zutaten für ein Backblech (ca. 25x34cm):
250g Mehl (+etwas Mehl zum Arbeiten)
130g kalte Butter
60g brauner Zucker
1 Pck. Vanillezucker
2 Eier
4 EL Aprikosenkonfitüre
Für den Belag:
500g gesalzene Erdnusskerne
250g Butter
250g Zucker
100g weiße Schokolade

Zubereitung:
Mehl mit kalter Butter, Zucker, Vanillezucker und Eiern zu einem glatten Teig verkneten. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf die Größe des Blechs ausrollen. Teig aufs Blech legen, mit einer Gabel mehrmals einstechen. Überschüssigen Teig abschneiden.
Konfitüre in einem kleinen Topf erhitzen (oder in der Mikrowelle), glatt rühren und gleichmäßig auf dem Teig verstreichen. Backofen auf 180° vorheizen.

Für den Belag die Erdnüsse grob hacken. In einem Topf Butter, Zucker und 4-5EL Wasser erhitzen, aber nicht köcheln. Vom Herd ziehen. Erdnüsse unterrühren und die heiße Masse vorsichtig auf dem Teig verstreichen. Kuchen im Ofen 45-50min backen (evt gegen Ende abdecken, damit die Masse nicht zu braun wird).
Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen, anschließend stürzen und ganz auskühlen lassen. Erst dann in gleichmäßige Dreiecke schneiden.
Schokolade hacken, über einem heißen Wasserbad schmelzen. Graffitiartig über die Erdnussecken träufeln, Glasur fest werden lassen.

Quelle: Lust auf Genuss (4/2017)

Kochduett: Butter-Tomaten- Gnudi

Selbstgemachte Gnocchi sind der Hammer, nicht zu vergleichen mit dem gekauften Zeug aus dem Kühlregal. Letzte Woche entdeckte ich bei Susanne die wunderschönen Gnocchi alla Bismark und erinnerte mich daran, dass ich eigentlich schon läääängst diese Gnudi verbloggen wollte. Ja, so schön geformt wie ihre sind meine nicht. Schmecken tun sie trotzdem 🙂

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Zum ersten Mal gab es Ricotta-Gnocchi in Madrid -2012 bin ich für ein Jahr in die spanische Hauptstadt. Im Sinne des perfekten Timings hab ich mir einen Monat vor der Abreise noch nen Freund angelacht, der so oft wie möglich zu Besuch kam. Gefühlt war das immer noch zu selten, aber immerhin haben wir uns circa alle zwei Monate gesehen. Bei seinem letzten Besuch ging es dann auch nicht mehr primär um Sehenswürdigkeiten und wir nahmen uns auch ganz entspannt die Zeit um selbst zu kochen. Und so standen wir einen Mittag einträchtig in der Küche und rollten Gnocchi 🙂 Eine Tomatensauce dazu und fertig war der Genuss.

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Den Kerl hab ich immer noch an meiner Seite, Gnocchi wurden nicht nur bei dieser einen Gelegenheit gerollt -eine praktische und leckere Form von Paartherapie 😉 Neben der einfachen Ricottaversion kann ich mindestens ebenso die Kartoffelversion empfehlen. Wer das Kochbuch „Der Große Lafer“ hat, kann getrost alle Gnocchirezepte nachmachen. Eins besser als das andere, erprobt für euch im Kochduett!

Bei dieser Gnudiaktion stand ich zusammen mit meiner Mutter in der Küche: während ich die Gnudi kochte, schwenkte sie Tomaten in der Pfanne. Bitte achtet darauf, dass ihr die Gnudi wirklich nur 3min im Wasser lasst, ich hatte sie vor lauter Schwätzen n Tick zu lang drin. Und nicht wundern -die Dingerchen sind sehr sensibel, zergehen dafür aber auch auf der Zunge!
Welche Rezepte könnt ihr für ein Kochduett emfehlen? Es soll kein Duell sein, sondern gemeinsam verbrachte Zeit mit einem schmackhaften Ende.

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Lasst euch vom Namen nicht verwirren: Butter ist nämlich keine drin…darin werden die Gnudi lediglich gewendet bevor sie serviert werden 😉

Zutaten (für 5 Personen):
1kg Ricotta
100g Parmesan
frisch geriebene Muskatnuss nach Belieben
1 Packung Hartweizengrieß zum Bestreuen

Zum Servieren:
Butter
Basilikum
kleine Cocktailtomaten
Parmesan

Zubereitung:
Den Ricotta mit je einer Prise Meersalz und schwarzem Pfeffer in eine Schüssel geben. Den Parmesan und etwas Muskat dazureiben. Alles kräftig verrühren. Abschmecken -die Muskatnote sollte dezent sein. Ein großes Tablett mit reichlich Grieß bestreuen. Aus der Ricottamischung 3cm große Kugeln formen und diese im Grieß wenden, bis sie gut davon umhüllt sind. Der Teig sollte etwa 40 Gnudi ergeben. Das Tablett schwenken. Die Gnudi gut mit Grieß bedecken und für 8h, noch besser über Nach, in den Kühlschrank stellen -der Grieß entzieht den Gnudi Feuchtigkeit und sorgt für eine feine Hülle.
Die Kochzeit für die Gnudi beträgt nur 3min. Bitte nicht alle Gnudi auf einmal in einen Topf geben, sondern maximal 10-15, je nach Topfgröße. Dafür einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen und von der entsprechenden Menge Gnudi den überschüssigen Grieß abschütteln und ins Kochwasser geben. Die Hitze reduzieren.

Zum Servieren in einer Pfanne die Butter aufschäumen, beliebig viele Cocktailtomaten dazugeben und kurz braten. Die Gnudi direkt aus dem Topf in die Pfanne geben, einen Löffel Kochwasser hinzufügen. Sobald Butter und Wasser emulgiert sind, die Pfanne vom herd nehmen. Parmesan über die Gnudi reiben und in vorgewärmten Schalen servieren. Basilikum drüber, fertig!

Quelle: Jamies Wohlfühlküche (Jamie Oliver)

Happy Hour: Fruchtige Rosé Sangria

Ich würde euch ja zuuuuu gerne eine legendäre Familiengeschichte erzählen, die von einem Wochenende in Speyer und einen Waldbeerensecco handelt. Das Wochenende hat letztes Jahr stattgefunden und der Waldbeerensecco wurde von der besten Mutter überhaupt getrunken. Vermutlich wäre die Geschichte für euch gar nicht so lustig, aber das werden wir nie erfahren, weil manches dann doch besser privat bleibt.

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Erzähle ich euch also lieber was zu diesem fruchtigen Rosé-Sangria. Die habt ihr meiner Schwester zu verdanken (siehe letzten Blogbeitrag ;-)) Am vergangenen Freitag saßen wir zusammen, was selten genug vorkommt. Und sie erzählt mir munter, dass der diesjährige Sommertrend schlechthin ja Bowle sei und sie sooo gerne jetzt eine trinken würde. Also hat sie mal ein Rezept gesucht und ich hab nebenher den Keller nach Zutaten durchsucht und ZACK, standen wir in der Küche und zerkleinerten mit kindischem Gekicher die Wassermelone. Verrückt, was sich in der Vorratskammer meiner Mutter an Ausstecherformen findet und so kann diese Bowle in unserem Fall Spuren von Tier enthalten 🙂

Und was soll ich sagen: lecker diese Bowle! Das Auffüllen mit Sekt ist eindeutig ein Gewinn, dadurch wird die Süße gemildert, das Ganze etwas spritziger und hicks, der Alkoholpegel steigt ein wenig. Deswegen bitte, bitte nicht als Durstlöscher verwenden! Sollte eigentlich klar sein, aber bei den Temperaturen ist zusätzlich Wasser zur Bowle obligatorisch!

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Sehr guter Sommertrend, dieser Rosé Sangria 🙂 Ich hoff, ihr lasst sie euch auch draußen im Grünen in lieber Gesellschaft schmecken. Habt einen schönen Sommerabend!

Zutaten für 4 Personen:
1 Flasche trockener Roséwein
3 EL Triple Sec (ich: 6EL)
3 EL Agavensirup
125g Himbeeren (ich: ein paar Blaubeeren)
60g Erdbeeren
80g Wassermelone
1/2 Pfirsich
1 Limette (ich: Zitrone)
400ml trockener Sekt
Eiswürfel zum Servieren

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Zubereitung:
Wassermelone würfeln oder ausstechen. Pfirsich, Erdbeeren und eine Hälfte der Zitrone in dünne Scheiben schneiden. Roséwein, Triple Sec und Agavensirup in einer Bowleschüssel oder einem Krug mischen. Die verbleibende Zitronenhälfte auspressen und den Saft zur Weinmischung geben.
Früchte hinzufügen, vorsichtig ummischen und im Kühlschrank 3-4h durchziehen lassen. Kürzer reicht auch 🙂 Zum Servieren in ein Glas mit Eiswürfeln geben und mit Sekt auffüllen.

Quelle: Springlane

 

Amerikanischer Schokokuchen

Es gab mal eine Zeit hier in Deutschland, in der Muffins, Cupcakes & Co noch nicht so bekannt waren. Zumindest in der Gegend, in der ich aufgewachsen bin. Statt Muffins hat meine Mutter „Törtchen“ gebacken, die der absolute Hit auf sämtlichen Geburtstagen, Kuchenverkäufen oder Ausflügen waren. Noch ohne die Muffinformen waren ihre Törtchen etwas breiter und dünner, aber trotzdem beliebt. Wir kannten ja nichts anderes.

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Nach dem Abitur machte ich mich dann auf ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten, auf nach New York! Ich glaube, zu diesem Zeitpunkt waren Muffins schon in Deutschland angekommen, aber Frosting auf Cupcakes war mir noch nie begegnet. Deswegen war es ein umso eindrücklicheres Erlebnis als eine Kollegin aus meinem Team eines Tages mit knallbunten Cupcakes ankam, deren Cremehütchen mindestens so groß war wie die eigentliche Teigmasse. Ich kann euch nicht mal mehr genau sagen, wie die Sorten hießen. Einer war auf jeden Fall mit Schokolade, der andere mit Zitrone und einem blauen Frosting, das optisch an Schlümpfe erinnerte. Geschmeckt haben die Cupcakes hauptsächlich süß; ich erinnere mich, dass mir nach der Hälfte schlecht war, ich aber trotzdem fasziniert war von diesem Gebilde.

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Daran musste ich denken als meine Schwester mit dieser Schokobombe ankam: eine Art Brownieteig, den sie nicht nur einfach mit der Schokomasse überzogen, sondern sogar gefüllt hat. Wenn schon, denn schon 🙂 Wer aber behauptet, dass es solche kalorienreiche Kuchen nur in den USA gibt, der vergisst Klassiker wie den Frankfurter Kranz. Der wird schließlich auch mit ner ordentlichen Buttercreme gefüllt und bestrichen.
Die Zuckermengen in diesem amerikanischen Schokokuchen sind immer noch sehr hoch, aber nun ja, vegan-glutenfrei-und sonstiges Zeug muss ja nicht immer sein 😉 Kleine Stückchen reichen und sollten verkraftet werden. Mit dieser Menge macht ihr also viele Menschen glücklich!
Ein Tip noch: den Kuchen nicht frisch aus dem Kühlschrank servieren -sonst ist das Frosting zu fest. Lieber schön Zimmertemperatur annehmen lassen, dann schmeckt es noch besser! Zu den Mengenangaben: meine Schwester hat die doppelte Menge Frosting gemacht und konnte deswegen den Kuchen füllen.

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Für den Kuchen:
85g Butter, zimmerwarm
145g brauner Zucker
25g weißer Zucker
1 großes Ei
1 Eigelb
175ml Buttermilch
40g Kakao
125g Mehl
1/2 TL Backpulver
1/4 TL Natron
1/2 TL Salz

Für das Frosting:
55g Schokoladenkuvertüre (Zartbitter)
180g Puderzucker (weniger verwendet)
115g zimmerwarme Butter
1 EL Milch
Optional: Salz oder Vanilleextrakt, Zuckerstreusel zur Deko

Zubereitung:
Den Ofen auf 175° vorheizen. Eine ca 20x20cm große Form einfetten und mit Backpapier auslegen. In einer großen Schüssel Butter und Zucker schaumig rühren. Die Eier hinzufügen, alles gut vermischen. Dann Buttermilch zugeben und verrühren. Die trockenen Zutaten (Mehl, Kakao, Backpulver, Natron und Salz) miteinander vermischen und alles zu einem Teig verrühren. In die vorbereitete Fom geben, glatt streichen und 25-30min backen. Aus dem Ofen holen, 10min in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form holen und komplett auskühlen lassen.
Für das Frosting die Schokolade schmelzen und mit allen anderen Zutaten vermischen. Falls die Masse zu flüssig erscheint, noch kurz in den Kühlschrank während der Kuchen abkühlt, aber achtet darauf, dass sie nicht zu fest wird, sonst lässt sie sich nicht verteilen. Abschließend den Kuchen mit Zuckerstreuseln dekorieren und yeaaaah, Kuchen!!!!!

Quelle: Smitten Kitchen