Möhren-Müsli-Kuchen

Kennt ihr das? Braune Bananen, die niemand mehr essen will, weil sie überreif sind? Ääääh NEIN! Aber ich kenne wohl sehr viele Beiträge auf anderen Blogs und in Zeitschriften, die ihre Rezepte anpreisen, um damit Bananen aufzubrauchen. So was gibt es bei mir einfach nicht! Ich esse einfach zu gern Bananen und kaufe anscheinend tendenziell immer zu wenig ein, als dass so etwas vorkommen würde.

208.03.29_Möhren-Müsli-Kuchen-3Was ich aber sehr wohl kenne, sind Karotten, die lätschig und lommelig werden. Keine Ahnung, wie man das auf Hochdeutsch ausdrückt, es handelt sich dabei um Karotten, die weich und nicht mehr knackig sind. Solche Exemplare esse ich nicht mehr so gern roh, sondern verkoche sie oder in diesem Fall verarbeite ich sie in einen Kuchen. Denn da finden sie auch noch eine Bestimmung, wenn sie sich nicht mehr so gut auf einer Rohkostplatte machen. Trotz Lommeligkeit halten sie den Kuchen über Tage hinweg saftig und das ist bei jedem Gebäck so ziemlich das wichtigste aus meiner Sicht.

 

208.03.29_Möhren-Müsli-Kuchen-2Wenn ihr Karotten mit Grün gekauft habt, könnt ihr die Spitzen zur Deko verwenden. Das ist aber wirklich nur optional – aber es macht sich schon ganz nett. Und wenn ihr eine reife Banane habt, könnt ihr euch glücklich schätzen 🙂 Meine war akzeptabel, aber auch nicht schlimm, dadurch war die Bananensüße nicht zu dominant. Ich werde den Kuchen sicher bald wieder backen, der hat mich geschmacklich einfach voll überzeugt! Und vermutlich warte ich nicht mal drauf, bis die nächsten Karotten lommelig werden 😉

208.03.29_Möhren-Müsli-Kuchen-1Welches Obst oder Gemüse fristet bei euch denn so lange ein Schattendasein bis es seine beste Zeit schon fast hinter sich hat? Und wie rettet ihr die Lebensmittel dann doch noch vor der Tonne? Ich esse einfach wahnsinnig gern Karotten und schätze meine Vorräte tendentiell meistens zu klein ein und so sammeln sich dann doch manche Karotten an. Wenn sie noch knackig sind, dann ess ich die zu gern geschichtet zu einem Rote-Bete-Türmchen. Oder jetzt dann halt als Kuchen!

208.03.29_Möhren-Müsli-Kuchen-4Zutaten (1 Kastenform, ca. 30cm Länge):
150g Früchtemüsli ohne Zucker
ca. 220g weiche Butter (plus etwas Butter für die Form)
300g Möhren
Saft und 2TL abgeriebene Schale von 1 Orange
1 sehr reife Banane
150g Vollmilchjoghurt
4 Eier
200g Zucker (ich: 125g)
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
200g Mehl
100g gemahlene Haselnüsse (alternativ Mandeln)
1 Pck. Backpulver

Zum Dekorieren:
2EL Quark
150g Frischkäse
Puderzucker nach persönlichem Geschmack
evtl. Karottenköpfe zur Deko

Zubereitung:
Das Müsli in 20g heißer Butter 5min rösten, evtl. etwas feiner hacken, falls sich Klumpen bilden. Die Möhren schälen und fein reiben, mit Orangensaft und -schale mischen. Banane schälen, mit Joghurt pürieren. Backofen auf 180°C vorheizen. Kastenform gut fetten (und evtl. mit Backpapier auslegen).
In einer großen Schüssel 200g weiche Butter mit Eiern, Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig rühren. Mehl, Haselnüsse, Backpulver und Müsli unterrühren. Bananen- und Möhrenmix einrühren. Teig in die Kastenform geben und im Ofen im unteren Drittel 45 -60min backen.
Kuchen herausnehmen, etwas abkühlen lassen. Aus der Form stürzen, umdrehen und ganz auskühlen lassen. Zum Servieren den Quark mit Frischkäse und Puderzucker verrühren. Auf den Kuchen streichen und evtl. mit Karottenköpfen dekorieren.

Quelle: Meine Familie & ich (4/2018)

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Rettungsaktion: Vegetarische Fleischküchle

Ihr kennt doch sicherlich DEN ikonischen Filmmoment, der mit Spaghetti und Fleischbällchen verbunden ist, oder? Natüüüürlich rede ich von Susi und Strolch – die beiden Hunde, die sich romantisch einen Teller teilen und es dabei dank der letzten Spaghetti zum Kuss kommt 🙂

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Tja, ob diese Szene heute noch funktionieren würde? Womöglich wäre Strolch glutenintolerant und Susi verzichtet aus ethischen Gründen aufs Fleisch. Weil eine Platte mit Quinoa und Grünkohl nicht zum Knutschen verleitet, muss ein entsprechender Ersatz her, der sich romantisch von Hunden verspeisen lässt! Ich präsentiere stolz: vegetarische Fleischküchle 🙂 Ganz ehrlich: wenn die bei Susi und Strolch auf dem Teller lägen, würden die sich sofort wieder verlieben und gar nicht hinterfragen, dass die Dingerchen vegetarisch sind!

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Versteht mich nicht falsch: ich esse gerne Fleisch! Und Fleischküchle werden für mich immer unter den Top-10-Soulfoodessen sein. Gleichzeitig mag ich aber auch Abwechslung sehr und unter der Woche esse ich zu 99% vegetarisch / vegan. Und wenn wir schon bei Ehrlichkeit sind: ihr werdet natürlich sofort beim Essen merken, dass es sich bei diesen Fleischbällchen nicht um die tierische Variante handelt. Aus Walnüssen wird nun mal kein Schwein. Lecker sind die trotzdem – ihr hättet mal die Begeisterung von meinem Vater hören sollen! Ich mochte meine Fleischbällchen am liebsten, wenn sie so richtig mit Soße überzogen und getränkt waren, meinem Vater hat es knusprig besser geschmeckt (tsss und der soll Schwabe sein?). So oder so, reibt auf jeden Fall noch ordentlich Parmesan drüber!

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Die ganze Geschmacksvielfalt präsentiert euch heute auch wieder die Rettungsaktion, bei der sich alles um Fleischlaberl, Bouletten, Fleischpflanzerl und für mich eben FleischKÜCHLE dreht! Danke an Susi und Sina für die Organisation im Hintergrund!
In den Supermärkten kann man schon sehr lang die entsprechenden Fertigprodukte kaufen: egal, ob klassisch oder seit einer Weile auch vegetarisch – vegane Entsprechungen – ne danke! Ich hab selten Essen, das ich im Mund hatte, wieder (dezent) ausgespukt, aber bei einem Picknick war es soweit. Eine Freundin brachte die gekauften Dinger mit und wäh, das ging so gar nicht! Kalt, trocken, sehr fest und irgendwie auch knorpelig… Auch ohne überall Probe gegessen zu haben, bin ich mir sicher, dass euch so ein Erlebnis mit irgendeinem Rezept von uns Rettern nicht passieren kann! Lest euch mal all die wunderbar regional geprägten Rezepttitel durch, herrlich!
Bei uns redet man von Fleischküchle – und bei euch???

auchwas: Frikadellen orientalisch

Cakes, Cookies and more: Hacktätschli aus dem Backofen mit buntem Ofengemüse

Corum Blog 2.0: Lamm-Frikadellen

Genial lecker: Fischbuletten

German Abendbrot: Hackfleischbällchen in Biersoße

Giftige Blonde: Faschierte Laberl am Spieß

Katha kocht!: Nudelpfanne mit Gemüse und Geflügelhackbällchen

 

Karambakarinas Welt: Fischfrikadelle mit Dip „a la Remoulade“

Leberkassemmel und mehr: Fleischpflanzerl Dry Aged

lieberlecker: Crevetten Tätschli

Madame Rote Rübe: Apfel – Grünkernbratlinge zu Lauchpasta

Magentratzerl: Pastinakenlaibchen

Our food creations: Fischbouletten de Luxe mit Mango-Salsa

Pane Bistecca: Panierte Chuegli

Turbohausfrau: Butterschnitzel

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Zutaten:
140g Walnusskerne, geröstet
2 Knoblauchzehen, abgezogen
2 EL Petersilie, gehackt
1 Prise Meersalz, frischer Pfeffer
130g Parmesan, frisch gerieben (plus mehr zum Servieren)
60g Semmelbrösel
2 Eier

Zum Servieren:
Pasta nach Wahl
Tomatensauce (selber kochen!! Ist ne Sache von nur ein paar Minuten!)

Zubereitung:
Nüsse und Knoblauch im Mixer oder Blitzhacker grob zerkleinern. Petersilie, Salz, etwas Pfeffer, Parmesan und Paniermehl einarbeiten. Die Eier zugeben und untermixen bis die Masse gebunden ist. Sie sieht dann vielleicht noch immer etwas krümelig aus, aber sie soll sich formen lassen und nicht auseinanderfallen.
Für ein Bällchen ca. anderthalb Esslöffel der Masse abnehmen und zu einer Kugel formen, aber nicht zu fest zusammendrücken, sonst werden die Bällchen hart. Auf einen Teller oder einen Bogen Backpapier setzen. Die restliche Masse genauso zu Bällchen verarbeiten.
Das Öl 5mm hoch in eine große Pfanne füllen und erhitzen. Die Veggiebällchen bei mittlerer bis starker Hitze darin unter gelegentlichem Wenden rundum goldbraun anbraten (alternativ frittieren). Die Bällchen mit Tomatensauce, Spaghetti und frischem Parmesan servieren.

Quelle: Mollys Kitchen

Der Duft des Frühlings: Bärlauch – Brioche – Zöpfe

Ich erinner mich noch genau daran, wie wir in der Grundschule zum Gedicht „Er ist’s“ von Eduard Mörike ein Bild malen mussten. Den Gedichtanfang kennt bestimmt jeder:

„Frühling lässt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte.
Süße, wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll durchs Land.“

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Das Bild, das ich malte, zeigte eine Spaziergängerin, die einen Hut mit einem blauen Band trug und an einer blauen Blumenwiese entlanglief. Sie hatte eine Knubbelnase und der Hut ähnelte eher einer Schallplatte als einer eleganten Kopfbedeckung. Die Sonne hatte ein Grinsegesicht… komisch, woran man sich noch so erinnert. Nun ja, malen hat nie zu meiner Lieblingsbeschäftigung gehört, die Gedichtinterpretation machte ich dementsprechend auch lieber schriftlich als künstlerisch.

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Nichtdestotrotz denke ich jeden Frühling an dieses Gedicht, insbesondere an die Zeile mit den süßen, wohlbekannten Düften. Wo bitteschön hat denn der Herr Mörike gewohnt, dass sein Frühling süß gerochen hat? Das ist eine rhetorische Frage, ich erwarte keine Antwort darauf 😉 Wenn ich an den Duft des Frühlings denke, dann steigt mir sofort der Bärlauchgeruch in die Nase! Und wer von euch zu dieser Jahreszeit hin und wieder mal draußen im Wald unterwegs ist, weiß, dass dieser Gedicht alles andere als süß ist! Der Bärlauchgeruch kann einen geradezu erschlagen!

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Aber nun gut, vielleicht wurde dem Herrn Mörike damit der Verstand vernebelt und er war einfach nur froh, dass der Winter vorbei ist. So geht es mir zumindest – so unangenehm der Knofi-Bärlauchgeruch sein kann, so viel Freude bereitet er doch, weil damit der Frühling angekündigt wird! Wird der Bärlauch dann auch noch etwas angedünstet und gebacken, ist der Geruch gar nicht mehr so intensiv. Geschmacklich passt dieser Bärlauch – Brioche – Zopf super zur ersten Grillwurst des Jahres. Noch etwas Frischkäse dazu und die Welt ist in Ordnung!
Schade, dass es in der Schule keine kulinarische Gedichtsinterpretation gab – damit hätte ich bestimmt noch mehr punkten können 🙂

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Zutaten für 3 Stück:
300ml lauwarme Milch
1 Tl Salz
1 Pck. Trockenhefe
700g Mehl (plus Mehl zum Arbeiten)
2 Eier
1Tl Zucker
50g weiche Butter
Für die Füllung:
ca. 70g Bärlauch
1 rote Zwiebel
50g Walnusskerne
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 verquirltes Eigelb
grobes Meersalz

Zubereitung:
Milch, Salz und Hefe in einer Schüssel vermischen, Mehl hinzugeben. Eier, Zucker und Butter ebenfalls zugeben, alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Teig mit Frischhaltefolie bedeckt an einem warmen Ort ca. 60min gehen lassen – er soll sein Volumen verdoppeln.
Bärlauch wachen, trocken tupfen, grob hacken. Zwiebel abziehen, fein würfeln. Walnüsse grob hacken. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Bärlauch, Zwiebeln und Nüsse dazugeben. Bärlauch-Mix leicht andünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen, abkühlen lassen.
Teig auf bemehlter Arbeitsfläche kräftig durchkneten, dann den abgekühlten Bärlauch-Mix darunterneten. Dann nochmal etwas abschmecken, damit genügend Salz im Teig ist, ggf. nachwürzen! Den Teig in 3 Portionen teilen. Jede Portion dritteln und jeweils zu einem ca. 20cm schmalen langen Strang rollen. Aus jeweils 3 Teigsträngen 1 Zopf flechten, sodass man insgesamt 3 Zöpfe erhält.
Blech mit Backpapier belegen. Zöpfe darauflegen, 15min gehen lassen. Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Zöpfe mit Eigelb bestreichen, mit etwas Meersalz bestreuen und im vorgeheizten Ofen 25-30min backen.

Quelle: Lust auf Genuss (4/2017)

Vanillepudding – Whiskey – Pie mit weißer Schokolade

Jetzt mal ehrlich: wie viel Alkohol steht bei euch so rum? Bei mir daheim um ehrlich zu sein gar keiner… aber im zweiten Zuhause bei meinem Freund Verlobten MANN (jep, frisch verheiratet!!!) steht sehr, sehr viel! Und vor allem viel an Flüssigkeiten, die wir gar nicht trinken!

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Wäre alles nur Gin, Rum und Whiskey hätten wir kein Problem. Nur leider ist es so, dass sehr viel Platz eingenommen wird von Flaschen, die man halt mal geschenkt bekommen hat. Kahlua und eine Art andere Kaffeelikör, Strohrum und Ouzo (wäääh, gibt es was ekligeres?!), irgendwelcher Billig-Wodka und und und… Was kann man damit nur alles machen? Ebenfalls im Angebot sind noch jeweils eine unangebrochene Flaschen Martini Rosso und Bianco und ein Creme de Cassis.  Alles einfach in den Abfluss schütten will ich irgendwie auch nicht. Trinken erst recht nicht, aber habt ihr gute Rezepte und Ideen? Dann nur her damit – diese Flaschensammlung ist mir schon lang ein Dorn im Auge und muss dringend vernichtet werden, hehe!

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Kochen und Backen eignet sich ja immer, um Alkohol loszuwerden. Ja, unten im Rezept steht etwas von „hochwertigem Whiskey“, aber seien wir mal ehrlich: der normale Kuchenesser schmeckt bei all dem Zucker, Sahne und der weißen Schokolade nicht, ob da jetzt ein Billigfusel oder ein 18jähriger Whiskey (kostet dreistellig!) drin ist. Jaaa, ihr dürft ruhig die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber das ändert nichts daran, dass dieser teure Fusel gar nicht soooo besonders schmeckt und deswegen achselzuckend von meinem Vater zum Verbacken freigegeben wurde!

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Geschadet hat es dem Pie auf keinen Fall: cremig, aber mit knusprigem Boden. Falls Vanillepudding von der Füllung übrig bleibt, einfach davor schon weglöffeln. Dann schmeckt man auch den Alkohol noch eher 🙂
So und jetzt her mit euren Vorschlägen, den oben genannten Alkohol loszuwerden!!! Ich freue mich über jede Verlinkung und Hinweis, das eklige Zeug in was Leckeres zu verwandeln!!!

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Zutaten (für 8 Stücke):
2EL Vanillepuddingpulver
Mark von 1/2 Vanilleschote (ich: weggelassen)
2 EL Zucker
600g Sahne, plus Sahne zum Servieren
100g weiße Schokolade, gehackt
80ml hochwertiger Whiskey
1/2 Tl gemahlener Zimt

Mürbeteig:
200g Mehl
55g Zucker
1/4 Tl feines Meersalz
125g kalte Butter, in 2cm große Würfel geschnitten
2 Tl Apfelessig, unter 80ml kaltes Wasser mit 4 Eiswürfeln gerührt

Zubereitung:
Für den Mürbeteig Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Die gewürfelte Butter zugeben und mit der Teigkarte in die Mehlmischung einarbeiten. Dabei darauf achten, dass größere Butterstückchen erhalten bleiben, damit der Teig besonders locker-flockig wird. Das Essigwasser in drei Etappen zufügen und mit den Händen untermischen bis die Zutaten zu einem groben Teig zusammenkommen. Den Teig zu einer Scheibe formen, in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank 3h ruhen lassen. Dann den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem 3mm dünnen Kreis ausrollen und eine Pie-Form (22cm – Durchmesser) damit auslegen. Überstehenden Teig sauber abschneiden und die mit Teig ausgelegte Form im Kühlschrank 30min ruhen lassen.

Für die Füllung Puddingpulver, Vanillemark und Zucker in einer Schüssel mischen. Die Sahne unter ständigem Rühren allmählich zufügen. Die Mischung in einen Topf geben und unter Rühren etwa 6min bei schwacher bis mittlerer Hitze erwärmen bis sie angedickt ist. Vom Herd nehmen und dann die Schokolade und den Whiskey unterrühren, bis die Schokolade geschmolzen ist.
Den Backofen auf 200Grad vorheizen. Den gekühlten Teigboden mit Bakpapier und getrockneten Hülsenfrüchten abdecken. Im Ofen 20min blindbacken bis der Teig hellgolden ist. Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen und den Teigboden noch weitere 5min backen bis er sich trocken anfühlt (die 5min hab ich nicht nochmal gebacken, sondern hab gleich weitergemacht).
Aus dem Ofen nehmen und die Puddingfüllung auf den blindgebackenen Teigboden gießen. Die Ofentemperatur auf 140°C reduzieren und die Pie etwa 45min backen bis die Füllung am Rand gestockt ist, in der Mitte aber noch wackelt, wenn man leicht an der Pie-Form rüttelt. Auf Raumtemperatur abkühlen lassen und dann in den Kühlschrank stellen bis die Pie vollständig gekühlt ist. Mit geschlagener Sahne und nach Belieben mit Zimt bestäubt servieren.

Quelle: Pies & Tartes (Phoebe Wood/ Kirsten Jenkins)

Rettungsaktion: Ei, Ei, Ei und ein belegtes Brot mit Schinken (Schinken!)

Ich habe diesen Text schon einige Male neu angefangen, immer wieder neu an Formulierungen überlegt, aber nun gut, es klingt einfach ein wenig blöd, entspricht aber der vollen Wahrheit: ich mag Eier! Die kommen bei mir wöchentlich auf den Teller – am liebsten in Form eines Omeletts mit Käse und Gemüse. Schnell, einfach und sättigend -so mag ich mein Abendessen.

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Mit Eiern kann man jede Menge tolle, leckere Sachen anstellen. Das hat auch die Lebensmittelindustrie gemerkt und verarbeitet nur zu gern Eier, in den unterschiedlichsten Gerichten. Und wie das nun mal in der Massenproduktion ist, kommen neben Eiern meistens noch jede Menge Dinge rein, die man so gar nicht braucht. Die in Plastik verpackten Sandwiches sind eines der besten Beispiele dafür: entweder liegt ne Scheibe hartgekochtes Ei drauf oder es wird ein omgeburtstag_rettungsgruppeinöser Eiersalat zwischen zwei lapprige Brotscheiben geklatscht. Mich gruselt es vollkommen, wenn ich nur daran denke!
Wie gut, dass die Rettungstruppe genug Eier (Achtung, der kommt flach! Höhö) hat und sich in der heutigen Rettung ganz dem Ei widmet. Schon seit vier Jahren machen wir auf allerlei Industrieprodukte aufmerksam, die man mindestens genauso einfach und geschmacklich um Welten besser daheim kochen kann.

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Ich zeige euch heute, wie schnell und gut man jedem Supermarkt – Sandwich Konkurrenz macht. Und ganz ehrlich: wenn die Zutaten im Haus sind, braucht man auch nicht viel länger als sich so ein Industrieding zu kaufen. Das Brot darf ruhig schon ein, zwei Tage alt sein. Wenn ihr keinen Gruyère habt, darf es auch Emmentaler oder Gouda sein. Und statt geräuchertem Schinken geht auch gekochter Schinken. Um die Füllung komplett zu machen, wird ein Loch (optional in Herzform) ausgestochen und darin macht sich ein Ei breit. DAS ist ein Schinken – Ei – Sandwich nach meinem Geschmack! Perfekt zur Resteaufwertung 🙂

Jede Menge Inspiration für Eier liefert euch die Rettungstruppe unter der Leitung von Susi und Sina. Da kann Ostern kommen 🙂

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1xumrühren aka Kochtopf: Fettucine Pop-Ei

Anna Antonia: Coddled Eggs

auchwas: Eierlikör und Angel Food Cake

Brittas Kochbuch: Huevos Rancheros

Brotwein: Eiersalat mit Speck

Cakes, Cookies and more: Eier – Sandwiches

CorumBlog 2.0: Skrei mit Yuzu-Aioli

Das Mädel vom Land: Eiaufstrich mit Topfen

Evchen kocht: Eiersalat meiner Mutter

Fliederbaum: Gefüllte Eier

Food for Angels and Devils: Pochiertes Ei auf Brötchen

Genial lecker: Eiertartar

Giftige Blonde: Ei – Lachsforellen – Salat

Katha kocht!: Eiersalat mit Joghurt

Leberkassemmel und mehr: Möhrenkuchen

Madame Rote Rübe: Eiersalat mit Rote Bete

Magentratzerl: Chinesische Tee-Eier

Münchner Küche: Klassischer Eiersalat

Our food creations: Ei im Glas

Turbohausfrau: Salat mit Eierstreifen

Schmeckt nach mehr!: Eiersalat

Summsis Hobbyküche: Eiercreme

The Apricot Lady: Eierspeisbrot und andere Ideen mit Ei

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Zutaten (für 4 Personen):
8 Scheiben Roggenbrot
450g Gruyère, in Scheiben geschnitten
450g geräucherter Schinken, in dünne Scheiben geschnitten
100g Butter, zimmerwarm
1 EL Rapsöl
4 Eier

Zubereitung:
Den Backofen auf 175°C vorheizen. Die Hälfte der Brotscheiben mit Käse belegen, dann mit Schinken und dann wieder mit Käse. Mit einem Kreisausstecher von gut 5cm Durchmesser ein Loch durch Schinken, Käse und Brot stechen und den ausgestochenen Kreis herausheben. Die Sandwiches mit den restlichen 4 Brotscheiben bedecken und auf beiden Seiten großzügig mit Butter bestreichen.
Das Öl in einer gusseisernen Bratpfanne bei mittlerer bis schwacher Hitze erhitzen – bei Bedarf zwei Pfannen verwenden oder nacheinander braten, damit alle 4 Sandwiches Platz haben. Die Brote mit dem Loch nach UNTEN in die Pfanne setzen und bei schwacher Hitze 3-4min goldbraun braten. Die Brote wenden und in jedes der ausgestochenen Löcher ein Ei aufschlagen. Die Sandwiches vorsichtig in den Ofen stellen und 10-12min backen bis das Ei gar und der Käse geschmolzen ist.

Quelle: I love NY (Daniel Humm / Will Guidara)

Im Bücherregal: Pies & Tartes (Phoebe Wood / Kirsten Jenkins)

Backe, backe Kuchen – eine liebgewonnene Wochenendtradition, die mich doch immer wieder vor die Herausforderung stellt, was denn nun genau in den Ofen wandern soll. Wenn es nach dem Liebsten geht, könnte das jede Woche eine Linzer Torte sein, aber da mach ich nicht mit! Seit rund anderthalb Monaten fällt mir die Wahl deutlich leichter, denn seitdem wird einfach immer aus Pies & Tartes von Phoebe Wood und Kirsten Jenkins gebacken, das bei Doling Kindersley erschienen ist.

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Die Autorinnen:
Während eines Aufenthalts in New York wurde Phoebe Wood Pie-süchtig und probierte sich monatelang zurück in ihrer australischen Heimat an der perfekten Teigkonsistenz. Als sie den Entschluss fasste, darüber ein Buch zu schreiben, holte sie sich ihre Freundin Kirsten Jenkins als Foodstylistin mit an Bord. Beide haben unabhängig voneinander für diverse Magazine wie delicious oder das Donna Hay Magazine gearbeitet. Auch im Team von MasterChef Australien waren sie tätig. Diese Professionalität merkt man dem Buch sowohl an den Fotos und dem Layout als auch an den Rezepten an.

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Der erste Eindruck:
Wann kommt endlich der Frühling?! Ich will endlich wieder Rhabarber! Das sind die ersten Gedanken, die mir beim Durchblättern durch den Kopf schießen. Jedes Rezept ist wunderschön bebildert und macht mir in der noch wenig frühlingshaften Umgebung Lust auf all die Sommergenüsse. Nun gut, die Erdbeeren lassen noch etwas auf sich warten, muss ich eben ein anderes Rezept auswählen.

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Inhalt:
„Pies & Tartes“ ist in vier große Rezeptkapitel geteilt. Daneben erfährt man in der Einführung zu Beginn, wie Phoebe Wood auf die Idee kam, ein ganzes Backbuch zu diesem Thema zu schreiben und bekommt das Grundrezept für Mürbeteig präsentiert. Die Kapitel widmen sich unterschiedlichen Pie- und Tartezubereitungsarten und -formen.

  • Heiß: in diesem Kapitel finden sich die „klassischen“ Pierezepte, wobei ich um ehrlich zu sein ein Rezept für Apple Pie vermisse. Aber keine Sorge, das ist mir erst viel später aufgefallen. Es gibt genügend köstliche Alternativen; gemeinsam ist allen, dass ein Mürbeteig mit Früchten gefüllt wird – die Bandbreite reicht von Rhabarbern über Birnen bis hin zu Süßkartoffeln.
  • Mogler: ich bin mir nicht ganz sicher, warum diese Rezeptkategorie „Mogler“ heißt – vielleicht weil manche der Tartes ohne Mürbeteig auskommen oder ohne Springform gebacken werden? Einige Rezepte hingegen sind mit Teig und Deckel. Wie auch immer: die Rezepte (Apfel-Karamell-Pie, Bananen-Whiskey-Pie) überzeugen.
  • Auf die Hand: diese Unterteilung hingegen ist wieder gut verständlich. Statt einen großen Kuchen zu backen, wird der Teig in kleine Taschen geformt und fruchtig gefüllt. Das geht von Blitzrezepten wie ein Blätterteig, der mit Himbeeren gefüllt wird bis hin zu Tiramisutörtchen und S’mores Muffins.
  • Kalt: das letzte große Rezeptkapitel widmet sich Pies & Tartes, die kalt gegessen werden. Entweder kommen die Kuchen ganz ohne Backen aus oder sie werden nach dem Backen gekühlt. Aus diesem Kapitel hab ich am meisten nachgebacken – die meisten Rezepte kommen ohne Obst aus, sondern verwenden alles von Joghurt über Sahne bis hin zu Kokosmilch, die mit Gelatine gebunden werden oder durchs Backen fest werden und dann kalt aus dem Kühlschrank gegessen werden. Für den Sommer spannend finde ich auch die Eistorten, welche auch in diesem Kapitel vorgestellt werden.

Abschließend findet sich noch eine detaillierte Anleitung zum Teiggitter weben, die ich sehr beeindruckend finde, aber ähm, nun gut, dazu bin ich nicht der Typ 🙂 Schön aussehen tut es definitiv! Das Rezeptregister hebt einerseits groß Zutaten hervor (Apfel – Frischkäse – usw.), nennt aber auch die einzelnen Rezepttitel. Sehr übersichtlich, klasse! Das Buch endet mit einer kurzen Info über die Autorinnen und deren Danksagungen.

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Die Rezepte:
Ich mag Bücher, die ihre Rezepte mit einer kurzen persönlichen Einleitung versehen. Und genau das trifft hier zu. Von Erklärungen zur Herkunft der Stapeltorte zu Anekdoten aus dem familiären Umfeld der beiden Autorinnen bis hin zu Hinweisen bezüglich der verwendeten Zutaten – jedes Rezept erhält ein kleines persönliches Vorwort. Wie ihr auch sehen könnnt, ist das Buch wunderschön bebildert. Die Pies werden ganz natürlich präsentiert und aus eigener Backerfahrung kann ich sagen, dass meine Tartes genau so auf dem Kaffeetisch standen wie im Buch abgebildet! Das empfinde ich sonst oft als die größte Enttäuschung, wenn mein eigenes Backergebnis so völlig anders aussieht wie auf dem Rezeptfoto. Also ein sehr großes Plus einerseits für die Foodfotografie, andererseits auch für die Rezepte, die alle funktioniert haben!

Nachgebacken habe ich schon:

  • Kirsch – Heidelbeer – Kokos – Crumble: dieser Mogler kommt ohne Mürbeteig aus, sondern die Früchte werden kurz eingekocht und dann mit kernigen Streuseln bedeckt gebacken. Einfach, schnell und wirklich gut als schnelle Nascherei.
  • Himbeer – Vanillepudding – Pie: Überraschung beim Anschneiden – da kommt ja noch eine Fruchtfüllung zum Vorschein. Schnell gemacht, cremig – fruchtig, wirklich lecker.
  • Apfel-Crostata: sooo mega gut! Wir haben den Kuchen innerhalb von 24h gegessen, der macht süchtig! Aus gemahlenen Mandeln, Butter und Ei wird eine Frangipane gerührt, die dann auf den Teig kommt und mit Äpfeln bedeckt wird.
  • Schokoladen- Pannacotta- Tarte: sehr schokoladig mit Schokomürbeteig und Schokofüllung. Sehr herber Geschmack, nächstes Mal würde ich die Zuckermenge noch ein wenig erhöhen oder eine weniger starke Zartbitterschokolade nehmen.
  • Vanillepudding – Whiskey – Pie mit weißer Schokolade: sehr lecker, cremig, fein! Rezept kommt!
  • Joghurt – Walnuss – Granatapfel – Tarte: zwar war der Keksbodenn mit Walnüssen bei mir sehr krümelig, dafür ist die Füllung aus griechischem Joghurt schnell gemacht und kam dekoriert mit frischen Früchten wirklich gut an.

Wenn Mürbeteig verwendet wird, hat man einerseits vorne ein Grundrezept dafür drin oder erhält eine Version davon im Rezept. Hierfür sollte Kühlzeit eingeplant werden. Um ehrlich zu sein, habe ich aber auch schon gute Backergebnisse erzielt, indem ich alle Ratschläge in den Wind geschlagen und Abkürzungen genommen habe. Der Teig wird dann vielleicht nicht ganz so knusprig, aber die kürzere Wartezeit, um den Kuchenhunger zu stillen, war mir das wert 🙂
Ich erwähnte es schon: meine Nachbackliste ist noch recht gut gefüllt! Sobald es mit dem Rhabarber losgeht, kommen die Rhabarber – Frangipane – Crostatas auf den Tisch. Und in Kombination mit Erdbeeren dann der Pie mit Rhabarber, Erdbeeren und Thymian. Ich liebe Rhabarber und dieses Buch hat sooo tolle Rezepte damit drin. Wird höchste Zeit, dass es Frühling wird 🙂
Ein kleines Minus gibt es aber auch: die jeweils verwendeten Backformen haben nicht Standardgröße und sind so evt. in Deutschland schwer erhältlich. Außerdem werden ganz viele unterschiedlich große Formen verwendet: die Durchmesser reichen von 20cm, zu 21cm, zu 24cm, dann mal eine mit 23cm – Durchmesser oder auch 15cm. Das finde ich etwas nervig, besonders, wenn dann zwei Tartes à 16cm rauskommen. Ich habe die Größen ziemlich in den Wind geschlagen und etweder die Teigmenge erhöht und eine 24er-Form genommen oder halt eine 18er-Springform. Im schlimmsten Fall hat man halt etwas weniger Füllung als im Buch oder man hat etwas übrig. Hier gilt also selber den Kopf anschalten und dann einfach munter machen bevor man ewig im Internet rumsurft, um sein Formensortiment zu erweitern.

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Kaufempfehlung:
Trotz dieses kleinen Minus kann ich das Buch voll und ganz empfehlen! Die Zutaten sind (saisonabhängig) in jedem Supermarkt erhältlich, die Rezepte sind gut erklärt und funktionieren einwandfrei. Zusätzlich erhält man schöne Bilder und persönliche Anekdoten, genau so wie ich es mag! Uns hat Pies&Tartes schon sehr viele Wochenenden versüßt und uns mit dem Pie-Fieber infiziert. Vielleicht erwischt es ja auch euch?!

Phoebe Wood / Kirsten Jenkins: Pies & Tartes
Dorling Kindersley
160 Seiten, zahlreiche Fotos
ISBN 9783831032822
19,99€

Das Buch wurde mir freundlicherweise als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Das hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Rezension – diese entspricht zu 100% meiner eigenen Meinung

Hummus mit Fleisch

NEIN! Nix mit Rohkost, kalorienarmen Gerichten ohne Kohlenhydraten und Fett! Vielleicht, wenn es wieder wärmer ist, aber nicht jetzt! Sollte sich jemals jemand gefragt haben, wann die richtige Zeit für die doppelte Menge Käse oder Chili ist, dann schreibt das Wetter jetzt die Antwort vor!

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Aber hey, genießt das momentane Wetter – bald schon setzt wieder der Zwang ein, dass man bei dem schönen, warmen Wetter noch raus in den Biergarten muss oder zumindest bis es dunkel wird, auf dem Balkon zu sitzen hat, denn schließlich ist ja der Winter vorbei. Und so schön das ist und sein wird und so groß die Sehnsucht jetzt schon nach Frühling ist, mag ich es einfach immer wieder, gemütlich daheim zu sein – am liebsten im Kreis von Familie und Freunden.

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Da geht es zwanglos zu und alle bedienen sich von einer großen Platte mit Hummus und Fleisch. Ich brachte diesen Dip zu einem Cocktailabend mit und wusste ganz genau, dass ich sehr viele Menschen damit glücklich machen kann: Hummus schmeckt pur mit Gemüse schon gut, aber dann noch orientalisch – gewürztes Hackfleisch und Granatapfelkerne drüber: BÄM! Wirklich eine Geschmacksexplosion! Und diesen Ausdruck verwende ich nicht oft!

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Hummus ist auch so was, das noch nicht in jeden Winkel der Schwäbischen Alb vorgedrungen ist. Diverse Leute, die mich gefragt haben, was diese Creme denn sei, haben die Stirn gerunzelt und an Humus (nur ein m!) gedacht, der im Garten zu finden ist 🙂 Nach dem Abend waren sie schlauer, hehe.

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Ich hoff, ihr schützt euch gut gegen die Kälte und macht euch gemütliche Stunden daheim auf dem Sofa mit eurer Lieblingsserie und diesem Hummus zum Dippen.
Habt ihr mir Empfehlungen, was ich auf Netflix als nächstes gucken könnte? Bitte nichts gruseliges!!!

Hummus (ergibt ca. 500g):
220g getrocknete Kichererbsen
1/2 TL Backnatron
1 EL Zitronensaft
120g Tahini (ich: knapp die Hälfte)
3 EL Olivenöl
Salz
optional: 2 Knoblauchzehen

Zubereitung:
Die Kichererbsen in einer Schüssel mit reichlich Wasser bedecken und mind. 12h einweichen. Die Kichererbsen abgießen und abwaschen. Mit dem Backnatron (dadurch werden die Kichererbsen schneller weich, der Hummus glatter und angeblich auch besser verträglich) in einen Topf geben und die Kichererbsen 2,5 – 5cm mit Wasser bedecken. Bei starker Hitze zum Kochen bringen. Die Hitze auf niedrige Stufe reduzieren. Den Deckel aufsetzen und die Kichererbsen ca. 2h garen bis sie sehr weich sind – meine waren nach ner Stunde schon fertig. Die Kichererbsen abgießen, abkühlen lassen und in einen Mixer füllen.
Zitronensaft, Tahini, Salz und falls verwendet die Knoblauchzehen zugeben und alles etwa 1min zu einer sehr glatten Masse verarbeiten. Bei laufendem Motov nach und nach 4 EL Wasser und das Olivenöl zugeben und weitere 2-3min mixen. Mit Salz abschmecken.

Fleischbeilage:
2 EL Öl
1 große Zwiebel, fein gehackt
500g mageres Rinderhackfleisch
Salz, Pfeffer
2 TL gemahlener Zimt
2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1/2 TL Paprikapulver
4 EL geröstete Pinienkerne
4 EL Granatapfelkerne
frische Petersilie und Tahini zum Garnieren

Zubereitung:
Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Zwiebel darin mit 1 Prise Salz bei mittlerer bis starker Hitze 5-7min weich und glasig dünsten. Das Hackfleisch zugeben, mit den Gewürzen würzen und unter Wenden gar braten. Größere Klumpen mit dem Kochlöffel zerdrücken. Anschließend mit Salz und Pfeffer würzen.
Zum Servieren den Hummus auf eine große Servierplatte streichen und das Hackfleisch darauf verteilen. Zusätzliches Tahini darüberträufeln und alles mit den Pinienkernen, Granatapfelkernen und Petersilie bestreuen. Dazu Pitabrot oder sonstige Chips servieren.

Quelle: Molly’s Kitchen (Molly Yeh)