Kohldampf: Rosenkohlgalette mit Ziegenkäse

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Oh ja, endlich ist wieder diese Zeit im Jahr: Temperaturen um den Gefrierpunkt lassen bei mir weniger die Lust auf überfüllte Weihnachtsmärkte mit zuckersüßem Glühwein steigen als vielmehr den KOHLdampf auf dieses typische Wintergemüse. Mit diesem Rezept ging es mal wieder wie hier: unabgesprochen haben meine Mutter und ich uns beide in die Rosenkohlgalette im Kochbuch von Donna Hay verguckt und so war ziemlich schnell klar, was es zum Mittagessen geben würde.

Zusammen in der Küche zu stehen, ist sowieso angenehm🙂 Das Zwiebelconfit, das im Rezept gekauft wird, habe ich selber hergestellt, indem ich einfach ein paar Zwiebeln in feine Streifen geschnitten hab, dann mit braunem Zucker und nem Schluck Portwein einkochen hab lassen. So lecker, die Dingerchen.

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Nur mit dem Teig war ich so gar nicht zufrieden… er hat sich zwar gut formen lassen, aber gebacken war er optimistisch ausgedrückt sehr mürbe. Um ehrlich zu sein, fand ich ihn fast sandig. Lag das daran, dass ich kein Superfoodpulver verwendet hab? Die Flohsamenschalen hab ich nämlich weg gelassen. Beim nächsten Mal werde ich einfach den Teig hier machen, der schmeckt nämlich hervorragend und sandig ist der sicher nicht. Ansonsten aber eine mega leckere Füllung! Passt alles sehr gut zusammen🙂 Jetzt kuschel ich mich genau so ein wie der Rosenkohl in der Galette -dann lässt sich die Kälte draußen noch besser aushalten!

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Zutaten für 4 (recht kleine) Portionen:
70g Vollkorn-Dinkelmehl
150g Vollkorn-Weizenmehl
20g Flohsamenschalenpulver (weg gelassen)
150g Butter, zerkleinert
1/2 TL Meersalz
1 Eigelb
1 EL Eiswasser

Für die Füllung:
300g Rosenkohl
2 EL Olivenöl
1 EL abgeriebene Zitronenschale
1 kleine Handvoll Oreganoblätter
Salz, Pfeffer
2 EL karamellisierte Zwiebeln
50g weicher Ziegenkäse
60g frischer Ricotta
1 Ei, leicht verklopft
Oreganoblätter zum Bestreuen (weg gelassen)

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Zubereitung:
Für den Teig die beiden Mehlsorten, das Flohsamenschalenpulver, Butter und Salz in der Küchenmaschine zu einer grob krümeligen Masse verarbeiten. Eigelb und Eiswasser hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche in zwei gleich große Portionen teilen und diese jeweils zu einer Scheibe formen. In Frischhaltefolie verpackt 30min kalt stellen.
Den Rosenkohl kurz blanchieren, abtropfen lassen und vierteln. Öl, Zitronenschale, Oregano, Salz und Pfeffer in einer Schüssel gründlich verrühren. Den Ofen auf 190°C vorheizen. Die beiden Teigportionen jeweils zwischen zwei Lagen Backpapier zu Kreisen von 20cm Durchmesser ausrollen. Auf ein Backblech setzen und die obere Lage Backpapier entfernen. Jeweils die Hälfte der karamellisierten Zwiebeln auf dem Teig verstreichen, darauf Rosenkohl, Ziegenkäse und Ricotta verteilen. Die Teigränder nach innen umklappen, sodass der Belag teilweise bedeckt ist. Den Teig mit Eigelb bestreichen. Die Galettes mit dem zusätzlichen Oregano bestreuen und im Ofen 25-30min goldbraun backen.

Quelle: life in balance (Donna Hay)

Definitionsfrage: Snickerdoodles

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Was macht eigentlich einen normalen Keks zum Weihnachtsplätzle? Zutaten wie Zimt, Vanille oder Anis? Die Form von Tannenbaum, Stern oder Weihnachtsmann? Oder einfach nur die Tatsache, dass die Kekse halt jetzt in der Adventszeit gebacken werden? So ganz weiß ich nicht, was die Definition von Weihnachtsgebäck ist.

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Klar, da gibt es die Klassiker mit Namen wie Zimtstern, Lebkuchen, Engelaugen oder Vanillekipferl. Die gibt es traditionell erst ab Mitte November in der Hausbäckerei, bzw schon ab August oder so in den Supermärkten😉 Aber wer von euch sich eine Kochzeitschrift gekauft hat, wird feststellen, dass praktisch alles auf den Plätzchenteller gelegt werden kann. Vorausgesetzt natürlich, dass die Kekse selbst gebacken sind. Dann dürfen auch „exotischere“ Zutaten wie Matcha oder Macadamianüsse, Superfoods wie Chiasamen oder amerikanische Spezialitäten wir Rocky Roads hergestellt und als Weihnachtsplätzle bezeichnet werden.

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Mit diesen Snickerdoodles hat die Weihnachtsbäckerei ihre Schatten vorausgeworfen. Ich habe sie schon vor zwei Wochen gebacken. Der Name ist irreführend: die Eltern und der Bruder kamen jeweils in die Küche und hielten nach den Snickerriegeln Ausschau. Nur die Schwester, praktisch eine halbe Amerikanerin, wusste sofort, dass es einfach nur Cookies mit Zimt sind. Meine Mutter würde diese Kekse nicht zu ihrem Weihnachtsgebäck zählen, weil sie viiiiiiel zu groß für ihren Plätzleteller sind. Ihre Gebäcksstücke sind kaum größer als 2€-Stücke, eine irre Arbeit, die sie sich da macht, aber es sind einfach die besten!

Also egal, ob ihr jetzt diese Snickerdoodles zum Weihnachtsgebäck zählt oder die (wie ich auch schon) mittem im Sommer macht, weil sie einfach lecker und so einfach sind: hauptsache ihr rührt euren Teig selber zusammen und greift nicht zu den Angeboten aus dem Supermarkt. Hierfür braucht ihr keine besonderen Zutaten, vielleicht habt ihr sogar alles schon daheim. Dann trennen euch wirklich nur noch ca. 25min von frisch gebackenen knusprigen Cookies!!

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Zutaten für ca 36 Cookies:
385g Mehl
2 TL Backpulver
1/2 TL Salz
250g weiche Butter
300g Zucker (Ich: 250g)
2 Eier
2 EL Zucker
1TL Zimt

Zubereitung:
Ofen auf 185°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Mehl, Backpulver und Salz in eine Rührschüssel sieben. 2 EL Zucker und Zimt mischen.
Mit einem Handmixer oder einer Küchenmaschine die Butter in einer Rührschüssel weich und cremig schlagen. Zucker dazugeben und weiterschlagen bis die Masse leicht und fluffig wird. Eier hinzufügen und einige Minuten weiterschlagen.
Mit einem Holzlöffel oder einem Gummispachtel die Mehlmischung unterrühren bis sich gerade so ein Teig ergibt. Den Teig teelöffelweise sanft zwischen den handflächen rollen. Die kleinen Teigkugeln im Zimtzucker wälzen bis sie rundrum gleichmäßig bedeckt sind. Die Kugeln auf dem vorbereiteten Backblech platzieren. Darauf achten, dass zwischen den Cookies ein Abstand von ca 6cm besteht. NICHT platt drücken.
Etwa 10-12 min oder so lange backen, bis die Cookies goldbraun sind. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Quelle: Backen. I love baking (Cynthia Barcomi)

Lesefutter: Dip-Trio

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Wenn ich mir dieses Jahr anschaue, ist eines definitiv zu kurz gekommen: LESEN! Ich war schon immer jemand, die ihre Nase in Bücher gesteckt hat. Es gab Zeiten, da sind wir wöchentlich in die Stadtbücherei um neues Lesefutter zu besorgen -wirklich, ich kann euch nur empfehlen, eure lokale Stadtbücherei zu besuchen und mit einer Mitgliedschaft zu unterstützen! Oft kosten die Ausweise nicht mal 20€ im Jahr und das rentiert sich wirklich. Denn seien wir ehrlich: wie oft nehmen wir einen einmal gelesenen Roman tatsächlich nochmal in die Hand und lesen ihn durch? Ja, solche Bücher gibt es und die lohnt es sich wirklich daheim zu haben, aber die meisten Bücher werden vielleicht noch Freunden ausgeliehen bevor sie dann hauptsächlich rumstehen und verstauben.

Falls ihr euch nicht gleich binden wollt: es gibt auch Schnupperausweise und viele Büchereien bieten heute sogar E-Books an. Dazu gibt es oft noch tolle Programme. In Balingen beispielsweise hab ich gesehen, findet ein Vorlesenachmittag mit einem Handballer der Nationalmannschaft statt. Wenn dadurch Kinder und Jugendliche zum Lesen animiert werden, klasse! Ja, ich singe heute ein lautes Loblied auf die Büchereien und hoffe, dass die weiter erhalten werden. Eine meiner besten Entscheidungen nach dem Examen war es, mir einen Ausweis für die Bücherei ausstellen zu lassen. Endlich kann ich meine Lesesucht wieder befriedigen🙂

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Auch Kochbücher gibt es zum Ausleihen -großes Lob hier an die Karlsruher Bücherei, die wirklich eine tolle Auswahl hat. Ich gebe zu: für mich lohnt es sich durchaus, das ein oder andere Kochbuch zu kaufen so oft wie die zum Einsatz kommen. Für alle reicht natürlich mein Budget nicht und da kann ich ja zumindest mal Probe-Besitzerin sein😉 Im besten Fall gibt es dann Lesefutter im wahrsten Sinne des Wortes. Momentan hab ich „Deutsche Küche neu entdeckt“ von Matthias Mangold ausgeliehen, ein sehr ansprechendes Buch, aus dem der Ziegenkäse-Aprikosen-Dip ist.

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Die Dip-Platte war ein spontanes Abendessensprodukt: ich wollte nicht wieder Salat, hatte den Kürbiskerndip entdeckt, meine Schwester hatte Lust auf Hummus, ein Ziegenfrischkäse stand noch im Kühlschrank und getrocknete Aprikosen finden sich sowieso immer in Mamas Vorratskammer. Ein bisschen frisches Gemüse gekauft, die teuren Gemüsechips mussten auch mit. Die kleine Schwester zum Schnippeln angestellt, den Mixer immer wieder angeworfen und fertig! Ein Essen, das man nicht formal und chic isst, sondern versucht, sich möglichst viel Dip auf die Karotte zu löffeln. Entspannt und herzhaft, ein tolles Futter nach all dem Lesen🙂

Habt ihr Lesetipps für mich? Irgendein Buch, das euch gefällt? Bitte nichts Gruseliges oder mit Ritualmorden -dafür bin ich zu empfindlich! Aber ansonsten nur her mit eurem Lesefutter!!!!

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Rezept für den Hummus:
1 Dose Kichererbsen
2 EL Tahini (oder ein anderes Nussmus, ich mag Tahin nicht)
2 EL Öl
Salz, Pfeffer
2 EL Zitronensaft
wer mag: Knoblauch, Cayennepfeffer

Zubereitung:
Die Kichererbsen in einem Sieb abspülen, mit den anderen Zutaten in ein hohes Gefäß geben und glatt pürieren. Kräftig abschmecken.

Rezept für den Kürbiskern-Dip:
160g Kürbiskerne
4-5 EL Olivenöl
1 El Tahini (ich: Cashewmus)
4-5 EL Zitronensaft
125ml Wasser
1 Bund glatte Petersilie
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Die Kürbiskerne in einer Pfanne anrösten, damit sie ihr nussiges Aroma entfalten. Mit Öl, Tahini, Zitronensaft, Wasser, Petersilie, Salz und Pfeffer in einem Blitzhacker oder Mixer geben und 1-2min zu einer dicken Paste verarbeiten. Mit etwas zusätzlichem Öl bestreuen. Quelle: life in balance (Donna Hay)

Rezept für den Ziegenkäse-Aprikose-Dip:
200g Ziegenfrischkäse
4-5 EL Sahne
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
4-5 getrocknete Aprikosen
1/2 Bio-Orange (weg gelassen)
1 EL Honig
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Ziegenfrischkäse in einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken, Sahne unterrühren, sodass eine geschmeidige Paste entsteht. Schalotte und Knoblauch schälen und sehr fein würfeln. Die Aprikose sehr fein hacken. Orange waschen, mit einem Zestenreißer die Schale abziehen und fein hacken. Alles mit dem Honig und etwas Salz vermischen. Nach Geschmack noch Kräuter unterrühren.
Quelle: Deutsche Küche neu entdeckt (M.Mangold)

 

Tempus fugit: Dattel-Karamell-Kekse

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Die letzten Tage habe ich gearbeitet und der Sport kam dabei etwas zu kurz. Heute morgen war ich dann endlich wieder laufen, gemächlich, ich wollte keine neuen Rekorde aufstellen. Das war auch gar nicht möglich, weil die Natur so wunderschön war! Hier in Karlsruhe hat es stark gewindet, der Himmel war blau mit grau-goldenen Wolken, die immer wieder die Sonne durchschauen ließen. Das Licht im Wald war so wunderschön! Noch ist Herbst -das fällt schwer zu glauben angesichts von all den Plätzchenrezepte, die schon überall zu finden sind. Von Adventskalendern und Weihnachtswerbung ganz zu schweigen.

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Die Zeit flieht-Tempus fugit. 2016 ist für mich so schnell vorbei gegangen und war angefüllt mit Examenslernerei. Unterbrochen von wunderschönen Urlauben, Zeit mit Familie und Freunden, Tränen angesichts von Tod, Prüfungsängsten, Freude und Erleichterung. Ich wollte das ein oder andere Gericht kochen und habe die Saison verpasst. Ich wollte mehr Zeit mit Freunden verbringen, was aber wegen unterschiedlichen Lebens- und Wohnsituationen gar nicht so leicht ist. Nein, das soll noch kein Jahresrückblick werden.

Heute beim Laufen habe ich einfach genossen: das Licht, das sich durch das Laub und die Zweige den Weg bahnt. Noch sind die fallenden Blätter schön farbig, aber der Boden ist schon matschig. Es ist Herbst und irgendwie auch April zugleich: kurze Zeit nach der Laufrunde fing es an zu schütten. Aber na und? Das gehört zu dieser Jahreszeit dazu, kein Grund zum Klagen und alles auf Weihnachten hin zu konzentrieren! Deswegen sollen diese Dattel-Karamell-Kekse auch noch nicht den Beginn der Adventsbäckerei einläuten. Klar, es ist Zimt drin, aber dieses Gewürz lieb ich einfach!

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Die Cookies sind so einfach gemacht und soooo lecker! Nach meinem Geschmack sind die nach zwei Tagen am besten, meinem Bruder allerdings haben die direkt aus dem Ofen mit einem Glas Milch am besten geschmeckt.
So oder so: lasst euch die Zeit nicht davon rennen, genießt den Moment und den November! Ein schönes Wochenende euch allen🙂

Zutaten für 25 Stück:
360g entsteinte frische Datteln, gehackt
80g brauner Zucker (ich: 40g)
125g Butter oder Kokosöl
1 TL Backnatron
140 Vollkorn-Dinkelmehl
80g Dinkelflocken (ich: Haferflocken)
1 Ei
1 Tl gemahlener Zimt
1 Tl Vanilleextrakt

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Zubereitung:
Den Ofen auf 160°C vorheizen. Die Datteln, den Zucker und die Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze unter Rühren erwärmen bis die Butter geschmolzen ist. Weitere 5min köcheln lassen bis die Datteln weich sind. Das Natron unterrühren und die Masse abkühlen lassen. Ich habe das dann noch püriert, weil mir meine Masse noch zu grob war.
Mehl, Dinkelflocken, Ei, Zimt und Vanilleextrakt in einer Schüssel mit der Dattelmasse vermengen. Jeweils 1 El des Teiges mit angefeuchteten Händen zu Kugeln formen, flach drücken und auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen.
Im Ofen 12-14min goldbraun backen. Auf dem Blech abkühlen lassen. Luftdicht verschlossen halten sich die Cookies bis zu 1 Woche.

Quelle: life in balance (Donna Hay)

Im Bücherregal: „life in balance“ von Donna Hay

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Es scheint inzwischen zum guten Ton zu gehören, dass man sich als erfolgreicher Kochbuchautor Gedanken zur Ernährung macht und diese dann (gewinnbringend?) vermarktet und in ein neues Werk einfließen lässt. Die höchsten Wellen in diesem Bereich hat wahrscheinlich Jamie Oliver geschlagen, der von seinen „Superfoods“ schon einen Nachfolgetitel veröffentlicht hat. Aber auch Leila Lindholm und jetzt auch Donna Hay springen auf diesen Trend auf. Die einen freuen sich nach dekadenten Schokotorten und mit Käsebergen überbackenen Fleischorgien über gesündere Rezepte, die anderen verdrehen die Augen und wenden sich verächtlich ab, wenn nun trendige Superfoods verwendet werden. Schon bevor ich „life in balance“, das im AT Verlag erschienen ist, in der Hand hatte, bekam ich auf Foren die Diskussionen mit, die sich deswegen eher skeptisch über das neue Kochbuch von Donna Hay äußerten.

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Der erste Eindruck:
Wer schon mal ein Kochbuch von Donna Hay in der Hand hatte, wird sofort einen Wiedererkennungseffekt bemerken: das quadratische Format mit Flexcovereinband sticht unter den üblichen rechteckigen Formaaten hervor. Auch die Schriftart ist dieselbe wie bei den vorherigen Büchern. Und hach, diese Foodfotos! Ein einziger Traum, so köstlich sieht jedes bebilderte Gericht aus! Das macht sofort Lust auf Nachkochen.

Inhalt:
In der kurzen Einführung schreibt Donna Hay, worum es ihr mit diesem Kochbuch geht: es geht nicht um eine Diät, sondern Essen soll das Wohlbefinden steigern. „Das Geheimnis besteht darin, die richtige Balance zu finden“ -konkret bedeutet das, dass Lieblingsgerichte mit natürlichen Superfoods aufgepeppt werden. Aha, hier ist zum ersten Mal das Trendwort der Foodszene! Wohltuend ist aber, dass darunter nicht nur Quinoa, Chia & Co fallen, sondern auch beispielsweise Rosenkohl und Spinat zu den „Supergreens“ gehören oder Leinsamen und Dinkel mit ihren gesundheitlichen Wirkungen vorgestellt werden. Diese und andere Grundzutaten werden in kurzen informativen Texten beschrieben und fallen beim Blättern dadurch auf, dass mattes, etwas dickeres Papier verwendet wurde und man so schnell die Seiten findet. „life in balance“ ist folgendermaßen gegliedert:

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  • Perfekter Start in den Tag: neben klassischem Haferbrei findet sich auch ein Chiapudding oder ein grüner Smoothie zum Frühstück.
  • Gemüse: hauptsächlich vegetarische Gerichte, bei denen Gemüse die Hauptrolle spielt, zum Beispiel in einem Grünkohl-Spinat-Omelett oder in Galettes mit Rosenkohl und Ziegenkäse
  • Power-Proteine: hier wird es fleischlastiger, aber auch Tofu und Fisch werden verwendet. Rezepte sind zum Beispiel Rinderfleischspieße mit rotem Chimichurri oder pikanter Fisch mit Sellerie-Süßkartoffel-Frites.
  • Kernige Körner: Neben Reis, Quinoa & Co werden hier auch Hülsenfrüchte wie Kichererbsen verwendet und so beispielsweise ein asiatischer Graupen-Kraut-Salat oder geschmorte Harissa-Auberginen mit Linsen-Kräuter-Salat serviert.
  • Klein & Fein: der genaue Unterschied zu den Kapiteln davor erschließt sich mir nicht, aber ich vermute, klein&fein bedeutet, dass die Gerichte mit wenig Kohlenhydraten auskommen. Der Edamame-Salat mit Huhn und Fenchel oder auch die Zucchini-Pastinaken-Sellerie-Nudeln mit Brokkolisauce enthalten zumindest keine „traditionellen Sattmacher“😉
  • Power-Snacks: Als kleine Happen zwischendurch empfiehlt Donna Körner-Cracker mit Grünkohl-Cashew-Dipp oder ein Himbeer-Joghurt-Eis am Stiel.
  • Clever backen + Süßes: Zum Nachmittagskaffee gibt es einen Chiakuchen mit Orangensirup, Haselnusskekse mit Schokofüllung oder auch Kokos-Cupcakes.
  • Glossar+Register: in den Rezepten finden sich immer wieder einzelne (exotischere) Zutaten, die mit einem Sternchen markiert sind. Die Erläuterung dazu findet sich im Glossar. Auch werden Angaben zu Maßeinheiten, Ofentemperaturen und Butter und Eiern gemacht.

Dem abschließenden Register gebührt besonderer Lob: übersichtlich nach Hauptzutaten und Kategorien aufgelistet -so findet sich Lachs nicht nur unter „L“, sondern auch bei „Fisch und Meeresfrüchten“. Da macht das Suchen Spaß und führt schnell zum Ziel.
Wie schon erwähnt, sind insbesondere die Foodfotos wunderschön anzusehen! Sie nehmen eine ganze Seite pro Gericht ein und die Rezepte sind eine Seite davor und danach mit anderen Rezepten zu finden. Typisch wie bei vorherigen Donna-Hay-Büchern auch. Zu ein paar Zutaten finden sich hingekritzelte Erklärungen, worum es sich dabei handelt. Ganz nett, aber auch ein wenig überflüssig, weil die Zutaten im Glossar nochmal erklärt werden. Donna Hay kommt als Model nur ein paar Mal zu Beginn der Kapitel vor, sie findet sich also nicht auf jeder Seite und fällt somit auch nicht störend auf wie in anderen „Promi-Kochbüchern“😉

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Die Rezepte:
Ja, es kommen Superfoods vor! Allerdings nicht nur und auch nicht in jedem Rezept! Wenn das teilweise als „störend“ oder „zu trendig“ kritisiert wurde, kann ich das nicht nachvollziehen. Ich ignoriere es einfach, wenn in einen Teig noch 20g Flohsamenschalen kommen; das funktioniert auch ohne! Entscheidend für mich ist, dass Superfoods für Donna Hay eben nicht nur aus Südamerika kommen, sondern auch viele hier in Deutschland heimischen Gemüsesorten als Superfoods zählen. Dass man die nun so bezeichnet, von mir aus, wem’s hilft. Im letzten Winter bin ich zum Grünkohlfan geworden und freue mich hier über viele tolle Ideen. Allgemein finde ich, dass gerade für die kühlere Jahreszeit viele Rezepte drin sind mit Zutaten, die jetzt Saison haben.
Üüübrigens: im Kapitel zu dem Süßen wird auch mal ein Schokokuchen mit 200g Butter und 220g braunem Zucker gebacken -Superfood findet sich dabei nur in Form von Rohkakao😀 Also ein bisschen „alte Donna“ bleibt auch hier erhalten und die Superfoods oder Labels wie gluten-lactosefrei nehmen nicht überhand.
Ausprobiert habe ich unter anderem schon (entschuldigt die schlechte Fotoqualität…so sieht das halt ohne Styling und ohne Profi-Papa aus):

  • Hühnerhackbällchen mit Zucchini und Feta: soooo mega lecker! In der Masse befindet sich noch Quinoa, den ich mit Couscous ersetzt habe und es war so gut! Will ich bei Gelegenheit unbedingt verbloggen
  • Reis-Kürbis-Kichererbsen-Burger mit Schmorkarotten: die Patties war mir etwas zu trocken, aber mit Dip und den Karotten sehr lecker!
  • Quinoa-Süßkartoffel-Törtchen: die haben uns auf einer Zugfahrt begleitet und waren so saftig, so aromatisch. Wirklich klasse
  • Kürbis-Dinkel-Salat mit Feta und Granatapfeldressing: tolle Kombination, mit ofengeröstetem Kürbis kann man bei mir sowieso nichts falsch machen😉
  • Karamell-Dattel-Cookies: so geil! Die ganze Familie war begeistert -das Rezept gibt es nächste Woche.

Die Rezeptbeschreibungen sind teilweise etwas knapp gehalten. Da schadet es nicht, mitzudenken und beispielsweise zum Formen der Hackbällchen oder der Cookies die Hände anzufeuchten, damit die Masse nicht so klebt. Auch werden immer wieder Fertigprodukte verwendet, typisch in Form von Zwiebelrelish. Das hab ich ganz einfach selber gemacht. Insgesamt klappen aber die Rezepte sehr gut und das Nachkochen macht großen Spaß!

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Kaufempfehlung:
Von meiner Seite her JA! Ich persönlich mag diese Neuerscheinung von Donna Hay sogar mehr als das Kochbuch, was ich schon von ihr habe. Es finden sich auch viele vegetarische Rezepte; durch das Kapitel mit Snacks und Süßem wird eine große Bandbreite an Ideen gegeben. Ob man damit in Balance kommt, bleibt jedem selber überlassen. Ich weiß, dass ich noch viel aus dem Buch kochen werde!

Donna Hay: life in balance. Frische, leichte Rezepte für gesunden Genuss.
AT Verlag
240 Seiten, über 174 Farbfotos
ISBN: 978-3-03800-929-0
29,95€

Das Buch wurde mir freundlicherweise als kostenloses Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Das hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Rezension – diese entspricht zu 100% meiner eigenen Meinung.

Rettungsaktion: Rinderbraten mit Bratapfelkruste

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Gewisse Dinge gehören für mich einfach nicht zusammen: Beziehungsdetails mit der Öffentlichkeit bequatschen, duschen und danach zum Sport aufbrechen oder auch Feiertage und Fertigessen kaufen. Mit Fertigessen kann ich im Allgemeinen sowieso nichts anfangen, aber erst recht dann nicht, wenn es ein besonderer Anlass ist.

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Wenn ich dann momentan die Angebotsblättle durchschaue oder zufällig eine Fernsehwerbung sehe, bekomme ich oft genug den Eindruck, dass nicht nur der normale Alltag, sondern gerade die bald beginnende Advents- und Weihnachtszeit komplett von der Lebensmittelindustrie vereinnahmt wurde. Da werden strahlend-schöne Mütter präsentiert, die ihren Liebsten gerade die Fertigsuppe aus dem Päckchen servieren. Oder eine Gruppe Freunde, die mit einem Fertigcocktail auf die Feiertage anstoßen. Die Rouladen oder der Braten sind selbstverständlich schon fertig eingelegt, damit den von der Weihnachtszeit gestressten Personen wenigstens die ach-so-anstrengende Arbeit der Nahrungszubereitung erspart bleibt. Von den Fertigteigen für Plätzchen fang ich jetzt gar nicht erst an…

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Ohne jetzt auf andere herabschauen zu wollen, bin ich einfach nur erleichtert und glücklich, dass ich aus einer Familie komme, in der die Essenszubereitung gerade zu solchen Feiertagen besonderen Stellenwert eingenommen hat. Auch wenn meine Mutter beispielsweise  an Heiligabend zur Nachtwache ins Altersheim musste oder wir alle in der Kirche aktiv waren, wäre es im Traum nicht passiert, einen Fertig-Kartoffelsalat oder ähnliches auf den Tisch zu stellen.

Ich vermute, dass die meisten, die hier mitlesen, sowieso eher weniger vorzubereitetes Fleisch kaufen. Aber vielleicht kann unsere Rettungstruppe euch heute zeigen, dass von https://unsermeating.files.wordpress.com/2016/02/e99ff-wirrettenwaszurettenist.jpg?w=320&h=117Braten-Klassikern bis zu innovativeren Neukreationen alles kein Hexenwerk ist. Heute werden also Braten gerettet und euch vielleicht schon Lust auf die ein oder andere Leckerei für die Feiertage gemacht.
Glaubt mir, eure Familie und eure Geschmacksknospen danken es euch, wenn ihr selber Hand anlegt. Oftmals spart ihr durch Fertigprodukte sowieso keine Zeit. Und gerade die Braten lassen sich gut vorbereiten, damit ihr auch Zeit mit den Liebsten verbringen könnt.

Ein Tipp noch zu diesem Rinderbraten mit Bratapfelkruste: um den perfekten Garpunkt hinzukriegen einfach ein Bratenthermometer verwenden. Für unter 10€ bekommt ihr eins und das hilft, dass das Fleisch zart ist. Dass es sich sowieso lohnt ein paar Euro mehr für das (Bio-)Fleisch auszugeben, ist euch sowieso klar, gell? Ansonsten erhaltet ihr hier mit der Bratapfelkruste ein saftiges Fleisch, das von der Bratapfelkruste mal etwas anders begleitet wird. Von meiner Schwester hörte ich nur große Schwärmerei über dieses Prachtstück aus Mamas Küche🙂
Zu guter Letzt bevor es an die Mitretter geht noch ein herzliches Danke an Susi und Sina für die unermüdliche Organisation der Rettungsaktion!!!!

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Und hier wieder eine ganze Liste von anderen Köstlichkeiten:
Pane Bisteca: Schulter-Steak- Braten mit Kruste

Kochen mit Herzchen: Wildsauerbraten

Prostmahlzeit: Gebratener Schweinebauch

Giftige Blonde: Bio-Rindsbraten mit Rotweinsauce

Summsis Hobbyküche: Sauerbraten

Leberkassemmel und mehr: Krustenbraten mit Speckknödel

Magentratzerl: Rinderschmorbraten mit Balsamicosauce und Kartoffelknödeln

Kebo homing: Truthahnbraten „all in one“

Lieberlecker: Rinderbraten mit Biersauce

Friederike Fliederbaum: Husarenbraten

Brotwein: Schweinebauch aus dem Ofen

Anna Antonia: eine Art Brasato al Barolo

Genial lecker: Entenbraten

Auchwas: Schinkenbraten in Apfelmostsauce

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Zutaten (für 6 Personen):
Für die Bratäpfel:
1/2 Bund Petersilie
2 große Zwiebeln
100g Speck in Scheiben
4 EL Butter
1 TL getrockneter Majoran
8 kleine, rotschalige Äpfel
2 EL Zitronensaft
1 Ei
100g gemahlene Mandeln
Für das Filet und Sauce:
1kg Rinderfilet (aus dem Mittelstück)
Salz, Pfeffer
1 EL Butterschmalz
200ml Rinderfond
1-2TL Senf
1-2 EL kalte Butter

Zubereitung:
Petersilie waschen, Blättchen hacken, Zwiebeln abziehen und fein würfeln. Ebenso den Speck. 2 EL Butter erhitzen, Speck goldgelb ausbraten, Zwiebeln und Majoran zufügen und glasig dünsten.
1 Stunde vorm Servieren: Äpfel waschen. Aus 6 Äpfeln Kerngehäuse ausstechen. Übrige Äpfel schälen, entkernen, würfeln, mit Zitronensaft, Speck-Zwiebeln, Ei, Petersilie und gemahlenen Mandeln mischen.
Backofen auf 175 Grad erhitzen. Äpfel auf ein Blech mit Backpapier setzen. Die Hälfte der Apfel-Speck-Mischung in die ausgestochenen Äpfel hineinfüllen, mit ein paar Butterflöckchen belegen und 45min backen.
Inzwischen Filet abbrausen, salzen, pfeffern. Schmalz in einer Pfanne erhitzen. Filet rundum anbraten, oberen Teil mit übriger Apfel-Speck-Mischung belegen =fest andrücken. Filet zu den Äpfeln auf das Blech legen und bis zum Schluss (40min) mitbraten. Zur Sicherheit Bratenthermometer einstechen.
Den Bratensatz in der Pfanne mit Fond ablöschen, etwas einköcheln lassen und kurz vor dem Servieren Senf und Butter einrühren.
Filet in Scheiben schneiden, mit  Bratäpfeln auf Tellern anrichten, etwas Sauce angießen und servieren. Bei uns gab es Kartoffelpüree und Wirsinggemüse dazu.

Quelle: Meine Familie & ich (12/2014)

Anfangszauber: Räucherlachsknödel auf Gurkennudeln

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Neben zweifelhaften Jugendsünden bescherte mir mein erstes Studienjahr in Franken auch kulinarische Highlights, die mir vom Schwabenländle längst nicht so bekannt waren: Knödel! Ja klar, wusste ich, dass es die gab und ich hatte bestimmt auch schon mal welche irgendwo gegessen, aber diese Wichtigkeit von Knödeln in unterschiedlichster Form wurde mir erst in Bayern bewusst.

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Ein Freund erzählte, dass seine Oma sich anhand der Knödel an den Wochentagen orientiert: samstags wurden meistens die Knödel vorbereitete, damit es sonntags nach der Messe bald was zu essen gab und für montags gab es dann Reste. Problematisch wurde es, wenn aufgrund von Geburtstagen, Hochzeiten oder anderen Feierlichkeiten auf einmal häufiger Knödel auf dem Tisch standen…
Mit den „Kartoffelknödeln halb und halb“ konnte ich mich nie so ganz anfreunden, die waren mir irgendwie zu weich und geschmacklich langweilig (oje, ich sehe schon entsetzt meine bayrischen Freunde aufschreien). Aber die Serviettenknödel -oh yeah! Große Liebe!!!! Perfekt um Brot vom Vortag zu verwenden und einfach so gut um die Sauce aufzusaugen.

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Diese Räucherlachsknödel sind vermutlich eine eher modernere Version, etwas eleganter mit den Gurkennudeln und nicht so traditionell wie zu einem Braten. Trotzdem denke ich dabei immer an diese Anfangszeit, die mich nicht nur kulinarisch inspiriert hat, sondern die auch Freundschaften hervorgebracht hat, die bis heute halten. Ein super Studienstart, der vor zwei Wochen mit einem sagenhaften Examen gekrönt wurde🙂 Darauf ein, zwei Knödelchen -große Empfehlung von meiner Seite. Eines der Rezepte, die ich schon so oft gemacht habe und fast auswendig kann. Die Masse wird einfach soooo flauschig! So mag ich Knödel! Jetzt geht es noch ein paar Tage nach Südtirol -mal schauen, was uns da für Knödelvariationen erwarten😉
Wie sieht es bei euch aus? Esst und mögt ihr Knödel? Und wer von euch hätte den Wein noch aufgrund des Etiketts gekauft? Hihi, Verpackungsopfer…

Zutaten (für 4 Personen):
250g altbackene Brötchen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
150g Räucherlachs
20g Butter
200ml Milch
2 Eier
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
2 Salatgurken
4 Stängel Dill
1 rote Zwiebel (weggelassen)
200g Saure Sahne
2 EL weißer Balsamicoessig
1 Prise Zucker
Salz, Pfeffer

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Zubereitung:
Die Brötchen fein würfeln und in eine große Schüssel geben. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln, ebenso den Räucherlachs. In einer Pfanne die Butter zerlassen und Zwiebeln und Knoblauch darin glasig andünsten. Die Milch dazugeben und 2min köcheln lassen, dann über die Brötchen gießen. Die Eier und den Lachs zugeben, würzen (vorsichtig mit dem Salz! Der Lachs hat schon einiges an Würze) und gut mischen. Circa 10min durchziehen lassen.
Ein nasses, aber gut ausgewrungenes Geschirrtuch auf der Arbeitsfläche ausbreiten. Die Brötchenmasse darauf verteilen, dabei rechts und links einen gut 5cm breiten Rand lassen, damit man das Bonbon gut zubinden kann. Je nach Topfgröße besser zwei „Bonbons“ rollen, bei mir hat das nicht alles in eins gepasst.
Die Masse zu einer Rolle formen und straff, aber nicht zu fest in das Tuch wickeln. Die Enden mit Küchengarn zubinden. In einem ausreichend großen Topf reichlich Wasser zum Kochen bringen. Das Knödelbonbon hineingeben und 30min im siedenden Wasser (es soll nicht sprudelnd kochen) gar ziehen lassen. Dann herausholen, auswickeln und mit einem scharfen Messer in Scheiben schneiden.
Für den Salat die Gurken schälen und mit dem Sparschäler in lange dünne Tagliatelle-artige Streifen schneiden -das sieht fürs Foto schön aus, aber ihr dürft natürlich auch ganz normale Gurkenscheiben raspeln😉 Dill fein schneiden, ebenso falls ihr verwendet, die Zwiebel. Saure Sahne, Essig, Salz und Zucker gut mischen und dann unter die Gurken mischen. Mit den Serviettenknödeln servieren.

Quelle: Der Große Lafer (Johann Lafer)